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Der Lacher zum Jahresende

by - Dezember 31, 2016

Bericht: Straftaten durch Flüchtlinge im Jahresverlauf zurückgegangen, zitiert Welt N24 einen Bericht über Mutmaßliche. Die Quelle? Es ist eine Quellenkette, so eine Art stille Post will uns scheinen:

Die Zahl der mutmaßlich von Zuwanderern begangenen Straftaten ist im Jahresverlauf laut einem Bericht deutlich zurückgegangen. Vom ersten auf das dritte Quartal habe die Zahl um ein Viertel abgenommen, berichteten NDR und „Süddeutsche Zeitung“ am Samstag unter Berufung auf einen vertraulichen Lagebericht des Bundeskriminalamts (BKA). Darin geht es demnach um allgemeine Kriminalität; Verstöße gegen das Asylrecht würden nicht erfasst.

Wäre es nach den Kriterien der Maasi-Kahane kein Hate-Speech, in Zukunft vielleicht sogar ein Gedankenverbrechen, dann würde man sich Gedanken darüber machen (Focus Online vom 31.8.2016):

Mehr Gefangene als Haftplätze – Ausländeranteil nimmt zu: Gefängnisse in Baden-Württemberg sind übervoll
Die Gefängnisse in Baden-Württemberg sind zu voll; der hohe Ausländeranteil ist dabei ein Zusatzproblem. Vor allem aus den Maghreb-Staaten stammen viele neue Inhaftierte. Mittlerweile gibt es mehr Gefangene als Haftplätze – Justizminister Wolf will deswegen Hunderte neue Plätze schaffen. Bei der Polizei sollen außerdem zusätzliche Stellen entstehen.

Nun, der Artikel bezieht sich nur auf Baden-Württemberg. Möglicherweise sind ja die Aktivitäten der Mutmaßlichen in Berlin und NRW durch kreative Erfassungsmethoden so stark gesunken, dass die Zahlen aus Baden-Württemberg mittels geschickter Berechnung von Mittelwerten deutschlandweit kompensiert werden. Oder man bürgert wie in Hamburg in großer Zahl ein (Hamburger Abendblatt vom 24.3.2016):

Der Bürgermeister hatte die bereits zuvor initiierte Einbürgerungskampagne verstärkt und zwischen Dezember 2011 und März 2015 insgesamt 154 192 Hamburgerinnen und Hamburger ohne deutschen Pass angeschrieben, die die Voraussetzung für eine Einbürgerung erfüllen, um ihnen die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft nahezulegen.

Dank des Kontrollverlustes der Behörden werden sicher auch ein paar Mutmaßliche darunter sein, die die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Und schon steigt die Kriminalität unter Deutschen und sinkt in der Gruppe der Schutzsuchenden.

Sie wundern sich dieses Jahr über die zu Festungen ausgebauten Plätze für Silvesterfeiern? Hat nichts mit nichts zu tun. Keinesfalls hat es mit „Flüchtlingen“ zu tun. In Köln, das ist die Stadt in NRW, die zu Silvester 2015/2016 durch vielfältige Übergriffe auf Frauen weltberühmt wurde, wird seitdem nicht nur eine Armlänge Abstand zu Mutmaßlichen gehalten. Überall in Deutschland können sich Frauen durch die Weltneuheit SafeShorts schützen. Trotzdem: „Flüchtlinge sind Schützlinge“. Frauen müssen nicht geschützt werden, sie haben schließlich ihre Hei-Teck-Schlüpfer.

Im Bedarfsfalle, also wenn sich die Hand eines Schutzsuchenden aus dem nördlichen Afrika in Unkenntnis örtlicher Gepflogenheiten zwischen die Schenkel einer Frau verirrt, ist die sichere Hose für 99,99 Euro angesagt. Sie gibt im Falle eines Falles einen Ton mit der Lautstärke von 130 Dezibel von sich. Auch ein Schutzsuchender aus dem nördlichen Afrika kann mit einem solchen Ton überzeugt werden, dass neben der zwei Wölbungen an der Vorderseite des Körpers einer Frau auch der Genitalbereich ohne ihre Einwilligung nicht zur Verfügung steht. Wir hoffen, dass der Schutzsuchende aus Unkenntnis deutscher Regularien durch den die Schmerzschwelle überschreitenden Lärm nicht traumatisiert wird.

Kriminalität von Flüchtlingen in Deutschland ist ein Beitrag auf dem Blog SE DEFENDERE – SICH VERTEIDIGEN überschrieben. Der Autor stellt ein PDF-Dokument zur Verfügung:

Das Dokument beinhaltet eine faktenbasierte Analyse der Aussagen des Innenministeriums und der Berichte des Bundeskriminalamts auf Basis der Kriminalitätsstatistik und Einordnung im Kontext der Flüchtlingsdebatte.

DK hat die Aussagen des PDF-Dokuments stichprobenartig überprüft. Was wir schon vor zwei Jahren anhand der Zahlen des Statistischen Bundesamtes über Ausländerkriminalität im Jahre 2012 feststellten, findet hier die Entsprechung.

Wie geht es nun weiter in Deutschland? In der Wahrheitsszene herrscht Optimismus. Keiner ist in Panik auf der Titanic, die alternativen Medien lesen im Kaffeegrund und versuchen die Zukunft zu ergründen. Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt, schreiben wir auf der Startseite von DK. Wer sich wehrt kann auch verlieren. Mit anderen Worten, wir wissen nicht, wie es weiter geht.

Dennoch: Wir wünschen allen Lesern, Artikelschreibern und Kommentatoren von DK einen guten Rutsch. Den Wunsch für ein gutes Neues Jahr verkneifen wir uns. Das wäre wohl doch ein wenig frivol.

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5 Kommentare
  1. Burgunder permalink

    Der Lacher zum Jahresbeginn

    Die hiesige provinzielle Fake-News-Schleuder versucht sich populistisch mit Stimmungsmache:

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/gender-debatte-berlin-gruene-planen-unisex-wcs-in-berliner-behoerden/19201512.html

    Der Widerhall im Forum ist groß und eindeutig. Das verwirrte Mohrmännchen taut bei einem solchen Thema auf, preist sich als nicht prüde und nicht spießig und ist trotzdem dagegen. Ein „magberlin“ darf auch kommentieren und kommt damit durch:

    „Das allerwichtigste Tjema, was die Grünen behandelt sehen möchten, sind Unisex-Toiletten.
    Ich finde, noch deutlicher kann man die Verabscheuung des Souveräns, die Verunglimpfung des Volkes nicht darstellen.“ sowie
    „Wann gibt es endlich Neuwahlen, Herr Müller?
    Wer beschuützt uns vor diesen infantilen Nichtskönnern?“

    Die üblichen linken Laberprinzen halten sich peinlich berührt zurück. Bis auf stefano1, für den die Unisex-WC-Kritiker Rechte sind. Ein echter Knaller:

    „Ich finde, dass beide Seiten übertreiben. Weder glaube ich, dass es derart viele Menschen betrifft, dass man überall solche Toiletten bauen muss, noch bin ich der Ansicht, dass die Rechten den Untergang des Abendlandes daraus machen müssen. Das geht einem langsam echt auf die Nerven.“

  2. Burgunder permalink

    Da die Zeitungssimulation für das dumme Berlin ihren geistigen Pflegefällen wieder etwas vorenthält

    „Zwei der Neuköllner Böller-Chaoten sind Intensivstraftäter“ – „Die beiden jungen Männer sind in Berlin geboren und haben einen Migrationshintegrund.“
    http://www.bz-berlin.de/berlin/neukoelln/zwei-der-neukoellner-boeller-chaoten-sind-intensivstraftaeter

    trage ich zum Ausgleich zwei aktuelle ungünstige Erwähnungen der Entscheider-Postille in richtigen Medien nach:

    „Insgesamt zieht man daher, wenn auch verhalten, eine positive Bilanz der Silvesternacht. Der Tagesspiegel spricht gar von einer Rückeroberung von Silvester. (…) Auffällig an allen bisherigen Berichten ist, dass Kritikpunkte allenfalls als Randnotiz vermerkt sind, die nicht weiter kommentiert werden. Auffällig vor allem auch, weil derweil Kritikpunkte, die auf das Verhalten der Polizei in dieser Nacht abzielen, umso dankbarer von der deutschen Medienlandschaft aufgenommen und en Detail dargelegt werden.“
    http://www.tichyseinblick.de/meinungen/gruenes-feindbild-polizei/

    Und auch Don Alphonso läßt nicht locker:
    „Ich kann verstehen, dass manche so etwas nicht gern lesen. Es ändert nichts an der Realität, Lügen gibt es beim Tagesspiegel, wo behauptet wird, es gäbe eine Verpflichtung zur Aufnahme von Flüchtlingen.“
    https://rebellmarkt.blogger.de/stories/2622914/

    Übrigens sind seine „Populistischen Fragen“ erneut ein unbedingtes Muß für jeden an Qualitätsjournalismus interessierten:
    https://blogs.faz.net/deus/2017/01/01/sehr-populistische-fragen-an-den-nafri-politik-und-polizei-nach-koeln-3996/
    Bereits 537 Kommentare sprechen für sich.

  3. almansour permalink

    Und zum Jahresauftakt: Nafris – No, please!

  4. Eva permalink

    Hei-Teck-Schlüpfer werde ich bei der Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. für das Wort 2017 vorschlagen. Natürlich mit Quellenangabe. DK-Humor vom Feinsten.

    Alles Gute für das neue Jahr!

  5. Christian permalink

    Ein wenig Hoffnung zum Jahresanfang, dass Medien ausgewogener berichten:
    http://www.focus.de/politik/experten/ghadban/experte-ralph-ghadban-der-umgang-mit-dem-islam_id_6412313.html

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