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Deutschlands Hoffnung (slosigkeit)

by - Dezember 27, 2016

Manch einer würde sich an die Nationalsozialisten erinnern, gäbe es noch Menschen aus dieser Zeit. Volksschädlinge, so wurden die genannt, die den Führer auch nur kritisierten. Feindsender wurde der BBC genannt, der die Volksschädlinge darüber informierte, was in Deutschland und im Krieg los war. Heute muss man, will man informiert sein, „feindliche Zeitungen“ im Internet lesen. Die Maasi wird vermutlich die Meldungen und Artikel als Fake News und Hetze klassifizieren. Zum Beispiel die beiden Artikel in der Basler Zeitung vom 24.12.2016:

Merkels Tote

Der Anschlag von Berlin: Was wir daraus lernen – und manche unserer Politiker nie.

Dabei ist es einfach wahr: Es sind Merkels Tote. Wenn jemand Bundeskanzler ist, dann trägt sie oder er die oberste Verantwortung für die Organe des deutschen Staates – und diese haben, wir waren in den vergangenen Tagen Zeugen fast stündlicher Enthüllungen, in einem Masse versagt wie seit Langem nicht mehr. Wo war Merkel? Es ist ein Wahnsinn offenbar geworden – und doch hat er Methode: Am Ende muss man gar Angela Merkel, die deutsche Bundeskanzlerin, in Schutz nehmen, weil nicht bloss sie allein für diese Toten verantwortlich ist, sondern eine ganze Generation von weltfremden Politikern, die sich berauschen liessen von den günstigen Winden der Geschichte. Was sie in den frühen Neunzigerjahren begannen, nach dem Fall der Berliner Mauer, der sie unvorbereitet traf, was sie damals entwarfen und einleiteten: ­dieses Programm der europäischen Erlösung von dem Bösen, sei es vom bösen Nationalstaat, sei es vom bösen Straftäter, sei es von den bösen Gefahren, die ausserhalb Europas lauerten: Es bricht in diesen Tagen vor unseren Augen zusammen.

Und vom 27.12.2016:

Der deutsche Winter-Albtraum

Deutschland machte sich zum offenen Tor für eine vermeintlich verfolgte Welt. Doch die Regierung eines Landes muss sich um die eigene Bevölkerung kümmern und nicht um das Elend der Welt.

Ein Warnsignal für ganz Europa

Deutschland ist fassungslos, aber auch ausser Kontrolle. Die Ordnung, eine der wichtigen Tugenden, ist zerbrochen. Wenn Deutschland ­orientierungslos und führungslos wird, dann ist dies mehr als nur eine erschütternde Nachricht, es ist auch ein Warnsignal für ganz Europa. Nur wenn Deutschland endlich begreift, dass niemand die Welt retten kann, so wie niemand Deutschland zu retten versuchen wird, gibt es eine Chance, ­dieses schreckliche Ausmass an Verwirrung und Selbsttäuschung zu überwinden. Die Welt ist nicht gut und sie wird es nie sein.

Die Regierung eines Landes muss sich um die eigene Bevölkerung kümmern und nicht um das Elend der Welt. Mit Blick auf Europa bedeutet dies, dass jene, die der Union schon längst das Ende voraussagen, ein Stück mehr recht erhalten haben. Deutschland wird im nächsten Jahr wählen. Mit Blick auf die Parteien, die in dieser Krise alle versagt haben, eine düstere Aussicht auf das beste, was die Welt anbieten kann: Demokratie!

Und die CDU? Was kommt von dort? Der derzeitige BuPrä (parteilos) salbadert herum und Julia Klöckner, die Hoffnung der CDU, tut desgleichen und lässt das hier vom Stapel:

Gesegnete Weihnachten!

Noch einmal die Basler Zeitung:

Mit Blick auf die Parteien, die in dieser Krise alle versagt haben, eine düstere Aussicht auf das beste, was die Welt anbieten kann: Demokratie!

In Deutschland scheint diese Aussicht gerade zu verschwinden. Der Bundesjustizminister der SPD hat die ehemalige Fachkräft*in der Stasi in Stellung gebracht. Wenn diese Figuren nicht nach der nächsten Wahl verschwinden, verschwindet auch die Aussicht auf Demokratie.

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One Comment
  1. almansour permalink

    Vermutlich wird sich die Kanzlerin, wenn sie dann, so Volk will, dermaleinst abgewählt sein wird, sich gleichwohl „im Felde unbesiegt“ fühlen“, von Fake News schwadronieren, die sie hinterrücks erdolcht hätten. Schon als am 3. Oktober ein paar Bürger nicht hutschwenkend und staubleckend die Kanzlerin begrüßt haben, da haben sie und vor allem der ihr hinterherdackelnde Tross sich wochenlang nicht eingekriegt vor Empörung und unablässig „den Hass“ ventiliert.

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