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Über „unnötige Rufschädigung“

by - Dezember 16, 2016

Die FAZ, hinter der Gerüchten zufolge in früheren Zeiten nur kluge Köpfe gesteckt haben sollen, zeigt, was politische Korrektheit bedeutet. Sicherheitshalber wurde die Kommentarfunktion abgeschaltet. Warum? Vermutlich und netterweise um unkluge Köpfe von Maas-Schwesiger-Hassrede abzuhalten. Michael Klonovsky hat auf Acta diurna im Eintrag 16.12.2016 beschrieben, was sich ein kluger Kopf der FAZ ausgedacht hat:

Der sogenannte Berliner U-Bahn-Treter ist identifiziert und in diversen Boulevardblättern abgebildet worden. Die FAZ machte sich ein paar Tage zuvor Gedanken, ob durch die Verbreitung von Bildern und Überwachungsvideos nicht solcher schöner Seelen Persönlichkeitsrechte verletzt würden

Jene nämlich, und zwar sowohl des „mutmaßlichen“ Täters wie des Opfers, müssten gegen das Interesse der Tataufklärung aufgewogen werden. Auf dem Video ist ein kräftiger junger Mann zu sehen, der einer filigranen jungen Frau von hinten mit voller Kraft in den Rücken tritt, worauf sie die U-Bahntreppe hinunterstürzt. Ein unerwarteter Tritt mit solcher Wucht hätte ausgereicht, einen Klitschko zu Fall zu bringen. Dieser Typ ist der „mutmaßliche“ Täter. Aber: „Sogar Personen, die tatsächlich eine Tat begangen haben, dürfen nicht grundlos bloßgestellt werden. Auch sie müssen vor unnötiger Rufschädigung vor der Verurteilung geschützt werden.“ Es könne sich ja herausstellen, „dass durch verzerrte Optik ein falscher Eindruck entsteht“. So steht es im ungekennzeichneten Satireteil des Frankfurter Weltblattes. Die vergaunerte Sprache – „grundlos bloßgestellt“, „unnötige Rufschädigung“ – verrät vergaunertes Denken; was wäre denn, bitteschön, „begründetes Bloßstellen“ und „nötige Rufschädigung“, wenn sogar eine derart widerwärtige Tat einen solchen Kommentar auslöst? Vielleicht der Kommentar selber? In einem Land, in dem stolze Männer leben, würde ein Kerl, noch dazu ein Gast aus dem Ausland, der eine ihm unbekannte einheimische Frau anlasslos die Treppe heruntertritt, gründlich verprügelt der Polizei übergeben wenn nicht zwanzig Schritt vom Tatort entfernt erschlagen oder erhängt aufgefunden. Hier sinniert ein mit hoher Wahrscheinlichkeit nahkampfuntauglicher Pressstrolch über die Persönlichkeitsrechte des Treters. Und deswegen passiert dergleichen auch hier und passiert vor allem zunehmend.

Doch die eigentliche Pointe kommt erst noch. Die Tat hat sich, wie inzwischen bekannt wurde, bereits am 27. Oktober ereignet. O-Ton FAZ: „Empört wird sich im Internet darüber, dass das Video von dem Vorfall so lange zurückgehalten wurde. Dafür hatte die Polizei aber gute Gründe.“ Nämlich, Sie ahnen es bereits, die Persönlichkeitsrechte. Deswegen habe die Polizei den Kurzauftritt des Kickers nicht der Öffentlichkeit preisgegeben, bevor das Video „geleaked“ wurde. Versucht man uns zumindest einzureden. Ich wette eine Flasche Lafite-Rothschild darauf, dass der eigentliche Grund ein anderer gewesen ist. Unseren Muftis geht die Muffe wegen der explodierenden Gewaltkriminalität durch junge Männer, die noch nicht so lange hier leben. Wäre der Täter ein deutscher Skinhead gewesen und das Opfer ein bekopftuchtes Flüchtlingsmädel, die Sequenz wäre rund um die Uhr auf allen Kanälen gesendet worden. Da der Täter ersichtlich ein „Südländer“ war, hat man die ohnehin viel zu hysterischen Menschen, die schon länger hier leben, von unstatthaften Verallgemeinerungen und Generalverdachtsbekundungen abhalten wollen. „Und nicht zuletzt sind die Rechte des Opfers auf Privatsphäre zu berücksichtigen“, ergänzt die FAZ. Die junge Frau war ja nun wirklich unvorteilhaft gestürzt.

Aber seid unbesorgt, Brüder und Schwestern, der Täter, ein „Bulgare“, sucht Schutz in seinem mutmaßlichen Heimatland. Deutschland ist jetzt noch sicherer geworden. Und nun freue dich Berlin!

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3 Kommentare
  1. S.Sorge permalink

    Da jetzt auch – nach der scheibchenweisen Berichterstattung – bekannt wurde, dass der hinterhältige Treppentreter vom U-Bahnhof Herrmanplatz ein Roma ist, ist man in den berühmt-berüchtigten Gutschwätzerkreisen natürlich besonders beunruhigt. Zählen Zigeuner – neudeutsch und politisch korrekt Sinti & Roma genannt – doch augenscheinlich zu jener Volksgruppe, die sehr oft im Zusammenhang mit Diebstahls- und Eigentumsdelikten in Erscheinung tritt. Das wird dann bekanntlich als Rassismus und Vorurteil gegenüber dieser Volksgruppe abgetan.
    Die grenzenlose Reisefreiheit für Kriminelle in Europa sorgt nicht nur dafür, dass gestohlen und eingebrochen wird wie noch nie in der Vergangenheit, sondern es kommen auch ganz besondere Profiteure dieser grenzenlosen Freizügigkeit. Skrupellose Gewalttäter, Sexualstraftäter und religiöse Extremisten, die ihre Dankbarkeit für ihren Aufenthalt auf unserem Staatsgebiet dadurch zum Ausdruck bringen, indem sie brutale Verbrechen begehen. Meist auch noch ohne Konsequenzen.

    • almansour permalink

      Relevant ist mitnichten die Zugehörigkeit zu einer Volksgruppe – sonst müssten wir uns Deutsche auch wohl systematisch als Völkermörder verstehen – sondern die Einstellungen, auch hier wiederum religiös verbrämte: Relikte hinduistischen Kastenwesens synkretistisch angereichert mit christlichen oder muslimischen Versatzstücken, ein reaktionärer Begriff von Tradition und Familienehre, Stammeswesen und Strukturen kollektiver Kriminalität.
      In dem Maße, wie Individuen und Gruppen Anteil an Aufklärung und Fortschritt haben, verschwinden auch die reaktionären, brutalen Einstellungen und Verhaltensweisen.

  2. der nun wieder permalink

    Ich vermag mir gar nicht auszudenken, was mit einem solchen Taeter /egeal welchetr Herkunft) hier in Th passieren wuerde und wenn es dann gar noch ein Farang waere, wuerde eine Zufuehrung in Gefangennahme und gar Verurteilung obsolet werden.

    Gefangene Verbrecher werden uebrigens regelmaessig oeffentlich praesentiert.

    Wo der Typ ist, ist uebrigens nicht bekannt. Der kann durchaus noch (oder wieder) in Berlin sein.

    http://www.morgenpost.de/videos/article208994731/U-Bahn-Treter-identifiziert-Haftbefehl-erlassen.html

    Und – man atmet auf – es besteht Hoffnung, dass weiss der dicke Altmeier (seht euch das Video an, aber nicht nach dem Essen):

    http://www.morgenpost.de/politik/article209004965/Zuwanderer-wollen-Verhalten-deutscher-Kultur-anpassen.html

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