Skip to content

„Ein, zwei Schläge sind ganz nützlich“

by - Dezember 16, 2016

Aiman Mazyek, der Sultan von Münchhausen und Verharmloser der Scharia, ließ auf der von ihm verantworteten Seite Islam.de Statements zum Thema „Frau und Familie“ los, die mit keinem Gesetz in der Bundesrepublik Deutschland kompatibel sind. Weder mit dem Grundgesetz noch irgendeinem anderen Gesetz. Die FAQ auf der Seite islam.de, die Fragen nach „Frau und Familie“ beantworten sollten, waren ein Sammelsurium von grundgesetzwidrigen islamischen Regeln. Dort wurde u.a. mitgeteilt, dass der Islam die Erbschaft derart regelt, dass ein männlicher Erbschaftsberechtigter so viel Anteile der Erbschaft bekommt wie zwei weibliche Erbschaftsberechtigte. Weil eine oder mehrere Frauen zum Besitz des gläubigen Mannes gehören, werden sie als Saatfelder wahrgenommen, die ihrem Besitzer jederzeit zur Verfügung stehen müssen:

10. Oralverkehr
Die Mehrheit der Gelehrten machen keine Einschränkungen und berufen sich auf folgenden Vers: „Eure Frauen sind euch ein Saatfeld. So kommt zu eurem Saatfeld, wann und wie ihr wollt. Doch schickt (Gutes) für euch selbst voraus. Und fürchtet Allah und wisst, dass ihr Ihm begegnen werdet. Und verkünde den Gläubigen frohe Botschaft.“ (2:223).“ (Übersetzung Bubenheim/Elyas) Dies heißt, dass die sexuelle Beziehung innerhalb der Ehe in jeder Art erlaubt ist, es sei denn, sie wurde ausdrücklich verboten. Ausdrücklich verboten wurde Analverkehr und Geschlechtsverkehr während der Menstruation. 

Islam.de und diverse auf verschiedene Weise verschachtelte islamische Organisationen verbreiten diese menschenfeindliche Hetze nicht in der Türkei, sondern in Deutschland. Eine dieser islamischen Organisationen im Dienste der Türkei ist der KRM, der „Koordinationsrat der Muslime“. Welche und wie viele Moslems dieser dubiose Rat und Bündnispartner der Bundesrepulik Deutschland (in den Islamkonferenzen) vertritt, ist nicht wirklich bekannt. Bekannt ist aber, wer die KRM-Mitglieder sind. Es sind die DITIB, die Dependance der Religionsbehörde des Führers aller Türken, der Islamrat, VIKZ und der ZMD.

kmr-mitglieder

.
Der KRM führt zusammen mit den Blockparteien den geisterhaften Kampf gegen Rechts für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat, gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt (Pressemeldung vom 11.2.2016). Gemeint sind Meinungsäußerungen, die dem KRM so wenig passen wie dem Bundesjustizminister der SPD. Nicht gemeint ist die steigende Kriminalität in den meist gläubigen No-go-Areas von Deutschland. Nicht gemeint sind Ehrenmorde, die in den Wahrheitsmedien meist als häusliche Gewalt dargestellt werden, die auch unter denen, die hier schon länger leben, vorkommt. Nicht gemeint sind Morde an Islamkritikern und Morddrohungen, deren Empfänger nur unter Polizeischutz überleben können. Auch nicht gemeint sind die Entrechtung von Frauen und die Zwangsverheiratungen auch minderjähriger Mädchen mit alten Männern innerhalb und außerhalb der gläubigen Verwandtschaft. Das Schweigen der Jungfrau gilt als Zustimmung zur Ehe, hieß es sinngemäß auf islam.de.

Wohin die Reise gehen sollte, durfte Aiman Mazyek schon im Jahre 2013 im Tagesspiegel verkünden: Schon das Wort Trio ist ein sprachliches Delikt. Gemeint war das NSU-Trio. Mittlerweile gelten schon Satzkonstruktionen mit dem Wort „aber“, das eine Aussage einschränken soll, als naziverdächtig.

Mazyek war bisher zweimal Sprecher des Koordinationsrat der Muslime (KRM, zusammengesetzt aus DITIB, Islamrat, VIKZ und ZMD), wie man seinem auf der Seite Zentralrat der Muslime veröffentlichten Lebenslauf entnehmen kann. Für die türkische DITIB hat der KRM das Dossier über den NSU-Rechtsterror erstellt. Ab S. 34 fordert der KRM dreist eine nachweisbare Entnazifizierung in Behörden und Ämter. Gemeint sind nicht die Behörden und Ämter in Erdogans Kalifat, gemeint sind Behörden und Ämter in Deutschland. Verantwortlich zeichnen in diesem Dossier die hier:

krm-ditib.
Im Tagesspiegel findet Mazyek Unterstützung (siehe unseren Artikel Rassismuswochen mit Andrea Dernbach). Diese Hetzschrift, Dossier genannt, gegen deutsche Behörden im Auftrag des türkischen Despoten Erdogan, der derzeit Tausende von Regimegegnern in den Folterkellern seiner Polizei verschwinden lässt, kann man sich hier ansehen. Nicht mehr ansehen kann man sich die Hetze gegen Frauen auf islam.de. Die FAQ sind verschwunden. Stattdessen erfährt der Wissbegierige seit einiger Zeit, dass diese Seite zur Zeit aktualisiert und überarbeitet wird.

Der Grund? Vielleicht weil der Postfaktizismus des Merkelismus mittlerweile Widerspruch im Volk, also bei denjenigen, die hier schon länger leben, in ungeahnter Stärke erzeugt hat? Weil es laut Spiegel Online vom 15.12.2016 selbst in der Türkei zur Erregung führt, was Mazyek auf der von ihm verantworteten und inzwischen gelöschten Seite sinngemäß und insinuierend verkündet? Spiegel Online berichtet über Regeln im türkischen Islam, Zweigstelle die türkische Stadt Kütahya:

– Wenn du als Ehefrau beim Sex sprichst, wird dein Kind stottern.

– Heiratet gebärfreudige, liebenswürdige Frauen, aber sie sollen Jungfrauen sein.

– Für den Fall, dass die Frau zickig ist, sollte der Mann sich nicht sofort scheiden lassen, damit diese Frau nicht auch noch zum Verhängnis für einen anderen Mann wird. Stattdessen sollte der Ehemann eine zweite Frau ehelichen, damit sie die erste Ehefrau zur Vernunft bringt.

– Eine Frau, die sich nicht für ihren Mann zurechtmacht, ihrem Mann als Herren im Hause nicht gehorsam ist, kann geschlagen werden. Manchmal sind ein, zwei Schläge ganz nützlich, das wirkt wie Medizin. Der Ehefrau wird so in Erinnerung gerufen, wer das Sagen im Haus hat.

– Berufliches Arbeiten ist für die Frau unnütz. Im Arbeitsleben kann die Frau einen noch attraktiveren Mann als ihren Ehemann sehen und sich in ihn verlieben. Sie soll daher ihre Beine übereinanderschlagen und lieber zu Hause bleiben.

– Polygamie sei für den Mann ganz nützlich, heißt es weiter. „Für den Fall, dass die Frau zickig ist, sollte der Mann sich nicht sofort scheiden lassen, damit diese Frau nicht auch noch zum Verhängnis für einen anderen Mann wird. Stattdessen sollte der Ehemann eine zweite Frau ehelichen, damit sie die erste Ehefrau zur Vernunft bringt.“

Wir müssen einschränken. Mazyek war zu schlau, um so offen zu legitimieren, was in gläubigen Kreisen durchaus üblich ist. Oder zu feige? Seine Glaubenskumpane, die die Seite „Islamisches Zentrum München“ verantworten, sind da weniger zurückhaltend. Sie sagen ganz offen, dass unbotmäßige Frauen verprügelt werden dürfen, wenn es nach Allahs Regeln geschieht. Diese Gläubigen fragen unter Punkt 10 ganz unverschleiert, darf ein muslimischer Mann seine Frau schlagen? Ja, darf er. Denn:

Hinter  dieser Entscheidung Gottes mag eine Weisheit  stecken, die zunächst selbst der Propheten Muhammad (s) nicht erkannt hatte. Der Koranvers macht deutlich, dass im Falle einer in größeren Schwierigkeiten steckenden Ehe der Ehemann diese drei Schritten auf jeden Fall einhalten muss: Ermahnung, Trennung im Ehebett und Schlagen. Damit ist vor allem das Schlagen im Affekt verboten, was wohl in fast allen Fällen vorkommt.

Damit ist vor allem das Schlagen im Affekt verboten! Gewalt im Affekt kommt aber immer wieder vor. Zum Beispiel wenn ein Besitzer das unbotmäßige Eigentum damit bestrafen will, dass er seine drei Kinder aus dem Fenster wirft. In Syrien wäre ich nach einem Monat entlassen worden, sagt er in aller unschuldiger Offenheit nach dem Urteil, mit dem er in Deutschland für 15 Jahre ins Gefängnis kommt und wegen guter Führung vermutlich nur einen Teil davon absitzen wird.

Weil das Auspeitschen, gar Steinigen von stark unbotmäßigen Frauen, also das Kanalisieren von Gewalt nach der Scharia (O-Ton der als Islamwissenschaftlerin auftretenden Lamya Kaddor), in Deutschland noch verboten ist, greifen gläubige Besitzer eben gelegentlich zur Selbsthilfe.

Und was sagen die zeitgenössischen antirassistischen Antifaschisten aus der Wahrheitsszene dazu? Sie tun so, als hätten die barbarischen Regeln des Islam nichts mit dem Islam zu tun. Sie öffnen mit Schwurbelbegründungen die Tür für einen religiösen Faschismus und diffamieren diejenigen, die das Grundgesetz und die verbliebenen Freiheiten in Deutschland verteidigen. Von Erdogan stammt diese Aussage (zitiert nach Kanal D TV):

Diese Bezeichnungen (Islam und Islamismus, DK) sind sehr hässlich, es ist anstößig und eine Beleidigung unserer Religion. Es gibt keinen moderaten oder nicht-moderaten Islam. Islam ist Islam und damit hat es sich.

So nähren Erdogans Prediger Islamismus in Deutschland, schreibt Welt N24 am heutigen Tage. Die Wahrheitsszene aber steht fest an der Seite der DITIB:

Für deutsche Politiker, so bekannte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) unlängst, ist Ditib ein „unverzichtbarer Partner“: beim interreligiösen Dialog, beim Entwurf von Richtlinien im Religionsunterricht, bei der Integration der Flüchtlinge. Diese Partnerschaft ist manch liberalem Muslim ein Graus.

Auf Kritiker lässt der Bundesjustizminister der SPD die ehemalige Stasizuträgerin Anetta Kahane, Deckname IM Viktoria, los. Der Regierende Bürgermeister von Berlin ernennt die Scharia-Anhängerin Sawsan Chebli (FAZ vom 3.8.2016) zur Staatssekretärin und Stadträte der AfD werden von den Blockparteien verhindert, weil sie den Islam kritisieren. Die Großen unter den Blogs, „Die Achse des Guten“ und „Tichys Einblick“ werden denunziert, damit ihnen die ökonomische Grundlage entzogen werden kann. Der Schuss scheint derzeit noch nach hinten losgegangen zu sein. Eine Zusammenfassung der Ereignisse kann man unter Denunzianten-Gate: Bezahlte Gesinnungstäter auf der „Achse des Guten“ lesen.

Deutschland im Jahre 2016! Noch ist nicht entschieden, ob das Glas halb voll oder halb leer ist.

Advertisements
Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s