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Ein deutscher Junge

by - Dezember 16, 2016

Wie wir wissen, gibt es hierzulande Menschen, die hier schon länger leben und Menschen, die hier noch nicht solange leben. Daneben gibt es aber auch Menschen, die hier schon lange leben, aber noch nicht solange wie die, die hier schon länger leben.

Einer davon ist ein 12-jähriger Junge, der in Ludwigshafen geboren, schon Zeit seines Lebens, wenn auch erst seit 12 Jahren, hier lebt. Welt N24 berichtet am 16.12.2016:

Nagelbombe in Ludwigshafen

Erst Weihnachtsmarkt, dann Einkaufszentrum: Ein zwölfjähriger Junge wollte einen Anschlag in Ludwigshafen verüben. Er soll vom IS angeleitet worden sein. Der Fall ist in seiner Dimension beispiellos.

Der Fall ist beispiellos? Vielleicht in seiner Dimension, nicht bespiellos sind die Motivation und das Alter des verhinderten „Märtyrers“. Am 29.8.2016 berichtet news.de von einer 16-Jährigen. Das Mädchen griff mit einem Messer einen Polizisten an:

Nach ihrer beinahe tödlichen Messerattacke auf einen Polizisten am Hauptbahnhof in Hannover im Februar muss sich eine 16-jährige IS-Änhängerin nun vor Gericht wegen versuchten Mordes verantworten.

Außerhalb Deutschlands ist Boko Haram, eine islamische Terrorbande, die wie der Islamische Staat den Islam gekidnappt hat, erfolgreicher (Focus Online vom 11.12.2016):

Zwei kleine Mädchen begehen Selbstmordattentat – ein Toter, 18 Verletzte

Zwei kleine Mädchen haben sich am Sonntag auf einem belebten Markt in Nigerias nordöstlicher Stadt Maiduguri in die Luft gesprengt. Ein Augenzeuge berichtet, dass die beiden Kinder erst sieben oder acht Jahre alt waren. Noch ist unklar, wer hinter dem Attentat steckt, doch derartige Attacken gehen in Nigeria meist auf das Konto der Islamistengruppe Boko Haram.

Wir lernen, man muss kein in Ludwigshafen geborener Junge sein, der sowohl die deutsche als auch die irakische Staatsbürgerschaft hat, um im Auftrag des wahren Glaubens zu morden. Während in Kreisen derjenigen, die hier auch schon länger leben, aber nicht so lange wie die, die hier schon lange leben, gelegentlich in Erwartung einer niedrigen Jugendstrafe den jüngsten Bruder vorschicken, um die Schwester, die wie eine Deutsche lebt, zu exekutieren, hat der Islamische Staat wohl nur ein geringes Interesse daran, dass seine lebenden Waffen überleben. Während männliche Märtyrer zu solchen werden, weil sie ein Paradies mit 72 Jungfrauen erwartet, ist uns die Belohnung für sieben- und achtjährige weibliche Märtyrer unbekannt.

Wir fragen uns allerdings, ob der Bundesjustizminister der SPD, der gerade Facebook mit Bußgeldern für Hassrede überziehen will, in der Berichterstattung von Welt N24 nicht eine unzulässige Unterstützung rechter Kreise sieht. Hier einzugreifen, verhindert rechtspopulistische Fragen wie die des Lesers Christina K. im Forum von Welt N24:

Die Frage bleibt, wie es möglich ist, dass sich Menschen im Islam ständig „stark radikalisieren“ können. Andere Religionen haben dieses Problem nicht. So zu tun, als wären alle Religionen gleich und hätten grundsätzlich die gleiche Daseinsberechtigung hilft nicht. Die Frage, warum sich Menschen im Islam radikalisieren bleibt und ist nur mit Blick auf die Gewalt des Religionsgründers und des Korans zu beantworten. Eine kritische Auseinandersetzung hiermit ist unumgänglich.

Kritische Auseinandersetzung mit dem Koran? Das kann eigentlich nur Hassrede sein, denn der Koran ist unantastbar. Wer den Koran kritisiert ist ein Häretiker und wird mit dem Tode bestraft, wie Fethullah Gülen, der in Deutschland mit Unterstützung der Politik Schulen betreibt, auf seiner Website verkündet.

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2 Kommentare
  1. Rechtspopulist permalink

    Was ist das nun? Rassismus, FäikNjus, Islamophobie, postfaktisch? Viktoria, äh, Anetta hilf!

    http://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/822614/polizeigewerkschaft-warnt-vor-neuer-skrupellosigkeit-des-is?piano_t=1

    Polizeigewerkschaft warnt vor neuer Skrupellosigkeit des IS

    Osnabrück. Die Anschlagspläne eines gerade mal 12 Jahre alten Jungen in Ludwigshafen alarmieren die Sicherheitsbehörden. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, sieht in der Rekrutierung von Kindern eine neue Dimension der Skrupellosigkeit des Islamischen Staates.

    Die Bundesanwaltschaft hatte Ermittlungen wegen des Bombenfundes bestätigt, aber zunächst keine näheren Angaben gemacht. Das Magazin „Focus“ berichtete, nach Erkenntnissen der Ermittler sei der Junge stark religiös radikalisiert und könnte von einem unbekannten Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat angestiftet oder angeleitet worden sein.

    • almansour permalink

      Die ominöse Terrormiliz in Gestalt eines Unbekannten? Nein, werte Ermittler, auch wenn Ihr Euch nicht traut, so etwas der deutschen Öffentlichkeit zuzumuten: Die Eltern sind’s, die das Kind radikalisiert haben, eben diese deutschmigrierten.
      Und wenn Ihr’s nicht glaubt, dann fahrt mal zur Schulschlusszeit mit dem Bus durch Kreuzberg oder Neukölln (Gelsenkirchen und Mannheim tun’s wahrscheinlich auch) und lauschet den männlichen Migrantenkindern, denen mit den Intensivtäterkappen, die sich da breitbeinig und großspurig über vier Sitzreihen verteilen, um laut herumzublöken. Und hört, soweit das Gezischel und Genuschel verständlich ist, ihnen zu. wie sie da über „Opfer“, „Behinderte“, „Missgeburten“ reden und wen sie damit meinen.
      Freilich: Dass solche Erziehung schon beim 12-Jährigen zündet, dass ist eher selten.

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