Skip to content

Welt Online, Lamya Kaddor und die Wissenschaft

by - November 16, 2016

Welt N24 vom 16.11.2016: „Islamisten nutzen Razzien und die Kritik an Özoguz“

Islamwissenschaftlerin Kaddor sieht unter Muslimen breiten Rückhalt für das Verbot der Koranverteiler. Die Bedenken der Integrationsbeauftragten Aydan Özoguz (SPD) seien „missverständlich“ formuliert.

Über die „Islamwissenschaftlerin“ Kaddor lasen wir vor über einem Monat auf Tichys Einblick nach unserer Kenntnis bis heute Unwidersprochenes:

Sie läßt sich gerne als Lehrerin oder Wissenschaftlerin feiern: Dabei hat Lamya Kaddor hat nur eine „Idschaza“, eine islamische Lehrerlaubnis des Koordinierungsrats der Muslime (KRM). Das ist eine Vereinigung von Verbänden, die alle nicht der Bundesrepublik verantwortlich sind, sondern fremden Staaten und Mächten. Was stellt sie mit unseren Kindern wirklich an?

Mit dem KRM wiederum ist Scharia-Anhänger Aiman Mazyek verbandelt. Der KRM wiederum hat im Auftrag der türkischen Ditib, der Dependance der Religionsbehörde des Führers aller Türken in Deutschland, in einem Dossier dreist die Entnazifizierung deutscher Behörden gefordert (siehe Dossier über den NSU-Rechtsterror ab S. 34). Und der KRM hat die Kaddor zu dem gemacht, was in der Wahrheitsszene „Islamwissenschaftlerin“ genannt wird.

So schließt sich der Kreis. In ihm halten sich weder der Zentralrat der Exmuslime auf, noch prominente (Ex-) Moslems wie Sabatina James oder Hamed Abdel-Samad, die, weil sie Vertretern der friedlichen Religion nicht gefallen, in Deutschland unter Polizeischutz stehen. Oder, wie Abdel-Samad, auch noch vom Staatsanwalt wegen „Volskverhetzung“ vernommen werden, wenn die friedliche Religion mit deutlichen Worten kritisiert wird. Über den KRM heißt es auf Wikipedia (auf widersprechende Informationen sind wir gespannt):

Mitglieder des Koordinationsrats sind der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DİTİB), der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IR) und der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ).

Status

Der KRM hat keine Rechtspersönlichkeit. Er ist kein eingetragener Verein, sondern beruht lediglich auf einer gemeinsamen Geschäftsordnung, die von den vier ihn tragenden Verbänden am 28. März 2007 unterzeichnet wurde.[3][4] Eineinhalb Jahre nach der Gründung bemängelte die Islamische Zeitung, dass der KRM keine Angestellten, kein Budget, kein Lobby-Büro in Berlin, keine eigene Webseite und kaum eine klar ausgearbeitete Programmatik habe.[5]

Geschäftsordnung

Die Geschäftsordnung gibt der DITIB ein Vetorecht und drei stimmberechtigte Vertreter, während die anderen Verbände jeweils nur zwei Vertreter haben.[3] Weiter heißt es darin:[3]

„Mitglieder auf Bundesebene können nur Dachorganisationen oder Spitzenverbände werden […] Über die Aufnahme entscheidet die Mitgliederversammlung. Eine Ablehnung der Mitgliedschaft braucht nicht begründet zu werden.“

„Der Koordinationsrat bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland.“

„Koran und Sunna des Propheten Mohammed bilden die Grundlagen des Koordinationsrats. Dieser Grundsatz darf auch durch Änderungen dieser Geschäftsordnung nicht aufgegeben oder verändert werden.“

Eine laut dem damaligen ZMD-Generalsekretär Aiman Mazyek bis Ende des Jahres 2007 geplante Weiterentwicklung der Geschäftsordnung zu einer verbindlichen Satzung[6] kam nicht zustande.

Sprecher

Der Posten des Sprechers des Koordinationsrates wechselt im halbjährlichen Turnus. Beispielsweise wechselten sich die ersten Sprecher wie folgt ab:

Erster Sprecher (von April bis September 2007) war Ayyub Axel Köhler, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland.

Zweiter Sprecher (von Oktober 2007 bis März 2008) war Bekir Alboğa, der Leiter der Abteilung für interreligiösen Dialog von DITIB.

Dritter Sprecher (von April bis September 2008) war Ali Kızılkaya, der Vorsitzende des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland.

Vierter Sprecher (von Oktober 2008 bis März 2009) war Erol Pürlü vom Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ).

Zeitraum Sprecher Organisation
04/2007–09/2007 Ayyub Axel Köhler Zentralrat
10/2007–03/2008 Bekir Alboğa DITIB
04/2008–09/2008 Ali Kızılkaya Islamrat
10/2008–03/2009 Erol Pürlü VIKZ
04/2009–09/2009 Ayyub Axel Köhler Zentralrat
10/2009–03/2010 Bekir Alboğa DITIB
04/2010–09/2010 Ali Kızılkaya Islamrat
10/2010–03/2011 Erol Pürlü VIKZ
04/2011–09/2011 Aiman Mazyek Zentralrat
10/2011–03/2012 Bekir Alboğa DITIB
04/2012–09/2012 Ali Kızılkaya Islamrat
Advertisements
One Comment
  1. almansour permalink

    Als politisch Korrekter müsste ich mehrfach verstört sein: Wenn das so stimmt, wie N24 berichtet „Islamwissenschaftlerin Kaddor sieht unter Muslimen breiten Rückhalt für das Verbot der Koranverteiler“, dann ist also ein breiter Rückhalt unter Muslimen oder zumindest ein Rückhalt unter breiten Muslimen gegen’s Verteilen vom Prophetenwort. Holla. Dann müssten breite Muslime ja umgekehrt für’s Einsammeln des grünen Buches sein. Dann mal ran, vielleicht wird doch noch was aus der von der Özoguzen „eingeforderten“ Mitarbeit der Muslime bei der Terrorbekämpfung.

    Ich Ungläubiger aber glaube, Frau Kaddor hat mal wieder genuin dumm drauflosgequatscht. Als Idschazaristin liest sie das krude Werk doch sicher höchstpersönlich.

    Andererseits, daher Verstörung Nummer 2, wo bleibt eigentlich beim munteren Ringelrein unteri den Sprechern des Koordinierungsrates der Muslime die Frauenquote? Ist auch genug LGBT dabei und so? Conchita Mazyek?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s