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Love Speech eines Guten

by - November 15, 2016

Hannemann wuchs in Prien am Chiemsee auf und machte dort 1984 Abitur. 1985 zog er nach Berlin und brach dort 1989 ein Studium ab. Von 1990 bis 2007 arbeitete er als Taxifahrer und von 1992 bis 1995 im Druckereikollektiv Agit-Druck. Seit 1992 lebt er im Berliner Bezirk Neukölln.

Wikipedia über AutorIn Uli Hannemann von der taz

Die taz ist dem zeitgenössischen antifaschistischen Antirassismus verpflichtet, der im Jahre 2016 nicht nur zum Nulltarif zu haben ist, sondern auch noch von einer SPD-Ministerin bezahlt wird, oder, wie es wohl korrekt heißt, als Kampf gegen Rechts gefördert wird. Die taz hat jemanden, von dem wir nicht wissen, ob es ein Autor oder ein/eine AutorIn ist. Deniz Yücel heißt er/sie/es und hatte einst in der taz über Sarrazin geschrieben:

Thilo Sarrazin wird inzwischen von Journalisten benutzt wie eine alte Hure, die zwar billig ist, aber für ihre Zwecke immer noch ganz brauchbar, wenn man sie auch etwas aufhübschen muss.

Als er hörte, dass Kollegin Mely Kiyak über Sarrazin sagte,

unbedingt müsste man auch Günter Jauchs von Herzen gut gemeinte Werbemaßnahme für Sarrazins neues Buch erwähnen und die Verplemperung unserer Fernsehgebühren für diese lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur, die Sonntagabend in Ruhe das tun darf, was er am besten kann; das niedrigste im Menschen anzusprechen. Ich meine Sarrazin,

legte er noch einen drauf und schrieb in der taz:

So etwa die oberkruden Ansichten des leider erfolgreichen Buchautors Thilo S., den man, und das nur in Klammern, auch dann eine lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur nennen darf, wenn man weiß, dass dieser infolge eines Schlaganfalls derart verunstaltet wurde und dem man nur wünschen kann, der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten.

Das kostete die taz 20.000 Euro. Ob heute noch ein Gericht zu einem solchen Urteil kommen würde? Fraglich. Die Unterscheidung zwischen rechtem und linkem Hass, der keiner ist, hat sich gefestigt.

Die taz hat noch einen. Uli heißt der Hannemann mit Vornamen. Auch er ein/einIn AutorIn der taz. Uli hat einen Lebenslauf, wie ihn viele in linken Kreisen haben. Die einen retten sich vor Hilfsjobs und Harz IV in den Bundestag oder den Berliner Senat und werden dort steueralimentiert, die anderen werden das, was sie vermutlich KünstlerIn nennen. Der/die/das Uli hat nicht nur Abitur und ein abgebrochenes Studium vorzuweisen (siehe oben). Nein, er weiß auch, was mit simplen Begriffen wie LGBTQIAPAOPEG gemeint ist. Zum Studiumabschluss hat es nicht gereicht, aber dass LGBTQIAPAOPEG Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexual, Queer, Intersex, Asexual, Plus, All, Other, Possibly, Existing, Groups bedeutet, das weiß der/die/das Uli:

Schon wenn die Angsthasen und Sorgenkaninchen mit für uns simplen Begriffen wie LGBTQIAPAOPEG (Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexual, Queer, Intersex, Asexual, Plus, All, Other, Possibly, Existing, Groups) konfrontiert werden, entwickeln sie eine ganz dolle Wut und auch furchtbar schlimme Angst. Weil die Vollpfosten sich nicht so viele Buchstaben merken können, würde nun wieder die bürgerliche Arroganz behaupten. Vermeiden wir jedoch den alten Fehler und nehmen stattdessen die Ängste der Hirnverbrannten ernst, erblicken wir nur Homophobie und Furcht vor jeder Form von Veränderung, ob sie die Trottel nun groß betrifft oder nicht.

Nun wissen wir, warum er die Kritik von Menschen an der unkontrollierten Einwanderung Die Sorgen der Arschlöcher nennt. Die Arschlöcher sind nicht nur Arschlöcher, sie sind auch Vollpfosten und Hirnverbrannte.

Ist das nun Hass? Oder Hate Speech, wie die Gebildeten mit Abitur und gelegentlich abgebrochenem Studium sagen? Sicher nicht. Wenn der Außenminister der SPD den zukünftigen Präsidenten der USA einen Hassprediger nennt, dann sind auch die Ausdrücke „Arschlöcher“, „Vollpfosten“, „Hirnverbrannte“, „Sorgenkaninchen“ und „Angsthasen“ für Menschen, die die Steuern für die Alimentierten aufbringen, nur Kampfbegriffe der Guten im zeitgenössischen antifaschistischen Kampf und kein Hass.

Dank an Burgunder für den Hinweis.

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One Comment
  1. Christian permalink

    Die Ausdrücke sind durchaus erweiterungsfähig:
    mogberlin 10:25 Uhr
    Antwort auf den Beitrag von neville 10:00 Uhr
    Ich denke, ein Hohlpfosten genügt vollkommen, um Herrn Hebold mehr als adäquat zu ersetzen 😉

    mog

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-lichtenberg-hausdurchsuchung-bei-afd-stadtratskandidaten/14847472.html

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