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Wahrheiten aus der Wahrheitsszene

by - November 14, 2016

Hinweis: punktuelle Sarkasmusgefahr

Ein  Provinzpolitiker der SPD aus Schleswig-Holstein, der den Eindruck macht, er stehe unter Drogen, ein Außenminister der SPD, der den zukünftigen Präsidenten der USA als Hassprediger bezeichnet, eine ehemalige FDJlerin im Bundeskanzleramt, die Gesetze reihenweise bricht und den zukünftigen Präsidenten der USA auffordert, die Menschenrechte einzuhalten, so als hätte sie statt des zukünftigen Präsidenten der USA die Blockparteien der DDR vor sich und eine türkische Staatsministerin der SPD, die zeigt, wie man mittels feindlicher Übernahme die alte Bundesrepublik abschaffen will: Deutschland im Jahre 2016.

Es herrschte Wirrnis. Es herrscht Wirrnis erst recht nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA. Eine Wirrnis, die selbst im von Merkel ausgerufenem postfaktischen Zeitalter bemerkenswert ist. Unter Vermeidung jeglicher Logik wird geschwurbelt, dass es einem schwindlig werden kann. Beispiel gefällig? Hier:

In Deutschland weiß niemand so genau, wie viele „Flüchtlinge“ gekommen sind, wer sie sind und wo sie sind. Dass über eine Million meist gläubiger junger Männer im kampffähigen Alter aus islamischen Staaten nicht alle Gewalttäter sind, ist die frohe Kunde, die den Dunkeldeutschen im Lagebericht Nr. 3  des Bundeskriminalamts schon im Februar 2016 verkündet wird. In einer Sprache, die fassungslos macht (FAZ vom 19.2.2016 mit der Überschrift Die Suche nach der Wahrheit über die Verbrechen):

Der Bericht führt auf, wie viele Flüchtlinge Straftaten begangen haben, wie viele aber auch Opfer wurden und wie oft beides für ein und dieselbe Tat zutraf: ein Flüchtling als Täter, ein anderer als Opfer. Das BKA benutzt dabei den Begriff Zuwanderer für Asylsuchende, obwohl Zuwanderer klassischerweise keine Asylsuchenden sind, sondern Migranten, die zum Arbeiten nach Deutschland kommen. Gemeint sind dennoch die Asylbewerber.

Boah! Zuwanderer, die Migranten sind, klassischer Weise keine Asylsuchende, sind dennoch welche, zumindest sind sie gemeint. Postfaktisch ist eben alles nichts, nichts alles und alles alles. Wenn man dann noch die Anweisungen der Politik an die Polizei berücksichtigt, Straftaten von migrantischen Asylsuchenden oder asylsuchenden Migranten nicht an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen, dann wird´s einem ganz schwummerig. Noch schwummriger wird einem, wenn man das Buch von Rainer Wendt liest: Deutschland in Gefahr: Wie ein schwacher Staat unsere Sicherheit aufs Spiel setzt. Das Buch ist aus Sicht der Wahrheitsszene im postfaktischen Deutschland sicher ein Beleg für Rassismus und wird weitgehend totgeschwiegen.

Rassismus muss bekämpft werden. Postfaktisch. Das BAMF kommt mit der Meldung um die Ecke, Studie genannt, dass „Flüchtlinge“, also die Migranten, die klassischer Weise keine Asylsuchenden aber gemeint sind, besser ausgebildet sind als angenommen:

In der Studie geht es auch um die künftigen Beschäftigungschancen der Flüchtlinge. Laut Weise sind zwischen September 2015 und September 2016 etwa 50.000 Flüchtlinge in Arbeit gekommen, 30.000 davon seien sogar sozialversicherungspflichtig beschäftigt – überwiegend als Helfer, in der Logistik, in Lagern und der Landwirtschaft. Einige Flüchtlinge hätten sich auch selbstständig gemacht. Zugleich seien im selben Zeitraum rund 100.000 Schutzsuchende arbeitslos gemeldet gewesen, sagte Weise.

Irgenwie verwirrend das Ganze. Wir fragen erst gar nicht, was mit „besser als angenommen“ gemeint ist. Wie sind denn die 20.000 nicht sozialversicherungspflichtig „Beschäftigten“ beschäftigt? Lassen wir das mal beiseite und setzen die 50.000 „Beschäftigten“ ins Verhältnis zu den niedrig geschätzten 1.000.000 „Flüchtlingen“, also zu den Migranten, die klassischer Weise keine Asylsuchenden aber gemeint sind, die allein letztes Jahr gekommen sind. Dann sind 5% der asylsuchenden Migranten oder migrantischen Asylsuchenden, vom BAMF „Schutzsuchende“ genannt, beschäftigt, davon nur 30.000 in einem sozialversicherungspflichtigen Job. Ganze 3% zahlen also in die sozialen Sicherungssysteme ein – sollte ihr Einkommen nicht mit Steuergeldern subventioniert werden.

Und es gibt noch eine frohe Kunde:

Positiver als bisher vermutet sei auch die Haltung der aufgenommenen Syrer, Iraker, Afghanen und anderer Schutzsuchender zu Demokratie und Frauen, berichtete er am Sonntagabend auf einer Veranstaltung der CSU-Erlangen.

Gläubige Pädophilie, der Prophet hat es vorgemacht, Vielweiberei, für deren eine Frucht der BuPrä die Patenschaft übernimmt (siehe auch Polygamie auf Staatskosten im Jahre 2012), ganz allgemein gemäß Koran mindere Rechte für Frauen, das sind Einzelfälle, die noch der Legalisierung und der Abschaffung des Rechtsstaates harren. Faktisch sind die Verhältnisse schon da. Die Einwanderung von Millionen aus tribalistischen Gesellschaften macht es möglich.

Das BAMF hat also eine Studie gemacht. Gelegentlich dringt an die Öffentlichkeit, wie die Behörde feststellt, wer und was ein „Flüchtling“ ist. Sie stellt das nur von denjenigen fest, die dort auftauchen. Gefälschte Pässe und Papiere? Pässe, die in Toiletten verloren gehen? Brandenburg will Daten des BAMF beschlagnahmen lassen, schreibt WELT n24 am 17.9.2016:

Nach Mecklenburg-Vorpommern und Bayern will auch Brandenburg Daten des BAMF prüfen. Es geht um 18.000 Datensätze.

In der Flüchtlingsbehörde verweigert man die Herausgabe der Daten. BAMF-Chef Weise sagte, die Verhältnismäßigkeit fehle.

Bayerns Innenminister Herrmann wirft dem BAMF Schlamperei vor. Stichproben hätten „erhebliche“ Passfälschungen ergeben.

Warum das wichtig ist:

 Geschätzte 14 Prozent der Migranten, die sich in Europa als Syrer ausgeben, kommen tatsächlich aus einem anderen Herkunftsland.

Postfaktische Studien, das ist es, was in der Wahrheitsszene gefällt. Auch die Bertelsmann Stiftung ist dabei. Diesmal mit einer wohl eher faktischen Studie (Zeit Online vom 14.11.2016):

Weniger Arbeitslosigkeit führt laut einer Studie nicht zu sinkendem Armutsrisiko. Deshalb sei auch die Legitimität unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung bedroht.

„Flüchtlinge“, also die Migranten, die klassischer Weise keine Asylsuchenden aber gemeint sind, werden die Legitimität unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung wieder herstellen. Garantiert! Nach den Zahlen des BAMF retten 5% der Migranten, die klassischer Weise keine Asylsuchenden aber gemeint sind, die Legitimität unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung.

Soll hier etwa die Geschäftsgrundlage von Anetta Kahane, der ehemaligen verdienten Genossin der Arbeiterklasse und der Stasi der DDR, gefährdet werden? Urteilen Sie selbst (Heise Online vom 14.11.2016):

„Sprache verfällt nicht“

Durch Facebook, Twitter und Co. verändert sich Sprache – doch nicht unbedingt zum Schlechteren. Davon sind Sprachforscher überzeugt. „Die meisten Nutzer im Internet wollen durch innovative sprachliche Strategien beeindrucken“, sagt die Mannheimer Sprachwissenschaftlerin Eva Gredel. „Die Sprache verroht dadurch nicht wirklich, sie differenziert sich nur mehr aus: Es geht darum, den Stil für seine Community zu finden“, erläuterte die Sprecherin des Wissenschaftsnetzwerks „Diskurse digital“ vor einer Konferenz zum Thema am Dienstag und Mittwoch in Mannheim.

Derweil geht weiter, was seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland und auch nach der Wiedervereinigung nicht nur gang sondern auch gäbe ist: Häusliche Gewalt (Ehrenmorde), Familienstreitigkeiten (Clan-Fehden) und Messerattacken von Jährigen. Drei Beispiele aus den vergangenen zwei Tagen:

„Jugendgruppen“ in Gelsenkirchen (Focus Online vom 14.11.2ß16):

Zwei Polizisten sind am Gelsenkirchener Hauptbahnhof angegriffen worden, als sie eine Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendgruppen schlichten wollten.

Als die Beamten am Samstagabend auf die Heranwachsenden zugingen, stürmte ein 15-Jähriger mit einem verbotenen Messer auf sie zu, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

„Autofahrer“ in Düren (Spiegel Online vom 13.11.2016)

Was war passiert? Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wollte ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes am Samstag in der Mittagszeit den Parkverstoß ahnden. Der Fahrzeughalter habe dies bemerkt, mehrere Unterstützer gesammelt und den Ordnungsamtsmitarbeiter bedroht.

Dem Polizeibericht zufolge waren die von dem Kontrolleur gerufenen Polizisten bei ihrem Eintreffen roher Gewalt durch den Fahrzeughalter und dessen Söhne ausgesetzt. Ein 46 Jahre alter Mann und ein 27 Jahre alter Mann, beide türkischstämmige Deutsche, seien am Tatort festgenommen worden.

Puh, Glück gehabt. Es waren Deutsche, die den Lagebericht Nr. 3 des BKA nicht versauen können. Und selbst der Tagesspiegel, deren Wutjournalisten neuerdings das Postfaktische etwas relativieren, berichtet am 14.11.2016 über „Taschendiebe“:

Auf der Warschauer Brücke wird ein 21-Jähriger von zwei Antänzern überfallen und verletzt. Zufällig vorbeifahrende Polizisten nehmen die Taschendiebe fest.

Allerdings, so meinen wir, das Wort „Antänzer“ hat eine rassistische Konnotation. Auch der Hinweis auf „Jährige“, „Tatverdächtige und Männer“ macht das Wort nicht besser. Muss denn auch noch geschrieben werden, dass der zweite Tatverdächtige ihm gegen den Kopf getreten haben soll? Dunkeldeutsche ziehen doch sofort rassistische Schlüsse. Dabei ist die Eigenart Kopftreten und auch der fachkraftmäßige Einsatz von Messern im inter- und innerkulturellen Dialog in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschlands nichts Neues.

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One Comment
  1. Columbo permalink

    Die unvermeidliche alte weiße Frau Dernbach, auf Kommando aus ihrem antirassistischen, antideutschen, antimännlichen Loch gekrochen, jubelt begeistert: Flüchtlinge nicht nur 1A Fachkräfte, sondern auch noch demokratischer als wir Deutsche, und gender-mäßig sowieso top!

    „86 Prozent stimmten der Aussage zu, dass „eine Arbeit zu haben, für eine Frau die beste Möglichkeit ist, unabhängig zu sein“ – das finden nur 72 Prozent der Deutschen.“

    http://www.tagesspiegel.de/politik/studie-zur-lage-von-fluechtlingen-demokratisch-wie-die-deutschen/14845662.html

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