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Wider den »Aufstand der Anständigen« – 2

by - Oktober 27, 2016

Der Aufruf an die Bürger, Zivilcourage zu zeigen, kommt der Aufforderung gleich, Leib und Leben zu riskieren. Und er steht im Kern für die Aufforderung zur Selbstjustiz.

Klappentext Michael Wolffsohn: Wider den »Aufstand der Anständigen« (Taschenbuch 7,90 Euro)

Unter Zivilcourage versteht die Wahrheitsszene den „Kampf gegen Rechts“, also den Kampf gegen herbeihalluzinierte Rechte. Eine der Halluzinatoren_*Innen heißt Lamya Kaddor, die nach der Aufdeckung ihrer kreativ verfassten Vita die Aufdecker als Rechte diffamierte (Broder auf Die Achse des Guten: Lamya Kaddor: Die brave Frau denkt an sich selbst, bis zuletzt!) :

„Was übel als eine Sache noch dazukommt ist, dass Intellektuelle in unserem Land, auch angesehene Journalisten, beispielsweise Henryk M. Broder – ich nenne ihn jetzt mal -, mit dafür sorgen, dass die Stimmung weiter aufgeheizt wird, auch gegen meine Person. Ich sehe das daran, dass ich inzwischen auch Massen von E-Mails bekomme, die alle auf diesen Mann, auch auf seine Texte verlinken und mir natürlich deshalb auch klar wird, woher denn das Ganze kommt.“

Wir lernen, wer Lamya Kaddor, die Verkünderin der friedlichen Religion und kreative Schöpferin ihrer Vita, kritisiert, ist ein Rechter, der die „Stimmung aufheizt“. Wie beurteilt die Wahrheitsszene folgerichtig Bürger, die sich gegen gewalttätige Anhänger der friedlichen Religion wehren, die ihre Vita gelegentlich mittels weggeworfener oder gefälschter Pässe kreativ bearbeitet haben? Richtig, sie nennt sie nicht Zivilcouragierte sondern Mob, Nazis und Rechtspopulisten.

Als in Bautzen über Wochen eine Horde „minderjähriger unbegleiteter Flüchtlinge“ auf dem Marktplatz randalierte und Frauen belästigte, wehrten sich einige Einwohner. In der Wahrheitspresse galten sie als rechter Mob. Ob die „Flüchtlinge“ überhaupt minderjährig waren, wurde erst gar nicht in Zweifel gezogen. „Minderjährig“ ist neben dem Ruf „ich bin ein Syrer“ der perfekte Schlüssel zur Aufenthaltserlaubnis. Wie das funktioniert, beschreibt zum Beispiel MailOnline am 19.10.2016.

Die Polizei greift nicht ein oder darf nicht eingreifen. Die meist gläubigen Täter werden von ortsansässigen Politikern, unterstützt von der Wahrheitspresse, vor den ungläubigen Opfern geschützt und die Wut der Bürger steigt. Michael Wolffsohn hat den Mechanismus in seinem Buch beschrieben.

Vermutlich wird es mehr und mehr zur Selbstjustiz kommen, wenn die Politik nicht umsteuert. Ein Staat, der sein Gewaltmonopol nur noch selektiv gegen die eigenen Bürger anwendet und illegale gewalttätige Einwanderer, wenn überhaupt, auch bei sadistischen Sexualverbrechen mit lächerlichen Bewährungsstrafen belegt (siehe hier und hier), befördert die Selbstjustiz.

Selbstjustiz wird an die Stelle des verschwundenen staatlichen Gewaltmonopols treten und, wie die beiden folgenden Video-Beispiele andeuten, eine Spirale der Gewalt in Gang setzen. Dass Selbstjustiz wie im ersten Video für die „Grabscher“ schlecht und für die Attackierten gut endet, ist nicht sicher. Die Passanten. die der erfolgreichen Gegenwehr des Mannes zusahen, als er seine Begleiterin vor vier schwarzen Angreifern schützte, waren erfreut. Sie applaudierten dem Mann.

Bisher lief es in Deutschland ab, wie in dem Video „abendlicher Spaziergang durch eine Einkaufspassage in France“ zu sehen ist. Egal wie die Selbstjustiz für die Akteure ausgeht, ein Staat, der sein Gewaltmonopol auch nur selektiv aufgibt, wird zum failed State.

Wir danken Marta für die Hinweise.

https://vid.me/e/HGXc?stats=1 (Mann verprügelt vier Asylanten Grabscher)

abendlicher Spaziergang durch eine Einkaufspassage in France

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