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Wer war´s? Das Rätsel zum Montag – Update

by - September 19, 2016

Es geschah in Neukölln und es war eine Person, ein Mann, der einen Wachschützer mit einem Messer angegriffen hat. (Tagesspiegel vom 19.9.2016). Was weiß man noch? Das hier:

Dem Tagesspiegel sagte die Berliner Polizei, dass der Täter – entgegen erster Gerüchte – nicht mehr im Gebäude sei. Er sei auf der Flucht und werde gesucht.

Präzise Angaben also, die den kundigen zwischen den Zeilen lesenden Leser mit hoher Wahrscheinlichkeit alles sagen: Die Beschreibung des Täters fehlt, es war ein Mann mit einem Messer und es geschah im Rathaus Berlin-Neukölln.

Wir wüssten zu gerne, ob er südländisch aussieht, der Täter-Mann. Es wird von Tag zu Tag schwieriger, die Wahrheiten in der Bevölkerung zu verteilen, also lässt man sie gleich weg? Auch hier? Wir sind auf die Lösung des Rätsels gespannt. Um 13 Uhr wird es eine Pressekonferenz geben.

Berlin – Hauptstadt der Kontinuität,

schreibt User Meister.Propper um 12:16 Uhr im bisher einzigen freigeschalteten Kommentar.

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Update:

Es bleibt nebulös. Im Tagesspiegel heißt es nun:

In der Wohnhilfe ist der Mann kein Unbekannter: Zwar war er zwar offiziell in einer Unterkunft in Treptow-Köpenick untergebracht, war zuletzt aber in Neukölln gemeldet und suchte die Soziale Wohnhilfe des Bezirks auf.

In der Berliner Zeitung:

Der Mann, der in einem Obdachlosenheim in Treptow-Köpenick lebt, war nach Angaben von Sozialstadtrat Bernd Szczepanski (Grüne) mit seiner Unterbringung unzufrieden. Er wollte ein Einzelzimmer haben. Er hatte deshalb ursprünglich einen Termin im Rathaus am Donnerstag, tauchte aber schon am Montagvormittag unangemeldet dort auf.

Jetzt wird es schwierig. Obdachlose sind zumeist Kartoffeln. Einem „Flüchtling“ ist eine solche Unterkunft nicht zuzumuten (Achse des Guten vom 24.8.2016):

Ein Obdachloser, der eine Unterkunft benötigt. Und da ist die erste Adresse eine Obdachlosenunterkunft. Zwischen Einheimischen und Zuwanderern machten die Veraltungsmitarbeiter keinen Unterschied. Wie ein Deutscher ohne Wohnsitz sollte auch der junge Gambier in das Heim im Wachirweg einziehen.

Sabine Wuermeling begleitete ihn und war dort über die Zustände so entsetzt, dass sie den jungen Mann nicht dort einziehen lassen konnte, sondern ihn stattdessen zu sich nach Hause nahm. Zum Obdachlosenheim schrieb sie in ihrem Brief: Der Allgemeinzustand des Hauses sei „ein Armutszeugnis“, „eine Situation, die für einen 18 Jahre alten Gambier, der durch die Flucht und die damit verbundenen Gräuel zutiefst traumatisiert wurde, nicht tragbar ist.“ Deshalb fordert die „Flüchtlingshelferin“ eine andere Lösung für ihren Schützling.

Andererseits sprechen der Messereinsatz und die Unzufriedenheit über die Unterkunft für einen vernachlässigten „Flüchtling“ und seinen Schrei nach Hilfe – oder für eine gut integrierte Kartoffel, die sich den Neuköllner Sitten und Gebräuchen angepasst hat. Wir wissen es nicht. Wir wissen jetzt aber, es war ein Jähriger. Es bleibt spannend.

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3 Kommentare
  1. Cogito permalink

    Herrlich, 57 Jahre ist der Täter und die Polizei warnt vor ihm. Dadurch ist der Täterkreis ja richtig eingeschränkt worden. Jetzt muss man nur noch wissen, ist er groß, klein, dick oder dünn? Hat er lange, kurze oder lockige Haare, vielleicht einen modischen Herrendutt? Ich denke, die Lückenpresse lässt die Lücke.

  2. Rechtspopulist permalink

    Rofl, jetzt gibt es einen zweiten Kommentar, der einen naheliegenden Verdacht erhärtet:

    Babsack 13:30 Uhr

    Berlin,alles was dir passiert kann und wird im Netz gegen dich verwendet werden. Alle haben das Recht zu schweigen bis Klarheit über den Sachverhalt besteht,aber daran wird sich erfahrungsgemäß kaum jemand halten.

    Also kann es kein Messer schwingende Kartoffel sein, vermutet der babbelnde Sack, sonst würde das Forum schon längst voller empörter Posts sein.

  3. almansour permalink

    Sicher ist allerdings schon vorab, dass es mit dem Islam nicht zu tun gebabt haben wird, auch wenn eventuell der Messerstecjer Allah-u Akbar gerufen gaben sollte.
    Im Gegenteil ist in diesem Falle davon auszugehen, dass er Täter im Auftrag der AfD Angst habe schüren wollen (vor allem jetzt, nachdem die AfD mehr biodeutsche Stimmen erhalten hat als die SPD).

    „Um halb elf kam auch bei ihnen die Entwarnung – der Mann sei in Richtung Erkstraße geflüchtet.“
    Na, dann ist ja wieder alles fein.

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