Skip to content

Wahl in Berlin: Der Tag danach

by - September 19, 2016

Die Wahrheitsszene ist frustriert, 14,2 % für die AfD. Dabei hatte der Wahlabend ganz gut angefangen, die erste Hochrechnung sah die „Nazis“, „Rassisten“, „Menschenfeinde“ und „Intoleranten“, wie Sozialdemokrat Michael Müller sie in einem Hetzeintrag auf Facebook nannte, bei knapp 11%. Nun sind es über 14 % und SPD-Müller plappert in der taz, dass die „ganze Welt“ den Aufstieg der AfD als ein Zeichen des Wiederaufstiegs der Rechten und Nazis in Deutschland wertet. Wer sprachlich gut gerüstet die ausländische Presse lesen kann, weiß, „die Welt“ lacht über die Merkels, Müllers und die doofen Deutschen, die sie auch noch wählen. Na ja, vielleicht nicht die Welt. Im gläubigen Teil wird man es im Verborgenen tun, sich die Hände reiben und erstaunt feststellen, dass die Verbreitung der friedlichen Religion in der Menschheitsgeschichte noch nie so einfach war.

Nun, in Berlin braucht es nicht viel, um in einflussreichen politischen Positionen den Niedergang der Stadt zu betreiben. Müller ist noch nicht einmal das schlimmste Beispiel für Unfähigkeit. Siggi Gabriel von der SPD beispielsweise feiert als Sieg, dass seine Hauptstadt-SPD nur von 78,4% der Wähler nicht gewählt wurde. Schließlich sind es bei der AfD ganze 7,4% mehr, die von der AfD nichts halten. Wie stets nach Wahlen, erklären sich Verlierer zu Siegern.

Auch Frank Jansen, als Antifaschist beim Tagesspiegel angestellt, schreibt vergnatzt, unterstützt von zwei Kollegen, dass es mehrere Direktmandate für die Rechtspopulisten gegeben hat. Ganze acht Kommentare hat der Hassmanager des Tagesspiegels bisher zugelassen (Stand 19.6.2016, 14:00 Uhr). Darunter Kostümjurist southcross, der ewige Dauerstudent, und mogberlin, der Lieblingsnazi des Tagesspiegels, beide mit der notwendigen Dummheit gesegnet, mit der sie den Ärger der Wahrheitsszene über den Erfolg der AfD deutlich machen:

Irgendwie war der gestrige Abend doch ein Griff in braune Gülle!,

schreibt der Kostümjurist über den Wahlausgang so respektvoll, wie es die Richtlinien des Tagesspiegels vorschreiben. Da in Berlin vermutlich Rotrotgrün die Macht haben wird, in der richtigen RGB-Farbmischung ergibt das ein kräftiges Braun, kann er hoffen, zukünftig ungehindert seiner Wut mit Steinen und Brandsätzen auf Missliebige Luft zu machen.

Die Wahrheitsszene überschlägt sich, und betreibt Kaffeesatzleserei und die übliche Hetze. Unter Umständen könnten AfD-Stadträte auch über Gelder für Flüchtlinge entscheiden, schreibt Spiegel Online entsetzt. Flüchtlinge, die zum großen Teil keine sind, könnten abgeschoben werden. Nicht in Berlin, da würde eine gewalttätige Szene aufstehen und ungehindert und mit der Sympathie der Berliner Wahrheitsszene marodieren, aber thematisieren könnten die „Rechtspopulisten“ die illegale Einwanderung schon. Und das ist den Linkspopulisten gar nicht recht.

Wir haben uns heute nach dem Frühstück unseren Kaffeesatz angesehen und auf Erkenntnis gehofft. Im Gegensatz zur Wahrheitspresse sind wir leider auf keine gestoßen. Die Zukunft Berlins liegt zwar nicht im Dunkeln, aber wie dunkel es wird, das liegt im dunklen Schummerlicht. Rotrotgrün im Senat an der Macht und keine CDU mit Henkel behindert mehr den antifaschistischen Widerstand in Berlin. Na ja, behindert von der CDU ist wohl auch in der Verangenheit nicht wirklich irgendwas, wenn es um steueralimentierten antifaschistischen Widerstandskampf ging. Der Kampf gegen Rechts kann jetzt mit voller Intensität weiter gehen. Vielleicht werden von SPD-Schwesig weitere 11.500.000 Euro zur Verfügung gestellt. Linke und religiöse Faschisten werden sich wie in der Vergangenheit freuen.

Nicht nur in Berlin kündigt sich die Verschärfung diverser Krisen an. Darunter eine Finanzkrise mit Negativzinsen auch für kleine Sparer. Der Sozialstaat wird durch die männlichen Einwanderer, die über keine nützliche Qualifikation verfügen, und den nachfolgenden Zuzug der bis zu vier Ehefrauen pro Eigentümer nebst der Kinderschar den Sozialstaat zusammenbrechen lassen.

Die FAZ lässt Patrick Bahner, einen ihrer „klugen Köpfe“, auftreten. Der fragt „Ein Jahr ‚Flüchtlingskrise’. Was ist damit gemeint?“ Klar, der Patrick Bahner erkennt keine „Flüchtlingskrise“, nirgendwo in Deutschland. Auf Acta diurna (Eintrag September 2016) hat Michael Klonovsky analysiert, wie es aus diesem klugen Kopf der FAZ heraus denkt. Lesen Sie selbst. Wir zitieren den Teil, in dem Klonovsky einen – unvollständigen – Überblick über vergangene Ereignisse gibt, die nach Bahner kein Indiz für eine „Flüchtlingskrise“ sind. Die Ereignisse geben einen Eindruck davon, was sich nicht nur in Berlin, dort aber dank Rotrotgrün beispielgebend, als Nicht-Krise in Zukunft fortsetzen wird:

Köln, Bautzen, Gelsenkirchen, Bonn Bad Godesberg und all die anderen Hotspots der Völkerbegegnung (merke Johannes Gross: „Die Begegnung der Völker ist ihrer Verständigung nicht dienlich“) stehen jedenfalls nicht stellvertretend für Krisensymptome, die täglichen Diebstähle, Antanzwettbewerbe, sexuellen Übergriffe, Messerattacken und Kopftritte und andere folkloristischen Alltagsbereicherungen durch Schutzsuchende ebenfalls nicht, die nimmermüden Massenprügeleien, Mobiliarzerlegungen und Brandstiftungen in den Asylantenheimen ebenso wenig. Und die periodischen Brandanschläge auf Asylheime von außen? Tja, auch hier gilt, leider, leider: Keine Symptome, keine Krise! Umzäunte Volksfeste, islamistische Terroristen, das stetige Wachsen der Schar fröhlicher „Gefährder“ und ihrer salafistischen Vorbeter: Krisensymptome? Aber wo! Haushaltsunfälle sind doch viel häufiger als Anschläge! Irrationale Ängste beschreiben keine Krise! Die regelmäßigen Gewalttaten gegen Christen in den Unterkünften haben ebenfalls nichts mit einer Krise zu tun, denn die gibt es schließlich vielerorts, wo glaubensstrenge Muslime leben und ihre Sitten praktizieren, und wer daran Anstoß nimmt, das hat Bahners schon vor Jahren in einem Buch geschrieben, ist kein Krisendiagnostiker, sondern ein Panikmacher. Ein Rechtspopulist gar, wenn nicht ein Islamophober! Auch die unter dem Einwanderungsdruck ächzenden Kommunen, beispielhaft repräsentiert vom grünen Tübinger Bürgermeister Boris Palmer, mögen erleben was auch immer, um eine Krise handelt es sich freilich nicht. Und der Aufstieg der AfD bei gleichzeitigem Sinkflug von CDU und SPD? Ein lindes Lüftchen nur, von Krise keine Spur.

Man benötigt nicht den Kaffeesatz der Wahrheitsszene, um die Zukunft Berlins unter Rotrotgrün einschätzen zu können.

Advertisements
10 Kommentare
  1. der nun wieder permalink

    Das von mir verlinkte Video vom Tag nach der Wahl ist nicht lustig.

    Es entsetzt, in welchem Geisteszustand die Kanzlerin (sie bestimmt die Rcihtlinien der Politik, Art. 65 GG) dieses Landes ist. Die Dame gehört dringend in Behandlung.

  2. der nun wieder permalink

    Neueste Merkel-Rede: Schlimmer wurde noch nie ein Volk von seinem Regierungschef verhöhnt

    Mit Kommentierungen von Gerhard Wisnewski.

  3. Burgunder permalink

    Wenn sich das die AfD leisten würde …

    „Wirbel um ein Plakat im Schaufenster eines Abgeordnetenbüros der Linkspartei in Dresden: Auf dem Papier wird offen zu Gewalt am Tag der Deutschen Einheit aufgerufen.
    Die Botschaft des Plakates ist eindeutig: Darauf zu sehen ein Gebäude in Flammen, vermummte werfen Flaschen auf Polizisten, dazu der Aufruf „Am dritten Oktober Antifa Action“ und „Einheitsfeier zum Desaster machen“, daneben das Emblem der Antifa.“

    https://mopo24.de/nachrichten/dresden-gewalt-plakate-an-linken-bueros-einheitsfeier-zum-desaster-machen-164319

    „Im Zusammenhang mit den Prognosen zur Berlinwahl, die durch die realen Gewinne der AfD noch deutlich überboten wurde, kam es auch zu einem enormen Anstieg der Gewalt und von Gewaltdrohungen gegen AfD-Politiker.
    Gegen Welsch wurde ein direkter Mordaufruf auf dem linksradikalen Portal „indymedia“ mit genauer Wohnadresse gepostet, kurz danach erreichten ihn Drohmails mit solchen Inhalten:(…)“

    https://philosophia-perennis.com/2016/09/19/morddrohungen-afd/

    Aber das es sich nur um das lauschige Hätschelkind Antifa handelt, schweigen sie alle. Erika, Heiko, Manuela, Anetta und die einschlägige Anti-Haß-Presse. Was für ein Gesindel.

  4. almansour permalink

    Modalitäten deutschen Wahkampfmodus scheinen sich auch in der USA zu etablieren: Boß nix Negatives über die Motive von Moslems.

    Da hat man nun einen festgenommen, der Bomben gelegt hat in New York und drumrum. Teilweise sind die hochgegangen, es gibt Schwerverletzte und nur einem Zufall ist zu verdanken, dass nicht noch Fürchterliches passiert ist.

    Ein Afghane ist der Festgenommene, eingebürgert in den USA, kriminelle Karriere, angeblich nichts Auffälliges. Ein wenig religiöser sei er geworden, nachdem er von mehreren Reisen nach Afghanistan und Pakistan zurückgekehrt ist.

    Aber mit dem Islam haben seine Attentate nichts zu tun! Sondern damit, dass sich Nachbarn über Lärm und Gestank an seiner Hähnchenbraterei beschwert haben. Ach so.

    Es ist Wahlkampf in den USA und man will, wie die Ballerköppe von der SPD sowas gerne nennen, „den Ball flach halten“.

  5. Carola permalink

    „So hat der Nationalsozialismus angefangen“

    Rentner Jürgen Köhler schüttelt empört den Kopf. „Das ist eine Sauerei, so hat der Nationalsozialismus angefangen.“ Der 78-Jährige hat nicht damit gerechnet, dass in seinem Bezirk die AfD mit 23,6 Prozent der Zweitstimmen stärkste Partei wird – ganz knapp vor der Linken – und dann noch zwei Direktmandate holt. Eine Partei, die einen Schießbefehl gegen Flüchtlinge ins Spiel bringe – „das kann doch nicht richtig sein“. Köhler wohnt hier seit 1987 in einem sanierten Plattenbau. Zu hören ist, dass viele linke Wähler im Clinch mit AfD-Anhängern liegen.

    78 und nicht mehr klar im Denken.

    Politikwissenschaftler Hajo Funke meint, die Partei könnte durch ein linkes Regierungsbündnis entzaubert werden. Dafür müssten SPD, Grüne und Linke eine „gute Sozial-, Flüchtlings- und Wohnungspolitik machen“ – das, was der rot-schwarze Senat nicht geschafft habe.

    Da braucht die AfD keine Angst haben um Wählerverlust.

    • almansour permalink

      78 ist zwar ein hohes Alter, aber wie der Nationalsozialismus angefangen hat, das hat Rentner Jürgen Köhler auch nicht mehr erlebt. Auch schon bei ihm ist es das dumme hinterherlaufende Behaupten. Sein verblödeter Antfaschismus erschöpft sich auch nur darin, nach willkürlichem Gutdünken und unter dem Einfluss medialer Drogen Leute zu Nazis zu erklären, um mit dabei zu sein beim Draufhauen. Letztlich ist da einer auch im Alter nicht klüger geworden – und gerade damit ein Mann der Masse und einer, der ganz sicher mitlaufen würde, wenn nicht gerade mal politische Korrektheit sondern die Nazi-Variante der Volksverdummung in den Medien herrschen würde. Wie alle seines Geistes.

    • Rechtspopulist permalink

      Eine Partei, die einen Schießbefehl gegen Flüchtlinge ins Spiel bringe – „das kann doch nicht richtig sein“.

      Der gute Mann lebte also in der DDR. Die Frage ist, ob er damals in der SED und heute bei den Nachfolgern ist. Wenn ja, dann ist er Fachkraft für Schießbefehle.

    • der nun wieder permalink

      Warum immer noch dieser angebliche Schießbefehl durch die Welt geistert, ist absoluter Schwachsinn. Es gab einen BundesGRENZSCHUTZ, jetzt Bundespolizei. Diese(r) war und ist bewaffnet und hat einen gesetzlichen Auftrag, der auch ggf. einen Waffengebrauch definiert.

      Seitens der AfD ist nur darauf hingewiesen worden. Und das Recht, illegale Eindringlinge unter Waffenandrohung festzunehmen, bedeutet noch lange nicht das Totschießen. Die AfD hat dies leider nicht vehement genug dargestellt.

      Man kann natürlich die Bundespolizei entwaffenen und mit rosaroten Wattebäuschchen ausrüsten. Dann lacht das Ausland noch mehr über uns (die Eindringlinge erst Recht).

  6. Burgunder permalink

    Erste CDUler ziehen ernsthafte Konsequenzen:

    CDU-AUSTRITT. ZEIT ZU GEHEN.

    „Die Masse der Funktionäre ist von der Mitgliederbasis wie vom Volk völlig entkoppelt. Diese Funktionäre orientieren ihre Politik an den politischen und medialen Eliten statt an denen, die zu repräsentieren sie gewählt sind. Neun Minuten Standing Ovations für Angela Merkel auf dem letzten Bundesparteitag waren ein Aufstand der Funktionäre gegen die Basis.
    Mit ihnen und mit dieser Bundesvorsitzenden wird es keinen Kurswechsel geben. Sie ignorieren, dass die CDU eine Wahl nach der anderen verliert. Sie ignorieren, dass die europäischen Nachbarn und Partner sich von Deutschland abwenden. Sie ignorieren, dass die Schwesterpartei CSU diese desaströse Migrationspolitik nicht mitträgt. Wenn aber weder das Volk noch die europäischen Partner und auch nicht der bayerische Ministerpräsident eine Korrektur herbeizuführen vermögen, wie soll es dann den einzelnen Mitgliedern gelingen?“

    http://cdu-austritt.de/

  7. Burgunder permalink

    Ein Schurkenstück eigener Güte schmeißt WO unter das abrichtungswillige Lesevieh:

    „Bettler und Musikanten müssen jetzt die AfD fürchten“

    „Die anderen Parteien sind noch unschlüssig, ob sie der AfD die gut dotierten Beamtenposten überlassen sollen.“

    „Die Besoldungsgruppe heißt B 4, damit kommt man im Durchschnitt auf rund 5000 Euro netto im Monat. Finanziell gelohnt hat sich somit die Berlin-Wahl für die AfD nicht nur wegen der Wahlkampfkostenerstattung. Sondern auch deshalb, weil einigen Politikern der Partei nun einer jener B-4-Posten zusteht. Nämlich der Posten eines Bezirksstadtrats, auf den die AfD in sieben der insgesamt elf Berliner Bezirke rein rechnerisch ein Anrecht hat.“

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article158247145/Bettler-und-Musikanten-muessen-jetzt-die-AfD-fuerchten.html

    Eine solche Ansammlung von Niedertracht, etwa eines Niewendicks würdig, ist selbst im Lügel nicht jeden Tag zu haben.
    Einzig die Kommentare zeigen, daß der gemeine Leser immer noch nicht zur gewünschten amoralischen Skrupellosigkeit verkommen ist.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s