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Ob das der Führer weiß?

by - September 6, 2016

Besser spät als nie, möchte man ausrufen. Die Dependance der Religionsbehörde des Führers aller Türken gerät in die Kritik.

Kritiker werfen Ditib vor, sie werde aus Ankara gesteuert und sei der verlängerte Arm des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der seit dem gescheiterten Putschversuch vom Juli massiv gegen mutmaßliche Verschwörer vorgeht,

schreibt n-tv politisch korrekt. Man kann ja nie wissen, ob eine Behörde, die einem Diktator direkt untersteht, vielleicht doch nicht nix mit nix zu tun hat. Schon gar nicht mit der Islamisierung Deutschlands. Zudem der Führer Erdogan heißt und nicht Putin.

Hassprediger, ein Kopftuchgeschwader, vom Tagesspiegel unterstüzt, das sein trübes Spiel als 5. Kolonne für den Führer betreibt, das Bezirksamt Neukölln diskreditiert und die Verpackung von Frauen als emanzipatorischen Akt verkauft. Deutsche Behörden rassistisch, die Polizie ist es latent, verbreitete der Tagesspiegel. Aiman Mazyek, der Sultan von Münchhausen, forderte im Auftrag der Ditib die Entnazifizierung deutscher Behörden (siehe Dossier über den NSU-Rechtsterror ab S. 34)?

Einerlei, das hatte wie immer nix mit nix zu tun. Die Ditib war jahrelang, weil dem Führer des türkischen Brudervolkes unterstellt, enger Verbündeter der deutschen Regierung und der Blockparteien, nicht nur in NRW:

Die Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) war in Köln Träger des NRW-Präventionsprogramms „Wegweiser“, mit dem Jugendliche vor dem Abdriften in den gewaltbereiten Salafismus geschützt werden sollen. Zugleich ist sie Ansprechpartner für mehrere Bundesländer beim islamischen Religionsunterricht.

Nun hat die Ditib etwas getan, was in gläubigen Kreisen nicht unüblich ist. Sie verherrlichte den Märtyrertod und brachte die gläubige Botschaft mittels eines Comics, der Lesefähigkeit vieler gläubiger Fachkräfte Respekt zollend, unter die gläubige Parallelgesellschaft. Großes Erstaunen und bigotte Empörung machte sich in der Wahrheitsszene zaghaft, besser zaghaftest, breit. Ist es keine bigotte zaghafteste Empörung, dann ist es eben Dummheit, gewachsen auf einem Misthaufen von Blauäugigkeit und Unwissen.

Wäre noch vor kurzem in der Wahrheitspresse die Mär vom Einzelfall verbreitet worden, regt sich nun zaghafte Kritik, die dem Führer nicht gefallen wird. Wer weiß, vielleicht wirft sich die Bundeskanzlerin wie im Falle der Armenien-Resolution vor dem Führer in den Staub und erklärt ihm, das sei nicht mehr ihre Wahrheitspresse:

Deutschlandfunk

 

 

NRW beendet Projektarbeit mit Ditib

Nordrhein-Westfalens Innenminister Jäger beendet die Zusammenarbeit mit der türkisch-islamischen Moscheegemeinde in Deutschland, Ditib.

Entsprechende Presseberichte bestätigte das Ministerium in Düsseldorf. Es geht dabei um ein Projekt, das verhindern sollte, dass Jugendliche in den Salafismus abgleiten. Jäger hatte zuletzt mangelnde Neutralität des Verbandes kritisiert.

FAZ

 

 

Nordrhein-Westfalen beendet Kooperation mit Ditib

Nordrhein-Westfalen zieht sich bei einem Präventionsprogramm gegen islamischen Extremismus zurück. Dem Moscheenverband Ditib als Kooperationspartner mangele es an Neutralität. Für die Entscheidung gibt es einen konkreten Anlass.

Die beiden Artikel erschienen am 5.9.2016. Noch vor wenigen Tagen, genauer am 28.8.2016, schrieb ein Kopf hinter der FAZ, den man nicht mehr einen klugen nennen möchte, das hier:

Religiöse Grundversorgung im Klassenzimmer

Nordrhein-Westfallen will mit dem Islamunterricht jungen Muslimen eine Alternative zu Predigern in Hinterhof-Moscheen bieten. Um nicht von einzelnen Gruppen wie Ditib abhängig zu sein, hat Nordrhein-Westfalen einen Beirat eingesetzt – und erntet Lob.

Wir glauben, die Bundeskanzlerin wird sich nicht vor dem Führer in den Staub werfen müssen. Das regelt die Wahrheitspresse schon ganz allein. Schließlich ist der Führer der Führer des türkischen Brudervolkes, wie es in der DDR der ehemaligen FDJ-Sekretärin formuliert worden wäre.

Und weil der Kopf hinter der FAZ vielleicht doch noch ein kluger ist, formuliert sein Träger mit äußerster Vorsicht:

Das Grundproblem für die Bundesländer ist, Kooperationspartner zu finden. Einer der wichtigsten Partner war und ist die „Türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion“ (Ditib).

Mit Maria Luise Anna Dreyer (SPD), ganz volksnah „Malu“ genannt, wollen sich Politiker aus Rheinland-Pfalz in die Türkei aufmachen, um sich ein umfassendes Bild über die neue Situation in der Türkei und die direkten Folgen für unser Zusammenleben in Rheinland-Pfalz zu verschaffen, schreibt die FAZ.

Dass die neue Situation eine logische Folge der alten ist, kommt der „Malu“ vermutlich nicht in den Sinn. Sollte sie wider Erwarten auf eines der von Erdogans Polizei eingekerkerten vielen Folteropfer treffen, gibt sie vielleicht den Ratschlag, eine Armlänge Abstand zum Folterknecht zu halten. Nach der Rückkehr der deutschen Volksvertreter ins schöne Rheinland-Pfalz kann es dann weiter gehen mit der Ditib, dem verlängerten Arm des türkischen Führers. Der Führer aller Türken wird trotz der Länge seines langen Arms keinen Abstand halten. Weder zu „Malu“ noch jemand anderen.

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One Comment
  1. der nun wieder permalink

    Jedenfalls weiß der Führer, dass er Führer ist und Merkel bestenfalls seine Gouverneurin:
    https://assets.jungefreiheit.de/2016/09/83338789-860×360.jpg

    Letzter Autoritätsrest dem Sultan übergeben

    Die Bilder vom Treffen der Kanzlerin mit Erdoğan am Rande des G-20-Gipfels sprechen eine deutliche Sprache. Im Hintergrund sind zwei türkische Flaggen drapiert, während die deutsche lediglich als Tischfähnchen geduldet wird. Um so grotesker wirkt Merkels Aufforderung an die Türken hierzulande, loyal zum deutschen Staat zu sein.

    https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2016/__trashed-7/

    Man beachte auch die Haltungen der Beiden in ihren Sesseln.

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