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Karl Jaspers und der zeitgenössische Antifaschist

by - September 1, 2016

Über den zeitgenössischen Antifaschisten schrieben wir am 1. Januar 2016:

Über den zeitgenössischen antirassistischen Antifaschisten lässt sich einiges sagen. Antifaschisten wie der Sebastian Leber (Danke, liebe Antifa!) aus der Unterabteilung Tagesspiegel sind

– wehleidig und sensibel und
– beklagen sich über zu wenig Anerkennung (Siehe hier).

Für die meisten gilt überdies:

– Sie werden von Ministerin Manuela Schwesig (SPD) mit Millionenbeträgen alimentiert.
– Sie sind gewalttätig. Wenn sie es nicht sind, applaudieren die den Gewalttätern.
– Sie sind mutige Antifaschisten, weil Hitlers Faschismus über 70 Jahre zurückliegt.
– Sie halten die Menschen für dumm.

Karl JaspersZeitgenössische Antifaschisten sind geschichtslos, fügen wir heute hinzu. Über den Faschismus wissen sie so gut wie nichts. Nur die Wörter „Nazi“ und Hitler“ sind ihnen bekannt und dass diese Wörter irgendwie böse sind. Sie verstehen es, sie so zu verwenden, dass jeder zu einem Nazi wird, der ihnen und ihren kruden Ansichten widerspricht. Im Tagesspiegel zum Beispiel, einem der Sturmgeschütze des zeitgenössischen Antifaschismus, werden politisch Unbotmäßige diskreditiert und entmenschlicht. Und, das ist uns nach einem Blick in unsere Bücheregale aufgefallen, Deutsche mit der Denkungsart, die Hitler ermöglichte, nun kostümiert im zeitgenössischen antifaschistischen Gewande, wurden in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Karl Jaspers vorausgesehen.

Das hat uns so verblüfft, dass wir ihn hier zitieren (1966, S. 204/205, Hervorhebung DK):

Deutsche Geschichte: Unsere deutsche Geschichte haben wir nach großen Einschnitten des Schicksals in neuer Gründung anzueig­nen. Nicht die nackten Tatsachen ändern sich, aber ihre Akzentuierung. Das Wesentliche und Unwesentliche scheidet sich auf neue Weise für die Redlichkeit unseres Selbstbewußtseins und unseres politischen Denkens. Die Klarheit eines neuen Geschichtsbewußtseins wird entschei­dend:

Heute brauchen wir vor allem eine Geschichte der Freiheit in den deutschen Gebieten im Rahmen der abendländischen Geschichte, deren Glied wir sind.

Unsere anscheinend unlösbare, weil mit unwahrhaftiger Auffas­sung von uns erfahrene Situation verlangt vor allem Tatsachentreue und Urteilskraft in bezug auf die nächste Vergangenheit.

Nicht Hitler ist schuld, sondern die Deutschen, die ihm folgten. (Hitler würde bei einem Gerichtsverfahren zwar nicht die freie Wil­lensbestimmung abgesprochen, wohl aber eine »verminderte Zurech­nungsfähigkeit« zugesprochen auf Grund eines psychiatrischen Gutachtens über seine bis ins zwölfte Lebensjahr zurückzuverfolgende organische Krankheit – Encephalitis lethargica mit Ausgang in Par­kinsonismus. Vgl. Johann Rechtenwald, Woran hat Adolf Hitler gelitten? München und Basel 1963)

Heute droht kein Hitler und kein Auschwitz und nichts ähnliches. Aber die Deutschen scheinen durchweg noch nicht die Umkehr vollzogen zu haben aus der Denkungsart, die die Herrschaft Hitlers ermöglichte. Werden wir, wenn es uns als Produktions- und Konsum­gesellschaft gut geht, so zufrieden mit dem Augenblick, so blind für Tatsachen, so phantastisch, so verantwortungslos, so verlogen bleiben? Dann gehen wir einem Verhängnis entgegen, ganz anderer Art als dem Hitlers, und dann werden wir uns so wenig verantwortlich dafür fühlen wie seinerzeit und heute noch die Mehrzahl der Deutschen der Realität des Hitlerstaates gegenüber. Um unseren sittlich-politischen Zustand zu durchschauen, dazu bedarf es der Kenntnis der Geschichte im Tatsächlichen und im Verstehbaren. Heute scheint noch wie früher das Tollste möglich. Die Geschichte erleuchtet das Gegenwärtige, in­dem es nicht nur zeigt, was war und nie wiederkehrt, sondern auch das, was war und noch da ist.

Wie wahr: Aber die Deutschen scheinen durchweg noch nicht die Umkehr vollzogen zu haben aus der Denkungsart, die die Herrschaft Hitlers ermöglichte. Ein Teil der Deutschen, der sich selbst als Helldeutschland bezeichnet, wir nennen ihn die Wahrheitsszene, begrüßt derzeit den neuen Faschismus im religiösen Gewande. Im Namen Allahs und seines Propheten suchen im Auftrage blutiger islamischer Diktaturen islamische Lobbyvereine und ihre deutschen Unterstützer aus Politik und Presse die deutsche Gesellschaft heim. Die gläubigen Fußtruppen, bestehend aus illegalen meist gläubigen Einwanderern ohne oder mit niedrigen Qualifikationen, sorgen mit wachsender Kriminalität für den nötigen Druck. Rassist und Nazi ist, wer sich dagegen wehrt.

 

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14 Kommentare
  1. thombar permalink

    schwule und lesben haben derzeit die wahl. entweder sie werden von migranten terrrorisiert oder von parteien diksriminiert die dem gesellschaftlichen rollback nach rechts nachlaufen werden.

    wenn der islam und die religion insgesamt weiter an boden gewinnen, wird die gesellschaft insgesamt intoleranter gegenüber minderheiten.

    ich denke das parteien aller richtungen dann diesem gesellschaftstrend folgen werden. schliesslich wollen die gewählt werden.

    insofern haben wir die wahl zwischen arschkarte und arschkarte! aber eines ist für mich sonnenklar. der hauptgrund für diesen gesellschaftlichen rollback und dessen inititator ist der mittelalterislam, die massenhafte zuwanderung, und der politische permanente kotau vor diesem mittelalterislam.

    neuestes beispiel für den superkotau von merkel vor erdowahn:

    man distanziert sich von der armenienresolution des bundestages. der bundestag hat hier mal ausnahmsweise mal wirklich die interessen des deutschen volkes vertreten, und unsere bundesregierung distanziert sich von genau diesem volkswillen.

    trotz aller bauchschmerzen vor den rechtspopulisten: bleibt uns eine andere wahl? stimme ungültig machen?

    ich bin überfragt!

    • der nun wieder permalink

      Ich denke, die Lebensformen von Schwulen und Lesben sind inzwischen allgemein akzeptiert. Wenn da die einschlägigen Verbände und Protagonisten mal ihr Hype und permanente offensive und aufdringliche Selbstdarstellung zurückfahren würden, werden diese Arten sexueller und partnerschaftlicher Ausrichtung so interessant, wie die Minderheit der Briefmarkensammler.

      • thombar permalink

        allgemein ist relativ!

        spätestens bei den radiaklreligiösen aller religionen gibt es diese toleranz eben nicht. und wenn diese radikalreligiösen wirrköpfe (von den sogenannten gutmenschen gehypt) an boden gewinnen, wie derzeit der islam, ist es nur eine frage der zeit, bis die toleranz komplett über die wupper geht.

        vor einigen jahren gab es eine diskussion über das islamische kopftuch, inzwischen wird diskutiert ob burkini und burka von nichtmuslimen akzeptiert werden müssen. man diskutiert inzwischen sogar ob man den den moslems erlaubten lolitakomplex (ehe und sex mit kindern) und die vielweiberei tolerieren muss!

        mal ganz abgesehen von der tatsache dass das tatsächlich auf eine schleichende islamisierung rausläuft, wann wird endlich mal öffentlich und lautstark diskutiert ob wir uns die intoleranz der „gläubigen“ gefallen lassen müssen? wenn gruppen von moslems nicht verschleierte frauen, frauen im bikini als schlampen bezeichnen dürfen, läuft doch so ziemlich alles aus dem ruder!

        und diese intoleranz betrifft eben auch leider die schwulen und die lesben, die nach islamischen grundsätzen und scharia sogar getötet werden sollen. ich fürchte die toleranz der deutschen hat eine büchse der intoleranten pandora geöffnet, die sich nicht mehr schliessen lässt. und ich fürchte, das diese intoleranz bald auch große teile der nichtmuslimen bevölkerung befallen wird. teilweise (siehe die forumsidioten im pöbelplättchen, siehe die Aas-stiftung und das maasmännchen, siehe die gutmenschen und ihre regierungskonformen medien) hat diese intoleranz gegen alles was nicht ins eigene weltbild passt ja schon längst fuß gefasst.

  2. Paul permalink

    Berliner Manifest – Schwule und Lesben gegen Rechtspopulisten

    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/berliner-manifest-schwule-und-lesben-gegen-rechtspopulisten-24676018

    Sie wissen genau wo die Gefahr für sie lauert. Aber wer es ausspricht der ist Nazi.
    Sollen sie doch in ihrem Elfenbeinturm weiter wohnen. Je später umso so größer das erwachen und gejammere.

    • der nun wieder permalink

      Leider ist sie ja mal wieder nicht näher bezeichnet, wen sie denn mit „Rechtspopulisten“ so meinen. Wahrscheinlich zunächst mal alle, die nicht jeden Tag Döner mögen oder auch nur versuchen, für ihre ganz im heterosexuellen biologischen Kontext geschaffene Familie arbeitend, steuerzahlend und erhaltend da zu sein. Und die, die womöglich auch nur die Buchstaben AfD im Autokennzeichen haben.

      • thombar permalink

        die verfasser dieses „berliner manifestes“ sprechen allenfalls für eine minderheit in der minderheit! ich persöhnlich kenne keinen schwulen und keine lesben, die sich mit dieser minderheitenminderheit, diesem manifest oder den dort erklärten grundsätzen einverständen erklären.

        und ich kenne ne ganze menge, die -was die wahlen angeht- in dem gleichen dilemma stecken wie ich. wen können wir guten gewissens wählen? die islamversteher oder die rechtspopulisten? die meisten meiner freunde sind sich nur sicher, das sie keine der altparteien mehr wählen wollen.

        • der nun wieder permalink

          Sie stehen nun nicht alleine da.

          Ich bin zwar nicht schwul, weiß aber auch nicht, wen ich wählen soll. Schließlich existieren die Bedrohungen der Familie auch.

          Die Verunsicherung durch die anstehenden Entwicklungen treffen nicht nur Sie.

          Meine Konsequenz, wie ich ja schon früher ankündigte, ab Anfang Oktober bin ich weg aus diesem Land, das mir genommen wurde. es wurde gemerkelt, sozusagen. Nachhaltig und kaum umkehrbar. Meine Sorge ist höchstens noch, dass für den Rest des Daseins pünktlich meine Altersversorgung überwiesen wird. Aber diese Sorge hat man ja auch, wenn man hier bleint.

          • thombar permalink

            ich bin mir bewusst das ich nicht alleine dastehe, kann das was in mir vorgeht aber halt am besten aus meiner sicht schildern. das mag zwar manchmal einseitig rüberkommen, ist aber so nicht gemeint. ich denke wenn man den problemen ein „gesicht“ gibt, wird es einfach deutlicher.

            das merkel und die gurkentruppe im bundestag haben n.m.m. dieses land nicht nur tief gespalten, sondern auch die demokratie so schwer beschädigt, das man das kaum wieder gut machen kann. es gibt keine sachlichen auseinandersetzungen mehr, sondern nur noch ein sich gegenseitiges anblöken. es gibt nur noch misstrauen und ängste. überall geht es nur noch bergab.

            irgendwie hat man das gefühl, das dieses land zu implodieren droht. implodieren an der unfähigkeit der letzten paar regierungen die das land allen möglichen destruktiven kräften zum frass vorgeworfen haben, dem extremkapitalismus, den religiösen spinnern, den wirtschaftsriesen……

            ich freue mich für sie, das sie das land verlassen können. viele können das auch finanziellen oder gesundheitlichen gründen leider nicht. für ihre zukunft wünsche ich ihnen alles gute.

            • der nun wieder permalink

              Vielen Dank für Ihre guten Wünsche! Ob alles so wird, wie ich es mir vorstelle, kann ich auch noch nicht überblicken. Aber ich denke, es kann für mich nur besser werden.

              Das Outen und Fordern ist m. E. ein nicht geringer Teil des Problems.

              Ich bin Moslem und ich will.
              Ich bin schwul und ich will.
              Ich bin lesbisch und ich will.
              Ich bin Lan Hornscheidt und ich will.
              Ich bin Antifa und ich will.
              Ich bin pädophil und ich will.

              usw.

              Ich bin Atheist, heterosexuell mit Familie (ausländische Frau übrigens) und ich will – einfach nur in Frieden leben und nicht ständig mit irgendwelchen Forderern konfrontiert werden!

              Das muss man nun schon als Teil einer (noch) Mehrheit betonen!

              Soll doch jeder leben wie er will und glauben, was er will – solange nicht gegen unsere Gesetze verstoßen wird und sich nicht asozial und gewalttätig verhalten wird!

              Insofern muss es mich doch gar nicht interessieren, ob Sie homosexuell sind oder was weiß ich. Und so denken doch wohl (noch) die Meisten.

              Im Grunde hat die AfD doch da ganz vernünftige Antworten. Sehen Sie mal diesen Auftritt:

              Ich hoffe nur, dass diese Partei sich formiert und zur echten Alternative wird.

              Also – bleiben Sie gesund.

              • thombar permalink

                diese frau möge der partei erhalten bleiben! es war mir ein vergnügen wie frau petry hier agiert und argumentiert hat. ich hoffe die jungen menschen lernen aus dieser begegnung was toleranz, respekt und eine gute argumentation für ein gutes miteinander verschiedener positionen bedeutet.

                minderheiten müssen fordern und auffallen, um in der gesellschaft bemerkt zu werden und das zu erhalten was jedem bürger zusteht.

                das sind aber positionen, die alle von ihnen angeführten minderheiten schon lange erfüllt bekommen haben.

                minderheiten müssen irgendwann aber auch aufhören immer mehr zu fordern und dann der gesellschaft etwas zurückgeben. und sei es nur ihren respekt vor der mehrheitsgesellschaft, besser noch wäre es sich in der gesellschaft aktiv zu beteiligen, nur dann wird es eine ernsthafte akzeptanz von minderheiten in der mehrheitsgesellschaft geben.

                und leider scheint keine der o.g. minderheiten bis zu dieser erkenntnis vorgedrungen zu sein.

                ich wünsche ihnen, das sich ihre vorstellungen alle erfüllen und natürlich auch gesundheit.

                • der nun wieder permalink

                  Hier noch ein sehenswerter Beitrag mit Frau von Storch, die hier m. E. cool und souverän rüberkommt:

                  Sehenswert.

              • der nun wieder permalink

                Danke! 🙂

                Schade, dass man sich nicht persönlich begegnet; Sie sind ein vernünftiger und realistisch denkender Mensch mit zudem hier immer sympathischen, menschlichen und treffenden Beiträgen.

                Das gilt übrigens für die Meisten hier! Im Grunde müssten wir einen Zirkel bilden, der nicht nur anonym und virtuell besteht.

        • Burgunder permalink

          David Berger ist einer, der sich hier klar positioniert.

          https://philosophia-perennis.com/2016/09/01/queeriban-berliner-manifest/

          Vielleicht sollte er auf seiner Seite von hier die Unterstüzung erfahren, die ihm zukommt.
          Berger aktuell über sich (Auszug):

          Seit Januar 2014 lebt und arbeitet er abwechselnd in Berlin und Nizza (Südfrankreich) -bis heute: Regelmäßiger Mitarbeiter von „Huffington Post“, „Tichys-Einblick“, „Junge Freiheit“ sowie dem Debattenmagazin „The European“ (Kolumne „Schubaldenfrei“).
          Seit März 2015 Chefredakteur von Gaystream.eu. Was ihm wirklich wichtig ist, schreibt er vor allem auf http://www.philosophia-perennis.com.

          • thombar permalink

            danke für den link, meine unterstützung (und einen kommentar) hat berger auf jeden fall!

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