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Pauschalisierungen sind nicht immer welche

by - Juni 26, 2016

Und wenn doch, dann sind Pauschalisierungen nicht immer beleidigend. Damit eine Pauschalisierung eine Beleidigung ist, muss eine Voraussetzung vorliegen. Die Buchstabenkombination ACAB (All Cops are Bastards) ist immer dann eine Beleidigung, wenn diese Voraussetzung erfüllt ist (Focus vom 25.6.2016):

Eine Verurteilung setze voraus, dass sich die Äußerung auf eine überschaubare Personengruppe beziehe, hieß es zur Begründung.

Und so geht es weiter:

 Die Verfassungshüter verwiesen nun darauf, dass die Äußerung zunächst eine nur „allgemeine Ablehnung der Polizei und ein Abgrenzungsbedürfnis gegenüber der staatlichen Ordnungsmacht zum Ausdruck“ bringe und insoweit noch vom Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt sei.

Eine Beleidigung liege erst vor, wenn die Parole „personalisiert“ an eine überschaubare und abgegrenzte Gruppe von Polizisten gerichtet sei.

Wenn wir das richtig verstehen, ist es keine Beleidigung, wenn alle Polizisten Bastarde genannt werden, denn es dient dem Bedürfnis nach Abgrenzung. Einen einzelnen Polizisten oder eine überschaubare Gruppe von Polizisten so zu nennen, ist dann wieder eine Beleidigung. Ganz logisch betrachtet ist ein Polizist oder eine überschaubare Gruppe von Polizisten ein Teil aller Polizisten. Der einzelne Polizist oder die überschaubare Gruppe von Polizisten wird also nicht beleidigt, wenn alle Polizisten Bastarde genannt werden.

Wir fragen uns nun, ob die Buchstabenkombination ARAR (All refugees are rapists) auch nur eine straffreie Meinungsäußerung ist, wenn alle Refugees gemeint sind und die Buchstaben nur der Abgrenzung gegenüber Vergewaltigern dienen. Zum Beispiel denen aus der Silvesternacht 2015/2016. Nein, ist es natürlich nicht. Die Meinung des User ROI am 25.9.2016 in der taz könnte richtungsweisend sein:

auch wenn es hier schon erwähnt wurde: es gibt einen unterschied zwischen polizisten und flüchtlingen, auch wenn sich die deutsche polizei meist in einer ähnlichen opferrolle sieht.
sich einen beruf unter 1000 anderen berufen freiwillig und ohne not auszusuchen ist etwas anderes als zufällig in einem anderen land geboren zu sein wo ein krieg ausbricht oder bitterste armut herrscht

Wir lernen, es gibt nicht nur Unterschiede zwischen gerechtem und hasserfülltem Hass oder guter oder böser Gewalt. Es gibt auch einen Unterschied zwischen Beleidigungen, die welche sind und Beleidigungen, die keine sind. Voraussetzung: Die einen werden freiwillig beleidigt, die anderen nicht.

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13 Kommentare
  1. Paul permalink

    Pauschalisierung geht immer. Zu sehen beim Thema „BREXIT“. EU und Europa werden gerne vertauscht um EU-Gegner als europafeindlich darzustellen. Hier das neuste vom „Maasmännchen“:

    Maas für offensive Auseinandersetzung mit Europa-Feinden

    Bundesjustizminister Heiko Maas fordert nach dem Votum für einen britischen EU-Austritt eine offensive Auseinandersetzung mit europafeindlichen Tendenzen. Man dürfe sich keine Illusionen machen: Rechtspopulisten in Europa würden versuchen, das Brexit-Votum zu instrumentalisieren, um Stimmung gegen Europa zu machen, sagte Maas der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies darauf, dass die Diskussion in Großbritannien nicht frei von Ressentiments und Fremdenfeindlichkeit gewesen sei.

  2. Schotter permalink

    Zu meinem Kommentar, der noch nicht veröffentlicht wurde, hinsichtlich der Aktion am Brandenburger Tor.

    Das Pendant zur selektiven Berichterstattung im Tagesspiegel, der den Rassismus gegen Türken in Berlin aufzeigen soll.
    Natürlich beginnt der Artikel gleich wieder mit der Flaggenproblematik und am Ende darf nicht fehlen, dass dem Türken natürlich eine heruntergekommene Laube verkauft werden sollte.

    Im Forum weiß man bereits um kurz nach 7 Uhr, kurz nach Veröffentlichung des Artikels wie der Fall einzuordnen ist. Der der deutsche Schrebergärtner ist per se Rassist und Nationalist

    Hen-Riette 07:09 Uhr
    Deutsche Kleingärtner sind das Paradebeispiel für Spießigkeit und Nationalismus. Deshalb wehen ja auch fast überall die deutschen Fahnen.

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/diskriminierung-in-berliner-laubenkolonie-kleingartenanlage-will-keine-weiteren-migranten/13807558.html

    Leider sind die unterschiedliche Standards und die Verlogenheit des Tagsspiegels kaum noch Thema hier im Blog, obwohl mit genau diesem Anspruch mal ursprünglich gestartet.

    • Paul permalink

      „Hen-Riette“, „mogberlin“, „southcross“ u.a. sind (in)offizielle Mitarbeiter. Die ideologische Abwehr, damit die Redakteure nicht an der Realitätsbeschreibung der Forumsschreiber ersaufen.

  3. Schotter permalink

    Total pauschal oder wann ist ein Mörder ein Massenmörder?

    Bei 216 oder erst 400 Morden? Oder muß man erst PolPot, Stalin oder Mao heißen?

    southcross 13:50 Uhr
    Antwort auf den Beitrag von einervonvielen 12:49 Uhr
    ?

    Che-Guevarra war ein „Massenmörder“?
    Es gibt ein T-Shirt mit dem Konterfei von bin Laden?

    Echt?

    Luftgetier 15:00 Uhr
    Antwort auf den Beitrag von southcross 13:50 Uhr
    Che-Guevarra war ein „Massenmörder“?

    Über die Zahl der von Guevara direkt befohlenen Erschießungen gibt es keine genauen Angaben – 216 Fälle sind namentlich belegt, ein ehemaliger Angehöriger des Tribunals in La Cabaña geht von rund 400 aus, kubanische Oppositionelle rechnen teilweise mit wesentlich höheren Zahlen.

    Als Industrieminister schickte Guevara zahlreiche „mangelnder revolutionärer Moral“ beschuldigte Mitarbeiter ohne Gerichtsurteil in das sogenannte „Lager für Besserungsarbeit“.

    Ja, das kann man durchaus so sehen, das er ein Massenmörder war.

    southcross 15:57 Uhr
    Antwort auf den Beitrag von Luftgetier 15:00 Uhr
    Da würde ich eher Pol Pot, Stalin und Mao einordnen. Auch den ehemaligen Staatschef des Sudan Baschir (der wegen seiner Verbrechen auch von Interpol gesucht wird).

    Gut ideologisch verblendete und andere, die meinen Massenmord instrumentalisieren zu können sehen das anders

    http://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsextremismus-hakenkreuz-in-sechs-buchstaben-verboten-oder-nicht/13799410.html#kommentare

    Ist es nicht schön, wie man im Tagesspiegel Massenmörder verharmlosen darf?

  4. Rechtspopulist permalink

    „allgemeine Ablehnung der Polizei und ein Abgrenzungsbedürfnis gegenüber der staatlichen Ordnungsmacht zum Ausdruck“

    Warum ich mich mit einer pauschalen Beleidigung abgrenzen muss, weiß ich nicht. Von Polizisten, die ihre Dienstpflichten verletzen, muss ich mich nicht abgrenzen, dafür gibt es Gesetze. Auch wenn diese in manchen Fällen merkwürdig angewendet werden.

    Das Urteil passt aber gut in die aktuelle Situation. Eine grüne Bundestagsvizepräsidentin, die hinter der Parole „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ herläuft, ein Bundesjustizminister, der zusammen mit Linksextremisten demonstriert und nichts dabei findet und der nicht mehr zu übersehende Migrantenbonus bei Straftaten, wenn diese überhaupt zur Anzeige kommen, sind ein Indiz für die Aushöhlung des Rechtsstaates. Die marodierende Antifa, die offenkundig straflos zu Gewalttaten aufrufen kann und sie auch durchführt, sind ein weiteres Indiz.

    Es wird Zeit, dass diese „Minister-Elite“ schnellstens bei der BT-Wahl abgelöst wird. Sonst: Gute Nacht, Demokratie, gute Nacht, Rechtsstaat.

  5. Susan.B permalink

    Nun kann man doch auch APAB (all Politician are Bastards) oder AJAB (all Judge are Bastards) auf einen Shirt tragen. Das würde mir fast noch besser gefallen. Aber mal im ernst, diese Richter sind eindeutig zu dumm für dieses Amt.
    Was würden die machen, hätte jemand AIAB (all Islams are Bastards) auf dem Shirt ?
    Da würde das Maas-Männchen einspringen, denk ich mal.

  6. der nun wieder permalink

    Ja, ich wies bereits im Thread zum BuPrä auf diese Pauschalisierung hin:

    Der BuPrä und die Exekutive des Dunkelvolkes – oder: Polizeibeleidigung ist jetzt offiziell erlaubt:

    Das steht für „All Cops are Bastards“, zu Deutsch etwa „Alle Polizisten sind Mistkerle“.

    http://www.morgenpost.de/vermischtes/article207727571/Karlsruhe-erlaubt-zum-Teil-die-Polizistenbeleidigung-ACAB.html

    Somit erklärt sich ja auch, dass man das Volk ruhig Mob und Mischpoke nennen darf. Mir fallen allerdings auch etliche Pauschalinjurien für Politiker ein (ggf. auch für Verfassungsrichter).

    „Bastard“ übrigens bedeutet nicht (nur) Mistkerl, sondern insbesonders „minderwertiger Mensch“:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bastard

    und

    http://www.duden.de/rechtschreibung/Bastard

    Aber wie bei der Bezeichnung als „Bullen“ muss natürlich abgeschwächt bzw. verniedlicht werden.

  7. Burgunder permalink

    Bernd Zeller hat einen neuen Nick für seine Liblingszeitung gefunden:

    Unreine Zeitung

    https://tagesschauder.blogger.de/stories/2592726/

    „Man wird nicht gezwungen, den Tagesspiegel anzufassen, aber man kommt manchmal online darauf und fühlt sich beschmutzt.“

    Wie wahr. Zeller fertigt die Jostsche Anfaßschmiererei ab.

    Der Schluß:
    „Gewöhnlich, ordinär, niedrig und verabscheuungswürdig ist der Tagesspiegelschreiber, der die Vielfalt der Begrüßungsrituale beschleimt, zu Lasten der Frauen. Ihm sollte man den Handschlag verweigern.“

    Ein Kommentar:
    „Wobei der sogenannte Tagesspiegel bzw. seine journalistischen Kräfte denjenigen verdammen würde, der einem Muslim nicht die Hand gibt, weil er Muslim ist, und zwar: für ewig.“

    • der nun wieder permalink

      Nicht selten beißt der Muselman (die Muselfrau) in die gereichte Hand des Vertreters des ungläubigen rassistischen Pamperungsland Germoney. So what?

      Womöglich sollte sich verbreiten, grundsetzlich offensichtlich muselmanischen Leuten nicht die Hand zu reichen, agal, ob man männlich oder weiblich ist. Das gäbe aber einen schönen shitstorm im „Tagesschauder“!

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