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Schweizer Rassismus

by - Mai 25, 2016

Hierzulande gilt die Kritik am Islam als Phobie, Frauenunterdrückung und Scharia als Religionsausübung. Dass der Führer aller Türken fast 800 Moscheen in Deutschland unterhält und Imame schickt und bezahlt, von denen nur manchmal bekannt wird, dass sie Hetzreden halten, gehört auch zur Religionsfreiheit. Genauso gehört die rechtsextremistische Organisation „Graue Wölfe“ zu Deutschland, rechtsextremistisch wie Milli Görüs. Andrea Dernbach nennt sie im Tagesspiegel konservativ-muslimisch Islamische Gemeinschaft.

Der Islam, der es nicht ist, wenn er als Islam kenntlich wird, gehört zu Deutschland. Nicht aber zur Schweiz. Dort gilt nicht alles als Religionsausübung. Tagesschau.de berichtet:

Muslimische Schüler in der Schweiz müssen ihrer Lehrerin die Hand geben. Das öffentliche Interesse bezüglich der Gleichstellung von Mann und Frau sowie die Integration von Ausländern überwiege die Glaubensfreiheit „erheblich“, begründete die Schulbehörde ihre Entscheidung.

Muslimische Schüler im schweizerischen Kanton Basel-Land dürfen ihrer Lehrerin nicht aus religiösen Gründen den Handschlag verweigern. Das gab die Schulbehörde des Kantons nun bekannt.

Anlass für die Richtlinie der Behörde war ein Fall, der in der Schweiz große Aufmerksamkeit erregt hatte: Zwei syrische Brüder im Alter von 14 und 15 Jahren hatten sich geweigert, ihrer Lehrerin an der Sekundarschule in Therwil die Hand zu geben.

Bis zu 5.000 Franken kann der verweigerte Handschlag kosten. Und:

Die schweizerischen Behörden gaben im vergangenen Monat bekannt, das Einbürgerungsverfahren für die Familie sei auf Eis gelegt. Am Mittwoch teilte die Schulbehörde zudem ohne nähere Einzelheiten mit, dass ein Mitglied der Familie wegen Gewaltverherrlichung in sozialen Medien verwarnt worden sei.

Als im letzten Jahr ein Imam der rheinland-pfälzischen CDU-Partei- und Fraktionschefin Julia Klöckner nicht die Hand geben wollte, hielt sich die Empörung in Grenzen. „Wir brauchen ein Gesetz zur Integrationspflicht“, meinte Klöckner. Das war im September 2015. Acht Monate später und nichts ist passiert. Schon gar nicht das, was die Schweiz gemacht hat.

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3 Kommentare
  1. der nun wieder permalink

    Die schweizerischen Behörden gaben im vergangenen Monat bekannt, das Einbürgerungsverfahren für die Familie sei auf Eis gelegt. Am Mittwoch teilte die Schulbehörde zudem ohne nähere Einzelheiten mit, dass ein Mitglied der Familie wegen Gewaltverherrlichung in sozialen Medien verwarnt worden sei.

    Da gibt es in Neukölln weniger rassistische Sichtweisen; devot wird auch eingebürgert, wer sogar der die Einbürgerungsurkunde aushändigenden weiblichen Amtsperson den Handschlag verweigert:

    Die Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln, Franziska Giffey (SPD), übt scharfe Kritik an Muslimen, die Frauen den Handschlag verweigern – eine Erfahrung, die sie im Umgang mit Islam-Vertretern selbst macht.

    „Für mich ist die Grundlage einer guten Zusammenarbeit gestört, wenn man nicht in der Lage ist, der Bürgermeisterin die Hand zu geben. Wenn Religion über die bei uns selbstverständlichen gesellschaftlichen Gepflogenheiten gestellt wird“, sagte Giffey im Interview der „Welt“.

    Der Handschlag habe in Deutschland Symbolkraft: „Wir arbeiten zusammen, wir reichen uns die Hand.“ Eine Verweigerung bedeute, dass offensichtlich Männer und Frauen nicht gleichberechtigt seien. „Und damit habe ich ein Problem.“
    „Sorry, ich finde das respektlos“

    Die Erfahrung habe sie etwa bei Einbürgerungen gemacht. „Neulich hatte ich jemanden, der stammte gebürtig aus Holland, der hat das nicht über sich gebracht. Obwohl es ein staatlicher Akt ist. Ich stand da mit meiner ausgestreckten Hand, und er legte seine aufs Herz.“ Das sei kein schönes Gefühl.

    http://www.focus.de/politik/deutschland/politikerin-warnt-vor-arabischen-clans-berlin-neukoellner-buergermeisterin-fordert-muslime-muessen-die-hand-geben_id_5482032.html

    Anstatt die Einbürgerung zu verweigern wird lediglich über Respektlosigkeit gejammert. Armes Deutschland.

    In der Schweiz „sistiert“ man wenigstens:

    http://www.blick.ch/news/schweiz/basel/familie-wird-vorgeladen-einbuergerung-der-handschlag-verweigerer-auf-eis-gelegt-id4931428.html

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