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Sommer, Sonne, Badespaß

by - Mai 19, 2016

Eine vermutlich Ungläubige, bestens in der Wahrheitspresse integriert, weiß wie man es macht, damit es nie dunkel im helldeutschen Teil des bunten Deutschlands werde: Man nenne ein paar böse Fakten und rede sie so klein, dass sie handhabbar erscheinen, Kritik daran ausländerfeindlich wird und es weiter gehen kann, auch wenn die nächste Million der schwierigen Klientel in Deutschland eingetroffen ist.

Von Allah so eingerichtet und darum unvermeidbar, droht der Sommer 2016 im ungläubigen Deutschland. Zeit also die Verharmlosungsmaschine anzuwerfen. So eine Maschine steht auch bei Welt Online, angeworfen von einer Susanne Gaschke (Dank an der nun wieder für den Hinweis).

Report nennt sie, was mit dem Titel Die Angst vor den Flüchtlingen im Freibad versehen ist. Es scheint eine Angst zu sein, gegen die eigentlich nur noch eine Angsttherapie hilft. Eine Angsttherapie empfahl ein Aktivist des Tagesspiegels nach einer Serie von Morden und schweren Gewalttaten im vom Recht befreiten Kreuzberg (siehe dazu 1000 Straftaten im Görlitzer Park – Besucher in Angst und Ausländerkriminalität? Gibt es nicht!). Das sollte eigentlich auch funktionieren, um die unbegründete Angst von Ausländerfeinden zu bekämpfen.

Gaschke schreibt:

Jetzt beginnt die Freibadsaison, und viele fragen sich: Wird dies ein Sommer der sexuellen Übergriffe?

„Christensau“ oder „Fotze“ findet eine Dame von Welt nicht gut. Aber vermutlich hat das nix mit nix zu tun, schon gar nichts womit auch immer. Auch findet sie nicht gut, dass der Besitzer einer Verpackten lautstark intervenierte, als ein Bademeister die in Straßenverpackung Eingepackte am Baden hindern wollte. Dabei sind die Kuffar doch schon so gut ins gläubige Umfeld integriert, dass verpacktem Eigentum das Untertauchen im unhygienischen Burkini schon längst gestattet ist. Aber: Was im Sommerbade zum Zwecke des Untertauchens gestattet ist, darüber, darauf bestand der Eigentümer der Verpackten, entscheidet kein Ungläubiger.

Dann kommt Susanne Gaschke aber zum eigentlichen Thema, das auch nach totgetretenen Ungläubigen und gläubigen Krawallen wie das Allahu Akbar nach dem Köpfen kommt: Der Kampf gegen rechts. Von 85 Übergriffen im Schwimmbad schreibt sie, die auf der ausländerfeindlichen Facebook-Seite „YX-Einzelfall“ dokumentiert werden. Das hält sie für falsch:

Die Seite soll Angst machen. Trotzdem finden sich dort unter der Rubrik „Schwimmbad Übergriffe“ lediglich 85 Fälle seit dem vergangenen Herbst. Man kann dem keinerlei Polizeistatistik gegenüberstellen, weil die Polizei nicht unterscheidet, wo und von wem ein Delikt begangen wurde. Aber: 85 Fälle auf ein 82-Millionen-Volk, auf 300 bis 400 Millionen jährliche Schwimmbadbesuche in mehr als 7000 Schwimmbädern: Das ist in jedem einzelnen Fall schlimm. Statistisch ist es nichts.

Auch Gaschke kennt die verschleierten Zahlen nicht. Statistisch ist es also falsch aber auch nichts. Na bitte. Und was ist hilfreich, wenn es gar nicht mehr weiter geht? Man zitiert einen ehemaligen Tagesspiegelredakteur. Dem sträuben sich die Haare, weil unerträglich ist, was sich in Berliner Sommerbädern abspielt aber kultursensibel betrachtet werden muss (siehe Quellen unten):

„Das ist unerträglich“, sagt Oloew, „aber wir haben es in diesen Fällen mit einer besonders schwierigen Klientel zu tun.“

Ein anderer, den man in schwierigen Fällen mit schwierigen Klienteln zitieren kann, ist der SPD-Bürgermeister von Bornheim. Weil es nicht um deutsches „Pack“ geht, wie sein Chef die Dunkeldeutschen nennt, meint er, wir müssen reden. Hoffentlich bekommt er keine Fusseln am Mund, wenn die nächste Million der schwierigen Klientel in Deutschland angekommen ist und nur ein Teil davon buntes Leben in die Bäder bringt.

Im Forum schildern Leser, vermutlich „Ausländerfeinde“, ihre „Erlebnisse“ mit der „schwierigen“ Klientel des gewesenen Tagesspiegelredakteurs. Wir gewähren in Ermangelung von Polizeistatistiken einen kleinen Ausschnitt aus der Serie von Einzelfällen, die im letzten Jahr „besonders schwierig“ aber zu verkraften waren.

So schildert der gewesene Tagesspiegelredakteur die Bade-Saison 2015:

–  Pubertäre Muskelspiele
–  Insgesamt ist es eine friedliche Saison, aber
– die Vorfälle der vergangenen Tage trüben leider das Bild.
– Gäste, die über die Stränge schlagen.
– Heute holen wir schneller die Polizei als früher.
– Normale pubertäre Muskelspiele, die dann aber kein Ende finden.
– Berliner mit Migrationshintergrund im Überschwang.

Eine kleine Auslese von Einzelereignissen in der friedlichen Saison 2015:

Sommer, Sonne, “Gruppen” im Überschwang

Nach Angaben eines Polizeisprechers waren an der Eskalation an den ersten beiden Tagen jeweils rund 50 Menschen beteiligt. Am dritten Tag versammelte sich nach zwei Festnahmen von Randalierern sogar eine Menschenmenge von bis zu 100 aggressiv gestimmten Besuchern, einer davon soll auch versucht haben, einen Polizisten zu schlagen.

“Aber was dem vorausgegangen sein soll, ist uns nicht bekannt.“

Wie die B.Z. erfuhr, drohten arabische Großfamilien nach einer Schlägerei auf Facebook: „Wir machen das Columbiabad platt“.

Augenzeugen berichteten demgegenüber der B.Z., was der Auslöser war. Sie beobachteten eine Schlägerei nach einem Sanitätereinsatz. „Die Männer aus der Familie einer verletzten Frau fühlten sich in der Ehre gekränkt, weil die behandelnden Sanitäter die Frau ihrer Meinung nach nicht hätten berühren dürfen.“ Es folgten Schimpftiraden, zwei Schwergewichtige des Familienclans gingen mit Fäusten auf die wehrlosen Sanitäter los. Auch der Rest der Familie griff mit ein, die Bad-Security alarmierte die Polizei. Doch auch die hatte zu tun, die Streithähne zu beruhigen. Ein Augenzeuge: „Erst nach dem Einsatz von Pfefferspray konnte der Familienclan beruhigt werden.“ Einer der beiden Männer wurde später in Handschellen abgeführt.

In Pankow ist immer was los

Ein Großaufgebot der Polizei hat am Donnerstag das Freibad Pankow geräumt. Zuvor hatten in dem Bad in der Wolfshagener Straße gegen 17 Uhr rund 200 türkische und arabische Jugendliche randaliert. Sie rissen Absperrseile und Halterungen an Sprungtürmen und Rutschen aus den Verankerungen. „Sie warfen sie ohne Rücksicht auf Badegäste ins Schwimmbecken“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. „Die Anweisungen des Personals ignorierten die Randalierer komplett.“ Mitarbeiter des Bades alarmierten die Polizei. Als die ersten Beamten eintrafen, flüchteten die Randalierer vom Becken in Richtung Liegewiese. Lediglich ein 16-Jähriger konnte dort als Täter wieder erkannt und festgenommen werden. Nach Feststellung seiner Identität durfte er wieder nach Hause gehen. 

 

 

 

 

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6 Kommentare
  1. Ronald.Z permalink

    „Auch Gaschke kennt die verschleierten Zahlen nicht.“

    So richtig kennt die keiner, jedoch gab es vor kurzem eine schriftliche Anfrage im AGH Berlin zu:
    „Kriminalität gegen und von Flüchtlinge(n) “ – Drucksache 17 / 18 257
    Hier :
    http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/AHAB/
    bei Dokumentennummer „18257“ eingeben und man kommt ans Dokument.
    Ein paar Auszuüge:
    PMK gegen Asylunterkünfte gesamt: 2015: 59
    davon Brandstiftung 2015: 3
    (auf Seite 2)
    dann weiter auf Seite 4:
    Erfasste Vorgänge mit Zuwanderern als Tatverdächtigen
    Straftaten gesamt, ohne Verstößen gg. das Ausländergesetz (2015): 13.420
    davon:
    Vergewaltigung und sexuelle Nötigung (2015): 24
    Gefährliche und schwere Körperverletzung (2015): 512
    Straftaten gegen das Leben (2015): 8
    Diebstahl unter erschwerenden Umständen (2015): 720
    usw.usf.

    Man muss einfach mal die Zahlen (unter Kenntniss der Einschränkungen – „Tatverdächtige“, „Angehörige eines Nicht-EU-Staates“) auf sich wirken lassen.

    • Paul permalink

      Es ist eben nicht so einfach den Spagat zwischen Verharmlosung der
      Vorfälle und vorgespieltem Verständnis für Ängste der Bevölkerung hinzubekommen.

  2. derda permalink

    Die Anzahl der Übergriffe muß nicht unbedingt steigen wenn die Deutschen diese Bäder meiden. Dann bleiben die „Kulturneandertaler“ unter sich, und sollten sie sich die Hohlbirnen gegenseitig einschlagen, interessiert mich das nur am Rande.

  3. Susi Sorglos permalink

    Die Leserkommentare sprechen ja wirklich eine andere Sprache.

    Das Schlimme ist: solche Leute wie Frau Gaschke glauben, was sie schreiben – sie kennt diese Realität nicht.
    Leute wie sie benutzen keine öffentlichen Verkehrsmittel, gehen in keine öffentlichen Bäder. Und auch ansonsten wird es keine Berührungspunkte mit dieser Realität geben, die sie hier versucht schönzuschreiben.

  4. Burgunder permalink

    Ach Frau Gaschke. In der „Zeit“ sozialisiert, wurde sie, obwohl ohne Migrationshintergrund, von der SPD trotzdem allein wegen ihres Menstruationsvordergrunds als ausreichend qualifiziert für den Hamburger Oberinbürgerinnenmeisterinnen-Posten gehalten. Ihr tränenreiches Scheitern war natürlich den in der Politik vorherrschenden misogynen Verhältnissen geschuldet.

    Nun schreibt sie wieder.

    Frau darf sich im Ernstfall sicher sein, daß kommende sexuelle Übergriffe in bewährter Gaschke-Manier nicht einfach kulturell und religiös besonders herausgeforderten Milieus zugeordnet bleiben. Es sind dann einfach alle Männer schuldig, diese patriarchalischen Schweine.

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