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AfD – und die unterschätze Gefahr der Karrieristen

by - Mai 17, 2016

Von Frohnatur

Der bekannte Thüringer AfD-Sprecher Björn Höcke warnte bereits vor einigen Wochen vor der Gefahr von Karrieristen und deren schädigende Wirkung in der AfD. So erklärte er auf der Facebook-Seite.

Wenn wir die AfD als letzte friedliche Chance für unser Land begreifen, müssen wir vor den Karrieristen auf der Hut sein, welche für materiellen Gewinn und Fortkommen einem vermeintlichen Realitätssinn das Wort reden und zum schnellen Friedensschluss mit den Verhältnissen raten. Ihr Einfluss wird proportional zu unseren Wahlerfolgen wachsen und die Erstarrungstendenzen in unserer Partei verstärken.

Diese Warnung kann kaum überbewertet werden.

Dass Höckes Warnungen wohlbegründet sind, erkennt man nicht nur daran, dass Höcke in der Vergangenheit dank seines analytischen Verstandes fähig war, die (Fehl-)Entwicklungen im Land wie auch in der AfD immer wieder richtig einzuschätzen, sondern auch an vielen übereinstimmenden Analysen anderer Beobachter, Kenner und Mitglieder der Partei – wie sie auch hier auf Diskurs-Korrekt veröffentlicht wurden.

Höckes Warnungen passen wie die Faust aufs Auge zu einem Artikel über das AfD-Parteiprogramm, der vor wenigen Tagen hier von „Diskurs-Korrekt“ veröffentlicht wurde. Auch wenn sich dieser Artikel schwerpunktmäßig mit dem Inhalt des Programms und dem Ablauf des Programmparteitags beschäftigte, enthielt dieser Artikel auch eine Analyse der Ziele und Motive der beiden amtierenden AfD-Bundeschefs.

Denn wie es scheint, sind diese Karrieristen, die „für materiellen Gewinn und Fortkommen einem vermeintlichen Realitätssinn das Wort reden und zum schnellen Friedensschluss mit den Verhältnissen raten“ bereits in die erste Reihe der Parteiführung vorgedrungen – in der aller ersten Reihe der Parteiführung:

Letztendlich streben Petry und Meuthen danach, genauso wie Bernd Lucke, die AfD schnellstmöglich in eine Koalition mit der der CDU zu bringen, und für diesen Zweck der CDU anzunähern. Petry hat bereits offen verkündet, das Ziel sei, die AfD so schnell wie möglich in eine Regierungskoalition zu bringen.
Meuthen ist ein Neoliberaler, gedanklich und politisch fest verankert im politischen Mainstream. Eigentlich ein Anhänger des Parteigründers Bernd Luckes, jedoch mit genügend Machtkalkül, um zu erkennen, dass Luckes Abspaltungsversuch zum Scheitern verdammt war, und opportunistisch genug, um seine einstigen Weggefährten um Lucke zu verraten und in der Partei zu verbleiben. Und Petry ist eine reine Opportunistin. Sie hat keine Ideale und Überzeugungen. Beiden gemein ist ihr Opportunismus und Karrierismus. Beiden geht es um Macht, Karriere und Einfluss.
Für diesen Zweck versuchen sie, die Partei möglichst innerhalb des „Mainstreams“ zu verankern. Um sich der CDU anzubiedern, sind sie bereit, sämtliche patriotischen Ideale und Ziele der AfD zu opfern. Sie würden zur Not gar den rechten Flügel der Partei opfern, um Koalitionen mit dem Altparteien-Kartell zu schmieden, um sich so langfristig über Wasser zu halten.

Das Entscheidende an Höckes Warnungen ist, dass Höcke den Karrierismus mit einer Anpassung an das Altparteien-Kartell und dem politisch-medialen Mainstream in Verbindung setzt. Höcke warnt also nicht nur vor dem Karrierismus an sich, sondern auch vor der mit ihm einhergehenden Mainstream-Anpassung.

Rein theoretisch könnte ein Karrierist tatsächlich seine Karriere in den Mittelpunkt stellen u n d gleichzeitig eine klare, harte oppositionelle Linie zu den etablierten Parteien verfolgen. Tatsächlich spricht vieles dafür, dass ein Karrierist eher einen gegenteiligen Kurs einschlagen würde. Zu groß sind nämlich die Verlockungen einer möglichst raschen „Aufnahme“ in die herrschende Elite. Koalitionen locken mit prestigeträchtigen Regierungsposten und noch geldträchtigeren Wirtschaftsposten nach der politischen Karriere. Auch kann man auf geringeren Widerstand der Altparteien und der sie unterstützenden Eliten zumindest hoffen, indem man sich ihrer Leitideologie demonstrativ unterwürft – und so ihnen unmissverständlich signalisiert, dass man ihr gesamtes Machtsystem keinesfalls infrage stellt oder verändern will.

Höckes Warnung ist ebenso richtig wie wichtig. Diese Warnung ist in dieser Zeit, in der die endgültige Entwicklung der AfD immer noch offen steht und die AfD die einzig relevante oppositionelle Kraft zu den etablierten Altparteien bildet, von entscheidender Bedeutung – nicht nur für die AfD sondern für nichts weniger als für ganz Deutschland.

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One Comment
  1. der nun wieder permalink

    AfD und die Konsenssetzung zu den Nazis durch anhaltenden medialen Shitstorm – oder: Warum Messern auch Tieren nicht gut tut:

    Natürlich darf auch hier wieder keine Bezugsetzung zu den Nazis fehlen, wenn die AfD sich im Parteiprogramm gegen das Schächten ausspricht. So muss natürlich wieder die Judenverfolgung herhalten, um auch hier die AfD in die rechte Ecke zu stellen:

    Die AfD will das Schächten und den Bau von Minaretten verbieten! Allein diese beiden Punkte des am 1. Mai in Stuttgart verabschiedeten Grundsatzprogramms sorgen für Aufsehen. Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, kritisiert: Die „gegen den Islam gerichteten Passagen“ zeugten von „Intoleranz und Respektlosigkeit der Partei vor religiösen Minderheiten in Deutschland“. In der Ablehnung des Schächtens sieht er einen nicht hinnehmbaren Angriff auf das Judentum in Deutschland.

    http://www.welt.de/kultur/article155429051/Ein-Verbot-des-Schaechtens-waere-antisemitisch.html
    r
    Ohne jetzt auf diesen erneuten (hilflosen) Unsinn der anhaltenden Stigmatisierung der AfD als rechtsradikal und nazikonform eingehen zu wollen, ist es unerträglich, jeden Tag mit diese unseeligen „Religion“ Islam konfrontiert zu werden!

    Sollen sich doch Moslems zunächst mal nicht antisemitisch verhalten!

    Ich denke, das „Pack“ (ich eingeschlossen) hat es mehr als satt, ständig mit Rechtfertigungen für irgendwelche archaischen Bräuche konfrontiert zu werden. Ich sehne mich nach den Zeiten zurück, als Religion längst nicht diesen Einfluss auf Staat und Medien hatte und will endlich in Ruhe gelassen werden, was diese steinzeitlichen bis mittelalterlichen Bräuche betrifft!

    Was wäre denn, wenn plötzlich der alte Inka- oder Mayaglaube wieder aktuell werden würde? Menschenopfer dann erlaubt, gedeckt durch Religionsfreiheit? Was ist mit den rituellen / angebl. religiösen Beschneidungen kleiner Mädchen? Oder Hexenverbrennung im chrislichen Konsens?

    Irgendwann muss doch mal Schluss sein! Im Zeitalter, wo man nun doch wirklich nachweisen kann, dass die Erde rund ist (obwohl einige Muselmanen Anderes predigen, wie wir kürzlich hier erfuhren) und man fundierte Erkenntnisse über Entstehung von Leben, gar über die Enststehung des Universums, hat, ist es albern, an religiösen Riten zu haften, jedenfalls sofern sie gewaltsam und verletzend für Mensch und Tier sind! In eine aufgeklärte Zeit gehört das schon lange nicht mehr.

    Religion hat endlich reine Privatsache zu sein, ohne jegliche – auch mediale – Belästigung der Gesellschaft oder auch Einzelner!

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