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Unsere Experten

by - Mai 12, 2016

Von Columbo

Schön, dass es Experten gibt. Fachleute, die ihr Handwerk verstehen, üben eine beruhigende Wirkung aus. Sollte ich mich jemals einem neurochirurgischen Eingriff unterziehen müssen, würde ich dies in der Gewissheit tun, dass der Arzt weiß, was er tut. Ähnliches kann ich von meinem Kfz-Mechaniker behaupten oder von meiner Friseuse.

Wünschenswert wäre es, wenn auch diejenigen, die unser Land regieren, wüssten, was sie tun und wovon sie sprechen. Fachkunde, die Fähigkeit zur Analyse und zum richtigen Handeln, vielleicht ein Wissensvorsprung wären so ein paar Mindestvoraussetzungen für einen verantwortlichen Politiker. Doch was kriegen wir? Einen Justizminister Heiko Maas.

Heiko Maas hatte nach den Anschlägen in Brüssel im März davor gewarnt, die Themen Terrorismus und Flüchtlinge miteinander zu vermischen. Begründung: dies sei stigmatisierend. Große Güte, als ob es hier um Imageschäden ginge und nicht um Menschenleben. Drücken wir ein Auge zu und buchen das ab unter „niedriger IQ trifft linke Phrasendrescherei“. Auch Floskeln wie „Flüchtlinge sind keine Terroristen“ oder „Flüchtlinge sind Opfer und keine Täter“ mag man noch schulterzuckend zur Kenntnis nehmen, obwohl dem gemeinen Bürger schon schwant, dass der Herr Minister hier verdammt falsch liegt.

Gefährlicher ist, dass Maas bereits im November 2015, nach den Pariser Anschlägen, nicht nur der Meinung war, solche Verbindungen herzustellen sei „unverantwortlich“, sondern auch „keine Erkenntnisse“ über solche Zusammenhänge haben wollte. Da kamen also täglich bis zu 10.000 Illegale über die Grenzen, insgesamt etwa 1,5 Millionen, von denen man nicht mal weiß, wer sie überhaupt sind und woher sie kommen, aber der Experte weiß bereits: Terroristen sind nicht dabei. Donnerwetter.

Doch leider kam es anders, als der Minister dachte, und zwar genau so, wie es alle wussten, die das Pech haben, kein überbezahltes Frettchen im Maas-Anzug zu sein, sondern einfach nur dummes Wahlvieh:

Mit dem Flüchtlingszuzug hat die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) einem Zeitungsbericht zufolge mehr Terrorverdächtige nach Deutschland gebracht als bislang bekannt. Nach neuen Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) liegen derzeit für die Bundesrepublik 369 Hinweise auf ein gezieltes Einschleusen von Mitgliedern oder Unterstützern terroristischer Organisationen seit Beginn des Flüchtlingszuzugs im vergangenen Jahr vor, wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet.

Da haben wir’s: 369 Terrorverdächtige, von denen man weiß, und von wie vielen man nicht weiß, steht in den Sternen. Das macht mal locker 75 potentielle Terrorzellen in Deutschland, bei fünf Islam-Nasen pro Zelle.

Bloß gut, dass wir mit Heiko Maas einen Experten haben, der von all dem nichts weiß, keine Erkenntnisse hat, solche Zusammenhänge ganz unredlich findet, und überhaupt, das Ganze spiele ja ohnehin nur den Rechtsextremen in die Hände, womit er wieder ganz bei Sultan „Musel-Maze“ Aiman und Jakob Augstein ist, die einen Zusammenhang zwischen Terror und Islam per se bestreiten. Aber die beiden sind ja auch keine Experten.

Auch einer, der es eigentlich besser wissen sollte als das Fußvolk und der sich ganz sicher als Politexperten bezeichnen würde, ist Jost Müller-Neuhof (JMN) vom Tagesspiegel. Sie wissen schon, der mit dem Fahrradhelm. Und sowieso, diese Journalisten. Haben den Durchblick, verstehen die Zusammenhänge, analysieren die Ursachen, rerum cognoscere causas. Dass sich Hardcore-Moslems, die sich als Polizisten verkleiden, um für islamische Zucht und Ordnung auf deutschen Straßen zu sorgen, vor Gericht verantworten müssen, findet JMN überzogen. Auch die so genannte Sharia-Police dürfte doch zu Nüchternheit mahnen. Mein Gott, die paar Bauarbeiter-Signalwesten aus dem Baumarkt, was ist das schon gegen die verfassungsrechtlich garantierte Religions-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit?

Man mag dem JMN einen Blick über den Tellerrand bzw. über die Grenze empfehlen. Möglicherweise schränkt der Fahrradhelm die freie Sicht ein.

Prügelattacken, Verletzte, Drohungen vor Gericht – selbst ernannte „Sittenwächter“ in der Nähe der Millennium City schauen schon, dass Gesetze eingehalten werden. Wenn auch nicht unbedingt die österreichischen.

Jetzt schlugen sie wieder zu – im wahrsten Wortsinne. „Es war als nette Muttertagsaktion gedacht“, erklärt ein Trafikant aus Brigittenau. Ein gut gebauter Oben-ohne-Wrestler verteilte Rosen an Frauen. Und bekam es mit einer Bande ausländischer Herkunft zu tun. „Das entspricht nicht unserer Religion“, ermahnte einer der Männer den Rosenkavalier – dieser Satz ist bei der Polizei aktenkundig, ein Verdächtiger äußerte ihn bei der Einvernahme.

Es kam zur Rauferei, Messer wurden gezückt, der Trafikant sogar verletzt. Bilanz: Drei Täter wurden angezeigt, nach weiteren vier wird gefahndet. „Die Justiz ist gefordert, diese Männer für ihr Verhalten so zu sanktionieren, dass dadurch eine general- und spezialpräventive Wirkung erzielt wird“, so Gerhard Haslinger, FPÖ- Bezirksparteiobmann aus Brigittenau. „Die Menschen haben Angst vor der Gruppe.“

Wie mehrfach berichtet, war es nicht der erste brutale Übergriff selbst ernannter Sittenwächter in Brigittenau. Vier junge Tschetschenen hatten Ende Februar zwei Männer mit Schlägen und Tritten schwer verletzt. Stein des Anstoßes waren zwei Mädchen, die sich nachts mit ihrer Mutter vor einem Lokal in der Millennium City aufgehalten hatten.

„Bei uns in Tschetschenien ist das nicht erlaubt, um diese Uhrzeit draußen zu sein“, herrschte einer der Männer die Frauen an. Als die Mutter dann ihren Ehemann per Handy zu Hilfe rief und auch noch der Begleiter der Frau einschritt, eskalierte die Situation sofort.

Anfang Mai wurde das Quartett dafür verurteilt. Kurz nach der Urteilsverkündung kam es zu einem Zwischenfall: Einer der Verurteilten – ein 19- Jähriger, der sich bis dato auf freiem Fuß befunden hatte – wurde noch vor dem Gerichtssaal festgenommen. Der Grund: Der junge Mann hatte in einer Verhandlungspause einen Kameramann des ORF mit den Worten „Wenn du mich filmst, finde ich dich“ bedroht.

Bei uns in Tschetschenien ist das nicht erlaubt“, „das entspricht nicht unserer Religion“ – das findet unser Polit- und Justizexperte JMN vermutlich vollkommen unproblematisch. Er muss es ja wissen. Vertrauen wir seiner Sachkunde und verbleiben so: JMN hat recht und wir haben unrecht, dann kann JMN zufrieden sein und wir wenden uns wieder erfreulicheren Dingen zu.

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17 Kommentare
  1. der nun wieder permalink

    Weitere „Expertise“ – oder: Anheizung des Dampfkessels im „Pack“:

    Allein für Sozialleistungen bei anerkannten Asylbewerbern, vor allem Hartz-IV-Zahlungen und Mietzuschüsse, veranschlagten die Beamten von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in diesem Zeitraum 25,7 Milliarden Euro.

    Für Sprachkurse sind 5,7 Milliarden Euro berechnet, für Eingliederungshilfen ins Berufsleben 4,6 Milliarden. Die jährlichen Kosten steigen demnach von rund 16,1 Milliarden Euro in diesem Jahr auf 20,4 Milliarden in 2020.

    Bei ihrer Schätzung unterstellten die Beamten, dass dieses Jahr 600.000 Flüchtlinge ins Land kommen, nächstes Jahr 400.000 und in den Folgejahren jeweils 300.000. 55 Prozent der anerkannten Flüchtlinge, so ihre Annahme, würden nach fünf Jahren einer Arbeit nachgehen.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article155347742/Bund-stellt-93-Milliarden-Euro-fuer-Fluechtlinge-bereit.html

    93 Milliarden Euro!

    Na das erfreut doch die deutsche Mittelschicht und bsonders die kleinen Rentner, die schon jetzt nicht selten Pfandflaschen sammeln müssen, um zu überleben:

    http://hartz4kontakte.com/entwuerdigend-armutsrentner-sammeln-pfandflaschen-fuer-asylanten-werden-luxus-hotels-gekauft/

    http://www.vdk.de/sys/data/16/img/h_00001602B1352990895.jpg

  2. der nun wieder permalink

    Expertise aus dem BKA – oder: Warnung vor dem „Pack“:

    Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, hat vor einer neuen Art der Gewalt gegen Asylsuchende in Deutschland gewarnt. „Uns bereitet vor allem Sorge, dass die Qualität der Gewalt steigt. In diesem Jahr gab es bereits 45 Brandstiftungen“, sagte Münch im Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Täter sind überwiegend männlich und fast 80 Prozent kommen laut BKA aus dem Ort, an dem auch die Straftat verübt wurde.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article155348246/Die-Qualitaet-der-Gewalt-gegen-Fluechtlinge-steigt.html

    Gibt es aus dem „Pack“ zündelnde Idioten, von denen dann doch nicht wenige letztlich als Flüchtige daselbst enttarnt werden, ist die Hype groß; dabei ist die zunehmende Abwehrhaltung der mehr als überstrapazierten autochthonen Bevölkerung ja wohl so ganz unverständlich nicht, wenn auch bei Gewalttätigkeiten gegen Menschen – egal welcher Herkunft – nicht entschuldbar.

    Zum Schluß des Artikel erfahren wir dann ein Fragment – nahezu beiläufig – warum das Volk unzufrieden ist:

    Münch: Islamisten nutzen Notlage der Flüchtlinge aus

    Außerdem sieht der BKA-Präsident die Gefahr, dass radikale Salafisten die Notlage von Asylsuchenden in Deutschland ausnutzen. Junge männliche, muslimische Flüchtlinge suchten Anschluss in Deutschland und wollten zugleich ihre Religion ausüben – wenn sie dabei in einer Moschee an salafistische Islamprediger gerieten, bestehe die Gefahr einer Radikalisierung. „Radikale Aktivitäten in Moscheen bereiten uns durchaus Sorge“, fügte Münch hinzu.

    Es bereitet ihm „Sorge“ – immerhin! Tipp: Mal bei der Kanzlerin nachfragen, warum die unser Land verraten hat!

  3. auch so ein experte

    darüber hatte ich bereits berichtet, nahezu allen medien war es keine berichterstattung wert. dem schmierigen schon gar nicht.
    der tweet von stegner ist vom 8.mai und keine woche später

    http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Anschlag-auf-AfD-Geschaeftsstelle-in-Kiel,rgsh143.html

    …..Unbekannte haben in der Nacht einen Sprengstoffanschlag auf die Landesgeschäftsstelle der AfD in Kiel verübt…….

    hat auch nix mit nix zu tun und hier wird wie woanders auch kaum die gsg9 ausrücken.

  4. Paul permalink

    Die werden den Lernstoff aufsaugen wie Löschpapier die Tinte

    Jobführerschein für junge Flüchtlinge

    Die Handwerkskammer plant eine Initiative, um jugendliche Flüchtlinge früher
    auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten.

    Ein erstes Pilotprojekt soll noch im Mai starten, wie Handwerks-kammerchef
    Jürgen Wittke am Donnerstag mitteilte.

    Innerhalb von acht Wochen sollen jugendliche Flüchtlinge die deutsche
    Sprache, Kultur und berufliche Grundlagen vermittelt bekommen.

    Für zwei Jahre stünden dafür 400.000 Euro zur Verfügung.

    Wenn das Pilotprojekt im Mai erfolgreich ist, soll es den so genannten
    „Jobführerschein“ ab den Sommermonaten geben.

    Die Prüfung nach 8 Wochen möchte ich sehen, falls es überhaupt eine gibt.

  5. almansour permalink

    Heiko Maas hört nichts, weil er Hip-Hop hört

  6. Kaja Klapsa

    Kaja Klapsa studiert Politikwissenschaften in Berlin. Sie war ZDF-Reporterin bei „Logo!“ und Jugendredakteurin bei verschiedenen Zeitungen, u.a. Berliner Morgenpost. 2014 machte sie ihr Abitur am Berliner Beethoven Gymnasium.

    der nachwuchs für hass und hetze, einseitige berichterstattung und ganz wichtig, persönliche sichtweise im einem angeblich journalistischen beitrag, ist schon ganz auf linie.
    schrieb sie doch auch schon im schmierigen http://www.tagesspiegel.de/berlin/jugendblog/studieren-in-berlin-wo-ist-paula/11817350.html

    zitat:……Die Diskussion verlief größtenteils gesittet, was auch daran gelegen haben mag, dass keine Gäste von der AfD oder andere Populisten eingeladen wurden……
    http://www.welt.de/vermischtes/article155273209/Ich-wollte-unbedingt-eine-Frau-haben.html

    man achte auf den widerspruch im letzen absatz, aber das stört die nachwuchskraft nicht.

    zitat:……Irgendwann sprachen dann alle gleichzeitig und selbst Maischberger gab zu: „Wir haben es heute versucht. Es ist ein bisschen durcheinandergegangen.“…..

    gesittet, weil keine afd’ler da waren

  7. Burgunder permalink

    Experten sind sie beide:

    Die Herrschenden haben ein Problem mit ihren unglaubwürdigen Medien. Nach dem vor fünf Tagen Merkel sich genötigt sah, ihren Lautsprechern das vollste Vertrauen auszusprechen

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article155131458/Merkel-weist-Luegenpresse-Beschimpfungen-zurueck.html

    folgte heute Gauck. Eine Predigt aus der präsidialen Parallelwelt. Lügenpresse gab es in der DDR und „Heute sei dies völlig anders, sagt er.“ Nach etwas Problemansprache, genauso verschwiemelt und beschönigend wie weiland bei den Genossen der SED, kommt er zu diesem Schluß:

    „Das Schöne an den freien Medien in unserer Demokratie sei, dass sie ein selbstkorrigierendes System seien. Journalisten hätten aus allzu grobschlächtigen Berichten während der Asyldebatte der 90er-Jahre gelernt genauso wie aus der bisweilen ‚pädagogischen Bearbeitung‘ von Integrations- und Migrationsthemen. ‚Dies und die Fähigkeit zur Selbstkritik sind es, auf die Leser, Zuschauer und Zuhörer am Ende vertrauen dürfen.'“

    Ein Blick in den Lügel genügt …

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article155306951/Wer-ein-Problem-verschweigt-vergroessert-es.html

    • Susi Sorglos permalink

      haha das ist ein sich selbst bestätigendes System – da hat der Gauckler wohl was durcheinander gebracht. Ich hoffe, der erspart uns eine zweite Amtszeit, bei so viel Verlogenheit wird mir nur noch schlecht.

      Schön zu sehen, wie sich „Qualitätsjournalisten“ „hinterfragen“.

      http://uebermedien.de/1986/haltungsfragen/

  8. Columbo permalink

    Kleiner Nachtrag zum Antifa-Ministerium:

    Niedlich: Die Verfolgerin Anetta Kahane, einst Spitzel für die Stasi und nun Spitzel für den Maasi, fühlt sich verfolgt. Vielleicht sollte sie ihr Quartier mal für einen Monat mit jenem von Frau von Storch tauschen, um die andere Seite des Verfolgtseins zu recognostizieren.
    Nicht mehr niedlich ist, dass sogar das Justizministerium zugibt, die von Kahane und Konsorten im Auftrage von Maas und womöglich Merkel betriebene Internet-Zensur finde ohne gesetzliche Grundlage statt, hier. Nicht einmal klammheimlich arbeiten diese Spitzbuben auf eine Gesinnungsdikatur hin.

    http://michael-klonovsky.de/acta-diurna

  9. TheSilencer permalink

    Ähm. „Scharia-Police“ is‘ okay? „Bürgerwehren“ dann ja auch, oder?

    Kommt jemand mit zum Cop-Shop … einkleiden?

    • thombar permalink

      sie wollen es anscheinend nicht verstehen;-)))

      scharia police ist eine kulturelle eigenart zw bereicherung, bürgerwehr ist rassismus und selbstjustiz. wer wird denn da deutsches rassistisches kartoffeltum mit wahrem glauben und dem dienst im namen der guten sache verwechseln?

      die einen kämpfen für das gute, die anderen für das schlechte…..

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