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Tagesspiegel: Heute machen wir mal einen auf Journalist

by - Mai 11, 2016

Also, wenn es um Fakten, Fakten, Fakten! geht, dann sind die Aktivisten der Schreibstube voll dabei (siehe Wer war das Trio). Fehlerhafte Berichterstattung? Wird sofort korrigiert. Da kennt ein Lügel-Aktivist nix, denn die Glaubwürdigkeit des Leidmediums der Hauptstadt geht über alles.

Ein 14-jähriges Mädchen wird von zwei Jährigen vergewaltigt, beide 15 Jahre alt. Warum? Die Schlampe hat den geforderten Sex abgelehnt:

In einem Park in Berlin-Wedding sollen zwei 15-Jährige am Samstag ein Mädchen vergewaltigt haben. Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln.

Uns kommt ein Verdacht. Die Information scheint nicht korrekt zu sein. Zum Glück treiben den Aktivisten, der die Meldung in den Tagesspiegel verklappte, journalistische Maßstäbe an. Er stellt richtig:

Laut der dpa handelt es sich um zwei 14-Jährige und eine 13-Jährige. In der ersten Fassung des Textes hieß es, dass die Täter 15 Jahre und das Mädchen 14 Jahre alt seien. Das Alter haben wir geändert.

Nachdem sich unser Blutdruck normalisiert hat, verlassen wir das Blatt für Agitation, Propaganda und Desinformation und greifen zu einer Zeitung. Es ist Die Welt vom gleichen Tage. Dort lesen wir dasselbe mit den gleich korrekten Altersangaben:

Zwei 14-Jährige sollen Mitschülerin vergewaltigt haben

Das Opfer ist erst 13 Jahre alt: Im Berliner Stadtteil Wedding sind zwei 14-Jährige wegen Vergewaltigung festgenommen worden.

Dann kommt es aber dicke:

Beide Jungs sind polizeibekannt – einer gilt als Intensivtäter.

Und weiter:

Beide sind der Polizei von vielen Straftaten bekannt. Einer der mutmaßlichen Vergewaltiger ist ein sogenannter Intensivtäter, also ein Wiederholungstäter, der von der Polizei in einer entsprechenden Datei gespeichert ist.

Der andere ist ein „kiezorientierter Mehrfachtäter“, wie die Justiz es nennt. Das sind Jugendliche, die in der Umgebung ihres Wohnortes wegen kleinerer Taten auffallen.

Ob die beiden Christian und Oliver heißen und die Vergewaltigte Fatima, ist uns nicht bekannt. Die Welt nennt keine Namen. Wir glauben es aber nicht. Wäre es so, hätte Frank Jansen schon längst zum Kampf gegen Rechts geblasen und irgendeinen wie bei den Morden auf dem Bahnsteig in Grafing mit dem Satz zitiert, ich bin erleichtert, dass es ein deutscher Täter war.

Die Täter sitzen in der geschlossenen Jugendhilfeeinrichtung im brandenburgischen Frostenwalde. Gemach, denken wir. Vielleicht findet sich ja ein Richter, der das Mädchen für widerstandsunfähig erklärt. Dann ereilt die Vergewaltiger möglicherweise nur eine Bewährungsstrafe.

User nober-lin springt am 11.05.2016 um 13:40 Uhr dem Tagesspiegel journalistisch zur Seite. Vergeblich, wie das Update um 15:25 Uhr zeigt (Stand 11.5.2016, 18:15 Uhr):

Bitte aktualisieren!

Liebe Tagesspiegel-Redaktion,

bitte aktualisieren Sie diesen Beitrag, es liegen von Seiten der Polizei wohl weitere wichtige Informationen bereit.

nober-lin
um 13:40 Uhr

Dank an de für den Hinweis und die weitere Dokumentation des Journalismus auf Art des Tagesspiegels.

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16 Kommentare
  1. Burgunder permalink

    Was die deutschen MSM nicht schaffen – kritische Selbstreflexion – muß wieder mal das Ausland übernehmen. In der NZZ gibt Heribert Seifert eine wunderbare Zusammenfassung, in der auch der Lügel als Negativbeispiel aufgeführt wird.

    „Kommunikative Rüpelei hat auch in den traditionellen Medien Platz gefunden. Dem Wutbürger tritt im Internet der Wutjournalist gegenüber.“

    http://www.nzz.ch/feuilleton/medien/journalismus-im-kampfmodus-hetzer-idioten-und-dumpfbacken-ld.82631

    Absolut lesenswert.

    • der nun wieder permalink

      Danke für den Link!

      Glücklicherweise wird die Schweiz für des Maasens Maasregeltruppe nicht erreichbar sein!

  2. Paul permalink

    „Ein(e) Stern(schnuppe) am journalistischen Himmel“ Kaja Klapsa (mit a und nicht e am Ende)

    19 Jahre Politikstudentin und gehirngewaschene Jugendredakteurin u.a. beim ZDF „Logo“

    z.Zt. „WELT“ Autorin:

    Die Diskussion verlief größtenteils gesittet, was auch daran gelegen haben mag, dass keine Gäste von der AfD oder andere Populisten eingeladen wurden.

    Was für ein Nachwuchs.
    Mit solchen zukünftigen „Qualitätsjournalisten“ wird es kein Helldeutschland in der Presselandschaft geben.

    http://www.pi-news.net/2016/05/presse-und-pi-leser-ueber-maischberger-talk/

    Ein Bericht über sie im „Berliner Qualitätsblatt“:

    Während eines Spanischkurses erzählte mir Philipp, der schon im 4. Semester studierte, man müsse als Erstsemester unbedingt irgendwo mitmachen, um Leute kennenzulernen – Flüchtlings-AG, Uni-Zeitung, Studierendenausschuss. Ich meldete ich mich zu Projekttagen über den Islamischen Staat an. Die Arbeit dort fand dicht aufeinander folgend in einer kleineren Gruppe statt. Es wurden viele Gäste eingeladen, darunter ein junger Berliner Imam. Wir diskutierten über das, was aktuell und wichtig ist. Ich liebte diese Art zu lernen und fühlte mich nicht mehr verloren.

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/jugendblog/studieren-in-berlin-wo-ist-paula/11817350.html

    Es geht noch weiter nach unten:

    http://medienvielfalt.boellblog.org/author/kaja/

  3. almansour permalink

    Erinnern wir doch einmal an den Fall Lisa: Welch ein Aufhebens hat die Lumpenpresse davon gemacht, dass ihre Geschichte erlogen sei, dass Putins Schergen Russlanddeutsche gegen „Südländisch Aussehende“ verhetzen würden.
    z.B. das: http://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/integration-in-berlin-warum-der-fall-lisa-russlanddeutsche-empoert/12946014.html

    Und wieder hat die Lumpenpresse ein „Ergebnis“ als vermeintliche Wahrheit ventiliert und verbreitet – und niemand traut sich, noch Zweifel anzumelden.

    Die tatsächliche Wahrheit aber ist: Die Polizei ermittelt gegen zwei türkische Männer wegen schweren sexuellen Missbrauchs an dem Kind. https://de.wikipedia.org/wiki/Fall_Lisa
    Und klar ist, wozu allerdings Empathie gehört, über die die deutsche Lumpenpresse nicht verfügt, anzuerkennen, dass dieses Kind voller Scham und Verstörung den sexuellen Missbrauch erst Wochen später und mittels ihres Verschwindens Eltern und Polizei signalisiert hat.

    Nicht eine deutsche Zeitung aber hat sich getraut, das darzustellen, stattdessen aber wurde die durch Politik und Presse lancierte Entstellung des tatsächlichen Sachverhalts als Argument verwendet, wie der Vorwurf der „Lügenpresse“ doch ins Leere liefe. Das ist ein Goebbels-Stück allererster Sorte, an dem sich ablesen lässt, wie gleichgeschaltet die Medien bereits sind und wie schamlos sie die Propagandalügen kollektiv in die Köpfe prügeln.

  4. Freischwimmer permalink

    Es gibt dieser Tage eine weitere entsetzliche Meldung: „6 Männer traten und prügelten auf eine 16-Jährige und ihre Freunde ein“

    http://www.bz-berlin.de/tatort/6-maenner-traten-und-pruegelten-auf-eine-16-jaehrige-und-ihre-freunde-ein

    Überaschend ist, dass es von Tatverdächtigen Photos gibt. Noch überraschender ist, dass diese auch veröffentlicht werden.
    Denn wir wissen ja, die Veröffentlichung von Tatverdächtigen-Photos kann zu einer schnelleren Fassung der Verdächtigen, zur Aufklärung der Tat, und zur schnelleren Verurteilung der Täter führen und vielleicht sogar zur Vereitelung weiterer Vergehen. Das ist gut. Allerdings können solche Photos auch Hinweise auf die ethnische und kulturell-religiösen Hintergrund der Täter liefern, und somit zur Bestätigung rechter „Vorurteilen“, dem Schüren von „Ressentiments“, Störung des „friedlichen Miteinanders“ und generell zur Anzweifelung an der quasi-staatlichen, von Medien und Altparteien festgelegen, einzig nicht-rassistischen „Wahrheit“, dass Migranten, ganz besonders jene aus dem orientalisch-islamisches Kulturkreis, überhaupt nicht und ganz und gar nicht kriminell sind.

    In diesem Fall sprechen die veröffentlichen Photos eine recht eindeutige Sprache.

    • der nun wieder permalink

      Ja, und das Verbrechen fand bereits vor mehr als 4 Monaten statt! Inzwischen werden die Typen weiter geprügelt haben.

      Es müsste so etwas als gemeinschaftlicher Mordversuch gewertet werden.

  5. Rechte Mistgabel permalink

    Haben sie schon die dämlichen Kommentare von diesem mogberlin gelesen? Einfach widerlich. Sie sollten die Rubrik „Der Blogwart und sein Kostümjurist“ weiterführen. Sonst geht der Mist verloren.den der verzapft.

    • Haben wir. Wie Sie selber schon schreiben, es ist Mist und in einer solchen Menge vorhanden, dass wir uns entschieden haben, des Blogwarts Hetze nur dann zu dokumentieren, wenn er wieder seine Nazisprüche loslässt. Und die kommen so sicher wie das Allahu Akbar nach dem Köpfen.

  6. Rechtspopulist permalink

    Einvernehmliche Knutscherei? Das ist für jeden Oliver und Christian eine Einladung zum Fick. Da muss sich die Schlampe nicht wundern. Nach meiner Erinnerung haben Schulen in Brandenburg und Bayern die Schülerinnen aufgefordert, züchtig bekleidet an den Unterkünften für „Flüchtlinge“ vorbeizugehen. Die „Flüchtlinge“ könnten das sonst „missverstehen“. Da ging es nicht mal ums Knutschen.

  7. Burgunder permalink

    Also bitte, DK. Greifen Sie ruhig nochmals zu einer Zeitung. Ich habe in die B.Z. geschaut:

    „Die drei Bosnier kannten sich aus der Schule.“

    http://www.bz-berlin.de/tatort/die-13-jaehrige-wehrte-sich-da-wurde-sie-vom-14-jaehrigen-vergewaltigt

    Da ich heute wohl zu gar nichts anderem mehr komme, anbei noch ein Fundstück. Und bitte keinen Generalverdacht gegen Rad- oder Opelfahrer!

    So sehr ich körperliche Gewalt verabscheue, so sehr verwundert mich aber, wenn sich ein Opfer derselben anschließend als ihr Fan offenbart.

    ?ref_src=twsrc%5Etfw

    Linksparteiler, Piratenchef und vom Rad geprügelter weißer Herrenmensch.

    http://www.morgenpost.de/berlin/article207552587/Autofahrer-schlaegt-Piraten-Politiker-krankenhausreif.html

    Good night, Steffen Burger.

    P.S. Ich will mir erst gar nicht die Konflikte des kleinen Stramplers vorstellen, sollte sein Züchtiger seinerseits einer von ihm beschützten und gepamperten Herrenrasse angehören. Die Presse sollte sich bereits jetzt auf einen Namen für den Opelfahrer einigen. Paul H. vielleicht?

    • SchlägerDie Geschichte erinnert an eine andere vom Januar 2015. Da schlug ein „südländisch“ Aussehender, vermutlich ein Italiener, Südfranzose oder Bayer, den Radler mit einem Schlagstock nieder. Der südländisch Aussehende fuhr einen SUV, nicht ganz billig. Aber ein Opel? Das spricht nicht für eine erfolgreiche Fachkraft aus Neukölln oder Kreuzberg.

      So gesehen war es vielleicht doch ein „älterer weißer Mann“, wie die Andrea Dernbach vom Tagesspiegel formulieren würde. „Ältere weiße Männer“ dürfen nun mal unter Generalverdacht gestellt werden.

      Andererseits, da stand nix von „weißer Mann“. Vielleicht war es doch ein südländisch Aussehender?

      • Burgunder permalink

        Ansonsten haben ja Politiker dieser Coleur die Eigenart, als Opfer spezieller Einzelfall-Täter ein kreatives Erinnerungsvermögen aufzubringen. Da war im letzten Sommer dieser schwule Grünspund, der mit seinem Begleiter von fünf Schätzchen homophob beleidigt und geschlagen wurde. Der Polizeibericht sprach rassistisch von „südländischem Aussehen“ der Täter. Das machte der Geschlagene, Sprecher der Grünen Jugend München, dadurch wieder gut, als er AfD und Elternprotest verantwortlich machte.
        Das sind Politikdarsteller, die wie Arsch auf Eimer zu Zeitungsattrappen wie dem Lügel passen.
        (Stichwort: Marcel Rohrlack)

      • Markus permalink

        @diskurs-korrekt

        Ja, ja, immer wieder dieser „Südländer.“ Es ist nun mal leider bekannt, dass Spanier und Italiener in Deutschland sehr häufig kriminell sind, zumindest wenn man nach den Berichten unserer Wahrheitspresse geht. Ständig hört oder liest man in den Medien von „Südländern“, die eine Gewalttat oder eine andere Straftat verbrochen haben.

        Aber mal im erst: Über diesen Begriff „Südländer“ und dessen Missbrauch gibt es ein wunderbares Satire-Video:

    • Burgunder permalink

      Der imitierte Journalismus des Lügels hörte in der Radlersache mit der Mitteilung auf, daß der in ideologischer Genossenschaft verbundene und um Aufmerksamkeit wie Mitleid bettelnde Piratendissident sein Antlitz 2.0 getwittert habe. Für das volksverhetzende und gewaltverherrlichende T-Shirt, welches der auf die Straße gesetzte Dashcam-Aktivist ebenfalls twitterte, hatte Lückenberichter Jacobs keine Zeile mehr übrig.
      Es blieb übrigens einem User vorbehalten die Leserschaft darüber aufzuklären, daß Gen. Burger als Fahrradoffizier im besonderen Einsatz das täglich gegen Radler verübte Verkehrsunrecht mit einer aufmontierten Dashcam dokumentiert.

      Stasi war gestern. Datenschutzforderungen der Piraten auch.

      http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/von-autofahrer-in-berlin-neukoelln-verpruegelt-piraten-politiker-twittert-foto-seiner-verletzung/13577208.html

    • almansour permalink

      „Fährt Erdogan Opel?“ habe ich mich gefragt, als ich diese Zeilen gelesen habe: „Der 47-Jährige schilderte der Polizei den Vorfall so: Er sei auf der Gneisenaustraße Richtung Südstern unterwegs gewesen, als er kurz vor dem Südstern einen Radfahrer – Steffen Burger – überholte. Der Radfahrer habe ihn dabei beleidigt. Kurz hinter dem Südstern habe er neben dem Radfahrer angehalten, so der Opelfahrer, um ihn zu Rede zu stellen. Burger habe ihn umgehend beleidigt und sei auch den Außenspiegel des Wagens angegangen. Beides dementiert Burger.

      Laut Autofahrer setzten beide ihren Weg Richtung Hermannplatz fort, der Opelfahrer forderte dabei seinen eigenen Angaben zufolge den Radfahrer mehrfach auf, anzuhalten, um den Streit zu klären. So sei es auch auf dem Weg Richtung Karl-Marx-Straße weitergegangen. An der Ampel vor den Neukölln Arcaden seien beide dann stehen geblieben, und Burger habe einen Schritt auf ihn zugemacht, so der Autofahrer. Daraufhin habe eine Schlägerei begonnen.“

      Da jagt jedenfalls eine genauso mickrige beleidigte Leberwurst wie der türkische Präsident seiner verlorenen Ehre hinterher und macht sich mit Eifer zum Volldeppen. Möglicherweise ein kulturelles Stigma, ein geradezu systematisches Irresein derjenigen, die mir schon wegen Ihres Ehrbegriffs ausgesprochen unerwünscht sind. Nutzlose Idioten, deren einziges Anliegen ist, der übrigen Welt auf den Sack zu gehen, ob im Opel oder in 1000 Zimmern Präsidentenpalast.

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