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Frank Jansen vom Tagesspiegel und die Stasi

by - April 26, 2016

Der Vergleich hinkt

Heftig. Ganz heftig.
Wen hat der NSU ermordet?
Wen hat die RAF ermordet?
Der Vergleich schreit ganz heftig Aua

Dauerstudent und Kostümjurist southcross am 2.4.2016 um 17:45 Uhr im Tagesspiegel.

Von den Forumstrollen des Tagesspiegels sind Äußerungen, entnommen dem Wörterbuch des Unmenschen, nicht ungewöhnlich. Unvergessen ist die Kennzeichnung von Menschen als metastasierende Geschwüre und wandelnde Infektionsherde. Dass Morde nach dem leninschen Grundsatz „wer-wen“unterschieden werden, überrascht nicht. Auch nicht, dass die Moderation des Tagesspiegels diese Hetze freischaltet.

Nun zeigt Frank Jansen, angestellter Schreibstuben-Antifaschist des Tagesspiegels, dass der Grundsatz „wer-wen“ auch für Spitzeltätigkeiten gilt. Rechtsextreme Hasswelle gegen Amadeu-Antonio-Stiftung, titelt er in gewohnter Hetzmanier. Die Rede ist von Anetta Kahane. Von der islamophilen Andrea Dernbach wurde sie ganz unkritisch im Tagesspiegel vom 15.7.2015 so zitiert:

Es sei „die größte Bankrotterklärung der deutschen Politik nach der Wende“ gewesen, dass sie zugelassen habe, „dass ein Drittel des Staatsgebiets weiß blieb“.

Und:

„Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, würde ich sagen: Es ist Zeit für die zweite Wende und einen neuen Aufbau Ost, infrastrukturell, emotional, kulturell.“

Dass sich Andrea Dernbach, die Rassismus selbst in den Tapeten der deutschen Gesellschaft entdeckt, nicht am antiweißen Rassismus Kahanes stört, verwundert nicht. Kahane ist nicht nur eine antiweiße Rassistin, sie war auch Spitzelin im Dienste der Stasi. Acht Jahre, von 1972 bis 1982, spitzelte sie für „das Schwert und Schild der Partei“, Fast 800 Seiten umfasst die IM-Akte „Victoria“, von denen die Birthler-Behörde gut 400 Seiten freigegeben hat (Die Welt vom 25.9.2007). Im Jahre 2002 wollte Kahane den gut dotierten Job des Ausländerbeauftragten für den Senat von Berlin. Sie scheiterte damals noch wegen ihrer Stasitätigkeit. Die damalige Sozialsenatorin, das ehemalige DKP-Mitglied und damalige Mitglied in der PDS, Heidi Knake-Werner, fürchtete sich für Kahane zu stimmen: „Man wird schnell in der Öffentlichkeit verheizt„.

So wie Knake-Werner die Spitzeltätigkeit für die gute Sache nicht stört, so denkt es auch aus Frank Jansen heraus. Hasswelle nennt er Kritik. Die 800 Seiten Stasiakten bewertet er so:

Die Stasi hatte sie 1974 im Alter von 19 Jahren als „Inoffizielle Mitarbeiterin“ angeworben. 1982 stieg Kahane aus. In den Unterlagen über sie habe sich kein Hinweis gefunden, dass Kahane „Dritten geschadet hat“, steht in einem Gutachten von Helmut Müller-Enbergs, Referent beim Bundesbeauftragten für die Stasi- Unterlagen. Doch diese Einschätzung wird wohl den Hass kaum stoppen.

Heute heißt „Kampf gegen Rechts“ was früher Spitzeltätigkeit hieß. Statt ihre Bekannten und Freunde bespitzelt Kahane alle, die sich nicht politisch korrekt äußern. Dank der großzügigen Unterstützung der Amadeu-Antonio-Stiftung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter der Leitung von Manuela Schwesig, schreibt Manfred Haferburg auf Die Achse des Guten. Kritik daran kann für Demokratiefeinde nur Hass sein. Da sind sich Frank Jansen und Konsorten mit Linken und Moslemfunktionären einig.

Kampf gegen Extremismus? Kampf gegen gläubige Demokratiefeinde? Kampf gegen Hass- und Gewaltaufrufe von links? Detaillierte Anleitungen zur Sabotage am Nahverkehr und Strommasten auf der linken Hetzseite linksunten.indymedia.org? Das gilt als antifaschistischer Widerstand. Mord ist nicht gleich Mord, wie der Tagesspiegel in seinen Foren verlauten lässt. So gibt es auch gerechte und ungerechte Gewalt, wie es gerechten und ungerechten Hass gibt. So wird aus einer mit 800 Seiten belegten Stasitätigkeit eine, die niemanden geschadet hat. Frank Jansen ist stets auf der rechten Seite.

Übrigens: Vom Hamburger Landgericht wurde untersagt, schreibt Jansen froh, zu behaupten, Kahane habe über 100 Blockwarte angeheuert, die unliebsame Kommentare auf Facebook zensieren.

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3 Kommentare
  1. almansour permalink

    Habe heute morgen auf dem Deutschlandfunk den ganzen Schrecken des Rechtsterrorismus erfahren: Oldschool Society heißt der und hat ebenfalls Böller gehortet. Jetzt wird prozessiert.
    Und der Deutschlandfunk brachte die Musike, die bei der Oldshoool noch immer auf Facebook zu hören ist. „Allein bis du schwach, gemeinsam sind wir stark“ lautet die Hassbotschaft – wie bei Gewerkschaft Nahrung Genussmittel Gaststätten oder der Christlich Demokratischen Union.
    Aber gesungen wird das oldschool und in Sesame Street Credibility mit einer Stimme wie vom Cookie Monster.
    Und so hat der Deutschlandfunk auch freundlich einen erklärten Nichtfollower zitiert: Das schlimmste an Euch ist Eure miserable Musik. Da kann ich mich anschließen. Das ist da nicht Old School, sondern ganz alte Vorschule.

  2. derda permalink

    Der Vergleich hinkt

    Heftig. Ganz heftig.
    Wen hat der NSU ermordet?
    Wen hat die RAF ermordet?
    Der Vergleich schreit ganz heftig Aua

    Dauerstudent und Kostümjurist southcross am 2.4.2016 um 17:45 Uhr im Tagesspiegel.

    Stimmt! Der Vergleich hinkt. Denn der Fall „NSU“ ist bis heute nicht aufgeklärt. Die offizielle Version hat so kurze Beine (Lügen haben kurze Beine), dass die Aufklärung nicht vorwärts kommt.

    Aber ich gehe davon aus das „Südstuss“ es anders meint.

  3. Eva permalink

    Man sollte wissen, dass Müller-Enbergs von 1990 bis 1992 Pressesprecher der Fraktion „Bündnis 90“ im Landtag Brandenburg war und 2010 für die Fraktion Bündnis90/Die Grünen als Sachverständiges Mitglied in die Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Geschichte und Bewältigung von Folgen der SED-Diktatur und des Überganges in einen demokratischen Rechtsstaat im Land Brandenburg“ gewählt wurde. Wie großzügig das Land Brandenburg mit Stasi-Spitzel umging, sei durch diesen Link erinnert:

    https://politikindermitte.wordpress.com/2011/05/04/deutlich-mehr-stasi-belastete-mitarbeiter-in-justiz/#more-3536

    Ohne Müller-Enbergs etwas unterstellen zu wollen, drängt sich einem kritischen Zeitgeist immer die Frage auf, wo die Grenze zwischen Gutachten und Gefälligkeitsgutachten verläuft. Jedenfalls wird deutlich, dass neben der Linken und den Grünen besonders die SPD im Umgang mit der Stasi-Aufarbeitung schreckliche, moralische Defizite zeigt, für die man sich als angebliche Demokraten schämen müsste. Die Zusammenarbeit Maas/Kahane ist die logische Schlussfolgerung daraus. Ein besonders harter Schlag in die Gesichter der Stasi-Opfer!

    Und was Frank Jansen vom Tagesspiegel betrifft: Er ist in seinem ideologischen Weltbild verfangen und zwangsläufig zu dämlich, diese Zusammenhänge zu erkennen.

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