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Korrekte Terroristen gefasst?

by - April 19, 2016

Wir erinnern uns an den Juli 2015, als die Wahrheitspresse vor Begeisterung tobte:

– Auto von Linken-Stadtrat in die Luft gesprengt
– Auto eines Stadtrates explodiert im sächsischen Freital

lauteten zwei der Schlagzeilen. Die Freude über den Rechtsterrorismus, um etwas anderes konnte es sich nicht gehandelt haben, war groß, währte aber nicht lange. Die Sektkorken knallten zu früh, Täter wurden nicht gefasst. Schnell stellte sich heraus, der Sprengstoffanschlag war ein Polenböller. Wir schrieben damals:

Wenn ein illegaler Böller explodiert, in informierten Kreisen Polenböller genannt, dann explodieren die Aktivisten der Wahrheitspresse vor Begeisterung gleich mit – wenn, ja nur wenn der Polenböller am rechten Ort explodiert und von den Richtigen geworfen wurde.

Der rechte Ort ist immer dann ein rechter Ort, wenn die Explosion des Polenböllers dem Kampf gegen Rechts dient. Das tut er in zwei Fällen:

1. Wenn er im Rahmen des antifaschistischen Widerstands zusammen mit Brandsätzen, Steinplatten und Steinen oder allein auf Polizisten, deren Autos und Büros geworfen wird. Das geschieht mit sicherer Regelmäßigkeit in Leipzig, Berlin, Hamburg, Frankfurt und anderswo.

2. Wenn der Polenböller im Verdacht steht, von vermeintlich Rechten geworfen zu sein.

Die Polenböller zu 1. erzeugen in der Wahrheitspresse die Sympathie, die notwendig ist, um Nachrichten darüber zu unterdrücken oder mindestens zu bagatellisieren. Die Polenböller zu 2. erzeugen dagegen geradezu frenetische Begeisterungsstürme der Aktivisten von FAZ, über Focus und Handelsblatt bis hin zum Tagesspiegel. Davon zeugt die obige kleine Auswahl von Schlagzeilen, die so oder so ähnlich in nahezu allen parteilichen Organen auftauchten.

Als klar war, es handelt sich nicht um einen Sprengstoffanschlag, stellten die Lohnschreiber der Wahrheitspresse die angefangenen Sektflaschen zurück in den Kühlschrank, schwiegen frustriert und hoben den Sekt für bessere Zeiten auf. Die scheinen nun angebrochen zu sein.

Matthias Meisner, der lamentierende Aktivist des Tagesspiegels, greift zusammen mit einer Claudia Cohnen-Beck in die Tasten und verbreitet die frohe Kunde:

Im sächsischen Freital sind fünf mutmaßliche Rechtsterroristen festgenommen worden. Sie gehören mindestens zum Umfeld der rechtsextremen Bürgerwehr FTL/360.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagt, so lesen wir: „Mit den heutigen Maßnahmen ist den Sicherheitsbehörden ein entscheidender Schlag gegen eine regionale rechtsterroristische Struktur gelungen.“ Mit der Antiterrortruppe GSG 9 und 200 Polizisten ist also erfolgreich ein Schlag gegen den rechten Terror geführt worden?

Genaues erfahren wir nicht von Meisner und Cohnen-Beck. Journalistisch korrekt heißt es „soll“, wenn sie auf Konkretes zu sprechen kommen. Was wird den fünf Verdächtigen – vier Männern und einer Frau, vorgeworfen? Das:

Den Beteiligten werden neben der Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung unter anderem auch Sprengstoffanschläge, schwere Körperverletzung und versuchter Mord vorgeworfen, teilte der Generalbundesanwalt mit. Die Gruppe soll im vergangenen Herbst unter anderem Asylbewerberheime in Freital und ein alternatives Wohnprojekt in Dresden angegriffen haben.

Wir schlagen jetzt Die Welt vom gleichen Tage auf und suchen nach mehr Informationen:

Nach bisherigem Ermittlungsstand werden den insgesamt acht Tatverdächtigen drei Sprengstoffanschläge im September, Oktober und November 2015 zugerechnet. Zu diesem Zweck soll sich die Gruppierung eine dreistellige Anzahl von pyrotechnischen Sprengkörpern verschiedenen Typs aus Tschechien beschafft haben, heißt es in der Mitteilung der Bundesanwaltschaft.

Eine dreistellige Anzahl von pyrotechnischen Sprengkörpern? Was ist ein pyrotechnischer Sprengkörper? Auf Wikipedia lesen wir:

Pyrotechnische Erzeugnisse sind z. B. Streichhölzer oder die Treibladungen in Airbags, insbesondere aber Produkte der Feuerwerkerei sowie Spezialeffekte.

Irgendwie klingt das wieder nach Polenböller. Und für die gilt nach unserer Erfahrung, was wir weiter oben aus unserem Artikel vom Juli letzten Jahres zitiert haben. Pyrotechnische Erzeugnisse sind also nur gefährlich, wenn sie von Rechtsextremisten verwendet werden. Ist es die Antifa in Berlin, die neben Pyrotechnik auch Steinplatten und Brandsätze auf Polizisten wirft, dann heißt so etwas antifaschistischer Widerstandskampf und der Tagesspiegel bedankt sich (Danke, liebe Antifa!) bei den „Widerstandskämpfern“.

Im Tagesspiegel lesen wir das Zitat der sächsischen SPD-Generalsekretärin Daniela Kolbe:

„Auch die Mitglieder des NSU haben mit Böllern und Übergriffen auf politische Gegner begonnen. Was daraus wurde, mahnt uns alle. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich so etwas wiederholt.“

Einst, als die CDU noch in Resten als CDU erkennbar war, hieß die Familienministerin Christina Schröder. Sie machte die Vergabe von Fördermitteln von der Verfassungstreue der Empfänger abhängig. Überprüft wurden also alle unabhängig von ihrer politischen Einstellung. So etwas könnte man „Kampf gegen Extremismus“ nennen. Ihre Nachfolgerin von der SPD schaffte die Überprüfung ab, aus dem „Kampf gegen Extremismus“ wurde der „Kampf gegen Rechts“. Manuela Schwesig, so heißt die Dame von der SPD, hält den Linksextremismus für ein aufgebauschtes Problem. Sie intensiviert den Kampf gegen Rechts, die Mittel sollen auf 100.000.000 Euro verdoppelt werden.

Der Kampf gegen Extremismus findet nicht statt. Auch nicht in Berlin. In Berlin will der Senat Antisemiten fördern. Das hat eine gewisse Logik, da unter Gläubigen der Antisemitismus verbreitet ist. Sie können unbehelligt „Juden ins Gas“ rufen, auf besonnenen Friedensdemonstrationen der Hamas und der SED-Nachfolger den Hitlergruß zeigen und Molotowcocktails auf eine Synagoge werfen. Letzteres, das wollen wir nicht verschweigen, führte zu einem Prozess. Die Täter wurden zu milden Bewährungsstrafen verurteilt, weil sie die Aufmerksamkeit auf den Gaza-Konflikt lenken wollten. Von einem Einsatz der GSG 9 und 200 Polizisten ist uns weder in diesem Zusammenhang noch in einem anderen linksextremistischen bekannt.

Doch, wir erinnern uns. Im Zuge des Berliner Vorwahlkampfes ließ der Innensenator in der Rigaer Straße einen Schlupfwinkel der Linksextremisten durchsuchen. Die hatten monatelang Autos abgefackelt, Steine und Steinplatten sowie Brandsätze auf Polizisten und andere Missliebige geworfen. Weil es keine Rechtsextremisten waren, die da in ihrem Tun von der Polizei behelligt wurden, kam die GSG 9 nicht zum Einsatz. Vermuten wir. Flugs war der Tagesspiegel zur Stelle und ließ den Christopher Lauer von der Piratenpartei kalauern: “Frank Henkel ist eine Gefahr für Sicherheit und Ordnung”.

Der Berliner Senat will nun Antisemiten fördern. Weil die Öffentlichkeit informiert wurde, wirken die Kämpfer gegen Rechts verstört wie aufgescheuchte Hühner. Gefördert werden soll der „Refugee Club Impulse“, der Ausländer und Einheimische zusammenbringt, schreibt die Berliner Morgenpost am 19.4.2016. Und weiter:

Denn zwei Organisatorinnen des Projekts haben enge Verbindungen zu den als antisemitisch und israelfeindlich geltenden alljährlichen Al-Kuds-Demonstrationen. Maryam und Nadia Grassmann, die bei RCI ehrenamtlich als pädagogische und als künstlerische Leiterinnen wirken, sind nicht nur die Töchter von Jürgen Grassmann, der die Aufzüge in den vergangenen Jahren angemeldet hat.

Weil die Schwestern Nadia und Maryam Grassmann Israelkritiker sind, der Vater die Demonstrationen regelmäßig anmeldet und sie regelmäßig nur mitlaufen, haben sie mit nix nix zu tun. Von Maryam Grassmann existiert ein Foto, das sie mit einem Ohrring zeigt, auf dem gut sichtbar das Symbol der Terrororganisation Hisbollah zu sehen ist. Wie die Hamas bestreitet auch die Hisbollah das Existenzrecht Israels. In den Augen der Israelkritiker ist das Israelkritik.

Trotzdem, auch Israelkritiker lügen wie gedruckt:

Zu dem Foto, auf dem sie mit den Hisbollah-Ohrringen zu sehen ist, sagt Maryam Grassmann, sie habe diese geschenkt bekommen, identifiziere sich aber nicht mit der Organisation. Sie habe sie aus „Leichtsinn“ getragen, noch mal würde sie es nicht machen.

Die Schwestern arbeiten hauptamtlich und bisher unbehelligt bei der AWO (Arbeiterwohlfahrt). Die wollen nun prüfen, auch die Bildungsverwaltung ist alarmiert, heißt es.

Die israelkritischen Schwestern, die sich mit nix identifizieren und nur aus Leichtsinn gehandelt haben, erinnern uns an eine andere aus der Szene der Israelkritiker. Inge Höger heißt die Dame. Sie ist Vorzeige-Antisemitin der Partei DIE LINKE, wie sich die SED-Nachfolger heute nennen. Sie war als Leichtmatrose_*In auf dem Frauendeck der “Marvi Marmara” zusammen mit ihrer Genossin Annette Groth zugange, um ihre Solidarität mit den Verfolgten des “Nazi-Regimes” in Israel zu üben, wie es in diesen Kreisen heißt.

Auf einer Hamas-Veranstaltung hielt sie ein Grußwort. Ein „palästinensischer Schal“ zierte ihren Hals. Zu sehen war darauf eine Karte ohne Israel. Auch sie hat nix mit nix zu tun und wusste von nix:

Auf der Bühne wurde allen Gästen ein palästinensischer Schal umgelegt. Inge Höger hätte es als unhöflich empfunden, in dieser Situation das Tragen dieses Schals abzulehnen. Der Schal zeigte die Orte in Palästina, aus denen vor der Ausrufung des Staates Israel Palästinenserinnen und Palästinenser vertrieben wurden.

 

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18 Kommentare
  1. Burgunder permalink

    Keine korrekten Terroristen

    Finde den Unterschied

    1.
    Essen heute 14.53 Uhr
    Zwei Festnahmen nach Anschlag auf Sikh-Tempel
    Nach dem Anschlag auf ein Sikh-Gebetshaus in Essen hat die Polizei zwei Männer festgenommen. Sie seien dringend tatverdächtig.
    Nach der Explosion in einem Tempel der Religionsgemeinschaft der Sikh in Essen hat die Polizei zwei dringend Tatverdächtige festgenommen. Die möglichen Täter wurden in der Nacht zum Donnerstag in Gelsenkirchen und Essen dingfest gemacht, wie die Polizei mitteilte. Nach der Veröffentlichung von Fahndungsfotos hatte die Polizei demnach Hinweise auf die beiden gesuchten Verdächtigen erhalten, die letztlich zu deren Festnahme führten.
    Bei einer Detonation am Samstagabend nach einer Hochzeitsfeier waren ein 60-Jähriger schwer und zwei weitere Männer im Alter von 47 und 56 Jahren leicht verletzt worden. Einzelheiten zu den Festnahmen wollten die Ermittler am Donnerstagnachmittag mitteilen.
    Die Sikh-Religion ist eine im 15. Jahrhundert entstandene monotheistische Religion, die auf den Wanderprediger Guru Nanak zurückgeht. Die im Punjab (Nord-Indien) begründete Reformbewegung – im deutschen Sprachraum auch als Sikhismus bezeichnet – hat heute rund 23 Millionen Anhänger, wovon die Mehrzahl in Indien lebt.

    2.
    Anschlag auf Sikh-Tempel in Essen Verdächtige stammen aus islamistischer Szene
    Donnerstag, 21.04.2016, 14:42
    Die beiden Festgenommenen nach dem Bombenanschlag auf ein Sikh-Gebetshaus in Essen stammen nach Angaben der Polizei aus der islamistischen Szene. (…)

    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/essen-zwei-festnahmen-nach-anschlag-auf-sikh-tempel/13481922.html

    http://www.focus.de/politik/deutschland/anschlag-auf-sikh-tempel-taeter-soll-salafist-sein_id_5456790.html

    Der Islamische Beobachter schließt seinen Nicht-Bericht mit „(dpa/tsp)“. Vermutlich bestand der investigative Beitrag des Lügel-Abschreibers im sinnentstellenden Kürzen der Agenturmeldung. Das sollte der Klatschpappe doch gleich ein neues Video auf Lügenpresse.de wert sein.

    • der nun wieder permalink

      Hier gibt´s mehr Infos:

      Sikh-Tempel „Terrorakt“

      Zwei 16-Jährige haben gestanden, den Bombenanschlag auf ein Sikh-Gebetshaus in Essen verübt zu haben. Die Polizei spricht von einem „Terrorakt“, denn die Täter hätten „klare Bezüge zur Terrorszene“.

      Ein Blick auf die Facebook-Seite von Yusuf T. lässt kaum Zweifel daran, wem die Sympathie des 16-Jährigen gilt: Radikale Islamisten wie dem Berliner Ex-Rapper Denis Cuspert („Deso Dogg“). Ein Video des IS-Dschihadisten hat Yusuf T. Ende März hochgeladen. Es ziert sogar sein Profilbild. Über seiner Facebook-Seite prangt ein Titelbild mit der Aussage des Propheten Mohammed: „Sei in dieser Welt wie ein Fremder oder ein Durchreisender.“
      .
      .
      .
      Unter ein Video, das Flüchtlinge zeigt, die nach den Terroranschlägen von Brüssel ihr Beileid bekunden, schrieb Yusuf T.: „Ich glaube dieses Video ist ausschlaggebend genug dafür, dass die meisten Flüchtlinge Kuffar (Ungläubige) sind die von Allah erniedrigt werden.“

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article154609507/Polizei-nennt-Anschlag-auf-Sikh-Tempel-Terrorakt.html

      Der Knall war bereits am Samstag. Vermutlich hatte die Presse bis heute ein Knalltrauma, weil der Knall nicht aus der gewünschten Richtung kam. Es ist wohl auch kein Politiker zum Ort des Frevels geeilt; es war ja auch keine Moschee und hat auch mit nix zu tun. Und die GsG 9 musste sich um andere Böller kümmern.

    • Columbo permalink

      „Am Samstag war nach einer indischen Hochzeit am Eingang des Essener Zentrums der Religionsgemeinschaft Sikh ein Sprengsatz detoniert . Drei Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwer.“

      So geht Bombe. Polenböller: keine Bombe.

  2. der nun wieder permalink

    Sind zwar keine korrekten Terrosristen, ob inkorrekte wissen wir nicht, auf jeden Fall aber sind es Bereicherer.

    Dass sie ihr Opfer aber an der U – Bahn Station „Deutsche Oper“ anfielen, spricht für sie. Dort rechtschaffen kriminell tätig zu sein, zeugt immerhin von einem gewissen Kulturinteresse und sollte Milde erzeugen. Bereits nach nur acht Monaten werden sie nun per Fotos gesucht. Solch Eile tat nicht nötig.

    Nach Aussagen des Überfallenen, soll der Mann kurz vor Mitternacht von drei unbekannten Männern an der U-Bahn-Station Deutsche Oper angegriffen und beraubt worden sein. Zuvor sollen die drei jungen Männer dem Opfer gefolgt sein, nachdem er der Zug verlassen hatte.

    http://www.morgenpost.de/berlin/polizeibericht/article207447377/Fahndung-mit-Fotos-Polizei-sucht-diese-Goldketten-Raeuber.html

    Der Überfallene und von seinem schnöden güldenen Mammon Befreite sollte übrigens dankbar sein. Er sollte in sich gehen und das hier lesen:

    https://www.unzensuriert.at/content/0020023-Vergewaltigte-Sozialistin-bedankt-sich-bei-Fluechtlingen

  3. vorbildliche willkommenskultur

    …..Kulturamtsleiterin Annette Indetzki ließ zwei der Fotos abhängen – sie zeigen nackte Frauen.

    Ihre Begründung: „Grund ist, dass es sich beim Rathaus um ein öffentliches Dienstgebäude handelt, das von den Bürgern in erster Linie wegen der Erledigung von Amtsgeschäften und selten gezielt zum Besuch einer Ausstellung aufgesucht wird. (…) Darüber hinaus kommen viele Menschen mit Migrationshintergrund in das Rathaus, deren religiöse Gefühle durch Aktfotos nicht verletzt werden sollen.“……..

    http://www.bz-berlin.de/berlin/treptow-koepenick/rathaus-koepenick-verbannt-akt-fotos-von-den-waenden

  4. almansour permalink

    Für vier Leute mit Polenböller ein Einsatz von 200 schwerbewaffneten Polizisten? Seitdem im Februar 2015 die Bundeskanzlerin, der Bundespräsident und die Ministerriege auf Kommando eines Herrn Mazyek zur öffentlichen Verhöhnung der Terroropfer von Paris vor dem Brandenburger Tor angetreten ist, muss wohl mit aller Macht eine Gefahr deutschnationaler Faschisten herbeiinszeniert werden, um vom faschistischen Terror des Islam abzulenken.

  5. Columbo permalink

    Ist ja irre, wie sie alle abdrehen. Jetzt wird nachgeholt, was man in der NSU-Affäre möglicherweise versäumt hat. Thema Nummer 1 – eine neue NSU gerade so noch verhindert, schwerste Anschläge vereitelt. Wie lächerlich.

    Keine Sympathie für rechte Schläger, aber wenn man jeden Polenböller zu einem Sprengstoffattentat aufbauscht und als versuchten Mord anklagt (!) und nach einem Steinwurf gegen Flüchtlingsunterkünfte mit der GSG 9 anrückt, gleichzeitig einen Brandanschlag auf das Haus einer konservativen Studentenverbindung verschämt unter den Tisch fallen lässt, dann riecht das schon etwas nach blindem und unglaubwürdigem, maßlosem Aktionismus.

    • der nun wieder permalink

      Es war gestern die Hauptmeldung in der „Aktuellen Kamera“ (früher: „Tagesschau“) des Staatsfernsehens.

      http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-13631.html

      Gleich nach der Böllerbewertung kam dann Bachmann dran.

      Zu den Polenböllern fällt denen regelmässig nichts ein, wenn sie am 1. Mai unter Polizisten geworfen werden (ist natürlich dann auch kein Mordversuch) und auch zu Silvester von der Gläubigenszene massenhaft gezündet werden.

      Dieses sich nahezu ausschließliche Aufgeilen an Taten und angebl. Taten aus dem „Pack“ ist Programm. Offensichlich ist die Angst groß, die Dummheit sowieso und Ablenkung von der Unfähigkeit zur Verhinderung von schwersten Straftaten muselmanischer und linksfaschistischer Gruppen muss wohl sein.

      Nach Bachmann gehts dann zu einem betretenen Bericht über Steinmeiers Besuch in Polen, wo der sich doch glatt Wahrheiten vom polnischen Außenmisnister anhören muss und er daselbst jammervoll bettelt, weiter lieb gehabt zu werden. Glückliches Polen, muss man mal wieder feststellen.

      So ab min. 7:

      „In Deutschland werde die Demokratie liqidiert“ –

      wird doch glatt beleidigt Kaczyński zitiert. Dabei hat der sowas von Recht!

      Danach dann wird dann noch Orban´s Kohl Besuch kurz abgearbeitet.

      • almansour permalink

        Dabei hätte man doch vom Polenböller direkt zum Polenminister überleiten können, von Stein-meier über Bach-mann direkt zu Steinbach und dann ist Polen offen und es wird zuurückgeschossen und der Gabriel landet wegen seinem Pack vor dem Staatsanwalt und Erdogan sichert ihm dagegen Satirefreiheit zu und der Dicke wird von seinen Schleusern visafrei zum Schlauchboot umgegendert und versinkt vor Lesbos mit Mann und Maus_erich und Sack und Pack und Ai Wei Wei schreit Eiweiwei und filmt sich selber beim Sprung aus dem Fenster und als Spiegeleiweiwei, das alles riesengroß hinterm Tagesschaumann und der leitet über zum Wetter 😉

        • der nun wieder permalink

          … , welches derzeit im Wesentlichen und in Paris und in Brüssel trocken und nur gelegentlich terrorgefährdet ist, während über Deutschland sich das unheilvolle Sturmtief AfD ausbreitet. 😉

          Dabei ist die doch himmelblau –

          Begünstigt durch das Blau des Himmels und dessen Widerspiegelung im Wasser steht Blau in Literatur und Grafik für Ferne, Sehnsucht und Klarheit. Daraus folgend wird dem Blau eine emotional ausgleichende, beruhigende und mäßigende Wirkung zugeschrieben.
          In der „endlosen“ Ausdehnung des blauen Himmels findet sich auch Beständigkeit, daraus folgend Harmonie, Sympathie und Zufriedenheit.
          Hellblau ruft häufig eine Assoziation mit Treue, Harmonie, Sehnsucht sowie Zufriedenheit hervor.

          https://de.wikipedia.org/wiki/Blau#Politik

          Dass sich bereits ein Orkan des Islam entwickelt, wird verdrängt.

  6. Susan.B permalink

    Und hier haut das möggele mal wieder voll in die Tasten

    http://www.tagesspiegel.de/politik/mutmassliche-rechtsterroristen-gruppe-freital-ermittlungen-werden-nach-festnahmen-ausgeweitet/13467438.html

    „@hubblum

    Zitat:Das war eine inszenierte Show.
    Ob zu recht wird sich sicher noch rausstellen.
    Hoffentlich geht der Schuß nicht nach hinten los 😉

    Man stelle sich vor, diese „Show“ hätte Linksextremisten oder Islamisten gegolten, wäre dann wohl auch eine solche… äh… Mahnung von Ihnen zu lesen?

    Wir alle kennen die Antwort auf diese Frage. Und wir wissen auch, welche Rückschlüsse wir hinsichtlich Ihrer Gesinnung zu ziehen haben.

    mog“

    Wenn das möggele Verstärkung braucht, dann redet er immer im Brustton der Überzeugung von „wir“ wie hier im letzten Satz. Es ist schön zu lesen, dass er für alle seine hohlschädeligen Gesinnungsgenossen mitdenkt. Nötig wird es wohl sein. Alleine möchte er solch eine abstrusen Behauptung eben nicht aufstellen. In dem Maße in dem er Rückschlüsse aus dem gesagten von @hubblum zieht, in diesem Maße lässt sich ein Rückschluss auf sein von Alkohol und Tabletten schwammiges Gehirn und seine Denkweise ziehen. Armer Tropf.

  7. Susan.B permalink

    Nun reichen also schon Polenböller um „großartige“ Erfolge gegen organisierte Rechte zu verkünden. In Kreuzberg-F.Hein werden Polizisten mit Eisenstangen beworfen, große Steinplatten werden von Dächern geworfen und Krallen auf die Fahrbahn um die Reifen zu zerstechen. Aber hey, da sind ganz viele mal eben zur gleichen Zeit auf den Dächern unterwegs und machen so etwas. Ist nicht organisiert und Gewalt schon einmal gar nicht. Ist ja von Links. Hey das ist eine Party. Es wird Zeit, dass sich die Gesellschaft gegen solche Politik wehrt und vor allem gegen solchen Linksextremen Rotz.

  8. wollen wir nochmal nachlesen, was die üblichen schwachköpfe im forum zur verletzung von 15 polizisten mit einer sog. kugelbombe aus einer linken demo heraus, damals schrieben?

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/anschlag-auf-polizisten-ermittlungen-wegen-versuchten-totschlags/1857768.html

    oder die kommentare zum „lautstarken protest“ und das urteil zum einzeltäter, der gerade mal eine bewährungsstrafe erhielt?

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/prozess-kugelbombe-auf-polizisten-bewaehrung-fuer-den-werfer/10832348.html

  9. Columbo permalink

    An einem der schönsten Berliner Plätze, dem Schöneberger Viktoria-Luise-Platz, wird es in den nächsten Jahren statt der üblichen Blumenpracht nur nackte Erde geben. Kein Geld für Stiefmütterchen.

    Das Geld fließt nämlich in Antisemitismus-Förderprogramme, siehe oben. Und wenn dann doch noch Geld übrig sein sollte, wird ein Lesben-gegen-Polizeigewalt-Projekt gefördert.

    http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/senat-foerdert-ein-lesben-projekt-das-polizisten-homophobie-unterstellt

    Zwar gab es bislang nicht den Hauch von Polizeigewalt gegen Lesben oder Schwule. Aber Gewalt, „massive“ gar, könnte es ja theoretisch geben, irgendwo und irgendwann.

    Und außerdem: „26,8 Prozent der Studienteilnehmer_innen geben an, dass eine lesbische/bisexuelle Lebensweise negative Auswirkungen auf die Chancen hat, von der Polizei geschützt zu werden.“ Grund genug, den Workshop „Was tun als Betroffne_r oder Zeug_in von Polizeigewalt?“ großzügig zu unterstützen.

    Sehn’se, dit is Berlin.

    • almansour permalink

      Diese böse Gewalt ist ja immer „strukturell“, damit man zu allerlei Gendern auch gleich die Gewalt gegen diese erfinden kann.
      Ob, diese zynische Bemerkung erlaube ich mir mal, die hochgradig überrepräsentierten Lesb_innen unter den KZ-Wärter_innen analog dazu und ebenso begründet von einer strukturellen Judengewalt ausgegangen sind? Dient wohl im Gendereigewerbe der Selbstversicherung und zur gesellschaftlichen Gruppenidentitätsverortung: Das Erfinden von Bedrohungen. Und das Gequake und Gequäke darüber.
      Werden Homosexuelle oder Crossgedresste vom muselmanischen Hasspöbel verprügelt, dann halten diese Strukturgewalterfinder_innen geflissentlich die Schnauze.

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