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Don’t read the comments

by - März 18, 2016

Von Columbo

Bianca Xenia Mayer, 24-jährige Nachwuchsjournalistendarstellerin bei dem vollkommen überflüssigen Format „Bento“, die sich unangemessen selbstbewusst „ich als Redakteurin“ nennt, hat mit ihren permanenten Gender- und Feminismus-Themen offenbar ein Kommentarproblem. Mehr noch, gestalkt fühlt sie sich, gemobbt von ihren Trolls. Ihr Rezept: “Don’t read the comments”, so laute eine Regel der Netzcommunity.

„Don’t read the comments“ – ob das dem Jost Müller-Neuhof (JMN) vom Tagesspiegel auch gelingt? Falls nicht, dürfte ihm angesichts der Kommentare zu seinem neuesten Gesellenstück „Religion und Recht: Wie Bayerns Justiz eine Muslima enthüllt“ wohl der Fahrradhelm hochgehen: gleich fünf Mal weisen indignierte Leser darauf hin, dass der F.A.Z.-Artikel zum selben Thema doch der deutlich gelungenere sei, informativer, besser recherchiert, hintergründiger.

Wer beim Thema „enthüllte Muslima“ nun an die jüngste Folge von „Germany’s Next Topmodel“ denkt, in der sich die muslimische Teilnehmerin Fata aus religionsrechtlichen Gründen weigerte, für ein Nackt-Fotoshooting zur Verfügung zu stehen – klarer Fall von Beruf verfehlt, möchte man denken – der liegt falsch. Enthüllt werden sollte lediglich das Gesicht, und zwar in einem Strafprozess vor dem Landgericht München. Dort war die 43-jährige Tunesierin als Zeugin und Objekt einer angeblichen Beleidigung geladen.

JMN stößt sich nicht an der Tatsache, dass die gute Dame zwar in Deutschland geboren wurde und nunmehr seit 43 Jahren hier lebt, aber dennoch kaum ein Wort deutsch spricht und einen Dolmetscher benötigt. (Das muss man auch erstmal hinkriegen.) Das ist sein gutes Recht als Journalist. Auch ihre von der F.A.Z. beschriebene Karnevalsverkleidung kann JMN völlig mühelos unter „Religionsfreiheit“ subsumieren:

Über ihrem knöchellangen schwarzen Mantel trägt sie einen fast ebenso langen hellbraunen Niqab, der auch Kopf und Gesicht komplett verhüllt. Am Gesicht ist das Gewebe ebenso dicht wie an den restlichen Stoffbahnen, die den Körper bedecken. Augen, Nase, Mund sind nicht zu erkennen, noch nicht einmal zu erahnen.

Kopftuch, Niqab, wo ist da schon der Unterschied. Dieser Auftritt ist ihm lediglich einen schäbigen Seitenhieb wert:

AfD-Deutschland stöhnte auf.

Und noch einen:

Es mag der neuen Intoleranz schwer zu vermitteln sein, doch teils oder ganz verhüllte Gläubige können andere Rechte ins Feld führen als jemand, der sich im Saal herumlümmelt und sein Basecap ins Gesicht zieht.

Nun stellen wir uns JMN im Zeugenstand oder auf der Anklagebank vor – ob der wohl seinen Fahrradhelm absetzen würde (Helm tragen heißt Haltung zeigen)? Wiegen Sicherheitsbedenken nicht mindestens ebenso schwer wie religiöse Gefühle? Wäre mal eine spannende Frage, die ebenfalls mehrere Instanzen beschäftigen könnte.

JMN könnte möglicherweise ein Sachverständigengutachten vom TÜV vorlegen, in dem es um die typischen Gefahren einstürzender Gerichtsgebäude und damit einhergehende Kopfverletzungen ginge. Das würde jedenfalls sein Verständnis dafür begründen, dass in dem Münchener Verfahren ein Gutachten eines saudischen (!) Rechtsgelehrten eingeholt wurde, das zu dem Ergebnis kam, dass es sogar streng gläubigen Muslimas erlaubt sei, Niqab oder Burka vor Gericht abzulegen und Gesicht zu zeigen. Glück gehabt – doch was, wäre das Gutachten zu einem anderen Ergebnis gekommen? Vielleicht sogar zu dem, dass die gläubige Muslima nicht mit männlichen Richtern und Staatsanwälten sprechen muss und darf?

Der Jurist JMN erkennt nicht, dass sich das deutsche Rechtssystem in diesen Fragen dem Wohlwollen islamischer Fatwas ausliefert. Und wo JMN noch höhnt: „Islamisierung der Justiz und so weiter“, muss man deshalb feststellen: ja, genau das. Islamisierung der Justiz. Die deutsche Rechtsordnung gilt offenbar nicht für alle und nur in dem Umfang, in dem sie nicht mit je nach Anlass frei erfundenen islamischen Ad-hoc-Vorschriften kollidiert. Entgegen allen Beteuerungen sogar von grüner Seite in jeder beliebigen Talkshow, dass das Recht ausnahmslos für alle gelte. Damit hält die Scharia als Summe aller Rechtsvorschriften Einzug in deutsche Gerichte.

Unterm Strich hatte der deutsche Angeklagte wohl Glück, dass das Gericht kein saudisches Gutachten zu der Frage beauftragt hatte, welche Körperstrafe hier angemessen sei. Aber das kann ja noch kommen – JMN wär’s zufrieden.

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11 Kommentare
  1. almansour permalink

    Ha, man beginnt, auf mich zu hören!

    Üblicherweise schlage ich vom Scheitel bis zur Sohle in tiefes Schwarz gehüllten Frauen (oder Männern bzw. abweichenden Gendern, man weiß es ja nicht) freundlich vor, mal die Farbe des Tuchs zu varieren, damit man Mensch-Ärgere-Dich-Nicht in Lebensgröße mit ihnen spielen könne.

    Bisher ist der herzlich gemeinte Fingerzeit immer sehr gallig aufgenommen worden, wobei die Ganzkörperverhüllung erfreulicherweise dem sonst im Kulturkreis beliebten Anspucken eher hinderlich ist.

    Nun aber sehe ich eine hellbraune Niqabistin, die in zweiter Instanz auch noch vor dem Richter strippt! Zwei Fortschritte auf einmal, wenn auch klare Grundfarben, Gelb, Rot, Blau, Grün, doch mehr zum lustigen Würfelspiel einladen und in Bus und Bahn weniger Schrecken verbreiten.

    Ob Volker Beck von einer Burka in Regenbogenfarben träumt? Darunter lassen sich allerlei Tütchen besser verbergen und die Herren Polizisten sind weniger forsch dabei, weil’s galliig schrille Tönen hinterm Tuche immer gleich nach strukturellem Rassismus im Ordnungshüter ruft und zugleich die Großfamilie wie auch die Gutdurchmenschten dagegen auf den Plan ruft.

    • der nun wieder permalink

      Sie quatschen die Ganzverhüllten tatsächlich mutig an? Und die verstehen Sie sprachlich und sinngemäß? Und die begleitenden Besitzer lassen das zu?

      Also ich führte kürzlich – im recht durchdrungen kopfbetuchten Kiezambiente – ein nettes Gespräch mit einer ebenso haupthaarverdeckten jungen Apothekerin; neben arabisch, türkisch, persisch, russisch, polnisch wird da sogar deutsch gesprochen. Tatsächlich sieht die junge Dame recht hübsch aus und ich bedeutete ihr, dass ihr das Kopftuch ganz gut steht und die Fantasie über das restliche weibliche Kopfgebilde doch deutlich anregt. Sichtlich irritiert errötete sie. Taktvoll wandte ich mich ab und ging. Womöglich bekehrt man die „Conheads“ ja irgendwie doch noch ..

      🙂

      • almansour permalink

        Hinterm Gesichtstuch wird durchaus Deutsch gesprochen. Es sind auch durchaus nicht die dumpfen anatolischen Fußtruppen Erdkrötans und durchaus nicht nur die Schumpfen salafistischer Salatraupen, die dem Besitzer mit Vollverschleierung zu Diensten sind. Nicht selten sind es Deutsche, die durch den Augenschlitz linsen.
        Nehmen Sie mir es nicht als frauenfeindlich übel, dass ich Feststellungen über die Brettspieltauglichkeit von Figuren in Kegelform nicht in Anwesenheit ihrer Eigentümer treffe. Zum einen: Man weiß ja gar nicht, welches Geschlecht darinnen steckt, zum zweiten: Über den klobigen SUV mit dem überdimensionierten Kühlergrill lästert man besser auch nur, wenn der dazugehörige Zuhälter nicht zuhört.
        Meine empirische Erfahrung mit Vollverhüllten bisher: Der Stimme nach waren bisher 100 % Frauen, die Provokation ging in bisher 100 % der Fälle von den Vollverhüllten aus und 100 % der Vollverhüllten bedienten sich eines erlesen ordinären und obszönen Wortschatzes.

        • der nun wieder permalink

          Ich sprach ja auch von „nur“ vereinzelten Kopftuchverhüllten bzw. der weiblichen Klientel, die kokett sich unters Kopftuch präesentieren. Ihre Meinung teile ich ansonsten. Kontaktaufnahmen mit Vollverschleierten ergeben sich für mich gar nicht. Möchte ich auch nicht. Allerdings ist schon der Anblick provokativ und die wachsamen männlichen Begleitpersonen (Bruder, Sohn, Besitzer etc.) lassen in der Regel keinerlei Sympathie für nähere Konversation aufkeimen.

          Wirklich frauenfeindlich sind wir wohl beide nicht, rassistisch und ausländerfeindlich schon gar nicht. Das überlassen wir der Morgenlandklientel und ihren Claqueuren.

          Zunehmend empörend nur, wie sich unsere Gesellschaft von den Hintern emporreckenden sonnenputzenden Barmherzigen verarschen, ausnutzen und unterdrücken lässt!

          • almansour permalink

            „Arsch hu, Zäng ussenander“ http://www.arschhuh.de/
            heißt jenes Konglomerat sämtlicher Kölner Dummblasen und Knödelmusiker, die sich seit Jahr und Tag auf die ballaballabunten Fahnen geschrieben haben, der Muselei Gefälligkeitsadressen vor allem damit zu unterbreiten, dass Volksverhetzung über den demokratischen Rest der Kölner ausgekübelt wird. Insbesondere dieser „Initiative“ ist es zu verdanken, dass sich die Räuber und Grapscher in der Silvesternacht in Köln besonders unbehelligt haben fühlen dürfen.

            Mit „Arsch hu“, meinen die wahrscheinlich auch das Ausrichten jenes Körperteils gen Westen, die Gleichrichtung der Arschlöcher als höchstes Glaubensideal.

  2. nichtleseempfehlung,,,wenn schon agitprop, dann richtig und in ermangelung von themen zur afd, werden jetzt offenbar themen frei erfunden.
    vielleicht nicht vom schmierigen blatt, aber mit hoher wahrscheinlichkeit von linken hetzern, den jedes mittel recht ist.
    die anderen linken hetzer nehmen das natürlich für bare münze und kotzen ihren üblichen galleninhalt völlig ungehindert ins forum.

    http://www.tagesspiegel.de/medien/aufregung-um-heute-show-auf-twitter-will-afd-die-zdf-satiresendung-abschaffen/13344950.html

    http://www.tagesspiegel.de/politik/drohbrief-auch-an-hans-olaf-henkel-afd-armee-fraktion-bedroht-abtruennige-politiker/13344786.html

    selbstverständlich gibt es im schmierigen blatt kein verlangen die tatsächlichen urheber zu ermitteln.
    weil das alles noch nicht reicht, macht die antifa den vorzeigefaschisten. da hätte die gestapo an der neuen sa die reinste freude dran, halt nur unter anderen vorzeichen.
    https://linksunten.indymedia.org/de/node/172996
    https://linksunten.indymedia.org/de/node/172892

  3. Paul permalink

    Die beste Antwort von ihm

    … und beende meine Diskussionsteilnahme erst einmal.

    mog

    • B78 permalink

      Ich hatte mir immer mal vorgenommen, einen kompletten Tagesspiegel-Tag des Schwachköpfigen als zusammenhängenden Text darzustellen. Nur fehlt mir die Zeit dazu, da ich werktätig bin. Ganz im Gegenteil zu dem Schizzo-Schwachköpfigen.
      Ob er ein schlechtes Gewissen hat, wenn er seine Kinder, Ehefrau und sein berufliches Fortkommen und damit auch seine finanzielle Zukunft derart vernachlässigt, nur um sich im Forum zu produzieren.
      Armer Depp.

      • der nun wieder permalink

        Der Typ ist gewissenlos!

        Kinder, Ehefrau und Andere werden sich zudem abgewandt haben, so bleibt ihm nur die Masturbation in die Tasten.

        Beruflich ist da nix. Für den Lügel arbeitet er freiberuflich gegen Stoff. Im Nebenjob coached er seinen Helfer Southcross. Lohn ist Selbstbefiedigung im Lügelforum.

      • priexo1 permalink

        Solche Leute kann man nur dadurch besiegen, dass man sie vorführt! Argumente helfen da nicht, und Wut auch nicht.

        Wenn ich die Zeit und entsprechende Muße hätte, würde ich mich wieder beim Tagesspiegel als Forenposter registrieren und als „Quasi-Mog-Fan“ versuchen, dessen Äußerungen durch überspitzende Zustimmung ins Groteske zu ziehen. So eine Art „Der Große Diktator“-Persiflage. So was muss man aber geschickt und glaubwürdig machen, sonst fliegt es schnell auf. Auf der einen Seite wäre sowas dringend notwendig, auf der anderen Seite ist es mir aber fast zu schade um die Lebenszeit, einen Internet-Troll „zu trollen“, den ich nicht persönlich kenne und von dem ich auch nichts wissen will.Außerdem verdient der Tagesspiegel meine Aufmerksamkeit nicht.

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