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Das kann mit dem Islam nichts zu tun haben

by - März 5, 2016

Sicher sind sich die Sicherheitsbehörden der Bundesrepublik Deutschland nicht, schreibt Die Welt am 4.3.2016. Denn „Sie saß oft alleine auf der Treppe und sagte nichts“. Sie, das ist ein 15-jähriges Mädchen mit gläubigem Hintergrund. Über sie ist laut Die Welt das Folgende bekannt:

– Die 15-Jährige hatte am vergangenen Freitag im Hauptbahnhof von Hannover einem Bundespolizisten während einer Personenkontrolle ein Messer in den Hals gestochen.

– Es gebe deutliche Hinweise darauf, dass die 15-jährige Schülerin Deutschland Anfang des Jahres verlassen habe, um sich in Syrien der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen.

– Unstrittig ist, dass sie bereits als Kind Kontakt zu dem salafistischen Prediger Pierre Vogel hatte. Im Internet zeugen zahlreiche Videos von gemeinsamen Auftritten der beiden in einer hannoverschen Moschee.

Die Staatsanwaltschaft suche weiter „verzweifelt nach einem Motiv“ für die Attacke, heißt es auf Die Welt, denn

seine Behörde „gehe nicht davon aus, dass ein religiöser oder politischer Hintergrund besteht“.

Geprüft wird dieser etwas rassistisch anmutende Verdacht aber doch. Möglicherweise handele es sich um eine spontane Tat, sinniert der Staatsanwalt. Eben, fügen wir hinzu. Es ist eine Tat, wie sie überall spontan vorkommen kann und wohl auch bekannt ist bei Vietnamesen, Engländern, Franzosen, Thailändern oder Deutschen. Oder, auch das zieht der Staatsanwalt in Betracht, das Mädchen ist psychisch krank. Es gibt aber noch einen Grund, von dem wir immer mal wieder im Tagesspiegel lesen. Pierre Vogel, ein deutscher Konvertit, der im Einklang mit der Scharia Steinigungen, Verstümmelungen und Auspeitschungen von seinem Wohnsitz in NRW seit Jahren öffentlich und ungehindert von den Regierenden aus SPD und Grünen fordert, hat auch eine Begründung für die Handlung der 15-Jährigen:

„Wenn man einen Schuldigen für die Radikalisierung vieler junger Muslime suchen möchte“, schrieb Vogel in einer E-Mail an die Redaktion des Blattes, „sollte man sich bei den Behörden wie dem Verfassungsschutz bedanken.“

Der nicht zu übersehende Spott Pierre Vogels ist nachvollziehbar. Wir haben drei Beispiele, die die verzweifelte Suche nach einem Motiv anregen könnte:

Großbritannien

Zeit Online vom 26.2.2014: Lebenslange Haft für Soldatenmörder von London

Im Mordprozess um den britischen Soldaten Lee Rigby hat ein Londoner Gericht die beiden Täter zu langen Haftstrafen verurteilt. Der 29-jährige Haupttäter Michael Adebolajo muss lebenslang ins Gefängnis, sein 22-jähriger Komplize Michael Adebowale soll für mindestens 45 Jahre hinter Gitter. 

Nach dem Urteilsspruch gingen die beiden Männer mit wüsten Beschimpfungen auf den Richter los. Die beiden waren bereits im vergangenen Dezember wegen Mordes schuldig gesprochen worden. Über das Strafmaß musste jedoch noch ein Richter entscheiden.

Die zum Islam konvertierten Briten nigerianischer Abstammung hatten sich im Prozess als „Soldaten Allahs“ bezeichnet und auf nicht schuldig plädiert.

Damit niemand auf die Idee komme, der Mord könnte doch etwas mit dem wahren Glauben zu tun haben, schreibt Zeit Online: Rechtsextreme nutzten Mordprozess für ihre Zwecke.

Frankreich

Mit den Suchbegriffen „cedric cordiez  ermordung 25. Mai 2013“ haben wir auf Google 10 Ergebnisse gefunden. Bis auf eine Fundstelle keine in deutscher Sprache. Am 25.Mai 2013, wenige Tage nach dem Mord an dem englischen Soldaten Lee Rigby, wurde der französische Soldat Cédric Cordier von einem bärtigen Nordafrikaner angegriffen:

Anti-terrorism investigators are hunting for a bearded man aged about 30, possibly of North African origin, who fled into a crowded train station after attacking the 23-year-old soldier from behind with a knife or a box-cutter on Saturday.

Zur Situation in Frankreich:

France has been on high alert for attacks by Islamist militants since its military intervention against Islamist rebels in Mali in January. That prompted threats against French interests from AQIM, the North African wing of al Qaeda.

Deutschland

Während diese beiden Beispiele terroristische „Einzelfälle“ beschreiben, die in Deutschland als solche gelten, denn der wahre Islam ist friedlich und wenn er es nicht ist, wurde er gekidnappt, findet gläubige Gewalt auch im privaten gläubigen Umfeld statt. Täter werden dann im Tagesspiegel als psychisch krank bezeichnet, wenn wie in Kreuzberg ein Ehrenmord begangen wird.

Im Jahre 2012 hatte ein Gläubiger unter Allahu-Akbar-Rufen seiner Ehefrau den Kopf abgeschnitten, weil die ihn wegen seiner Nebenfrau nervte. Der Mann hatte seiner Frau sechs Kinder gemacht und einer Nebenfrau zwei weitere. Dass seine Frau dies nicht ohne – leichten – Widerstand akzeptierte, brachte ihr ständige Prügel ein und führte zuletzt zu diesem bestialischen Mord, schrieben wir im Artikel Allahu Akbar – Gott ist groß? – Der Ehrenmord von Kreuzberg. Der Tagesspiegel demonstrierte mit einer Desinformationskampagne exemplarisch, wie die Wahrheitsszene insgesamt auf solche Taten reagiert.

Hoffen wir, dass der Staatsanwalt im Falle der oft auf der Treppe schweigsam sitzenden 15-Jährigen mit seiner verzweifelten Suche nach einem Motiv Erfolg hat.

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3 Kommentare
  1. Paul permalink

    Österreichs Frauenministerin fordert gendergerechte Steinigungen – Islam verschwiegen

    Im ideologischen Gender-Dschungel verirrt, hat sich Österreichs sozialistische Frauenministerin. Gabriele Heinisch-Hosek sorgt mit einem Bericht ihres Ministeriums für Kopfschütteln. Die SPÖ-Ministerin und oberste Frauenvertreterin der Alpenrepublik beklagt darin eine Diskriminierung von Frauen bei Steinigungen. Grund des ministerialen Unmuts ist der Umstand, daß Männer bei Steinigungen nur bis zur Hüfte, Frauen aber bis zu den Schultern eingegraben würden. Nicht erwähnt wird vom Ministerium, daß die Steinigungen mit dem Islam zu tun haben.

    http://www.katholisches.info/2015/02/12/oesterreichs-frauenministerin-fordert-gendergerechte-steinigungen-islam-verschwiegen/

    Da reicht kein Kopfschütteln. Das ist Abartig!

    Der Link zur Broschüre endet mit einer Fehlermeldung.

  2. der nun wieder permalink

    „Türkei erschießt syrische Flüchtlinge beim Versuch des Grenzübertritts. Heißt das jetzt, dass wir der Türkei Milliarden bezahlen, damit die Flüchtlinge erschießen?“

    Nein, die Türkei ist der AfD beigetreten und erhält direkte Anweisungen von Frauke Petry. (Aber nicht weiter sagen, sonst schwenkt Merkel um und fängt gar an, die eigene Landesgrenze schützen zu lassen).

  3. devon permalink

    Dem Käseblatt war es einen Artikel von Jansen wert, der aber nur kurz auf der Starseite zu sehen war. Ist ja auch nicht so wichtig, ganze 2 Kommentare.
    Bei Pegida, Afd &Co werden ja fast stündlich Menschen mit Messern angegriffen, deshalb kann man ja auch islamischen Terror vernachlässigen.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/messerangriff-in-hannover-terrorverdacht-gegen-15-jaehrige-erhaertet-sich/13056042.html

    Türkei erschießt syrische Flüchtlinge beim Versuch des Grenzübertritts. Heißt das jetzt, dass wir der Türkei Milliarden bezahlen, damit die Flüchtlinge erschießen?
    Dem Käseblatt ist das keine Meldung wert, haben wird doch die bewaffnete Verteidigung der Grenzen an einen Dienstleister ausgelagert.
    So können wir weiter die Guten sein, die alles schaffen.
    Aufregung bei der Bahnhofsklatschfraktion? Wie immer Fehlanzeige, sind doch nächstes Wochenende Wahlen, da darf den Kuschelkurs nix stören.

    http://www.focus.de/politik/ausland/aktivisten-melden-tuerkische-grenzschuetzer-erschiessen-neun-syrer_id_5336355.html

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