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Der Tagesspiegel klärt auf

by - Februar 8, 2016

Von Ekeltraut

Martin Pfaffenzeller, nach Bekunden des – früher als Tagesspiegel bekannten – Blatts für den tätigen Antifaschisten (Danke, liebe Antifa!), ist Homepage-Manager, Polizeireporter und „hauptberuflich“ Student der Sozialwissenschaften in einem. Er bessert sich sein Dasein durch das kärgliche Zubrot als Lohnschreiber des am Rande der wirtschaftlichen Existenz dahin wankenden, täglichen Sendboten aus dem linksreaktionären Sumpf auf. So treffen wirtschaftliche und intellektuelle Nöte zweier Daseinsformen wechselseitig aufeinander und fügen sich zu einem Ganzen. Getreu dem Motto von Schiller „Die Wissenschaft, dem einen die hehre Göttin, dem anderen die trächtige Kuh!“.

Die Wissenschaft um die es hier geht ist die der Desinformation, in den letzten Jahren nicht nur vom Tagesspiegel zu immer neuen Untiefen weiterentwickelt. Die Göttin dieser Wissenschaft, die hier angebetet wird, ist der „antifaschistische Widerstand“ in der wohlfeilen Form derer, die den Zusammenbruch des Kommunismus-Sozialismus verschlafen haben und im linken Zeitloch stecken geblieben sind. Die trächtige Kuh, die, sofern sie nicht bald an einer Fehlgeburt der Postdemokratie verendet, schnell vorher noch geschlachtet werden soll, ist die demokratische Gesellschaft, wie sie uns bis vor wenigen Jahren noch geläufig war.

So ideologisch gerüstet und gefestigt, macht der Lohnschreiber, was ihm die Not gebietet und er schindet Worte, Zeilen, Inhalt und geistige Gesundheit seines Lesers. Der Tagesspiegel also in täglicher Höchstform.

Seit dem vergangenen Wochenende hat die reale und mentale Verwüstung in Berlin eine weitere Stufe erklommen. Linksreaktionäres Subproletariat, vulgo die gemeinsame Vorhut der Partei der hässlichen Frauen, früher Grüne, und der Linken, früher SED, hat an drei aufeinander folgenden Tagen in der Stadt Verwüstungen angerichtet, die auch in der Vergangenheit außerhalb der linken Fackel- und Fanalumzüge zum 1. Mai ihresgleichen suchen. Mit dem Ergebnis: die Vertreter der genannten Parteien schweigen, nicht so der Tagesspiegel.

Der lässt seinen Zeilenschinder genüsslich das Bekennerschreiben, veröffentlicht auf einer vom Bundesjustizminister und seiner Stasi-Rezensentin unbehelligten linksextremen Internetplattform, in so einem Umfang wortwörtlich zitieren, dass das Ergebnis der linksjournalistischen Mache wiederum fast genau so lang und ähnlich verbohrt, aber zumindest genauso ideologisch demokratiefeindlich ist wie der Ursprungstext. Nicht umsonst schreibt der Soziologiestudent in Tagesspiegeldiensten wohlwollend von einem „Bekennerschreiben“, wo andere sonst von einer Selbstbezichtigung der Gewalt gegen Sachen und Menschen geschrieben hätten. Nirgendwo erfährt man, dass es fünf verletzte Polizisten gegeben hat, nur nebenbei gestreift, welch großen Sachschaden es gab. Die betroffenen Anwohner und die materiellen und psychischen Folgen der physischen Verwüstungen durch linke Gewalttäter werden erst gar nicht erwähnt. Wie immer, wenn es um den „gerechten“ Kampf für die „gerechte“ Sache geht.

Wichtig ist nur eines: eine vorbeugende Exkulpation der linksextremistischen Täter und eine verlogene Frage: waren es überhaupt Linke, lässt sich dies wirklich beweisen?

Und damit beginnt das bewusste Verwirrspiel. Die eine Gruppe würde sich von der anderen distanzieren, die jede für sich die Urheberschaft für die Verwüstungen reklamiere, schreibt der das Taschengeld aufbessernde ewige Soziologiestudent. Was nun folgt, ist ein kruder Mix aus Zitaten, Konjunktiven und Indikativen, sodass nicht mehr erkennbar ist und sein soll, wer hat was geschrieben, was sind Zitate, was ist die Meinung des Artikelverfassers und was die der Gewalttäter. Denn ein Meinungsartikel mit entsprechender Gesinnung ist es, wie immer, wenn es im Tagesspiegel um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit geht.

So „distanziert sich das „Kommando Klaus-Jürgen Rattay“ ausdrücklich“, so der Tagesspiegel wortwörtlich, vom „Kommando Noske und Ebert“ das „die Taten mit ironischem Unterton als „sozialdemokratisch“ motiviert bezeichnet und den SPD-Abgeordneten Tom Schreiber als Volksgenossen verunglimpft hatte.“

ts-pfaffeTja, und da ist es dann passiert. Bei „sozialdemokratisch“, da waren die Anführungszeichen noch angebracht, um den „ironischen Unterton“ zum Ausdruck zu bringen, aber beim „Volksgenossen“, da fehlen sie. Was will uns der Tagesspiegel mitteilen? Dass er es für verfehlte Ironie hält, dass die Taten sozialdemokratisch motiviert wären, dass er Tom Schreiber – er ist derjenige aus der Berliner SPD, der sich seit langem lautstark verbal den linken Gewalttätern entgegenstellt – für einen oder keinen Volksgenossen*) hält? Dass das „sozialdemokratisch“ ein Zitat ist, aber das „Volksgenossen“ nicht? Wir wissen es nicht, der Tagesspiegel auch nicht. Er weiß nämlich nur eins: was im „neuen Schreiben“ steht. Gemeint ist damit die neueste Selbstbezichtigung. Und das weiß der Tagesspiegel nicht nur ganz genau, nein, er zitiert es ellenlang voll Genuss, nicht ohne gleich noch Vorschläge zur Rechtschreibkorrektur im irr-ideologischen Gewäsch der Demokratiefeinde unterzubringen.

Da wird vom Tagesspiegelschreiber sorgfältig erklärt, warum es dort stattfand wo es stattfand, worauf die – ganz neutral – „Verfasser“ mit ihrem Anliegen aufmerksam machen wollen, an welche Debatten sich die Gewalttäter – die natürlich nicht als solche bezeichnet werden – damit anschließen möchten und welchen Kontext sie damit herstellen. Das alles wohlgemerkt im Indikativ, also nicht in der indirekten Rede, als Zitat, sondern mit eigenen Worten, was dann in der bemerkenswerten Aussage gipfelt:

Das Kommando betonte die eigene relative Friedfertigkeit: Man habe auf den „Flaschenbewurf durch die Pioniere der sozialen Auslese“ nicht mit Steinwürfen reagiert.

Die Friedfertigkeit des „Kommandos“, von dem der Tagesspiegel hier im Indikativ schreibt und dann doch noch mit einem Zitat untermauert, das die Betroffenen, also die geschädigten Anwohner erbarmungslos als „Pioniere der sozialen Auslese“ herabwürdigt, beläuft sich auf einen noch nicht näher bezifferbaren Schaden in sechsstelliger Höhe.

“Wo das Gute nicht lebt, suche die Wahrheit nicht.”, schrieb einst Aristoteles. Er muss vorausschauend an Erzeugnisse wie den den Tagesspiegel gedacht haben.

 

________________________

*) „Staatsbürger kann nur sein, wer Volksgenosse ist. Volksgenosse kann nur sein, wer deutschen Blutes ist, ohne Rücksichtnahme auf die Konfession. Kein Jude kann daher Volksgenosse sein.“, so eine der Definitionen des Begriffs durch die NSDAP. Ob es auch die gängige Version für den Tagesspiegel ist, wissen wir nicht.

 

 

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7 Kommentare
  1. Paul permalink

    Die GEZwangsgebühren sind gut angelegt – kotz

    Der WDR klärt auf:

    Troll des Tages: Thomas Schaaf (WDR5)

    Thomas Schaaf ist der Inbegriff des intellektuellen Kleingärtners im öffentlich-rechtlichen Schrebergarten. Bei ihm ist der Nachname Programm. Keiner plappert staatliche Propaganda so eilfertig in vorauseilendem Gehorsam nach, wie der gescheiterte Jurastudent, gescheiterte Volontär, gescheiterte BILD- und Brigitte-“Journalist”.

    Nichtsnutze wie Schaaf – von denen es in den öffentlich-rechtlichen Anstalten nur so wimmelt – profitieren davon, dass sich jeder noch so einfältige Trottel “Journalist” nennen darf und dass der Staatsfunk von willfährigen Opportunisten lebt, die keine Hemmungen haben, den Mächtigen bis zum Anschlag in die faulige Verdauung zu kriechen. …

    https://propagandaschau.wordpress.com/2016/02/06/troll-des-tages-thomas-schaaf-wdr5/

  2. devon permalink

    Totale Aufklärung nach Art des Tagesspiegels
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-friedrichshain-rechtsextremist-von-vermummten-ueberfallen/12938810.html

    Drei Kommentare werden bisher zugelassen, zwei davon ganz im Sinne der Zensurbehörde.

    naty
    09.02.2016 14:20 Uhr

    Story
    „Nach eigenem Bekunden“, das hört sich verdanmmt nach einer „Story“ an.
    antworten
    1 Antwort verbergen

    von thermann
    09.02.2016 15:18 Uhr
    Antwort auf naty vom 09.02.2016 14:20 Uhr
    Ambulante Behandlung
    Interessant. Er verzichtet also zudem auf eine gerichtsverwertbare Aufnahme seiner Verletzungen durch einen Arzt, womit die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung reine Zeitverschwendung sind. Keine dokumentierten Verletzungen, keine gefährliche Körperverletzung – maximal eine normale KV. Zeugen gibt es nicht, obwohl der Platz der Vereinten Nationen belebt ist, einen Zeugenaufruf gibt es auch nicht.
    Alles ein wenig nebulös.

    Wie war das nochmal bei Schümann?
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/rechte-gewalt-tagesspiegel-autor-helmut-schuemann-angegriffen/12530448.html

  3. Nitro permalink

    OT

    Sozialrassismus pur:

    Eintrittspreise im Freilichtmuseum Hessenpark

    Sozialhilfeempfänger 2,50 Euro

    Asylbewerber 0,00 Euro

    http://hessenschau.de/gesellschaft/freier-eintritt-fuer-fluechtlinge-shit-storm-gegen-hessenpark,hessenpark-102.html

    • Columbo permalink

      Wobei, solange es im Hessenpark keine nackten Weiber zu begaffen gibt, dürfte die Zahl der Asylbewerber unter den Besuchern gegen null tendieren.

    • Der nun wieder permalink

      Wozu die Aufregung?

      Die fahren doch auch umsonst Bus und Bahn.

  4. Eva permalink

    Was soll man von einer Tageszeitung halten, die sich selbst eher wirtschaftlich liberal einordnet und deren geistige Nähe zu faschistisch- kriminellen Linksradikalen, auch Antifa genannt, andererseits so offensichtlich ist? Als liberal denkende Geschäftsinhaberin und Zeitgenossin würde ich nicht einen Cent beim Tagesspiegel für Inserate oder in ein Abo investieren. Das scheint die eingebildeten und abgehobenen „Qualitätsjournalisten“ und deren Chefredakteure aber nicht zu tangieren. Die Realität wird einfach ausgeblendet, fühlt man sich doch akzeptiert im großen Verbund mit ähnlich denkenden Politclowns, Politpfarrern und Chefredakteuren anderer Propagandablätter, frönt vorrangig dem Gender Mainstreaming, der Homo-Ehe und schwingt täglich den von Prostata erkrankten Pinsel im Kampf gegen Rechts. Und über allem hängt die Käseglocke der pseudo-moralischen Überlegenheit, ein Markenzeichen rot-grüner Gesinnungsfetischisten schlecht hin.

    Kurzer Rückblick auf den März im Jahre 1920: Die echten Systemgegner – die Spartakisten – waren noch mutig, nicht vermummt, trugen bürgerliche Hüte und im Gegensatz zur heutigen „Antifa“ keine SS-schwarzen Kapuzenjacken aus dem Internet. Ihren Lebensunterhalt verdienten sie – sofern sie nicht arbeitslos waren – durch harte Arbeit. Auf die Idee, Autos anzuzünden, wäre keiner gekommen. Man suchte die persönliche Auseinandersetzung mit dem Gegner.
    Die „Antifa“ 2016 ist feige! Rechnet man ihre Dummheit dazu, so leistet sie – ähnlich wie der Tagesspiegel auf anderem Niveau – einen Beitrag zur zivilisatorischen Rückentwicklung.

    Es wird höchste Zeit, eine gesellschaftliche Debatte zu führen mit dem Ziel, jegliche Gewaltanwendung in demokratisch legitimierten Staaten zu ächten.

  5. devon permalink

    Jansen, Pfaffenzeller, Beikler vom aktivistischen Tagesspiegel stellen fest, dass alles nicht so schlimm ist.
    Rechts ist viel schlimmer, denn die gesteinigten Polizeibeamten tragen halt nicht soviele Verletzungen davon.
    Nicht nachlassen, der K(r)ampf geht weiter bis zum Endsieg.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/randale-in-berlin-wie-gefaehrlich-sind-die-linksextremen/12936248.html

    Mögliche Opfer bei der Polizei werden auch weniger, will doch die Kanzlerdarstellerin die Polizei zur Sicherung der syrischen Grenze in der Türkei einsetzen.
    Aber doch nicht etwa bewaffnet?
    http://www.tagesspiegel.de/politik/syrien-und-die-fluechtlinge-deutschland-sagt-der-tuerkei-unterstuetzung-zu/12936096.html

    Schön irgendwo im Text versteckt, so genau will man darüber nicht reden.

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