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Gesundbeter

by - Januar 24, 2016

Von Hebold

Man möchte nicht gerne mit den Politikern tauschen. Denn während sie sich selber belügen, was man ja noch verstehen kann, strengt sich die Presse an, ihre Politik gesundzubeten und setzt auf den Selbstbetrug noch eins drauf. Es ist so, als würde man vom Arzt systematisch belogen. Beispiel Wahlumfragen, heute durch die FAZ.

Unter der Überschrift »AfD erreicht erstmals zehn Prozent«, berichtet das Blatt der Vernunft über eine Umfrage, die von BILD wöchentlich bei Emnid in Auftrag gegeben wird, und in der liegt die AfD bei eben den besagten 10 Prozent. Nun sind wir nicht in der Türkei, also wird die AfD wohl im nächsten Bundestag sitzen. Denn die Sperrklausel auf 10 Prozent zu erhöhen, könnte für Linke und Grüne peinlich enden. Anders als beim Fernsehduell mit der AfD, dem sie aus dem Weg gehen konnten, würden sie sich diesmal gleich mit ausbooten müssen. Und so weit geht die anti-faschistische Grundhaltung der Salonantifaschisten nun doch nicht.

Was uns die FAZ hier als großartige Neuigkeit im drohenden Unterton verkündet, ist jedoch seit Wochen bekannt. Man muss nur die anderen Institute befragen. Und da liegt die AfD z. B. bei INSA schon seit dem 9.11.2015 bei 10 – und seit fast einer Woche bei 12.5%. Umgekehrt liegt die CDU nicht bei 36, sondern nur noch bei 32.5%, einem Niveau, bei dem das Wetten gegen Merkel zum Langweiler wird.

Nun sind diese Umfragen bekanntlich nur so gut, wie ihre Auftraggeber. Und natürlich fragt sich der vernünftige Zeitgenosse: Wer steckt hinter einem Institut, das die AfD auf 12.5 Prozent hievt und Merkels CDU an die Schmerzgrenze drückt? Das aber weiß »Die Zeit«. Dabei verkauft sie in einem entsprechenden Artikel das Hinterfragen des Instituts als intellektuelle Glanzleistung – um dann einen Beitrag zu präsentieren, den man allenfalls als lächerlich bezeichnen kann:

Es gibt Leute in Thüringen, die sagen, Binkert habe sein Insa-Institut gegründet, um politischen Einfluss zu bewahren. Spätestens seit 2014, als Binkert auf dem Höhepunkt von Lieberknechts Wiederwahl-Kampf medienwirksam aus der CDU austrat, halten sich Gerüchte: Der Mann habe alles getan, um Lieberknecht zu schaden.

Außer Gerüchten nichts gewesen. Dabei kann man die Qualität eines Instituts auch ohne das Hinterfragen auf dem intellektuellen Niveau einer Kreuzberger Schülerzeitung beurteilen: Man vergleicht einfach die Umfragen der Institute mit den tatsächlichen Wahlergebnissen. Und da schneidet INSA tatsächlich schlechter ab als der Rest der üblichen Verdächtigen: Die prozentuale Abweichung beträgt im Mittel 1,4 Prozentpunkte gegenüber 0,9 bei den anderen Instituten. Nur in einem Punkt lag INSA besser als die Kollegen: Die AfD wurde am besten geschätzt. Aber vielleicht liegt das ja daran, dass INSA die AfD so gut kennt.

Solche Details erspart uns die FAZ. Denn sie weiß, wie heutzutage diffamiert wird: Die AfD wird nur von Männern gewählt. Mal sehen, wann hier eine Quote eingeführt wird, damit Parteien wie die SPD ihre Verluste flugs kompensieren. Denn die Sozen haben es bitter nötig. Bei um die 15% liegen Genossen in Baden-Württemberg. Das tut weh.

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4 Kommentare
  1. rumpel@gmail.com permalink

    interessierte kreise haben die ‚gesundbeterei‘ offensichtlich als mittel der manipulation nicht nur entdeckt, sondern es wird redigiert, manipuliert und umgeschrieben, bis es passt.
    massive beeinflussungen in einem medium, daß zur ‚bildung‘ im zeitalter des internets oft eingesetzt wird und bei vielen minderbegabten als ‚wissensquelle‘ inzwischen zum standart erkoren wurde.

    erinnet sich noch jemand an den artikel der welt, der am 10.01.2016?
    nach köln wies das bka auf eine bekannte vorgehensweise in der arabischen welt hin.

    Das Phänomen „taharrush gamea“ ist in Deutschland angekommen

    Das BKA plant neue Maßnahmen gegen gemeinschaftlich begangene sexuelle Belästigung von Frauen. Das Phänomen ist in arabischen Ländern schon lange ein Problem und als „taharrush gamea“ bekannt.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article150813517/Das-Phaenomen-taharrush-gamea-ist-in-Deutschland-angekommen.html

    wer sich informieren wollte tat das sicherlich u.a. über wikipedia, dem ‚bildungslexikon der minderbegabten‘ und fand dort einen artikel, der im umfang in etwa dem der englischen ausführung entsprach
    https://en.wikipedia.org/wiki/Taharrush_gamea

    wer heute die deutsche ausführung betrachtet, traut seine augen kaum.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Taharrush_gamea

    nur 2 jämmerliche blöcke, lediglich auf den welt- artikel und die stellungnahme des bka beschränkt. keinerlei hintergrundinformationen und auffällig seit dem 10.01. gekürzt, geradezu verstümmelt.

    schaut man in die versionsgeschichte, erkennt man, daß mit erscheinung des artikels in der welt, der eintrag nachfolgend, teilweise im minutentakt, unzählige male verändert wurde.
    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Taharrush_gamea&offset=20160118125103&limit=500&action=history

    wr hier wohl die interessierte kreise sind?

    Erst fliegt das Wort »Antanzen« heraus, dann »Trickdiebstahl«, dann waren die Übergriffe nicht mehr »geplant«. Später wurden Verweise auf einen Bericht des Innenministeriums entfernt. Auch das »interne Lagepapier« des Bundeskriminalamts verschwand.

    Ein Vergleich zum Tahrir-Platz in Kairo? Weg! Helsinki oder Stockholm? Weg! »Sexuelle Gewalt in Ägypten«? Weg! Quellen, die »verschiedene Formen von gemeinschaftlichen sexuellen Übergriffen behandeln«? Weg!

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/markus-maehler/digitaler-dschihad-auf-deutscher-wikipedia-wort-bomber-zerfetzen-kritischen-beitrag-ueber-arabische.html

    zum thema gehört auch, daß ich schon vor tagen nachwies, wie frl. dernbach ihre artikel nachträglich still und heimlich änderte, bspw. zu den sexuellen übergriffen auf dem tahrir-platz in kairo. dort hatte sie die vorgänge in ägypten bewußt falsch dargestellt.
    meine kommentare dazu finde ich nun hier nicht mehr

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