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Tagesspiegel: Unsere täglich Heuchelei gib uns heute

by - Januar 12, 2016

Unser Leser rumpel@gmail.com hat in den Tagesspiegel, das Blatt für den tätigen Antifaschisten (Danke, liebe Antifa!), geschaut. Und siehe da, die Abteilung DesiT (Desinformation im Tagesspiegel) hat wieder antifaschistischen Tritt gefasst. Wir haben seinen Kommentar überarbeitet, vervollständigt und dem Update der Abteilung DesiT angepasst..

Unsere tägliche Heuchelei gib uns heute und vergib uns unsere Verlogenheit, denn wir wissen schon genau was wir tun.

Tagesspiegel vom 12.1.2016: Rechte Hooligans randalieren in Leipzig-Connewitz

Zerschlagene Scheiben, brennende Autos: Parallel zu Kundgebungen des fremdenfeindlichen Legida-Bündnisses und seiner Gegner haben in Leipzig Hooligans gewütet.

Rechtsextreme haben am Jahrestag der fremdenfeindlichen Legida-Bewegung in Leipzig randaliert. Rund 250 Hooligans zogen am Montagabend durch den für seine links-autonome Szene bekannten Stadtteil Connewitz und legten eine Spur der Verwüstung. Dagegen bilanzierte die Polizei für die angemeldeten Demonstrationen für und gegen den Pegida-Ableger im Zentrum der Messestadt einen weitgehend friedlichen Verlauf.

Danach folgt lang und breit die zu erwartende selektive Berichterstattung, die mit dem Begriff Desinformation auf den Punkt gebracht werden kann. Linke Gewalttäter, im Tagesspiegel „Gegendemonstranten“ genannt, kommen nur vage in der Formulierung „Lager wurden von der Polizei getrennt“ vor. Ein Brandanschlag auf die Bahn, eine bekannte Tätigkeit von „Gegendemonstranten“, wird erst gar nicht einem Lager zugeordnet, denn der Tagesspiegel weiß vermutlich, dass es keine Rechtsextremen waren.

Zu schlechter Letzt wird noch „Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling“ zitiert, die zugespitzt sagt, was zu Silvester geschehen ist:

Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling machte bei der Legida-Kundgebung Stimmung gegen muslimische Flüchtlinge und verunglimpfte sie mit Blick auf die Vorkommnisse in der Silvesternacht in Köln pauschal als „Sex-Terroristen“.

Eben! 1.000 gläubige „Sex-Terroristen“ in Köln und eine nicht genannte größere Zahl in anderen Städten Deutschlands verbieten es pauschalisiert von „Sex-Terroristen“ zu sprechen. Pauschalisieren darf nur Andrea Dernbach, die ältere Frau des Tagesspiegels aus der Abteilung friedlicher Islam, wenn sie pauschal gegen „ältere weiße Männer“ hetzt. Dazu kommt, dass die Gläubigen nicht nach islamischen Regeln gehandelt haben. Denn Gläubige sind nach diesen Regeln verpflichtet, ihre Opfer auf Zeit zu heiraten, bevor sie sie vergewaltigen oder benutzen. Hätten sie das getan, dann hätten die Aktivisten des Tagesspiegels wieder ganz romantisch von Sex in der Hochzeitsnacht schmieren können, auch wenn unter den Todesopfern eine Achtjährige gewesen wäre.

Bemerkung:

In der FAZ vom 11.1.2016 steht einer der seltenen Artikel über den Einfluss des Islam auf das Frauenbild männlicher Gläubiger (Dank an Yakiz für den Hinweis):

Der Unterschied liegt darin, dass die sexuelle Gewalt in Nordafrika und im Nahen Osten zum Alltag gehört und dass in dieser Hinsicht dort permanent „Oktoberfest“ und „Karneval“ ist, denen sich keine Frau entziehen kann, indem sie diese Veranstaltungen meidet. Die Gewalt beginnt vor der Haustür auf der Straße. Nawel, eine algerische Mitarbeiterin, berichtete mir von regelmäßigen Übergriffen im Bus. Obwohl sie eigentlich die Verschleierung ablehnte, verhüllte sie sich für die Fahrt mit einem Hijab (Kopftuch). Das hielt Männer im Gedränge nicht davon ab, sich durch Reibung an Nawels Körper Befriedigung zu verschaffen.

Rachida, eine marokkanische Mitarbeiterin, musste ich eines Tages von meinem Grundstückswächter per Fahrrad abholen und heimbringen lassen. Sie hatte beschlossen, die Djellaba (langes Gewand) abzulegen, und war daraufhin von jungen Männern mit Messern verfolgt worden. Nun wurde sie, mit wippendem Haar und in Jeans auf der Fahrradstange sitzend, an ihren Peinigern vorbeigefahren.

Festerlings Formulierung ist einerseits treffend überspitzt, andererseits geht sie an der Sache vorbei. Mit dem Wort vom „Sex-Touristen“ verharmlost sie nämlich die reale Situation von Frauen unter islamischer Herrschaft.

Um uns über die Gewalt in Leipzig zu informieren, tun wir was? Richtig, wir greifen zu unserem Textbaustein:

Wollen wir uns informieren, dann legen wir den Tagesspiegel zur Seite und greifen zu einer Zeitung.

Wir haben zugegriffen und eine mutmaßliche Zeitung, die Leipziger Volkszeitung aufgeschlagen. Auch dort lesen wir von der Gewalt Rechtsextremer. Aber auch davon:

Zuvor hatten Polizisten mutmaßliche Linksextremisten auf dem Weg nach Leipzig gestoppt. In dem Auto fanden die Ermittler unter anderem Waffen, Steine und einen Kanister Diesel.

Große Aufregung bei der Polizei, weil Klarnamen der linken Gewalttäter an die NPD übermittelt wurden, die damit vermutlich genauso umgeht, wie ihre Kumpane von links, wenn die im Internet Namen und Adressen zusammen mit der Aufforderung zum „Besuch“ veröffentlichen. Das könnte eine Situation schaffen, die die Aktivisten des Tagesspiegels seit langer Zeit herbeizuschreiben versuchen.

Auch der Anschlag auf den Zugverkehr wird erwähnt:

Am frühen Abend hatte es einen Brandanschlag auf die Bahnstrecke zwischen Leipzig und Dresden gegeben. Dabei brannte ein sogenanntes Vorsignal, zwei weitere Brandsätze zündeten nicht. Der Zugverkehr musste für anderthalb Stunden unterbrochen werden. Von den Tätern gibt es bislang keine Spur.

Wir überlegen schon, ob wir Wetten darüber annehmen sollten, wer die Täter waren. Wie im Januar letzten Jahres wird auch diesmal in der Wahrheitspresse von Unbekannten gesprochen. Die Szene ist sich wohl sicher, dass es keine Rechtsextremen gewesen sein dürften, die da zündelten. Sonst wäre der Verdacht schon längst zur auch noch unbewiesenen Gewissheit geworden.

Die Aktivisten der Abteilung DesiT können froh sein, dass sie nicht wie am 13.12.2015 über Linke Krawalle zwischen „Straßenterror“ und „Zerstörungswut“ berichten müssen. Linke Krawalle gab es zum Jahrestag von Legida auch. Was sind die schon gegenüber der lang ersehnten Gewalt auf politisch unkorrekten Demonstrationen. Zumal linke Gewalt in der Szene antifaschistischer Widerstand genannt wird. Deshalb hat sich der geföhnte Antifaschist des Tagesspiegels, Schreibstuben-Aktivist Sebastian Leber, in seinem Dankes-Artikel bei der Berliner Antifa bedankt, als er deren Gewalt bagatellisierte.

Wenn der Tagesspiegel schon mal beim Desinformieren ist, dann macht er gleich mit Potsdam weiter. Dort wurde der PEGIDA-Ableger Pogida „gestoppt“, wie gleich vier Aktivisten der Schreibstube schreiben:

Nach dem gestoppten Aufmarsch will es die fremdenfeindliche Pogida in Potsdam noch einmal versuchen: Auf Facebook wird für Mittwoch, den 20. Januar, zu einem erneuten Abendspaziergang aufgerufen.

Dieses „gestoppt“ wird selbst von den vier Aktivisten so beschrieben:

Zunächst bewarfen linke Aktivisten die Pogida-Anhänger mit Böllern, Flaschen und Schneebällen, diese mussten in Deckung gehen. Ebenso wurden Polizisten attackiert. Gegen 20.30 Uhr griffen Dutzende Demonstranten an der Ecke Charlotten- und Friedrich-Ebert-Straße einen weiteren Bus mit Pogida-Anhängern an und blockierten ihn, zum Teil auch mit umgeworfenen Mülltonnen.

Scheebälle und keine Steine? Warten Sie es ab.

Gegen Nazis protestieren ist gut, aber das kann man doch auch anders machen.“ Diesen Satz findet der angestellte Antifaschist Sebastian Leber in seinem die Gewalt verherrlichenden Artikel „Danke, liebe Antifa“ überhaupt nicht gut. Denn:

Dieser Satz kommt meist aus dem Mund von Leuten, die überhaupt nichts gegen Nazis unternehmen. Oder Symbolpolitik machen, ohne irgendwas zu erreichen außer dem eigenen guten Gefühl.

Folgerichtig werden im Tagesspiegel Gewalttäter, die keine „Symbolpolitik“ machen, „linke Aktivisten“ genannt. Wie es wirklich in Potsdam aussah, beschreibt der rbb auf seiner Seite:

Nach Ausschreitungen bei einer Kundgebung von Pegida-Anhängern in Potsdam sowie einer Gegendemonstration spricht die Polizei von einer „neuen Dimension von Gewalt“. Mutmaßlich linke Gegendemonstranten hatten die Pegida-Sympathisanten mit Flaschen, Böllern und sogar Steinen beworfen.

Und:

Im Verlauf den Abends jedoch kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei ordnet die Gruppe der Angreifer dem linken Spektrum zu. Gegendemonstranten warfen Mülltonnen um, es flogen Steine und Flaschen, Feuerwerkskörper wurden gezündet. Demonstranten blockierten die Straße, bei einem der angereisten Busse wurden Scheiben eingeschlagen.

Im Tagesspiegel wird die Desinformation mit einem Bild verziert, auf dem die bedrohlich wirkende Polizei vor ängstlichen – vermummten – „Aktivisten“ zu sehen ist. Auf der Seite des rbb bekommt man einen Eindruck von der Verwüstung, die „linke Aktivisten“ angerichtet haben.

Das mit den Steinen findet der angestellte Antifaschist Sebastian Leber auch nicht so toll, denn, man höre und staune, auch unter Linken gibt es ausgesprochene Dummköpfe. Dennoch:

Mülleimer anzünden oder Bushaltestellen demolieren, ist (das) ärgerlich und falsch. Aber auch zu verkraften.

Die Forumsantifa des Tagesspiegels wittert Morgenluft, schließlich fasst die Wahrheitsszene wieder antifaschistischen Tritt. User Moserhansi *), einer der User, die die „intellektuelle“ Drecksarbeit für den Tagesspiegel verrichten, ist auch dabei. Sein Kommentar wird erst freigeschaltet und danach wieder gelöscht. Dem Hass-Management des Tagesspiegels schien die Freude Moserhansis über die Gewalt in Potsdam noch zu früh, denn noch marschiert die Wahrheitsszene nicht ungestört. Unser Leser rumpel@gmail.com schreibt:

einer , moserhansi, hatte bereits die selbstjustiz in potsdam mit blumigen aufforderungen zu gewalt, gerechtfertigt. erst nach protesten im forum wurde es wieder entfernt.

____________________
*) „Antifaschist“ Moserhansi:

Moserhansi 26.9.2013.

Moserhansi

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8 Kommentare
  1. S.Sorge permalink

    Was in diesem Zusammenhang auch bemerkenswert ist, dass die Polizei wegen schweren Landfriedensbruch ermittelt und auch gleich 250 Festnahmen tätigte bzw. Personalien aufnahm.
    Bei Krawallen, die von linken Chaoten oder wahlweise von kriminellen Flüchtlingen begangen werden, ist man hingegen nicht so genau. Man greift auch nicht so stringent durch. Deshalb ist es auch klar, dass linksradikale Straftaten immer wieder heruntergespielt oder gar vertuscht werden. Bei Formulierungen wie „keine nennenswerte Zwischenfälle“ oder „es war weitgehend friedlich“ handelt es sich garantiert um Zwischenfälle mit linksradikalen Straftätern oder Bereicherern.
    Hier wird wie üblich mit zweierlei Maß gemessen, das ist den Akteuren bei den Medien quasi schon in Fleisch und Blut übergegangen und man erfüllt gleichzeitig damit eine gewisse politische Erwartungshaltung.
    Man beachte auch die unterschiedlichen Polizeieinsätze in Köln an Silvester und bei der kurz darauf folgenden PEGIDA-Protestveranstaltung. Die einen, weil es ja kulturbereichernde Fachkräfte sind, ließ man gewähren und versteckte sich hinter billigen Ausreden. Bei den anderen wird schon bei verhältnismäßig kleinen Zwischenfällen – bei einigen dieser Zwischenfälle besteht obendrein der Verdacht, dass es sich um Agents Provocateurs handelte – Wasserwerfer und Hilfsmittel zum Einsatz gebracht. Wenn sie doch Silvester auch so durchgegriffen hätten wie bei der PEGIDA-Demo, dann wäre vielen Frauen wohl so einiges erspart geblieben.
    So aber verlegt sich die SPD-Landesregierung NRW und die ihr hörige Polizeiführung aufs Bagatellisieren und Herr Jäger bzw. Frau Kraft machen alles andere als eine gute Figur dabei.
    Auf das Gequatsche von wegen strengerer Abschieberegeln usw. muss man keinen Pfifferling geben. Das ist praktisch nämlich so gut wie gar nicht durchsetzbar.

  2. derda permalink

    So ein Volk kennt nur einen Weg, den des kollektiven Unterganges

    Jeder Farbton , zu gleichen Teilen gemischt ,, ergibt immer BRAUN!!! So viel zu BUNT. Die heutigen “bunten Toleranzromantiker“, hätten vor 70 Jahren die Hand als erster zum Gruß erhoben.

  3. rumpel@gmail.com permalink

    in potsdam gab es mehr verletzte polizeibeamte als in leipzig.

    „Es gab Familien, die mit Kinderwagen kamen und plötzlich Hass entwickelten gegenüber den Versammlungsteilnehmern“, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Die Polizei sprach von regelrechter Agitation bei einem ursprünglich friedlichen Konzert von Gegnern der rechten Demo. „Es kam zu einer Aufstachelung. Irgendwann hat der Erste Steine geworfen, und andere haben dann mitgemacht.“

    http://www.morgenpost.de/brandenburg/article206911041/Polizei-zu-Potsdamer-Krawallen-Neue-Dimension-von-Gewalt.html

  4. B78 permalink

    Tatjana Festerling sprach nicht von „Sex-Touristen“, sondern von „Sex-Terroristen“.

    B78

    • Danke, das ändern wir gleich. Diese Formulierung ist sehr präzise und wird den gläubigen Realitäten eher gerecht als „Sex-Touristen“.

  5. Eva permalink

    Früher gingen SA und Kommunisten aufeinander los, heute – und demnächst wahrscheinlich verstärkt – treffen Hooligans auf Antifa und umgekehrt. Und jede dieser Gruppen hat ihre Sympathisanten, wobei der dümmliche Tagesspiegel den Vogel abschießt, bezeichnete er im Artikel von Sebastian Leber die zur Gewalt neigende Antifa doch als notwendiges Korrektiv gegenüber dem phlegmatisch erscheinenden Bürgertum. Das, was sich der Tagesspiegel erlaubt, grenzt an geistiger Brandstiftung und Toleranz gegenüber Gewalt und bedeutet im Ergebnis einen ungeheueren kulturellen Verlust. Es würde mich nicht wundern, wenn die Schreiberlinge vom Askanischen Platz eines Tages mit einer Armbinde zur Arbeit erscheinen. Welche Symbole sich auf den Armbinden befinden, kann man fast erahnen.

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