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Tagesspiegel: Hasselmanns frohe Botschaft zum Neuen Jahr

by - Januar 4, 2016

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde das Fahrzeug von Gunnar Schupelius mit ein wenig Benzin und einem einfachem Zeitzünder abgefackelt. Schupelius ist der Hauskolumnist der B.Z. Er ist eine der führenden Figuren der rassistischen Pressekampagne, die zur Zeit von einigen Berliner Zeitungen, maßgeblich aus dem Hause Springer geführt wird.

Eine der vielen Jubelmeldungn auf linksunten.indymedia.org

2015 brannten so wenige Autos wie seit 10 Jahren nicht, freut sich im Tagesspiegel am 4.1.2016 der Jörn Hasselmann. Weil der Jörn für den Tagesspiegel schreibt, tut er es, wie im Tagesspiegel üblich, voller Widersprüche:

Lang ist es nicht her, dass nachts häufig teure Wagen angezündet wurden. Die Bilanz 2015 ist hingegen positiv. Bei der Aufklärungsquote aber gibt es keine guten Neuigkeiten.

Zunächst stimmt der Jörn uns positiv ein:

Das Jahr war gerade einmal zwei Minuten alt, da brannte das erste Auto. Und zwar ein BMW in der Bessemerstraße in Schöneberg. Am 2. Januar brannte ein Mercedes in Neukölln, am 3. Januar wiederum ein Mercedes, wiederum in Neukölln.

Positiv? Ja, darum:

Das sind drei Brandstiftungen in den ersten drei Tagen des Jahres 2016, alle drei werden der allgemeinen Kriminalität zugerechnet, nicht der politisch motivierten. Daraus eine Tendenz abzulesen ist viel zu früh.

Selbst eine Schreibkraft des Tagesspiegels weiß, aus einer Stichprobe vom Umfang drei kann man schwerlich eine Tendenz ablesen. Aber: Alle drei Brandstiftungen sind in Neukölln und Schöneberg geschehen. Insbesondere Neukölln ist ein so bunter Bezirk, dass dort die arabische Kultur zu einer Monokultur unter der Herrschaft großer Familien geworden ist. Allgemeine Kriminalität? Irgendwie klingt das tendenziell rassistisch.

Die frohe Botschaft:

Politisch motiviert waren nach Einschätzung der Polizei nur 38 Taten im Jahr 2015. Das sind deutlich weniger als 2014 mit 53 Taten.

Und:

Die politische motivierte Zündelei trifft überwiegend nur noch Fahrzeuge von Firmen, die im Fokus der linksextremistischen Szene stehen. Also Dienstleister wie Dussmann oder Wisag, Konzerne wie Siemens oder Thyssen-Krupp und Logistiker wie DHL. Nur noch selten wurden zuletzt Selbstbezichtigungen („Bekennerschreiben“) im Internet veröffentlicht.

Na denn. Überwiegend werden nur noch Fahrzeuge von Firmen angezündet, die dem Scheiß-System zu Diensten sind. Dafür sollte der Tagesspiegel den antirassistischen Antifaschisten eigentlich Dank zollen.

Der Sebastian Leber hat gezeigt wie das geht (Danke, liebe Antifa!). Und was der Leber sich nur etwas verschwurbelt auszudrücken traut, traut sich ein User im Tagesspiegelforum deutlicher auszudrücken. Dafür ist die Forums-Antifa schließlich da. Sie formuliert, was die Aktivisten der Schreibstube derzeit noch nicht formulieren wollen. boomboombaader nennt sich der Forums-Antifaschist in Anlehnung an den Terroristen Andreas Baader von der Roten Armee Fraktion (RAF). Baader gehörte zu den führenden Mitgliedern der RAF. Fünf mal machte er Boom, Boom und produzierte vier Todesopfer.

Die RAF hat über 30 Tote auf dem Gewissen, die meisten waren Persönlichkeiten des Scheiß-Systems. Im am 8.6.2013 um 20:00 Uhr vom Hass-Manager Atila Altun freigeschalteten Kommentar schreibt boomboombaader u. a. :

… ,dass sich revolutionärer widerstand nicht einfach auf die spielregeln des bürgerlichen gewaltapparats reduzieren lässt, …

Formuliert hat er das geschickt als Vermutung darüber, wie Gewalttäter der Krawalle in Frankfurt (Blockupy) argumentieren würden.

Die Aufklärungsquote bei diesem Delikt ist minimal, verkündet Hasselmann in Bezug auf die Autobrandstiftungen, besser in Bezug auf die antifaschistischen Widerstandshandlungen der Berliner Antifa. Trotzdem weiß er, von 175 Brandstiftungen im Jahr 2015 waren nur 38 Taten politisch motiviert. Das hat ihm die Polizei gesagt. Kritische Nachfragen hat er nicht gestellt. Man könnte z. B. fragen, wurden die restlichen 137 Taten als unpolitisch eingestuft, weil keine Bekennerschreiben vorhanden waren?

Einerlei, wenn Polizeipräsident Klaus Kandt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur von einer „sehr positiven Entwicklung“ spricht, dann freut sich das Blatt für den tätigen Antifaschisten mit ihm. Wir hätten allerdings noch gerne gewusst, wie viele von den Tätern mit politischer Motivation gefasst und ob sie verurteilt wurden. Auch die Frage nach Höhe der Strafe ist eine interessante.

Damit die dummen Leser glauben, was der Jörn ihnen verklickern will, bringt er noch ein Beispiel. Schwarze Geländewagen, beliebte Ziele der linksextremistischen Szene, brennen auch von alleine:

Da brannte in Friedrichshain ein großer, schwarzer Geländewagen – ein beliebtes Ziel der linksextremistischen Szene. Der Fahrer des Chevrolet Captiva hatte gerade vor der Arena am Ostbahnhof geparkt, als Rauch aufstieg. Durch einen technischen Defekt brannte sein Geländewagen rasant schnell ab, ein daneben stehender Audi wurde beschädigt.

Wir meinen, der Jörn ist vom Virus des Rechtspopulismus angefallen worden. „Linksextremistische Szene“, das hätte er sich schon verkneifen können. Schließlich hat Ministerin Schwesig (SPD) ja gesagt, Linksextremismus ist ein aufgebauschtes Problem.

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16 Kommentare
  1. Susan.B permalink

    In einem Bericht habe ich gelesen, dass lt. Statistik davon ausgegangen werden kann, dass ca. 4% der Flüchtlinge kriminell sind. 4% von 1.000.000, das kann sich jeder selber ausrechnen.
    Wir haben also mindestens 40.000 potentielle Straftäter ins Land geholt/gelassen.

  2. Paul permalink

    Weckers Botschaft

    Ein Gutmenschenlied

    Alle mitsingen, insbesondere die Frauen die die Gefühle der jungen Kulturbereicher am Silvester in Köln falsch aufgefaßt haben.

  3. Columbo permalink

    Nieder mit dem repressiven System:

    https://linksunten.indymedia.org/de/node/163876

  4. rumpel@gmail.com permalink

    wie verkommen dieses blättchen inzwischen ist, zeigt auch, daß hasselmann direkt mit den passenden stichworten als suchbegriffe für suchmaschinen, direkte anweisungen zu den brandstiftungen auch für den letzten vollidioten auffindbar macht.

    nun ist die masche der grillanzünder nicht neu, aber man muß auch nicht den letzten volltrottel noch auf videoanleitungen hinweisen.
    aber das ist halt das lügenblättchen, für linke brandstiftungen gibt es dann noch direkte anwenderhinweise.

  5. derda permalink

    Frohe Botschaft, der Straftäter soll für ca. 2 Jahre in das Gefängnis.

    Die schlechte Nachricht, der „traumatisierte Bürgerkriegsflüchtling“ wird weiter seine kriminelle Energie (Fachkraft) in Deutschland ausführen dürfen. Denn er sichert Arbeitsplätze bei der Polizei und Justiz. Ein neuer „Intensivtäter“.

  6. B78 permalink

    Der Tagesspiegel versteckt das massenhafte Berauben und sexuelle Belästigen vom Kölner Hauptbahnhof so gut wie möglich. Natürlich ohne echte Informationen und nur zwangsweise, da es nicht mehr zu verheimlichen ist.

    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/silvesternacht-in-koeln-belaestigt-und-bestohlen-30-frauen-erstatten-anzeige/12787748.html

    B78

  7. Burgunder permalink

    Da ist der Hasselmann aber froh, daß dies hier im fernen Leipzig passierte:

    https://mopo24.de/nachrichten/linksradikale-fackeln-acht-autos-vom-zoll-ab-37972

    Wie unverschämt von der MoPo, dem Bekennerschreiben zu glauben. Könnte ja von der Pegida fingiert sein …

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