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Explosive Israelkritik als krasser Blödsinn

by - Dezember 16, 2015

Wenn Gläubige Israelkritik üben, dann tun sie es nicht wie die Schreibstuben-Aktivisten des Tagesspiegels und ihre Forumsantifa. Chefaktivist Casdorff beispielsweise erzählt unter Vermeidung der Fakten dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu was zu tun ist, wenn die Hamas mal wieder Raketen in Serie auf die Zivilbevölkerung abgeschossen hat. Netanjahu soll den Siedlungsbau stoppen:

Und vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern in Jerusalem und im Westjordanland sollte sowieso besser alles unterbleiben, was die Lage noch verschärft. Klug wäre, jetzt nicht noch weiter zu provozieren.

Klug wäre, jetzt nicht noch weiter zu provozieren. Eben. Sonst könnte die Hamas das in ihrer Charta formulierte Ziel Israel zu vernichten, noch größeren Ausdruck verleihen.

User tomtomtoy vermittelt am 20.11.2015 um 10:20 Uhr in seiner Antwort an einen anderen User das nötige Faktenwissen, das dem Chefaktivisten offenkundig fehlt. Das hindert die „Israelkritiker“ im Forum aber nicht an begeisterter Israelkritik. Warum auch. Hatice Akyün, damals zuständig für die Schreibe im Stil der Gartenlaube, erläuterte, was es mit den Rakteten auf sich hat. Nämlich, dass

jene knapp sieben Meter langen Raketen mit 90 Kilo Sprengstoff, … ungelenk irgendwo einschlagen.

Es ist darum nicht überraschend, dass deutsche Gerichte gelegentlich nachsichtig sind, wenn Gläubige in Deutschland ihre Israelkritik mit Feuer, wenn auch ohne Schwert, Ausdruck verleihen.

Uns ist eine Begründung bekannt, mit der ein Brandanschlag mittels Molotowcocktails auf eine Synagoge in Wuppertal so motiviert wurde, dass sie zu milden Bewährungsstrafen führte. Denn, so erfahren wir, um eine antisemitische Tat handelte es sich keinesfalls.

Palästinenser sind Gläubige, die ihr Herrschaftsgebiet judenrein halten. Viele dieser Gläubigen leben auch in Deutschland. Auf von den SED-Nachfolgern organisierten Demonstrationen rufen sie “Hamas, Hamas, Juden ins Gas”, angereichert mit Heil-Hitler-Rufen und dem Hitlergruß.

Hitler ist in der Gegend, die Gaza-Streifen genannt wird, ein beliebter Deutscher. Ein wenig Kritik an ihm üben aber auch die Gläubigen von Gaza. Sie monieren, dass der von ihnen verehrte Führer den Holocaust nicht zuende führte und so viele Juden übrig gelassen hat, dass sie noch Israel gründen konnten. Bei den jährlichen Al-Quds-Märschen in Deutschland wird diese Klage ganz offen geführt. Keinen Staatsanwalt kümmert es. Auch der Hitler-Gruß und die Juden-ins-Gas-Rufe erzeugen in der Wahrheitsszene, wenn überhaupt, nur sanftes Stirnrunzeln.

Kürzlich lenkten drei Gläubige in Deutschland die Aufmerksamkeit auf den Gazakonflikt.  Sie warfen Molotowcocktails auf eine Synagoge. Gefährlichen Brandanschlag nennt man das, wenn es Deutsche sind, die so etwas tun. Weil es aber Gläubige waren, die die Aufmerksamkeit auf den Gazakonflikt lenken wollten, verhängte der Richter nur sanfte Bewährungsstrafen.

Jetzt wurde ein anderer Fall gewitzter Gläubiger bekannt (Berliner Morgenpost vom 15.12.2015). Zwei Männer bauten aus verbotenen Polenböllern und Platzpatronen einen Sprengsatz und wollten ihn auf die Israelische Botschaft in Berlin werfen. „Angeblich“ schreibt die Berliner Morgenpost, obwohl einer der Männer eine radikal-islamistische Gesinnung angenommen habe:

Er sei entschlossen gewesen, „den Sprengsatz für einen Anschlag auf die israelische Botschaft oder eine andere israelische Einrichtung einzusetzen“. Sein Freund habe sich überreden lassen.

Da die beiden keine Nazis sind, jedenfalls keine ungläubigen, Gläubige mit einer radikal-islamistischen Gesinnung auch friedlich sein können, war es eine angebliche Anschlagsplanung.

Solcher Hilfe bedarf der gewitzte Gläubige nicht. Denn er hat sicher davon gehört, dass Mörder und Vergewaltiger, die aus Deutschland nach Syrien zum Morden und Vergewaltigen aufbrachen und dort mordeten und vergewaltigten, vom Bundesinnenminister als unsere Söhne und Töchter klassifiziert wurden. Von den Linken hierzulande weiß der Gläubige, dass er rassistisch verfolgt, ein perspektivloses Leben in Deutschland führen muss:

Der mutmaßliche Initiator erklärte, er sei perspektivlos gewesen, habe Drogen genommen und sei „fixen Ideen gefolgt“.

Aber, und das wird ihm neben dem Titel „unserer Sohn“ die Absolution der Wahrheitsszene einbringen, denn das weiß er auch:

Er habe sich auch mit dem Islamischen Staat (IS) befasst. „Mir wurde schnell bewusst, dass es sich um eine verbrecherische Organisation handelt.“ 

Weil er kein ungläubiger Nazi ist, war das, was geplant war, auch keine Gewalttat sondern eine Dummheit:

Es könne aber sein, dass er „aus Dummheit und Imponiergehabe darüber schwadronierte, etwas in die Luft zu sprengen“.

Wir von DiskursKorrekt nehmen noch Wetten zum Strafmaß an. Etwas irritierend ist es, dass sich die Mutmaßlichen aus palästinensischen Familien seit fünf Monaten in Untersuchungshaft befinden. Die Untersuchungshaft erscheint überzogen, schließlich ging es neben der Perspektivlosigkeit nur darum:

„Es ging um den Moment des Knalls.“

Trotzdem: Die Wette gilt.

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3 Kommentare
  1. Paul permalink

    OT

    Agressive, … pardon, ich meinte traumatisierte Abiturienten auf dem Weg nach Helldeutschland.

  2. rumpel@gmail.com permalink

    kritik am faschistischen deutschland. die sachbearbeiter handelten nicht zügig genug.

    schwerer fall von rassismus, warum berichtet der lügenspiegel nicht? na, weil die täter mal wieder die falschen sind. die mehrheit der unterkünfte werden von bewohner angesteckt, aber das interessiert ja nicht.
    menschenverachtung und lebensgefahr besteht nur bei deutschen tätern. wenn der gläubige schutzsuchende zündelt, ist das so ne art notwehr gegen rassismus.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article150088254/Fluechtlinge-legen-Feuer-um-an-Paesse-zu-kommen.html

  3. Hebold permalink

    Casdorffs Unwissen ist scheint’s obergrenzenlos: Israel hat in Gaza den Siedlungsbau eingestellt und sich zurückgezogen. Die Folgen kennen wir. Dass Antisemitismus von Muselmanen in Deutschland akzeptiert wird, zeigt einmal mehr, warum man in Deutschland die Horden von Muselmanen begrüßt: Endlich wieder antisemitisch sein dürfen, lautet die Devise. Kritik am islamischen Antisemitismus wurde ja zB. von Burkhard Lindner (FDP) schon mal mit dem Hinweis zurückgewiesen, solche Kritik gefährde den gesellschaftlichen Frieden. Oder die FAZ weist darauf hin, dass der Antisemitismus nicht Teil des Islams wäre, sondern ein europäisches Produkt. Dass ausgerechnet Syrien dreimal Krieg gegen Israel führte und in zahllosen Aktionen den Terror gegen Israel massiv unterstützte,darauf hat meines Wissens auch noch keiner verwiesen. Oder glauben die Gutmenschen, die entsprechende Indoktrination mit dem Ziel Krieg zu führen, wäre an den Syrern spurlos verüber gegangen?

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