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Die Hetzer der staatlich gelenkten Presse

by - November 11, 2015

Von Hebold

Ok, die Überschrift stimmt nicht. Die deutsche Presse ist nicht staatlich gelenkt, sondern sie unterwirft sich wohl wirklich freiwillig der Richtung, die Berlin vorgibt. Allerdings ist die Überschrift dann zumindest freundlicher, denn wer sich ohne Not der Dummheit und Lügerei der Berliner Politik unterwirft, ist schlimmer als gelenkt.

Heute ist es wieder einmal die FAZ. In dem Beitrag »Staatsanwalt ermittelt gegen Pegida-Frontfrau Festerling« berichtet sie, dass Frau Fersterling mittlerweile von der Justiz verfolgt wird – der Staat greift also zu immer neuen Methoden bzw. zu jenen, die wir aus anderen autoritären Staaten schon kennen. Darin kolportiert die FAZ brav all den Unsinn, der in den letzten Wochen und Monaten über die AfD und PEGIDA verbreitet wurde.

Beispiel: PEGIDA-Chef Lutz Bachmann soll bei Facebook über Ausländer als »Dreckspack« gesprochen haben – eine Bemerkung, die deutsche Minister in leicht gemilderter Form über Mitbürger ganz offen machen dürfen. Nur: Dass Gabriel das gesagt hat, steht fest. Dass Bachmann einen entsprechenden Satz gepostet hat, dagegen – laut Spiegel – nicht:

Der „Dreckspack“-Post wirkt authentisch, er zeigt etwa Bachmanns tatsächliches Profilbild. Ob Bachmann ihn tatsächlich geschrieben hat, ist aber nicht bestätigt. Eine Anfrage von SPIEGEL ONLINE ließ Pegida unbeantwortet. Die Dresdener Staatsanwaltschaft teilte mit, der Tatbestand der Volksverhetzung könnte erfüllt sein.

Mit Formulierungen wie: »wirkt authentisch« oder »könnte erfüllt sein« wurschtelt sich das Hamburger Magazin um die schlichte Tatsache herum, dass man Bachmann nichts nachweisen kann. Die FAZ macht es sich hier leichter und unterschlägt die Einschränkung einfach und erklärt zur Tatsache, was andere noch vermuten:

So hatte er Ausländer in Postings als „Viehzeug“, „Gelumpe“ und „Dreckspack“ bezeichnet.

Alle diese Worte stammen zudem aus einem einzigen Posting! Wer diese Presse nicht als Lügenpresse bezeichnet, der ist eben das: ein Lügner.

Noch besser ist ein Berliner Anwaltsbüro – Zitat aus dem Internet:

Schaut man sich mal den § 130 Abs. 1 StGB an, der die Rechtsfolgen einer Volksverhetzung regelt, passen die Tatbestandsvoraussetzungen recht gut auf den verbalen Wasserrohrbruch dieses Pegidioten:

Mit der Formulierung »verbalen Abwasserrohrruch dieses Pegidioten« ist Bachmann gemeint. Ja, der deutsche Linke erlaubt sich andere als Schmutzwasser zu bezeichnen, oder wahlweise auch mal als Heuschrecken. Er tut es ja für eine gute Sache. Da darf man sich auch mal menschenfeindlich äußern.

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12 Kommentare
  1. Burgunder permalink

    Es ist schon faszinierend, wie es immer wieder nur das eine Berliner Druckerzeugnis schafft, als Beispiel für schlechten und einseitigen Journalismus zu fungieren. Werden dafür Zeit und Prantlhausner Zeitung aufgeführt (die taz muß gar nicht erst extra genannt werden), ist der Lügel immer mit dabei. Nie die Morgenpost oder die Berliner Zeitung.

    Wolfgang Röhl im Achsenartikel über Lady Gaga II:

    „Noch hält die mediale Welcome-Front auf weiten Abschnitten. Aber sie wackelt. Zwar schicken „Zeit“ „Süddeutsche“ oder „Tagesspiegel“ immer neue Schwadroneure ins Feld, um das Lagebild zu verkleistern oder hinter Nebenkriegsschauplätzen wie den Pegida-Demos zu verstecken.“

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/lady_gaga_ii

    Ebenfalls auf der Achse, diesmal ein Kommentator zu Lengsfelds Schümannzweifeln:

    „Horst Jungsbluth 08.11.2015
    (…) Der Tagesspiegel ist spätestens seit 1989 vollkommen abgeglitten, als ehemalige “TAZ” Leute das Heft in die Hand nahmen und die Zeitung auf diesem verheerenden Kurs brachten. Bereits damals machten sich die Bürger darauf aufmerksam, dass man oft bei gewissen Leserbriefen besser informiert wurde, als im redaktionellen Teil, was natürlich auch daran lag, dass es für etliche Leserbriefschreiber der einzige Weg war, sich Gehör zu verschaffen, wie z.B . Hermann Kreutzer (SPD) als Vorsitzenden des Kurt-Schumacher-Kreises, der wegen seiner Anti-SED-Haltung bei seiner Partei in Ungnade gefallen war.“

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/kommentare/kannten_sie_schuermann

  2. almansour permalink

    Volksverhetzung also soll es sein, wenn jemand einen privaten Dialog an die Öffentlichkeit zieht.

    Wenn die FAZ dann dazu schreibt: „So hatte er Ausländer in Postings als „Viehzeug“, „Gelumpe“ und „Dreckspack“ bezeichnet.“, so ist das schon in Betrachtung des veröffentlichten Dialoges falsch, denn Bachmann zitiert hier aus dem Hörensagen eines anderen und im Sachverhalt geht es keineswegs pauschal um „Ausländer“, sondern konkret um die Insaßen eines Heimes mit Asylbewerbern, demnach wohl vielfach illegalen Einwanderern.

    Die Wortwahl des Herrn Bachmann muss nun niemand gut finden oder gar selbst verwenden. Klar aber ist, dass das öffentliche Posting eines privaten Dialogs hinsichtlich der Öffentlichkeit einen Zweck gehabt hat: Nämlich diesbezüglich Herrn Bachmann zu diffamieren. Wer darauf nun anspringt und in privaten Äußerungen auch dann Volksverhetzung sieht, wenn diese gar nicht zur Veröffentlichung gedacht worden sind, der betreibt Gesinnungsschnüffelei statt Aufklärung.

    Ganz abgesehen davon: Hoffentlich hört mich keiner im Privaten über Radfahrer, Claudia Roth oder Markus Lanz sprechen…

    • Freund permalink

      Zum Thema Voksverhetzung hat Holger Arppe (AfD) in seinem lesenswerten Artikel – der auf der Seite gerne noch einmal veröffentlicht werden sollte- völlig zutreffend darauf verwiesen, dass

      „der Volksverhetzungsparagraph von einem Mittel zum Schutze unserer Demokratie zu einem Werkzeug des ideologischen Kampfes gegen politische Abweichler und Andersdenkende in Deutschland geworden ist. Somit steht dessen heutige Anwendung auf bedrückende Weise in der Tradition jener Gesinnungsjustiz, wie sie in der DDR zum Schutze der politischen Herrschaft eines totalitären Funktionärsapparates etabliert war, welcher sich jeder demokratischen Kontrolle entzogen hatte.“

      http://journalistenwatch.com/cms/volksverhetzung-warum-bjoern-hoecke-recht-hat/

  3. Der nun wieder permalink

    Hier ist noch so ein Selbstbeweihräucherer:

    http://www.morgenpost.de/kultur/berlin-kultur/article206559711/Der-Hass-von-AfD-und-Pegida-kann-sich-gegen-alles-richten.html

    Von „Hass“, den ich weder bei Pegida noch AfD per se so verorte, sprechen gerade die, die selbst am Meisten ihren Hass in die Welt tragen! Dass rechte Idioten tatsächlich auch hassen, ist bei den linken Idioten mit Sicherheit in noch höherem Level und in Gewalttaten festzustellen.

    Die da meinen, pauschal Andere als „hassend“ zu bezeichnen, sind die, die nicht zuletzt selbst hassen, sogar ihr eigenes Land! So erfährt das Wort „Hass“ eine ähnliche Inflation, wie der Begriff „Rassismus“.

    • Columbo permalink

      Übrigens interviewt die Morgenpost in diesem Artikel den Regisseur Falk Richter, der in der Schaubühne aktuell das Stück „Fear“ inszeniert; Gunnar Schupelius hat dazu Folgendes geschrieben:

      „Besonders hart wird mit konservativen Frauen ins Gericht gegangen, die sich in der Öffentlichkeit profiliert haben, zum Beispiel mit Hedwig von Beverfoerde, Birgit Kelle und Beatrix von Storch. Sie werden in eine Reihe mit der mutmaßlichen Terroristin Beate Zschäpe und dem Massenmörder Anders Breivik gestellt.

      Sie tanzen als wild gewordene hasserfüllte Kreaturen über die Bühne. Ihre Namen werden wie die von Verbrecherinnen anklagend ins Publikum geschrien. Sogar eine Wohnadresse wurde dem geneigten Publikum bekannt gegeben.“

      http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/woher-kommt-dieser-neue-hass-auf-die-konservativen-frauen

      Kein Wunder, dass dem Regisseur seine linksversiffetn Unverschämtheiten um die Ohren fliegen – zu Recht!

      • Columbo permalink

        Oder anders gesagt:

        In der Schaubühne ruft Falk Richter daztu auf, Beatrix von Storch „wegzumachen“. In der Nacht darauf brennt ihr Auto.

        Was sagt Bundesminister Maas zur geistigen Brandstiftung dieser Art?

    • rumpel@gmail.com permalink

      der lügenspiegel hat das thema auch schon für sich entdeckt, die forumsschwachköpfe toben sich we gewohnt aus.
      http://www.tagesspiegel.de/kultur/schaubuehne-berlin-fear-provoziert-rechte-drohungen-nach-afd-kritischem-theaterstueck/12571936.html

      nun wäre es nicht der lügenspiegel, wenn er nicht gewisse fakten mal wieder manipulierend weglässt.
      in dem stück wird eindeutig zu gewalt aufgerufen. im kontext zu den damen b. v. storch und hedwig v. beverfoerde, denen rein zufällig wenige tage nach der premiere von fear die autos angezündet wurden (bei indymedia wurde das gefeiert), wird von „Schuss zwischen die Augen“ gesprochen, von „wegmachen“ und „unter die Erde bringen“.

      solche aussagen in verbindung an sonstige politiker seitens pegida oder afd wären von seiten der lügenpresse dann wieder ein gefundenes fressen. so aber zeigt sich mal wieder die verlogenheit, denn hatespeech von den gutmenschelnden schwachköpfen ist natürlich nicht verwerflich.

      hassrethorik ist ja nur einseitig zu verurteilen und die zufälligen brandanschläge sind ja so eine art notwehr gegen rechtspopulöse, metasierende geschwüre, die in lagern konzentriert werden sollten.

      http://www.welt.de/kultur/article148534550/Da-bin-ich-zwischen-NPD-Plakaten-und-braunen-Zombies.html

      hier ein beispiel für gerechte nazirethorik mit gleichzeitiger sippenhaft, die linke schwachköpfe ja sonst vehement, allerdings extrem heuchlerisch bekämpfen.

      -Das Stück sei "beleidigend und geschmacklos". Besonders störte er sich an einer Szene, in der die AfD-Europaparlamentarierin Beatrix von Storch in einer sexuell aufgeladenen Umarmung mit ihrem Großvater, Hitlers Finanzminister Lutz Graf Schwerin von Krosigk, dargestellt werde. Auch dass die Parteivorsitzende Frauke Petry in dem Stück in eine Reihe mit dem norwegischen Massenmörder Anders Breivik und der NSU-Extremistin Beate Zschäpe gestellt werde, sei inakzeptabel. Bislang habe kein Parteimitglied rechtliche Schritte gegen den Autor des Stückes eingeleitet. "Wir prüfen das aber noch", sagte Lüth.

      aber das ist ja nicht der skandal, sonden das in der aufführung mitgefilmt wurde

      http://www.n-tv.de/politik/AfD-echauffiert-sich-ueber-Theaterstueck-article16304051.html

      • Columbo permalink

        Und hier dann noch die ursprüngliche Rezension des Stücks von Peter von Becker, der sich angesichts dieser überfälligen Abrechnung mit dem „rechten, kotzigen Gebrüll“ wohlig einen runterholt:

        http://www.tagesspiegel.de/kultur/fear-in-der-schaubuehne-am-lehniner-platz-angst-essen-europas-seele-auf/12500248.html

      • almansour permalink

        Ein typischer Kommentar aus den Kreisen jener Figuren, die sich nur zu gerne als Schergen in der fschistischen Hatz anbieten und nach dem starken Nachtwächterstaat schreien:

         von heiko61
        11.11.2015 16:52 Uhr
        

        Der rechte Mob
        geht von bloßer rassistischer Hetze immer offener zu Gewalt und Terrorismus über. Hoffentlich gibt es bald eine ganz scharfe Reaktion unseres Rechtsstaates gegen diese Gewalttäter.
        Die Künstler haben natürlich meine volle Solidarität! Ich werde mich schnell um Karten bemühen.

  4. thombar permalink

    mit solchen „ergüssen“ selbst komponierter „wahrheiten“ treiben die „qualitätstmedien“ die menschen in heerscharen den rechtsradikalen in die arme!

    und das vermutlich nur, um das ach so geliebte eigene feindbild am leben zu erhalten, bzw erst mal zu schaffen.

    keiner hat je mehr rechtsruck erzeugt als die sogenannten eliten, die medien, die salonlinken und andere politische selbstbeweihräucherer.

    • Wolfgang Hebold permalink

      Ist ja alles richtig – aber der Artikel stammt aus der FAZ. Oder ist die Saat von Schirrmacher so gut aufgegangen? Der Mann war das große Desaster für diese ehemals große deutsche Zeitung.

      • Freund permalink

        Wie meinen sie das, dass Frank Schirmacher das große Desaster für die FAZ war?

        Verstehen sie mich nicht falsch, ich sage nicht, dass sie falsch liegen. Ich habe auch schon gehört, dass Schirrmacher die FAZ nach links gerückt hat. Ich würde es nur gerne genauer wissen.

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