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Eine Warnung vor der CSU

by - November 10, 2015

Sehr geehrte Diskurs-Korrekt Redaktion

Ich habe für euch einen Artikel verfasst, der sich mit der Rolle der CSU- und allgemein über die Medien, und Diffamierungsmechanismen von etablierten Parteien und Medien beschäftigt.
Ursprünglich sollte es ein Artikel werden, aber am Ende ist der Artikel so lang geworden, dass ich ihn in zwei seperate Artikel aufteilte.

Ich hoffe auf baldige Veröffentlichung.

Zertany

Danke für den interessanten Artikel, den wir gerne in einem Teil veröffentlichen.

Gruß DK

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Sie Wochen und Monaten fordert die CSU unter lautem Geplärr und Getöse Maßnahmen zur „Begrenzung der Zuwanderung“ sogenannter Flüchtlinge, kündigt diverse Asylrechtsverschärfungen an, kritisiert demonstrativ Angela Merkel, drohte sogar mit „Notmaßnahmen“ und Koalitionsaustritt – und tut dabei zumindest so, als ob sie wirklich einen Wandel der bundesdeutschen Asylpolitik wolle und tatsächlich die Politik der Bundesregierung, der sie selbst abgehört, ablehne.

Dabei zeigt uns die Sprache, was am Ende dabei heraus kommt: „Fordern“, „kritisieren“, „drohen“ und „ankündigen“ – das sind alles nur Worte des Sprechens nicht des Handelns. Denn während der Zustrom sogenannter Flüchtlinge in bisher unbekannte Höhen ansteigt, unternimmt Seehofer letztendlich nichts.

„Hunde, die bellen beißen nicht“, sagt schon der Volksmund, und was bei Seehofers lautem Gebrülle am Ende herauskommt, ist äußert bescheiden.

Wochen und Wochen vergehen, während Seehofer fröhlich weiter sich in seiner rein verbalen Stärke gefällt, und nichts hat sich an der deutschen Grenze verändert, täglich strömen tausende überwiegend muslimische Migranten ins Land, die Bundespolizei wird missbraucht als staatlich legitimierte Schleuserorganisation, muss die Unfähigkeit der Regierungsparteien, oder besser gesagt den Unwillen, auch nur das Geringste gegen den Zustrom zu unternehmen, ausbaden.

Selbst mit seinen neusten Forderungskatalog zum zweiten Asylpaket der Bundesregierung ist Seehofer grandios gescheitert – und das bereits an der CDU. Schon vor den endgültigen Koalitionsgesprächen mit der SPD endete ein Treffen der Unionspitzen am 1. November mit einem gemeinsamen Positionspapier von CDU und CSU, das zwar viele Placebos enthält, aber keine einzige der zentralen Forderungen Seehofers – bis auf die Forderung nach Transitzonen. Keine einzige der in diesem Positionspapier angekündigten Maßnahmen sorgt auch nur für einen Flüchtling weniger.

Dass CSU-Chef Horst Seehofer selbst gegenüber der CDU nichts durchsetzen konnte, das er vorher lautstark eingefordert hatte, bemerkt selbst Bernd Hilder in einem für eine Mainstream-Zeitung ungewöhnlich kritischen Leitartikel in der „Thüringische Landeszeitung“:

„Im Positionspapier von CDU und CSU zur Flüchtlingsfrage steht inhaltlich viel Merkel und sehr wenig Seehofer. So werden zwar Transitzonen für Flüchtlinge gefordert, aber keine einzige Maßnahme, die kurz- oder mittelfristig zu einer Eindämmung des Flüchtlingsstroms führen könnte. Von Notwehrmaßnahmen Bayerns ist keine Rede mehr. So können jetzt auch mit dem Segen Seehofers jeden Tag Flüchtlinge in der Größenordnung einer Kleinstadt einreisen. Jedes deutliche Signal an Flüchtlinge, nicht mehr zu kommen, weil Landkreise, Städte und Dörfer, ja weil auch die gutmütigsten Helfer ihre Belastungsgrenzen erreichen, fehlt.“

AfD-Vize Alexander Gauland brachte das Resultat des Treffens der Unionsparteien pointiert auf den Punkt:

„Alles, was vom bayrischen Gebrüll von Ultimaten und Koalitionsaustritt übrig geblieben ist, ist ein nichtssagendes Positionspapier, das keine einzige echte Maßnahme enthält. Seehofer hat weder seine Forderungen durchsetzen können, noch wird er die angekündigten Konsequenzen ziehen.“

Und selbst mit seiner einzigen verbliebenen Forderung, den Transitzonen, scheiterte Seehofer an der SPD.

Dabei forderte der Horst-Seehofer CSU, wie er selbst stets betonte, auch nur um Maßnahmen für eine bloße Begrenzung des ohnehin schon größten Zustroms an Migranten in der gesamten deutschen Geschichte. Zum Vergleich: Franz Josef Strauß, auf den sich CSU-Graden ritualhaft berufen, forderte 1986, nachdem im Vorjahr „nur“ 100 000 Asylbewerber in die Bundesrepublik geströmt waren, gleich eine radikale Verfassungsänderung, die dafür sorgen sollte „daß nur noch Flüchtlinge aus Ostblock-Ländern und aus dem sowjetisch besetzten Afghanistan aufgenommen werden müssen“ (Der Spiegel vom 15.9.1986).

CSU-Anhänger zunehmend enttäuscht

Während Seehofer nicht müde wird, sich selbst als der Sieger seiner eigenen Niederlagen zu präsentieren, immer mehr Anhänger der CSU haben verstanden, dass Horst Seehofer nur mit Platzpatronen schießt. Den geschürten Erwartungen folgt regelmäßig enttäuschende Tatenlosigkeit.

Dies verdeutlicht auch ein Blick auf die Facebook-Seite der CSU. In der im Vergleich zu anderen Altparteien stark frequentierten Seite dominierten bis vor kurzen Kommentare voller Lob und Anerkennung für die CSU und Horst Seehofer.

Kommentare im Stile von diesen hier, die zu einem Beitrag vom 9. Oktober 2015, gepostet wurden, erhielten regelmäßig die besten Bewertungen:

„Es spricht genau das aus, was alle denken. Danke! Endlich jemand der Klartext redet. Leider wohne ich nicht in Bayern. Ich wäre gerne Mitglied ihrer Partei.“

„CSU..BUNDESWEIT…und Seehofer zum KANZLER..! ! !“

„Die Bayern haben wenigstens noch einen Arsch in der Hose .
Bin froh das ich hier wohne !!!!!!!!!“

Mittlerweile zählen zu den Top-Kommentaren solche Kommentare, wie man sie unter einem Beitrag des gestrigen Morgen finden kann:

„Wir sind dermaßen von Hr. Seehofer enttäuscht, das begründe ich lieber nicht zu genau, denn sonst müßte ich hier bayerische Worte gebrauchen, die nicht nett sind. Habe immer auf die CSU in Bayern gebaut ( unter anderer Führung) ..“

„Den markigen Worten von Seehofer folgt zwitschern im Walde. Er ist genauso ein Weichei wie die gesamte Sippe um Merkel. Zeigt es denen bei der nächsten Wahl und wählt irgendeine Partei bloß nicht die in Berlin.“

„Leider bewahrheitet sich ,nach den gestrigen Gesprächen, ein altes Sprichwort ” Hunde die bellen, beißen nicht “Ich finde es äußerst bedauerlich, dass die CSU ihre gemachten Ansagen in Richtung Berlin, gestern hat fallen gelassen…..und zu Kreuze gekrochen ist !! CSU ist jetzt das Schoßhündchen vom Gabriel SPD …..eingeknickt und jegliches Rückgrat verloren !!
Wie armselig.“

Untätigkeit gegen Merkels Asylpolitik, großes Engagement gegen Asylkritiker

Während die CSU unfähig, und vermutlich auch unwillig ist, die ständig versprochene „Begrenzung der Zuwanderung“ herbeizuführen und auch nur das geringste gegen den anhaltenden Massenansturm vermeintlicher „Flüchtlinge“ zu unternehmen, tut sie überraschend viel gegen alle echten Kritiker und Gegner der Flüchtlingspolitik .

So hat die CSU Ende Oktober verlautbart, dass sie die bayrischen PeGiDa-Ableger „Pegida München“ und „Pegida Franken“ von ihrem Verfassungsschutzamt beobachten – und damit einhergehend zwangsläufig auch als „verfassungsfeindlich“ einstufen lässt. Der Nürnberger Ableger „Nügida“ stand schon längere Zeit unter Beobachtung (Handelsblatt vom 04.11.2015).

In keinem anderen Bundesland steht die Pegida-Bewegung dermaßen im Fokus des Verfassungsschutzes wie bei uns“, prahlte er bayrische Innenminister autoritätsstrotzend wobei seine Wortwahl „Pegida-Bewegung“ andeutet, dass es ihm um alle PeGiDa-Demonstrationen geht, einschließlich dem Original in Dresden.

Bereits im Vorfeld der Beobachtung hatte sich die CSU mit Engagement gegen Gegner der gegenwärtigen Asylpolitik der Bundesregierung hervorgetan, einschließlich aber nicht nur gegen PeGiDA.
Am 24.10.2015 demonstrierte die CSU in Nürnberg gegen eine AfD-Kundgebung gemeinsam mit Jusos, SPD, Grüne, Pro-Asyl, und selbst der Linkspartei. CSU-Vertreter marschierten hier also Seite an Seite mit radikalen Asylbefürwortern und Parteien, welche die CSU selbst als linksextrem bezeichnet.

Und in München kündigte der CSU-Stadtrat Mariam Offmann bereits ein „Aufbegehren der gesamten Stadtgesellschaft“ an, sollte es der PeGiDA erlaubt werden, am 9. November in München zu demonstrieren.

Offmann kann übrigens ohnehin als Warnung für alle herhalten, die in der CSU immer noch so etwas wie eine konservative Partei sehen. Mariam Offman bejubelte auf seinem Facebook-Seite Merkels Entscheidung, die „Flüchtlinge“ Anfang September nach Deutschland weiter reisen zu lassen, die selbst zurecht von der CSU-Führung und Seehofer kritisiert wurde. Er bejubelte auch die „Flüchtlingsbegrüßer“ vom Münchner Hauptbahnhof, deren Bilder um die Welt gingen, und begab sich nach eigenen Angaben selbst zum Bahnhof, um die ankommenden „Flüchtlinge“ mit „Welcome in Germany“ zu begrüßen. Aus seinen Facebook-Post dringt leider deutlich heraus, welch große Freude Offmann über die Masseneinwanderung muslimischer Dritte-Welt-Staatler empfindet. Man spürt leider allzu deutlich, wie sehr es ihm Genugtuung bereitet, dass die deutsche und die gesamte europäische Bevölkerung immer mehr verdrängt werden.

Die PeGiDA stigmatisieren

In Zeiten, in denen die extreme Asylpolitik Merkels immer verheerende Auswirkungen nach sich zieht, die CSU sich immer weniger überzeugend als Gegner dieser Politik zu verkaufen kann, die sie als Regierungspartei bis heute immer verantwortet hat, scheint die dazu überzugehen, alle ehrlichen Kritiker und echten Gegner der verantwortungslosen Masseneinwanderungspolitik der Kanzlerin zu bekämpfen.

Einer vielfach missverstandenen Äußerung von Franz Josef Strauß von 1986, darf es „rechts von der CSU darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben“. Die heutige Seehofer-Huber-CSU verantwortet eine stramm linksgrüne Politik und versucht alles „rechts von der CSU“ als undemokratisch zu delegitimieren.

Nicht nur die CSU reagiert auf ihre Unsicherheit angesichts des eigens angerichteten Katastrophe mit zunehmend fanatischen Wutbeißen – mit einem immer hemmungsloseren schamloseren Kampf gegen alle, die schon immer Gegner dieser Wahnsinnspolitik waren und zugleich Gefährder ihres Machtmonopols sind. Die „Junge Freiheit“ schreibt:

„Die Ratlosigkeit der politischen Klasse kristallisiert sich im wild gewordenen Einschlagen auf zum Blitzableiter auserkorene Erscheinungen wie die Pegida-Bewegung, die ja selbst nicht Ursache der Probleme ist, sondern nur Symptom und Reaktion auf kollektives Staatsversagen.“ 

Und am Ende des Kampfes der etablierten Parteien gegen ihre politische Gegner in der Bundesrepublik, gewissermaßen als ihre letzte Wunderwaffe, steht dann der Einsatz der Verfassungsschutzämter.

In der „Blauen Narzisse“ (siehe dazu Wikipedia, DK) wurde diese systematische, stufenweise Diffamierung, die sich gegen die PeGiDa und auch gegen die AfD richtet, sehr genau beschrieben (Blaue Narzisse vom 22.10.2015):

Gandhi hatte mal gesagt: „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

Momentan scheinen wir in der entscheidenden dritten Phase angelangt zu sein – der systematischen Bekämpfung in Form einer sich zuziehenden Daumenschraube. …. Alle bisherigen Maßnahmen, um die beiden unliebsamen Gruppierungen zu zerstören, verliefen im Sande.

Bei Pegida wurden bereits zahlreiche Mittel ausprobiert: Neben der unfassbar einseitigen Berichterstattung der Mainstream-Medien, die einzelne Plakate, Übergriffe und ähnliches von Pegida-Demonstranten seitenlang ausbreiteten, wurde die Bewegung auch bewusst provoziert. So geschehen auch letzten Montag, als die Polizei plötzlich vermeldete, alle Ausgänge vom Theaterplatz seien von Linken blockiert. Doch die Teilnehmer zeigten nicht die staatlich gewünschte, gewalttätige Reaktion, sondern blieben friedlich und warteten geduldig den Polizeieinsatz ab.

Nachdem auch die Umarmungsstrategie Anfang des Jahres, als man Vertreter in Talkshows einlud und ihre „Ängste“ Ernst nahm, ergebnislos endete, verbleibt den Altparteien nun nur noch die harte Gangart: Es wird öffentlich über ein – rechtlich derzeit glücklicherweise unmögliches – Verbot von Pegida diskutiert. Auch der Verfassungsschutz solle Pegida stärker beobachten. Man habe es mit „harten Rechtsextremisten“ zu tun, so Innenminister Thomas de Maizière sichtlich verzweifelt.“

Hinter der Beobachtung der PeGiDa-Bewegung stehen nicht etwa irgendwelche Sicherheitsbedenken. Hätten die etablierten Parteien nur die geringste Sorge um die Sicherheit der Bürger würden sie diese unkontrollierte Massenmigration -noch dazu aus Ländern, in denen der IS und ähnliche Gruppierungen wüten- schon allein aus Sicherheitsgründen nicht zulassen. Nein, die Beobachtung durch den Verfassungsschutz dient allein dazu, die PeGiDa-Bewegung zu marginalisieren, und mögliche Teilnehmer abzuschrecken. Gerade dem bürgerlich-konservativen Bevölkerungsschichten, welche aus Gewohnheit noch dazu neigen, auf die Institutionen dieses Staates zu vertrauen, soll durch den „Verfassungsschutz“ Angst gemacht werden, dass die Bewegung besonders extrem, unseriös und gefährlich präsentiert werden.

Die CSU ist selbst eine verfassungsfeindliche Partei

Darüber hinaus müsste der Verfassungsschutz, wenn er seine Arbeit richtig machen könnte, selbst die CSU einschließlich der etablierten Parteien beobachten.

Denn diese Parteien agieren längst selbst gegen die „freiheitlich-demokratisch Grundordnung“- – und das nicht nur durch ihre bloße Gesinnung sondern durch ihre aktives Handeln und ihre Politik.
Allein die Asylpolitik der Bundesregierung, die – aller Kritik zum Trotz – von der CSU mitgetragen wird, ist selbst gleich in mehrerer Hinsicht verfassungsfeindlich und extremistisch.

Es würde die Grenzen dieses Artikels sprengen, die Verfassungsfeindlichkeit der Asylpolitik der Bundesregierung in jedem einzelne Detail zu beschreiben, deshalb soll es genügen, den AfD-Vize Paul Hampel zu zitieren, der die Asylpolitik der Bundesregierung schon vor Monaten treffend zusammenfasste (AfD, 7. September 2015):

„Die Bundesregierung bricht alles, was es an nationalen und europäischen Regeln und Gesetzen zum Asylrecht gibt.“

Wenn eine Einzelpersonen Gesetze brechen, dann handeln sie gegen einfache Rechtsnormen (Strafgesetzbuch) und sind damit Kriminelle.

Wenn Parteien in Regierungsverantwortung geltende Gesetze brechen – und das auch noch wiederholt und systematisch – dann handeln sie gegen die gesamte Verfassung, dann sind sie keine bloßen Kriminellen mehr, sondern Verfassungsfeinde.
Die Parteien müssen dazu noch nicht einmal spezifische Verfassungsnormen direkt brechen, es genügt, sich über „einfache“ Gesetze hinwegzusetzen – denn das Verfassungsprinzip der Rechtstaatlichkeit wird dann immer angriffen.

Regierungsparteien, die nach der Devise handeln „Gesetze, sind da, um nicht einzuhalten zu werden“ oder „Ich befolge nur die Gesetze, die mir in den Kram passen“, sind per Definition immer Verfassungsfeinde.

Darüber hinaus läuft die gegenwärtige Einwanderungspolitik – verstärkt durch die ohnehin schrumpfende deutschen Bevölkerung und den natürlichen Zuwachs der alteingesessen Migrantenbevölkerung- darauf hinaus, dass ein in kürzester Zeit vollständiger Bevölkerungsaustausch stattfinden wird, dass die autochthon-deutsche Bevölkerung – wie die gesamte weiße, christlich-geprägte Bevölkerung dieses Landes – binnen weniger Jahre zu einer Minderheit gemacht werden, und damit das deutsche Staatsvolk letztendlich aufgelöst wird.

Wenn es nicht verfassungsfeindlich ist, das eigene Staatsvolk, den Souverän dieses Staates, faktisch abzuschaffen und durch eine neue, multikulturelle Bevölkerung zu ersetzen, was ist es dann?

Die CSU trägt als Regierungspartei also eine extremistische, verfassungsfeindliche Asylpolitik mit, und lässt Gegner dieser Politik als Verfassungsfeinde diffamieren.

Trotzdem würde unter den gegebenen Umständen kein Verfassungsschutzamt die CSU oder eine andere der etablierten Parteien unter Beobachtung stellen. Und das hat auch seinen guten Grund.:

Verfassungsschutzämter – abhängige Diffamierungsbehörden der etablierten Parteien

Die Verfassungsschutzbehörden sind nämlich alles andere als unabhängige Organisationen. Um wieder die „Blaue Narzisse“ zu zitieren:

„Die Verfassungsschutzämter sind keine Orakel von Delphi, die immer Recht haben und mit ihrer Einschätzung grundsätzlich richtig liegen. Sie sind weisungsabhängige Behörden, die direkt dem Innenministerium unterstellt sind und nach dessen Anweisungen handeln.“

Und diese Verfassungsschutzämter sind nicht nur komplett von den etablierten Parteien anhängig, sie haben auch noch eine faktisch unbegrenzte Ermächtigung, Parteien und Gruppen zu „Beobachtungsobjekten“ zu machen, und damit nicht nur mit Hilfe nachrichtendienstlicher Mittel systematisch auszuforschen sondern auch gleichzeitig als „extremistisch“ und „verfassungsfeindlich“ abzustempeln.

Formalrecht gesehen, ist es den Verfassungsschutzämter nur gestattet, neben Spionageaktivitäten fremder Mächte und (potenziellen) Gewalttätern nur „Bestrebungen“ beobachten, die sich gegen die „freiheitliche demokratische Grundordnung“, und „den Gedanken der Völkerverständigung“ gerichtet sind. Aber wann genau sich eine Partei oder Gruppe gegen die „freiheitlich demokratisch Grundordnung“ oder die „Völkerverständigung“ richtet, entscheiden die Verfassungsschutzämter höchst selbst.

Dementsprechend werden von den Verfassungsschutzbehörden Parteien und Gruppierungen je nach Gusto und politischem Nutzen der sie kontrollierenden etablierten Parteien unter bzw. außer Beobachtung gestellt. Wer als „extremistisch“ zu gelten hat und wer nicht, bestimmen also die etablierten Parteien.

In keiner anderen freiheitlichen Demokratie würde die PeGiDa von einem Inlandsgeheimdienst offiziell beobachtet werden. Das liegt daran, dass in demokratischen Rechtstaaten Parteien und Gruppen nur aufgrund von Straftaten oder einer akuten Gefährdung von einem Inlandsgeheimdienst beobachtet werden können. Die geheimdienstliche Beobachtung von Personen und Gruppen mit der einhergehenden Stempelung als „Extremist“ nur aufgrund der Gesinnung ist eine bundesdeutsche Anomalität.

Die etablierten Parteien hingegen werden nie von einer Verfassungsschutzamt beobachtet, ganz egal wie sie sich am Grundgesetz auch vergreifen – jedenfalls nicht solange sie die Innenminister und die Regierungen stellen. Die Kontrolleure kontrollieren sich nicht selbst.

Die Verfassungsschutzbehörden sind nichts anders als Diffamierungsbehörden im Dienste der etablierten Parteien. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, mögliche parteipolitische Konkurrenz durch nachrichtendienstliche Ausforschung zu bekämpfen sowie durch die Erwähnung in den Verfassungsschutzberichten öffentlich zu stigmatisieren. Sie tun das im Dienste von Parteien, die das Grundgesetz, den Rechtstaat und die Demokratie systematisch untergraben, eine die gesamte Existenz Deutschlands gefährdende, rechtsbrecherische Einwanderungspolitik betreiben – und daher längst selbst nach ganz objektiven Maßstäben „verfassungsfeindlich“ und extremistisch“ angesehen werden müssen.

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5 Kommentare
  1. Michelo permalink

    Einer vielfach missverstandenen Äußerung von Franz Josef Strauß von 1986, darf es „rechts von der CSU darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben“. Die heutige Seehofer-Huber-CSU verantwortet eine stramm linksgrüne Politik und versucht alles „rechts von der CSU“ als undemokratisch zu delegitimieren.

    Martin Kleine-Hartlage kam schon im Jahr 2013 zu sehr ähnlichen Schlüssen – auch unter Bezugnahme des Verfassungsschutzes.

    „Als Franz Josef Strauß das Prinzip formulierte, es dürfe rechts von der Union keine demokratisch legitimierte Partei geben, da meinte er damit, dass die Union konservative Positionen vertreten müsse, um eine solche Partei überflüssig zu machen. Die heutige CSU versteht darunter das Gegenteil, nämlich linke Politik zu machen und der daraus resultierenden Akzeptanzprobleme dadurch Herr zu werden, dass sie die demokratischen Positionen politischer Gegner zu undemokratischen Positionen, die Gegner selbst zu “Extremisten” erklärt, die es mundtot zu machen gilt.“

    http://korrektheiten.com/2013/04/14/wen-oder-was-schuetzt-der-verfassungsschutz/

  2. Columbo permalink

    Erstaunt lese ich, dass Deutschland zum Dublin-Verfahren zurückgekehrt ist. Angeblich schon seit Oktober.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/fluechtlinge-aus-syrien-oesterreich-sieht-rueckkehr-zu-dublin-verfahren-als-signal/12570594.html

    Wirklich? Kommen jetzt nicht mehr 10.000 Menschen am Tag über die Grenze? Schicken wir die schon an der Grenze zu Österreich (= sicherer Drittstaat) zurück?

    Irgendetwas entgeht mir hier…

  3. FernerLeser permalink

    „Die CSU trägt als Regierungspartei also eine extremistische, verfassungsfeindliche Asylpolitik mit, und lässt Gegner dieser Politik als Verfassungsfeinde diffamieren.“

    Richtig. Genau so ist es. Treffender lässt sich die ganze Absurdität der Verfassungsschutz-Beobachtung der PeGiDa nicht zusammenfassen.

  4. almansour permalink

    „Gut gebrüllt Löwe – und gelandet als Bettvorleger“ könnte man der CSU auch zurufen. Ja, völlig richtige Einschätzung! Aber man will dabeibleiben, bei Werkelei und Weitermerkelei und niemand traut sich, die Wahrheit auszusprechen, dass die Masseneinwanderung von Moslems dem Land schadet und beendet werden muss. Stattdessen versuchen alle, ihre eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen und docken sich an bei jenen gesellschaftlichen Schichten, die sich von Islamisierung jenen Wellenkamm an Entdemokratisierung und autoritärer Gesellschaft versprechen, auf dem sie oben schwimmen.

  5. derda permalink

    Volle Zustimmung und danke für die verständlich geschriebenen Zusammenhänge.

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