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Tagesspiegel + Die Zeit: Entfesselte Denunziationskultur

by - Oktober 27, 2015

Als wir vor vier Jahren diesen Blog begannen, waren wir nach unserer Kenntnis die einzigen Blogger, die den Tagesspiegel würdigten, das Blatt, das Berlin und dem Rest von Helldeutschland ein Stück DDR zurückbrachte. Anlass war die Hetzkampagne gegen Thilo Sarrazin, die mit durchgeknallten Forums-„Antifaschisten“, den virtuellen Schlägertruppen des Tagesspiegels, durchgeführt wurde (Warum dieser Blog?). Seitdem sind vier Jahre vergangen, unser Blog wächst und gedeiht und der Tagesspiegel erregt viel Aufmerksamkeit im Internet.

Die Gegenöffentlichkeit im Internet erregt den Ärger der Wahrheitsszene und ihrer Presse so sehr, dass Pöbeleien und Hetze gegen Andersdenkende ein Ausmaß angenommen haben, das vor vier Jahren außerhalb unserer Vorstellungen gelegen hat.

Wir jedenfalls sind darüber froh, dass nun auch andere in größeren Blogs über die „entfesselte Denunziationskultur“ berichten, für die die Schwester-Blätter Die Zeit und Tagesspiegel stehen. Zum Beispiel Nicolaus Fest. Fest war stellvertretender Chefredakteur bei der Bild am Sonntag. Die BamS hat er verlassen. Auf eigenen Wunsch, schreibt der Tagesspiegel. Gegangen ist er wegen eines „islamkritischen Kommentars“, von dem sich die Chefetage der BamS distanzierte (siehe Hier freut sich der Islamophile). Fest schreibt am 17.10.2015 über Die Zeit und das Blatt für den tätigen Antifaschisten (Danke, liebe Antifa!):

Zum Stand dieses Landes: Verleumdung und Niedergang

Was herrschaftsfreier Diskurs ist, zeigt einmal mehr der Berliner Tagesspiegel, schon länger ein Blatt ohne jede Haltung. Dort darf ein Tobias Bütow aus dem Hinterhalt der Schäbigkeit auf den renommierten Historiker Jörg Baberowski anlegen. Baberowski, bekannt durch standardsetzende Werke zum Stalinismus, hatte kürzlich mit Blick auf die ‚Flüchtlingskrise’ in der FAZ Bedenken gegen die Erosion des Rechtsstaats und die Einheitlichkeit der veröffentlichten Meinung formuliert. Nun folgte die Denunziation. „Vorwürfe, dass er der extremen Rechten angehöre, mehren sich. Auch in französischen Medien ist davon die Rede.“ Wer derart absurde Vorwürfe erhebt und wo, welche französischen Medien gemeint sind, wer sich dort angeblich mit dem „einstmals (!) angesehenen Historiker“ befasst und inwieweit irgendeiner dieser Anwürfe berechtigt ist, wird nicht erklärt. Allein die bloße, quellenfreie Behauptung genügt dem Tagesspiegel. So verstecken sich Feiglinge hinter allerdünnsten Formulierungen. Erbärmlich. Wer Herrn Bütow trifft, sollte ihm „ins Gesicht schlagen“.

Kleiner Scherz, nicht zu befolgen. Ich zitiere damit nur aus einem Leserbrief auf ZEIT.online, der sich, neben ähnlichen weiteren, vor einem Jahr auf mich bezog – und tatsächlich eine ‚Leseempfehlung’ der ZEIT-Redaktion bekam. Allerliebst. ZEIT und Tagesspiegel sind publizistische Schwestern, Giovanni di Lorenzo ist bei beiden in leitender Funktion. Dass die ZEIT kürzlich dem Schriftsteller Botho Strauß, der aus poeto-kulturellen Gründen vor der Zuwanderung warnte, Demenz und schwindenden Geist attestierte, passt ins Bild einer entfesselten Denunziationskultur.

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13 Kommentare
  1. priexo1 permalink

    Die Frequenz der blödsinnigen Artikel im TS steigt gerade massiv!

    Jetzt werden schon Lesewarnungen herausgegeben für Bücher. Was soll man davon halten? Fehlt nur noch die Warnung vor „entarteter Kunst“. Man geht hier mit Riesenschritten in Richtung Meinungsdiktatur, Index und Bücherverbrennung!

    http://www.tagesspiegel.de/kultur/jean-raspail-das-heerlager-der-heiligen-das-kultbuch-der-neuen-rechten-eine-lesewarnung/12500440.html

    Zitat:
    [quote]Der Roman „Das Heerlager der Heiligen“ aus dem Jahr 1973 ist eine Blaupause von Pegida.[/quote]

    Die Verbindung eines Romans von 1973 mit Pegida bzw. die Verklärung von ersterem zur „Grundlage“ bzw. „Entwurf oder Konzept“ für Pegida ist nicht nur sprachlich mehr als abenteuerlich!

    Leserkommentare sind teilweise recht kritisch.

    • Der nun wieder permalink

      Jetzt kann man von einem Lügelschreiber nicht erwarten, dass der in der Lage ist, Literatur des gehobenen Anspruchs auch nur ansatzweise zu erfassen. Wer verblendet im eigenen Müll des schlecht bezahlenden Arbeitgebers meint, sich als Literaturkritiker zu profilieren, der muss versagen.

      Das „Pack“ hingegen ist überwiegend doch in der Lage, Werke zu erfassen, die über die Lügelseitenzahl hinausgehen. Da irrt der Schreiber in seiner Einschätzung.

      Neugierig geworden werde ich mir das Buch nun mal bestellen; immerhin ist es (noch) über AMAZON zu erwerben. Interssanterweise greift diese Art der Werbung durch den Lügel und so wird wohl der eine oder Andere auf diese Seite hier klicken:

      http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=das+heerlager+der+heiligen


      Das realitätsblind gewordene Abendland reagiert auf diese drohende, waffenlose Invasion mit einem utopisch-humanitären Taumel, der letztlich seinen Untergang zur Folge hat: innerlich zerfressen von Selbstverachtung, schlechtem Gewissen und schwindendem Selbstbehauptungswillen ist der europäische Kontinent nicht mehr imstande, das Eigene zu verteidigen.

      …. heißt es u. A. in der Produktbeschreibung.

      Ich erkenne – auch anhand der vornehmlich positiven Buchrezensionen – weder Rassismus noch rechtes Gedankengut.

      Und, ja, die Wahrheit tut weh. Da muss dann deutlich kollabiert werden, wenn Claqueuren und Leibhabern der Flüchtlings- und Asylindustrie in ihrem geheuchelten Gutmenschentum der Spiegel vorgehalten wird. Wer erschrickt da nicht, bei der eigenen hässlichen Fratze, die wohl nur eine Mutter schon findet (wobei wir wieder bei der Mutter aller Gläubigen wären …).

      In der Verlinkung bei AMAZON wird man auch auf andere themenbezogene Literatur geführt, z. Bsp. von Ulfkotte.

      Übrigens ist das Buch „Die Welt aus den Fugen“ von Peter Scholl – Latour zur Thematik auch empfehlenswert. Mal sehen, wann der Lügel sich erdreistet, auch den posthum als rechtsextremen Rassisten einzuordnen.

      Ansonsten, lieber Lügel, danke für den Buchtipp!

      Da ihr selbst immer nur vom Hörensagen eure Gülle braut und höchstens an eurem eigenen Blatt das Lesen übt, bevor ihr es mit der Schere zu Klopapier zerschneidet, könnt ihr ja nicht anders.

      Lest doch mal den Sarrazin, also einfach anfangen. Oder wenigstens Buschkowsky. Wohlan, beachtet aber, dass Lesen und Verstehen dann doch noch zwei ganz unterschiedliche Herausforderungen sind (gilt übrigens auch für den Koran).

      • Das 1973 erstmals erschienene Buch ist ohne Einschränkung zu empfehlen. Man denkt verblüfft, es beschreibe die derzeitige und zukünftige Situation in Deutschland. Einmal angefangen mit dem Lesen, kann man kaum mehr vor der letzten Seite aufhören. So gesehen gibt es eine Verbindung zu PEGIDA. Nur ist sie anders, als sie ein unterbezahlter Schreibknecht des Tagesspiegels zu erkennen meint.

        • priexo1 permalink

          Das Buch wurde vor etwa einem Monat auf auf der Achse des Guten besprochen:

          http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_franzoesische_kassandra_ueber_ein_prophetisches_buch

          Bezeichnend an den Leserkommentaren im TS (zumindest an denen, die kein Problem mit der „Wahrheitspresse“ haben, der Blogwart ist auch dabei) ist auch, dass sich gewisse Leute fast einen Knoten ins Gehirn winden, um die sprachlich wie inhaltlich hanebüchene Verwendung des Ausspruchs „Blaupause für Pegida“ irgendwie ins Sinnhafte zu drehen.

          • Der nun wieder permalink

            Wie immer trägt das mog auch hier zur Thematik nichts bei (wie auch) und labert nur blau übers pausen.

            Neben dem Lügel liest der doch höchstens die Spritwerbung von ALDI. Da reichen ihm dann die Bilder.

        • Der nun wieder permalink

          Entfernt erinnern diese armen almosenabhängigen Teufel im Lügeldienst an Alkoholiker, die vom Stoff nicht lassen können, immer neue Rechtfertigungen für den Saufdruck erfinden, sich die Welt schön trinken und dennoch im Innersten wissen, dass ihre Sucht schädlich bis final destruktiv ist.

          Wenn sie dann erst der Korsakow erwischt oder Leber und Bauchspeicheldrüse versagen, bekommen sie es dann nicht mehr mit und es ist eh zu spät.

      • Burgunder permalink

        Also Quote macht der verunglückte Artikelversuch zum „Heerlager“ allemal. Jetzt nimmt sich sogar Eulenfurz der Sache an.

        https://eulenfurz.wordpress.com/2015/10/28/lesewarnung/

        • Der nun wieder permalink

          Danke für den Link!

          Traurig eigentlich, dass man realistische Einschätzungen und / oder Informationen nur noch in Nischenmedien findet oder gar auf ausländische Publikationen zurückgreifen muss.

          Pluralismus ist zunehmend in unserem Land nicht mehr zu finden, weder bei der Zeitungsvielfalt noch bei den Fernsehsendern.

        • Paul permalink

          Eulenfurz schreibt zu Recht:

          Es ist anzunehmen, daß das Gros der Tagesspiegel-Leser nicht über die intellektuelle Kompetenz für einen 400-Seiten-Roman verfügt, erst Recht nicht dahingehend, die Dystopie und ihre Protagonisten mit den herrschenden Gegebenheiten abzugleichen. Wer Lohnschreiber-Meinungen konsumiert und dafür gar noch Geld hinlegt, dürfte nicht ganz helle im Kopf sein. Aber vielleicht erreicht’s ja doch den ein oder anderen ..

          Davon gibt es noch viel zu viele Leser in Berlin und Brandenburg.

  2. Der nun wieder permalink

    Beitrag sollte eigentlich in die SPD – Rubrik.

  3. Eva permalink

    Vom Himmel hoch, da komm ich her.
    Sehe nur noch Tagesspiegellügen und Merkel-Mär.
    Find in Deutschland keine Wahrheit mehr.

    Die Wahrheit ist: Der Tag ist nah.
    Da ist kein Merkelstaat mehr da.
    Wie glücklich, wer zu dieser Frist
    noch ungestraft am Schreiben ist.

    Ps. Ansonsten empfiehlt es sich, zu einer ambulanten
    Darmspiegelung auf das Mitbringen von zwei dunklen Handtüchern
    zu verzichten. Der Tagesspiegel oder die Zeit eigenen sich auch.

    • Der nun wieder permalink

      Ja – aber nur aus Altpapierbestand oder ggf. aus dem Wartezimmer.

      Noch Geld dafür auszugeben muss ja wohl nicht sein.

  4. Der nun wieder permalink

    Mitherausgeber der ZEIT ist doch Altkanzler Helmut Schmidt.

    Dass der mitträgt, was dort passiert, wundert mich schon arg. Den alten Herren schätze ich eigentlich sehr. Er erschien mir mmer aufrichtig integer und gerecht. Bekommt der das Alles nicht mehr mit?

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