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Akif Pirinçci: Wahrheitsmedien im Lügenrausch

by - Oktober 25, 2015

Die Adepten von Karl-Edurard-Schnitzler (Sudel-Ede) und Joseph Goebbels zeigen immer wieder, was sie gelernt haben. Geht es um den Islam, Einwanderung, die sie verfälschend Asyl nennen, Gender-Voodoo und die Gewalt von Links-, Rechtsextremisten und Gläubigen, dann fälschen und verdrehen sie die Nachrichtenlage, bis die CPU im Computer qualmt. Das ist tagtägliche Routine. Dazwischen gibt es Tiefpunkte des AgitProp, die den Sudel-Ede und den Joseph in ihren Höllenlöchern vor Begeisterung ins Rotieren bringen.

Wir erinnern uns noch mit Schaudern, als die Wahrheitspresse sich vor Begeisterung überschlug und von einem „Sprengstoffanschlag“ auf das Auto eines Nachfolge-SED-Funktionärs krakeelte. Der Funktionär treibt sein trübes Spiel in Freital. Das ist die Stadt, für die sich die Fachkraft Mathias Meisner aus der Abteilung HiT (Hetze im Tagesspiegel) ein zweites Hoyerswerda herbeiwünschte. Eskaliert die Situation wie in Hoyerswerda oder Rostock-Lichtenhagen, schrieb er hoffnungsvoll am 23.6.2015 im Tagesspiegel.

Explodiert sei das Auto, in die Luft sei es gesprengt worden, titelte die Wahrheitspresse (siehe unseren Artikel Wenn ein Polenböller explodiert). Pikiert schwieg sie, als bekannt wurde, es handelte sich um einen Polenböller, der auf das Auto des SED-Nachfolgers geworfen wurde. Es war also ein Polenböller, wie sie in Berlin-Kreuzberg zusammen mit Steinen und Steinplatten von den Schlägertruppen der Antifa auf Polizisten geworfen werden – wenn sich die Polizei in die vom Recht befreite Zone überhaupt traut. Dazu schweigt die Wahrheitsszene meist, denn „Linksextremismus ist ein aufgebauschtes Problem“, sagt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD).

Mit Akif Pirinçci hat die Wahrheitspresse erneut eine Lügenkampagne gestartet, die den Tiefpunkt „Sprengstoffanschlag“ auf der nach unten offenen AgitProp-Skala noch untertrifft, weil sie auf die Existenz eines Menschen zielt. Unser Leser rumpel@gmail.com hat sich die Mühe gemacht und ein paar Blüten des zeitgenössischen „Journalismus“ zusammengetragen. In den meisten Quellen sind keine Leser-Kommentare zugelassen. Wenn doch, wie in Zeit Online und taz, dann toben die zukünftigen Stützen eines totalitären Deutschlands und wünschen sich, was mit Demokratie nichts zu tun hat. Nur wenige Stimmen weisen auf die Verfälschungen hin. In der taz schreibt Christian Rath, Rechtspolitischer Korrespondent und Autor des Artikels immerhin eine Richtigstellung im Kommentarbereich. Die Verfälschung steht zum Vergleich noch im Artikel. Immerhin!

Der Spiegel liefert dagegen ab, was man von der Wahrheitspresse gewohnt ist. Die Fälschung bleibt, aber sie wird ein wenig gemildert und nochmals verfälscht (Siehe Kommentar von rumpel). Wir stellen das Original der Änderung gegenüber. In Zeiten wie diesen, in der eine DDR 2.0 im gläubigen Gewand deutliche Konturen gewinnt, ist es immer gut, wenn man die Quellen zur Verfügung hat. Bücher werden zwar noch nicht verbrannt, aber schreddern wollte man sie schon. Der zeitgenössische grüne Faschist trennt den Müll und hält die Brandschutzbestimmungen in Ehren.

Wir haben die Rede Pirinçcis im Artikel Tagesspiegel-Mollusken dokumentiert. Man kann sich also solange selbst ein Bild vom AgitProp der Wahrheitsszene machen, bis der maaslose Heiko (SPD) und seine ehemalige Stasi-Spitzelin Anetta Kahane sie löschen lassen.

Die meisten der Zitate wurden am 20.10.2015 geschrieben, die Berliner Morgenpost verbreitete die Fälschungen noch am 23.10.2015. Sollte nicht bewusst gefälscht worden sein, so gilt stattdessen: So geht Journalismus heute, von Recherche keine Spur.

Wir sprechen an dieser Stelle nochmals unseren Dank an unseren Leser rumpel@gmail.com aus.

Spiegel Online vom 20.10.2015: Hetzredner Pirinçci: Mitleid mit dem Demagogen

Original:

Es gäbe natürlich auch andere Alternativen, mit Politikern umzugehen, die bereit sind Flüchtlinge aufzunehmen, deutete er an. „Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“

Änderung:

Es gäbe natürlich auch andere Alternativen, mit Deutschen umzugehen, die mit der aktuellen Integrationspolitik nicht einverstanden seien. „Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“

NDR.de vom 20.10.2015: Verlag schmeißt Akif Pirinçci raus

Ein Zitat auf der Pegida-Kundgebung in Dresden am Montag wird einen Tag später diskutiert und mit Abscheu kommentiert. Es ist die Aussage eines Redners: In Deutschland seien die KZs ja leider derzeit außer Betrieb. Gesprochen hat diesen Satz der Autor Akif Pirinçci. Bezogen hatte er ihn in seiner Rede auf Flüchtlinge.

WDR am 20.10.2015: Wir brauchen einen Aufstand der Anständigen!

Da wird Rednern applaudiert, die unverhohlen zum Massenmord auffordern. Denn als was anderes soll man die Äußerung des Hetzautors Pirincci denn bezeichnen? Die KZs seien ja leider derzeit außer Betrieb?

Berliner Morgenpost vom 23.10.2015: Akif Pirinçci überlegt aus Deutschland auszuwandern

Auf der Kundgebung zum Jahrestag von Pegida hatte Pirinçci unter anderem zum Umgang mit Flüchtlingen gesagt: „Es gäbe natürlich andere Alternativen, aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“

Bild vom 20.10.2015: Volksverhetzung bei PegidaStaatsanwalt ermittelt gegen Bestseller-Autor Pirinçci

27 Minuten hetzte der Sohn türkischer Einwanderer vor 20 000 Zuhörern, nannte Flüchtlinge „Invasoren“, sagte, Deutschland werde zur „Moslemmüllhalde“. Absoluter Tiefpunkt der Hass-Rede: „Es gebe natürlich andere Alternativen, aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“

Handelsblatt vom 20.10.2015: Bertelsmann macht Schluss mit Akif Pirincci

Seine Ausführungen über ihm missliebige Politiker gipfelten in dem Satz: „Es gäbe natürlich andere Alternativen, aber die KZ sind ja leider derzeit außer Betrieb.“

Zeit Online vom 20.10.2015: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Akif Pirinçci

„Es gäbe natürlich andere Alternativen, aber die KZ sind ja leider derzeit außer Betrieb“, hatte der Autor mit Blick auf deutsche Politiker gesagt. „Wir prüfen die strafrechtliche Relevanz“, sagte Haase.

taz vom 20.10.2015: Im Grenzbereich der Volksverhetzung

Die Äußerung von Pirinçci „Die KZ sind ja leider derzeit außer Betrieb“ bezog sich einerseits auf einen CDU-Politiker, der Asylgegnern die Auswanderung aus Deutschland nahelegte, andererseits war in seinem nächsten Satz aber von der „Macht“ die Rede. Sein KZ-Hinweis betraf also wohl alle regierenden Politiker und damit „Teile der Bevölkerung“.

MiGAZIN vom 20.10.2015: Zum Pegida-Jahrestag – „Leider sind die KZs außer Betrieb“

An andererer Stelle bedauerte „Pegida“-Redner Akif Pirinçci im Kontext der Flüchtlinge, dass die Konzentrationslager „leider außer Betrieb“ sind. Die Menge reagierte mit Applaus und Jubel.

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9 Kommentare
  1. almansour permalink

    „Tut nichts! Der Jude wird verbrannt!“ brüllt der Patriarch von Jerusalem den Tempelherren an, als dieser bittet, einen Juden, der wider die Vorschriften ein christliches Kind beherbergt hat, nicht auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen.
    Es tut offensichtlich nichts zur Sache, was Pirinçci tatsächlich gesagt hat, nur eines hat sich geändert seit jenen Zeiten, in denen „Nathan der Weise“ spielt: Um das Urteil dem Volke verdaulich zu machen, wird die Aussage gefälscht und passend zurecht gelogen, nach Willkür ins Gegenteil verkehrt. Und dann rauf mit ihm auf den Scheiterhaufen, und tüchtig gezündelt, Ihr Journalisten der Wahrheitspresse.

    • Der nun wieder permalink


      Um das Urteil dem Volke verdaulich zu machen, wird die Aussage gefälscht und passend zurecht gelogen, nach Willkür ins Gegenteil verkehrt.

      Es sei der Hinweis gestattet, dass es selbst Jesus gemäß biblischer Überlieferung nicht besser erging.

  2. rumpel@gmail.com permalink

    der lügenrausch der wahrheitszene geht weiter

    Vor einer Woche war es bei einer Pegida-Kundgebung in Dresden zu Hassreden gekommen. Der deutsch-türkische Autor Akif Pirincci hatte dabei Rede Muslime attackiert und Flüchtlinge als „Invasoren“ bezeichnet. Nach Kritik an Politikern, die er „Gauleiter gegen das eigene Volk“ nannte, sagte er: „Es gäbe natürlich andere Alternativen. Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“

    http://www.tagesspiegel.de/politik/justizminister-maas-zu-pegida-wer-dem-hetzerischen-muell-zujubelt-traegt-verantwortung/12496604.html

    und morgen wird sich wieder über den begriff lügenpresse bei pegida heute abend echauffiert.

  3. Der nun wieder permalink

    Neues aus der Rassistenszene:


    Neben dem Spracherwerb sei Respekt vor den Werten der neuen Heimat die wichtigste Voraussetzung für die Integration: „Alle, die hier Asyl suchen, sollten das Grundgesetz vorgelegt bekommen und mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass sie es auch gelesen haben. Was wir nicht verkraften werden, sind Parallelgesellschaften.“

    … sagt Peter Maffay mutig und ungeniert! Ob jetzt gar seine CD´s geschreddert werden?

    http://www.morgenpost.de/vermischtes/stars-und-promis/article206328669/Peter-Maffay-plaediert-fuer-eine-Obergrenze-bei-Fluechtlingen.html

  4. rumpel@gmail.com permalink

    der lügenspiegel reiht sich in die berichterstatung ein. alleinstehend, ohne den tatsächlichen kontext klar zu benennen, ist den sprachgebrauch manipulierend.

    Der deutsch-türkische Krimi- und Sachbuchautor war letzte Woche wegen seiner Dresdner Pegida-Hetzrede in die Schlagzeilen geraten. Darin bedauerte er, dass die „KZ ja leider außer Betrieb“ seien – die Staatsanwaltschaft ermittelt, seine früheren Verlage nahmen seine Krimis aus dem Programm.

    ansonsten wieder einer der inzwischen üblichen artikel, die das fröhliche denunziantentum feiert.

  5. rumpel@gmail.com permalink

    der lügenspiegel schmeißt bröckchen und will sich als kritisches blatt darstellen. altun scheint heute frei zu haben

    http://www.tagesspiegel.de/politik/werner-j-patzelt-antwortet-leser-pegida-demonstranten-werden-pauschal-beschimpft-und-kriminalisiert/12494338.html

    Werner J. Patzelt antwortet Leser
    „Pegida-Demonstranten werden pauschal beschimpft und kriminalisiert“

    einer bringt des lügenspiegels übliche propaganda und bringt es kurz und prägnant auf den punkt

     von FrankTorsten
    25.10.2015 13:33 Uhr
    

    Wäre schön,
    wenn „Der Tagesspiegel“ das Interview nicht nur abdrucken, sondern selbst auch lesen würde … 😉

    • Paul permalink

      FrankTorsten verlangt

      Wäre schön,
      wenn “Der Tagesspiegel” das Interview nicht nur abdrucken, sondern selbst auch lesen würde …

      Lesen und verstehen verlangen sie von einem „Lügel“redakteur? Das ist zu viel verlangt. Kopieren, Einfügen und eventuell Textteile löschen ist schon eine Meisterleistung.

  6. Burgunder permalink

    Hier eine Umfrage, die interessantere Ergebnisse als nur die Sonntagsfrage hat. Seltsamerweise gab es auch nirgendwo in den MSM eine Veröffentlichung dazu.

    „Schon vor einigen Wochen, als noch die Mehrheit die Position vertrat, ihre Region könne noch mehr Flüchtlinge verkraften, gaben die meisten zu Protokoll, dass in Gesprächen mit Verwandten, Freunden und Bekannten klar die Ablehnung überwiege. Mittlerweile ziehen 69 Prozent aus ihren persönlichen Gesprächen die Bilanz, dass die meisten die Aufnahme weiterer Flüchtlinge ablehnen; nur noch 17 Prozent erleben in ihren Gesprächen überwiegend Befürworter.“

    „Vielmehr zeigen die Daten, dass zunächst viele nicht wagten, sich außerhalb des Kreises vertrauter Gesprächspartner mit ihren Bedenken zu exponieren. Auch jetzt haben noch 43 Prozent der gesamten erwachsenen Bevölkerung den Eindruck, dass man in Deutschland seine Meinung zu der Flüchtlingssituation nicht frei äußern darf und sehr vorsichtig sein muss, was man sagt. In Ostdeutschland ist dieser Eindruck noch weiter verbreitet, und in West wie Ost überdurchschnittlich unter denjenigen, die über die Entwicklung außerordentlich besorgt sind.“ – bto: Das ist äußerst bedenklich!

    „Die große Mehrheit jener, die der anhaltende Flüchtlingsstrom besorgt stimmt, ist weder ausländerfeindlich noch dem rechten Rand zuzuordnen. Viele fürchten jedoch, dass sie in diesen Verdacht geraten, wenn sie öffentlich ihre Besorgnis äußern.“

    „Nur knapp ein Drittel der Bevölkerung empfindet die Berichterstattung der Medien über die Flüchtlingssituation als ausgewogen, 47 Prozent als einseitig. Von denjenigen, die sich große Sorgen über die Entwicklung machen, bewerten sogar 55 Prozent die Berichterstattung als einseitig. Das sind ganz ungewöhnliche Ergebnisse.“

    „Diesmal überwiegt der Eindruck selektiver Berichterstattung, bei der die Risiken und kritischen Entwicklungen und Stimmungen zu kurz kommen.“

    Auch wenn die Präsentation nur aus zweiter Hand ist – die Lektüre lohnt.

    http://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/deutsche-trauen-nicht-zur-fluechtlingskrise-offen-zu-reden/

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