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Wie baue ich einen Einzelfall?

by - Oktober 18, 2015

Wie man einen Einzelfall baut? Na, ganz einfach. Ist es ein gläubiger Einzelfall, z. B. ein Ehrenmord oder wie in Berlin ein Messerangriff auf eine ungläubige Polizistenschlampe, dann handelt es sich stets um einen einzelnen Einzelfall. Der hat insbesondere mit der barmherzigen Religion nichts zu tun. Hört man dagegen in der versifften Schreibstube des Tagesspiegels davon, dass ein zwar rechtsextremistischer aber geistesverwirrter Mann mit den Worten „Ich musste es tun. Ich schütze euch alle“ auf eine CDU-Kandidatin einsticht, dann aktiviert sie einen ihrer spätpubertierenden Volontäre. Diesmal heißt der Volontär . Er titelt, Pegida hat in Köln mitgestochen, während der tote Joseph Goebbels zusammen mit den toten Mitgliedern des ZK der SED von ihren Plätzen im Himmel wohlwollend auf ihn herabschauen.

Wir lernen,

  1. ein gläubiger Einzelfall ist stets ein Einzelfall aus der langen Liste gläubiger Einzelfälle.
  2. Ein ungläubiger Einzelfall hängt stets mit den Fällen zusammen, die nicht existieren, aber als halluzinierte Fälle für jede Art der Diffamierung zu gebrauchen sind.

Nun hat die Thüringer Allgemeine am 18.10.2015 die Definition von Einzelfällen ein wenig erweitert. Wir erinnern uns, in Thüringen herrscht wieder die SED in der Maskierung der Partei Die Linke. In Thüringen gibt es den Ort Wutha-Farnroda. Er ist 36,55 Quadratkilometer groß und hat 6.360 Einwohner. In Wutha-Farnroda gibt es eine Wohnung, in der „Flüchtlinge“ leben.

Aus noch unbekannten Gründen habe ein 18-Jähriger in einem Streit unter drei gemeinsam in einer Wohnung untergebrachten Asylbewerber ein Messer gezückt und seinen Mitbewohner getötet, teilte die Polizei in Gotha am Sonntag mit. Außerdem habe der 18-Jährige vor der Wohnung einen 22 Jahre alten Deutschen niedergestochen und schwer verletzt, dieser schwebe aber nicht in Lebensgefahr.

Ein Afghane? Das muss doch wieder einer dieser Einzelfälle sein, sagen sich die Aktivisten aus der Wahrheitsszene. Nein, sagen die Rechtspopulisten und Nazis. Sie erinnern an Suhl. Dort hat ein gläubiger afghanischer Mob einen Christen lynchen wollen, weil der Seiten des Korans mit der Toilettenspülung entsorgte. Vorher hatten ihn die Gläubigen tagelang aus Gründen der Ehre und des Glaubens drangsaliert.

Bodo Ramelow, der Führer der SED-Nachfolger in Thüringen, war damals sehr verärgert – über den Christen, nicht die Gläubigen. Denn:

Der Ministerpräsident zeigte Verständnis für die Flüchtlinge. Es handele sich um hochtraumatisierte Menschen, die aus Kriegssituationen kämen. “Sie sind alle Opfer”, so Ramelow. …  Er toleriere aber überhaupt nicht, “dass man einen Koran zerreißt und in eine Toilette schmeißt”.

Matthias Meisner, Fachkraft für Hetze und Andrea Dernbach, Fachkraft für den barmherzigen Islam, beide Mitglieder der Schreibstube des Tagesspiegels, hatten auch eine Erklärung: In Suhl liegen die Nerven blank. Sie wussten auch, Pegida schlachtet den Konflikt für sich aus.

Nicht schlecht, wie die beiden Fachkräfte den Einzelfall erklären und die Schuld den Deutschen zuschieben. Die haben nämlich eine Unterkunft organisiert, die die Nerven von Refjudschies blank werden lassen. Wie gesagt, nicht schlecht, die beiden Fachkräfte. Besser aber macht es die Thüringer Allgemeine mit dem Einzelfall in Wutha-Farnroda:

Die Bestürzung ist in Wutha-Farnroda nach der Bluttat am Samstag groß. Bisher gab es hier keine Probleme mit Ausländern.

Wir hätten einen Vorschlag. Wenn es wieder mal ein Einzelfall in die Wahrheitspresse schafft, dann sollten ihre Aktivisten den Fall in die unmittelbare Umgebung einordnen. Dann könnte der obige Text zum Beispiel so formuliert werden:

Die Bestürzung ist in der …straße  nach der Bluttat am Samstag groß. Bisher gab es hier keine Probleme mit Ausländern.

Denn, so meinen wir, was hat eine beliebige Straße in Wutha-Farnroda mit ganz Wutha-Farnroda zu tun? Wenn auch im Osten der Republik meist nur Dunkeldeutsche wohnen, so ist es ein Gebot der Fairness, nicht gleich zu pauschalisieren.

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9 Kommentare
  1. rumpel@gmail.com permalink

    die ganz alltägliche einzelfälle der 3. und 4. generation

    http://www.focus.de/politik/deutschland/politik-und-gesellschaft-anarchie-auf-den-strassen_id_5001340.html

    Pöbeln, Schlagen, Abstechen – die Gewalt gegen die Polizei nimmt massiv zu. Die größte Gefahr geht von jungen muslimischen Straftätern aus.

  2. rumpel@gmail.com permalink

    die nächste hetze im lügenspiegel.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/fluechtlingskrise-und-radikalisierung-offen-bleibt-wie-schaffen-wir-das/12466200.html

    Es kann einem schon mulmig werden. In Köln sticht ein Rassist auf eine Politikerin ein, die sich um Flüchtlinge kümmert. In Dresden wird an diesem Montag die islamfeindliche Pegida-Bewegung ihr einjähriges Bestehen feiern – mit tausenden Anhängern, die sich an der Hetze von Lutz Bachmann berauschen. Womöglich werden wieder Galgen gezeigt, an denen Politiker baumeln sollen. Auch weitere Angriffe auf Journalisten sind zu erwarten, getreu dem Motto „Lügenpresse in die Fresse“. Derweil schwillt im Internet, auf den Seiten „sozialer“ Netzwerke, der Hass an. Und so fühlen sich selbst biedere Bürger animiert, Unterkünfte für Asylbewerber anzuzünden.

    Was ist hier los? Wird die Bundesrepublik instabil?

    Warnzeichen gibt es reichlich. Das politische Klima heizt sich in einem Maße auf, das an die frühen 90er Jahre erinnert, mit den pogromartigen Krawallen in Hoyerswerda und Rostock und den Brandanschlägen von Mölln und Solingen. Es ist wohl ein glücklicher Zufall, dass es in diesem Jahr noch keine Toten gab. Zumal die Dimension der Radikalisierung noch größer erscheint als damals. Die Front der Flüchtlingsfeinde wächst zu einer Mischszene aus „Normalbürgern“, Pegida, AfD, Internetrassisten, Hooligans, NPD und Neonazis zusammen. Die einen marschieren in Dresden und Erfurt, die anderen wüten im Web, die nächsten zündeln im Sauerland oder stechen zu in Köln. Das ist die Vorstufe zu Terror nach dem Muster des NSU.

    solche undifferenzierte hetzartikel sind dazu geeignet menschen tasächlich zu radikalisieren. alles wrd in einen topf gegossen, umgerührt und fertig ist die hetzsoße gegen jeden, der sich gegen die masseneinwanderung stelt.

    • derda permalink

      Ja die „NSU“ darf bei der Aufzählung nicht fehlen. Die „NSU“ ist ein Beispiel wie die „Lügenpresse“ desinformiert. Hätten wir mutige Journalisten in der „Wahrheitspresse“ wäre das Lügengerüst „NSU“ schon eingefallen.

  3. derda permalink

    Die Bestürzung ist in der …straße nach der Bluttat am Samstag groß.

    Zu pauschal.

    Die Bestürzung ist in der …straße Nr…. Etage … nach der Bluttat am Samstag groß.

  4. Der nun wieder permalink

    Goebbels und die verblichenen Altgenossen NICHT in der Hölle? Da fall´ ich doch glatt vom Glauben ab – und bleibe Atheist.

    Dem messerden Irren (offensichtlich wirklich der NAZI-Szene zugetan) aus Köln ist schon mal beflissen und politisch korrekt in einem Expressgutachten (ja, so schnell geht das) volle Schuldfähigkeit zugesprochen worden:


    Attentäter laut Gutachter voll schuldfähig

    Eine psychologische Begutachtung ergab laut Polizei und Staatsanwaltschaft, dass nach einer ersten Bewertung keine Anhaltspunkte für einen Ausschluss der Schuldfähigkeit vorliegen. Ein Richter erließ inzwischen Haftbefehl gegen den 44-Jährigen. Ihm werde versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung in vier Fällen vorgeworfen.

    http://www.br.de/nachrichten/koeln-kandidatin-reker-messerangriff-100.html

    So hat die Wahrheitspresse nun ausgiebig Futter, um die Wahrheit auch in Berichten, Analysen, Kommentaren zu bedienen.

    Dennoch möchte ich hier – unabhängig von der einseitigen Medienbewertung – betonen, dass diese Dreckstat natürlich aufs Schärfste zu verurteilen ist und ich der Frau Reker schnelle und vollständige Genesung wünschen. Gleiches gilt natürlich für den feige verletzten Mann in Wutha-Farnroda. Schäbig, dass die Medien für den kein Wort übrig haben.

    • yakiz permalink

      Dennoch möchte ich hier – unabhängig von der einseitigen Medienbewertung – betonen, dass diese Dreckstat natürlich aufs Schärfste zu verurteilen ist und ich der Frau Reker schnelle und vollständige Genesung wünschen

      Dem kann ich mich nur anschliessen!

    • Schäbig, dass die Medien für den kein Wort übrig haben.

      Wenn es nur schäbig wäre, das ist es auch, dann würde der tote Goebbels nicht zusammen mit den toten Mitgliedern des ZK der SED von ihren Plätzen im Himmel wohlwollend auf den spätpubertierenden Volontär hinabschauen.

      • Der nun wieder permalink

        Warum nur verorten Sie den Goebbels und die verblichenen Altgenossen nur im Himmel? Die sind gar nicht in der Hölle?

        Das bringt doch mein ganzes dunkeldeutsches Weltbild durcheinander!

        Und lassen Sie das bloß nicht den BundesPastor hören!

        😦

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