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Hätte Till Schweiger doch geschwiegen

by - Oktober 18, 2015

Von Hebold

Till Schweiger muss sich dieser Tage fühlen wie das Mädchen aller Araber Angela Merkel. Denn auch er lehnte sich für die armen Flüchtlinge weit aus dem Fenster und meinte vieles zu schaffen. Bis er mit der Realität kollidierte. Wie der »Tagesspiegel« – gesegnet sei dieses Blatt des Blödsinns – Anfang September berichtete, war der als Schauspieler arbeitende Schweiger mit Mario Adorf aneinandergeraten, weil dieser Schweigers Interesse am Flüchtlingsthema für kritikwürdig hielt. Dabei bezog sich Adorf auf ein an der Ostsee von Schweiger geplantes »Vorzeigeflüchtlingsheim«:

Über die geplante Unterkunft für Flüchtlinge in Osterode hatte zuletzt der NDR berichtet, die Schadstoffbelastung in dem Gebäudekomplex, der nach dem Wehrmachts-Feldmarschall Erwin Rommel benannt ist, sei so hoch, dass sie nicht in angemessener Zeit beseitigt werden könne.

Wir wissen nicht, ob es im »Tagesspiegel« jetzt schon politisch unkorrekt ist, das Wort »Kaserne« zu verwenden – denn um eine solche handelt es sich bei dem »Gebäudekomplex« –; in jedem Fall klingt der Vorschlag probat und dass der Komplex den Namen Erwin Rommels trägt, wissen die Flüchtlinge sicher zu schätzen. Schließlich war es Rommel, der die Wehrmacht nach Ägypten führte und am liebsten mit einem Vormarsch über Palästina und Syrien die deutschen Truppen in Stalingrad rausgehauen hätte.

Wir wissen auch nicht, warum aus Schweigers ambitionierten Plänen bisher nichts wurde. Aber wie ernst es Till Schweiger mit seinem Engagement für Flüchtlinge ist, das wissen wir seit einigen Tagen. Denn offen und ehrlich, wie Till Schweiger nun einmal ist, hat er laut Focus erklärt:

„Helfen ist unsere Pflicht, wir sind ja Christen.“

Um dann zu ergänzen:

Trotzdem kann er sich nicht vorstellen, Flüchtlinge bei sich zu Hause aufzunehmen.

Denn Schweiger

hat nach eigenen Worten zu wenig Zeit, um Flüchtlinge bei sich wohnen zu lassen. Er würde jemanden aufnehmen, „wenn ich eine intakte und funktionierende Familie hätte, wo immer ein Elternteil da ist. Aber ich bin nur unterwegs“, sagte der „Tatort“-Star am Donnerstagabend am Rande der „Tribute to Bambi“-Gala in Berlin.

Wir wollen Till Schweiger nicht die Doppelmoral vorwerfen, wie wir sie von fast ausnahmslos allen gutmenschlichen Menschen wie Merkel, Gabriel, Gauck, Roth und Konsorten nur allzu gut kennen, die allesamt keinen einzigen Flüchtling bei sich zu Hause aufnehmen werden, sondern lieber das Geld der anderen für ihre guten Taten verpulvern. Denn Schweiger beweist ja Engagement, wenn auch nicht an der Ostsee in der Rommel-Kaserne:

In Osnabrück ist die Erstaufnahmeeinrichtung bereits Ende 2014 in einem ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus eröffnet worden. Sie wird von der Diakonie betrieben, 300 Flüchtlinge sind hier derzeit untergebracht, nach einem weiteren Ausbau sollen es 600 werden. Der Osnabrücker Diakonie-Geschäftsführer Gerhard Töller hofft, dass auch durch Schweigers Engagement weitere Menschen motiviert werden, Flüchtlinge zu unterstützen.

Und vielleicht erkennt Schweiger ja von ganz alleine nach einigen Versuchen des Nachdenkens, dass er seine Wohnung den Flüchtlingen bereitstellen sollte. Nicht nur, weil es moralisch überzeugender ist, sondern vor allem, weil den Flüchtlingen speziell mit Schweigers Wohnung besonders gedient ist.

Denn Schweiger soll ja nicht den Elternteil mimen – da würde ihm das moslemische Familienoberhaupt ohnehin ein paar Takte sagen. Er soll den Flüchtlingen Lebensraum bieten. Da ist seine ständige Abwesenheit geradezu eine ideale Voraussetzung für die Aufnahme von einer, ja von zwei oder gar drei Flüchtlingsfamilien. Till Schweigers Wohnung würde zur »Vorzeigeflüchtlingswohnung«, die auch noch den letzten zweifelnden Syrer dazu bewegt, sich gen Berlin zu bewegen. Und nach dem ersten Deutschkurs in Schweigers »Vorzeigearbeitszimmer« wissen die Flüchtlinge sicher, dass man Till im Falle Schweigers nicht mit Doppel-L schreibt. Denn aus dem Kino werden sie es außerhalb Deutschlands niemals erfahren.

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3 Kommentare
  1. Der nun wieder permalink

    Wie kommen Sie nun auf Ostsee? Osterode liegt doch am Harz.

    Und nun dürfen Sie aber nicht übersehen, dass natürlich die Anderen Schuld sind:


    „Er ist einfach fertig – nach all den Medienberichten werden seine Kinder in der Schule gefragt, ob ihr Vater ein Gangster ist!“, sagte Schweiger der Zeitung gegenüber. Auch im Magazin „Der Spiegel“ äußerte sich Schweiger so. Das Land Niedersachsen müsse sich nun mit ihm einigen. Derzeit würden mehrere Modelle durchgesprochen, sagte Schweiger. Der Filmemacher und Schauspieler kritisierte, seine Partner würden „öffentlich diskreditiert, um mich zu treffen“. Das Projekt sei aber „keineswegs ad acta gelegt“.
    Schweigers Geschäftspartner nicht liquide?

    Was der Schauspieler mit den „Diskreditierungen“ meint: Zuletzt waren Zweifel an der Seriosität am Geschäftspartner des Schauspielers laut geworden. Wolfgang Koch soll Berichten zufolge nicht liquide sein. Aber laut Spiegel Online hat der Schweizer Privatinvestor Carsten Jungclaus dafür Interesse an dem Objekt gezeigt. Die Kaserne wird voraussichtlich für eine siebenstellige Summe verkauft.

    http://www.focus.de/kultur/kino_tv/plaene-vorerst-auf-eis-gelegt-auf-briefkastenfirma-hereingefallen-schweigers-fluechtlingsheim-koennte-scheitern_id_4896653.html

    Und ein Flüchtling erzählt, warum Deutschlands Flüchtlingspolitik keinen Sinn macht:

    http://www.focus.de/politik/videos/endlich-aufhoeren-fluechtlinge-ins-land-zu-lassen-jede-nacht-in-einem-anderen-camp-fluechtling-rechnet-mit-merkels-willkommenskultur-ab_id_5018579.html

    So ist es richtig. Hat Muselmann sich erstmal bis Deutschland durchgeprügelt, ist es vorbei mit der Glaubensbrüderschaft. Außerdemspurt der Kufar nicht schnell genug. Das ist mindestens Blasphemie!

    Rommel übrigens war in Muselmanien gar nicht mal so unbeliebt, wie ich einst mal in Tunesien erfuhr.

    • Hebold permalink

      Sorry für den Patzer, aber der Lektor hier vor Ort hat wohl wie ich geschlossen: Osterode, Ostzone, Ostsee. Kommt vor. Beim nächsten Mal verlege ich dafür Osnabrück an die Nordsee 😉

      Klar war Rommel in Arabien beliebt. Sein Führer ja auch.

      • Der nun wieder permalink

        Macht nix, immerhin wird ja auch Syrien nach Deutschland verlegt.

        Später hatte der Führer dann aber Rommel nicht mehr lieb.

        Schönen Restsonntag!

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