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Rückführungskultur

by - Oktober 1, 2015

Von Hebold

Einiges konnte man in den letzten Wochen lernen, vieles hat sich bestätigt. Unter anderem eines: Politiker und Medienfuzzies sind erbarmungslose Rechthaber. Und selbst wenn sie komplett falsch gelegen haben, gestehen sie das sicher nicht ein, sondern verkaufen die Wahrheit, die die Spatzen schon Monate vorher von den Dächern pfiffen, als die ihren. So auch die FAZ. Gestern erst durfte Heinrich August Winkler, ein renommierter Historiker, dort unter dem Titel »Deutschlands moralische Selbstüberschätzung« einen Text veröffentlichen, der noch vor 4 Wochen keine Zensurbehörde der Politik und Presse passiert haben würde.

Die Presse schwenkt also um, wie man den folgenden Zeilen leicht entnehmen kann:

Sie (Frau Merkel) ist letztlich dafür verantwortlich, ob diese Planlosigkeit mit ihren desaströsen Folgen für die Funktionsfähigkeit von Staat und Gesellschaft beendet wird. Aber bis heute konnte sie noch nicht einmal eine einfache Auskunft geben. Sie hatte die Öffnung der Grenzen zu Österreich mit einer Ausnahmesituation begründet. Kreuzer stellte der CDU-Vorsitzenden eine einfache Frage: Wann diese vorbei sei? Er bekam bisher keine Antwort. Nur die 22.000 Flüchtlingen der beiden vergangenen Tage. Die Bundeskanzlerin hat nicht nur keine Zeit für Botschaften. Sie kann noch nicht einmal mehr solche existentiellen Fragen beantworten.

Das ist zwar alles schön und gut. Aber eine Bitte um Entschuldigung bei den Gescholtenen und Diffamierten hört man nicht.

Ja, wenn sich die Gelegenheit bietet, dann treten die Besserwisser auch schnell einmal nach. Denn selbstverständlich sind die beleidigt, dass ihre Positionen so umgehend fallen. Ihr Lieblingsziel ist dann – wie könnte es anderes sein – mal wieder die USA und da vor allem der mögliche Kandidat der Republikaner Donald Trump. Der ist nämlich, wie die FAZ berichtet, noch etwas weiter:

Donald Trump schmiedet weiter Pläne für den Fall seiner Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten. Er will die – vorerst nur angekündigten – Flüchtlinge aus Syrien wieder aus dem Land werfen.

Trump macht hier den übernächsten Schritt vor dem nächsten – dann kann er sich den nächsten gleich sparen. Die Ankündigung dürfte die Syrer schnell überzeugen, besser in Damaskus und Palmyra zu bleiben. Trumps Begründung gilt jedoch nicht nur in den USA, sondern auch, ja noch mehr für Europa:

Die Vereinigten Staaten könnten nicht 200.000 Menschen aufnehmen, bei denen es sich um Kämpfer der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) handeln könne. „Wir haben keine Ahnung, wer sie sind“, sagte Trump.

Dieser Erkenntnis hat sich wohl auch bei den deutschen Behörden durchgesetzt. Vielleicht fahnden sie ja deshalb nicht nach den ca. 290.000 Personen, die sich illegal in diesem Land befinden. Und würden sie wie finden – wer würde sie wie zurückschicken wollen? Heute weiß man darauf noch keine Antwort, doch schon morgen wird man merken, dass es nur genau eine gibt: Ausweisung und Rückführung in ihre Heimat.

Eine Kultur der Rückführung ist es, die uns fehlt. Eine Rückführungskultur. Denn sie wird gewalttätig sein. Und Deutschland ist abgrundtief friedlich. Mal sehen, wie lange noch. Mal sehen, wann staatlicher Gewalt gegen Illegale zugestimmt wird.

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5 Kommentare
  1. derda permalink

    Zum Thema „Neue Unterkünfte“. Hier ist ein Hass-Manager gefragt:

  2. rumpel@gmail.com permalink

    die mutti aller gläubigen schafft das, wir nicht. die nachrichten über ausschreitungen reißen nicht mehr ab, aber das ist nur die spitze des berges aus eis.
    jansen ließ uns wissen, alles eine erfindung von nazis

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Man könnte natürlich auch sagen: Jetzt sind Hunderttausende gekommen, und eigentlich ist vergleichsweise wenig passiert. Erfährt die Öffentlichkeit alles?

    Rainer Wendt: Nein, die Öffentlichkeit erfährt nicht alles. Die Lageberichte der Polizei erfolgen intern und die Öffentlichkeit bekommt nur einen Bruchteil davon mit, um sie nicht unnötig in Schrecken zu versetzen.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/10/01/polizeigewerkschaft-zur-asyl-gewalt-die-oeffentlichkeit-erfaehrt-nur-einen-bruchteil/

  3. Der nun wieder permalink

    Lothar wird energisch:


    De Maizière forderte von den Zuwanderern eine „Anerkennungskultur“ – sie müssten die „Rechts- und Wertekultur“ in Deutschland akzeptieren. Dazu gehöre auch, sich nicht zu prügeln.

    Und hier was ganz Schlimmes (Islamophobie UND latenter Rassismus):


    Parteikollege Strobl sagte, „die Gesetze macht bei uns in Deutschland nicht der Prophet, die macht bei uns in Deutschland das Parlament“.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/asylgesetz-thomas-de-maiziere-verteidigt-aenderungen-a-1055631.html

    Wer sein energisch Stimmchen hören will, Selbstverständlichkeiten anmahnt, der gucke das im Link verlinkte Video (Anerkennungskultur einfordern). Leider fehlt die Übersetzung in die Sprache der Flüchtigen. Aber das geht denen eh am Arsch vorbei, schließlich hat Mutti sie eingeladen.

  4. Der nun wieder permalink

    http://www.morgenpost.de/img/politik/crop205851525/1912608317-w820-cv16_9-q85/148E6200D1FA5F72.jpg

    Auch auf diesem Foto keine Kopftücher und / oder kindliche Kulleraugen, sondern zur Eroberung und eigenen Bereicherung entschlossene kräftige junge Männer.

    Nichts und niemand wird mehr die hereinströmenden Horden aufhalten können, geschweige denn, die bereits Eingedrungen wieder außer Landes bekommen.

    Bundesinnenvermister Thomas de Maizière (CDU) eiert hilflos herum. Jeder Tag der albernen Diskussionen und Planspiele ohne Ergreifung endlich restriktiver Maßnahmen läßt Zigtausende in unser Land strömen.

    http://www.morgenpost.de/politik/article205851527/Streit-um-Transitzonen-fuer-Fluechtlinge.html

    Die Angelegenheit ist verkackt. Undzwar gründlich, nachhaltig und so gut wie unumkehrbar. Und das zum 25. Jahrestag der Einheit, die eh noch immer genug Probleme birgt.

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