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Die Ziele der Russen und die Karten der FAZ

by - Oktober 1, 2015

Von Hebold

Die deutschen Medien haben seit der letzten Ausgabe des Völkischen Beobachters ein Problem mit dem Krieg: Sie dürfen nicht mehr militärisch berichten. Das konnte man beim 2.Golfkrieg, auf dem Balkan oder auch dem Irak erleben, als strategische oder taktische Details in praktisch sämtlichen Berichten schlicht fehlten. Krieg ist »IiiBää«.

Mit der russischen Intervention in Syrien ist das schon nach zwei Tagen nicht anders. So berichtet die FAZ unter dem Titel »Luftschläge galten offenbar auch Amerikas Verbündeten« von den gestrigen Luftangriffen der Russen – doch auf der beigefügten Karte sucht man vergebens nach den Zielgebieten der Bomber. Nicht dass die nicht bekannt sind – das sind sie. Aber die FAZ vorenthält sie ihren Lesern. Kein Wunder dass diese über das Absichten der Russen nur spekulieren können, wo die Karte mit den Zielen auch die Absichten der Russen mehr als deutlich markiert:

Es geht allein darum, Assads Opposition anzugreifen – nicht aber den Islamischen Staat. Mit dem hat Assad ohnehin kaum eine Frontlinie, also auch nicht wirklich Ärger – mit einer Ausnahme: Auf dem Weg zum Verbündeten Iran über Palmyra. Palymra selbst ist zwar schon seit einigen Wochen in der Hand des IS. Aber die Zugänge dorthin werden weiterhin von Assads Truppen gehalten – insbesondere der 60 km vor Palmyra gelegene Luftwaffenstützpunkt südwestlich von Tiyas. Und genau diesen Zugang bedroht die Opposition nördlich von Homs.

Wen das nicht überzeugt, der muss wissen, dass der Luftwaffenstützpunkt Tiyas bereits in den 70er und 80er Jahren von Russen genutzt worden ist. Es ist wohl nicht zu weit hergeholt, wenn man annimmt, dass die Russen genau auf diesen Punkt zielen. Von hier aus lassen sich schnell Angriffe fliegen. Das umliegende Wüstengebiet lässt sich leicht kontrollieren. Palmyra dürfte sehr schnell wieder in Assads Händen sein – wenn er die Soldaten hat, die den Angriff durchführen werden. Denn allein mit der Luftwaffe, also ohne Bodentruppen, kommen die Russen in Syrien so wenig durch, wie die Amerikaner.

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