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Der GAU für die Willkommenskultur

by - September 28, 2015

Von Hebold

Laut EU leben z.Zt. 120.000 abgelehnte Asylbewerber bzw. abgelehnte Flüchtlinge in Deutschland. Und dafür wird, zumindest laut FAZ, die Bundesregierung gerügt. Ob die FAZ mit dieser Meldung schon rechts wird, will ich nicht beurteilen, aber in jedem Fall haben wir einen der wenigen Fälle, in denen die linientreuen Blätter mal die Wahrheit berichten. Nennen wir sie also rechtspopulistisch. Berlin will von dieser Wahrheit natürlich nichts wissen, denn ansonsten müsste es handeln und die jene, die sich illegal in unserem Land befinden, außer Landes verfrachten. Da sie abgelehnt sind, ist auch das Herkunftsland klar – die faule Ausrede mit der Staatenlosigkeit der Drogenhändler kann also nicht ziehen.

Nach diesem Dämpfer für die entartete Willkommenskultur kommt es nun noch dicker für jene, die am liebsten den Orient nach Germanien einfliegen würden. Die deutsche Verteidigungsministerin Von der Leyen schlägt vor, dass auch mit Assad diskutiert werden müsse, wenn es um das Ende des syrischen Bürgerkriegs geht. Damit plappert die Ministerin zwar nur Putin und ihre Chefin, Mutter aller Araber nach – aber sie liegt auf der Linie, die sich für die Zukunft Syriens seit einigen Tagen abzuzeichnen beginnt.

Nun will ich der Ministerin, die Krieg und Kinderkriegen miteinander vereinen will, keinen Plagiatvorwurf machen, sondern eher auf die Reaktion der Grünen verweisen: Sie bzw. ihr Mitglied Omid Nouripour lehnen solche Gespräche mit dem Diktator kategorisch ab.

Der Grünen-Politiker Omid Nouripour hat den Westen vor den Folgen einer Einbindung des syrischen Machthabers Baschar al Assad in eine Friedenslösung für das Land gewarnt. „Die Gespräche laufen gerade auf eine Rehabilitierung von Assad hinaus, und das würde Syrien keinen Frieden bringen“, sagte Nouripour dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören (Montag). „Die Mehrheit der Syrer sind Sunniten, und solange Assad herrscht, werden sie nicht auf Frieden im Land vertrauen.“

Ja, da ist sicher was dran. Aber interessant ist die Drohung durch diesen grünen Politiker, dem die BILD-Zeitung einen Titel »Angeber im Bundestag« widmete, weil er sich in seiner Biografie als »Promovend der Germanistik« tituliert hatte, obwohl er weder ein Studium der Deutschen Philologie noch der Soziologie abschließen konnte.

Die Bevölkerung werde in die Arme der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getrieben. „Viele denken über den Westen: Wenn ihr mit Assad paktiert, dann bleibt uns nichts anderes übrig, als uns seinem stärksten Gegner anzuschließen, also dem ,Islamischen Staat’ oder der Al-Nusra-Front“, sagte Nouripour, der außenpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag ist.

Und ich hatte schon Sorge, die Syrer würden, falls Assad bleibt, weiter nach Europa auswandern wollen.

Tatsächlich geht es aber exakt um diesen Punkt und das wird der Vorsitzende der »Bundesarbeitsgemeinschaft MigrantInnen und Flüchtlinge« schon wissen: Würde der Bürgerkrieg in Syrien durch das konzertierte Eingreifen von Russland und USA in wenigen Wochen beendet – und militärisch dürfte das kein großes Problem sein –, würde also der Bürgerkrieg in wenigen Wochen beendet, träte nicht nur für die Recken des IS, sondern auch für die Grünen und sämtliche andere Anhänger der Willkommenskultur der schlimmste denkbare politische Unfall ein: Die so tränenreich und mit viel peinlichem Eigenlob aufgenommenen Flüchtlinge müsste allesamt wieder zurück.

Ja, die Sorgen der Hilfswilligen der Willkommenskultur sind verständlich, wenn auch vorerst nicht nötig: Denn sie haben noch reichlich zu tun. Zu den 120.000 illegalen Asylanten, die Deutschland nach den Regeln der EU sowieso schon abschieben muss, kommen dann noch geschätzte 300.000 Syrer, die den langen Weg nach Damaskus zurückfinden müssen. An der Strecke werden Helfer gebraucht. Und in Syrien zählt dann allemal jede helfende Hand, vor allem, wenn die Fachleute aus Syrien, also etwa 5% von denen, die wirklich aus Syrien kamen, in Deutschland arbeiten dürfen. Die würden die Helfer ersetzen. Zu guter letzt könnte Herr Nouripour seine Studien in Damaskus beenden. Und alle sind glücklich.

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2 Kommentare
  1. rumpel@gmail.com permalink

    schlepper und schleuser award wird staaatlich finanziert

    http://www.muenchner-kammerspiele.de/munich-welcome-theatre/2-internationale-schlepper-schleusertagung-2015

    http://iss2015.eu/

    Der Kongreß findet vom 16. bis 18. Oktober in der bayerischen Landeshauptstadt statt. Insgesamt sind fünf Veranstaltungen geplant, die sich unter anderem mit „Praktiken, Preisen, Personal, Qualifizierung und Qualitätsmanagement“ von Schlepperbanden beschäftigen. Vergeben wird zudem der Preis „Goldene Lisa“. Damit sollen „bedeutende Schlepper- und Schleuser-Initiativen in verschiedenen Kategorien“ ausgezeichnet werden.

    Neben der EU-Kommission und der Stadt München wird die Tagung von der Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie von Pro-Asyl gefördert. Das Goethe-Institut, das bis vergangenen Freitag als Unterstützer aufgeführt wurde, taucht mittlerweile auf der Webseite der Initiatoren nicht mehr als „Förderer“ auf.

    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/schlepper-lobbyisten-erhalten-oeffentliche-foerdergelder/

    moderiert wird der kongress u.a. von diesen angeblichen journalisten, u.a. des ard- morgenmagazins

    Till Nassif, Jahrgang 1971, studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München Kommunikationswissenschaft, Politologie und Soziologie und absolvierte die Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule. Nassif schloss als Diplom-Journalist ab. Er ist als Moderator, Redakteur und Autor für WDR, BR und ARD tätig.

    Caro Matzko ist eine deutsche Moderatorin und Journalistin, die Kommunikationswissenschaft, Politik und Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München studierte. Seit 2002 moderiert sie bei „Zündfunk“ auf Bayern 2 und reist seit 2009 zudem zusammen mit ihrem Kollegen Gunnar Mergner für arte im Wissensmobil von X:enius durch die Welt.

  2. Brunnen permalink

    „Laut EU leben z.Zt. 120.000 abgelehnte Asylbewerber bzw. abgelehnte Flüchtlinge in Deutschland.“

    Hier stimmt wohl was nicht. Denn:

    „In Deutschland halten sich aktuell mehr als 600.000 Ausländer auf, deren Asylantrag abgelehnt wurde oder deren Flüchtlingsschutz abgelaufen ist. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des Bundestagsvizepräsidenten Johannes Singhammer (CSU) hervor, die dem Magazin Cicero vorliegt.“
    http://www.cicero.de/berliner-republik/bundestagsvizepraesident-ueber-dresdner-demonstranten-pegida-anhaenger-nicht-zu

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