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Wenn Satire zur Wirklichkeit wird.

by - September 24, 2015

Von Yakiz

Vor noch gar nicht langer Zeit veröffentlichten wir unter dem Artikel „Post von Monika Herrmann“, genauer gesagt am 28.Januar2015, eine fiktive Bekanntmachung der Friedrichshain-Kreuzberger Bürgermeisterin, die vermutlich irgendwann einmal als die eigentliche Verursacherin des Flüchtlingstrecks in die Annalen eingehen wird.

Dort sind in zugespitzter Form fiktive Zwangsmaßnahmen aufgelistet, die allen Flüchtlingen ein menschenwürdiges Wohnen ermöglichen sollen, damit sie nicht mehr wie die Besetzer der Gerhart-Hauptmann-Schule auf Dächern Zuflucht suchen und dort sogar Wasser aus Regenrinnen trinken müssen.

Jetzt hat die Wirklichkeit in dieser schnelllebigen Zeit angefangen unsere bittere Satire einzuholen; die Dämme sind am Brechen, Bundesweit!

„Bund und Länder prüfen nach Angaben des ARD-Hauptstadtstudios zur Unterbringung von Flüchtlingen eine zeitlich befristete Zwangsvermietung leerstehender Immobilien. Grundlage der Prüfung sei ein Papier der Bund-Länder-Arbeitsgruppe, berichtete das ARD-Hauptstadtstudio am Freitagabend in Berlin. Demnach ist ein Beschleunigungsgesetz in der Prüfung, das bei der Zwangsvermietung an Flüchtlinge vor allem auf nicht genutzte Gewerbeimmobilien abziele. Auch Einfamilienhäuser könnten demnach betroffen sein.”

schreibt der Focus Online am 13.9. Man beachte besonders den letzten Satz. Dann lesen wir drei Tage später in der gleichen Zeitung:

„Nach Informationen von FOCUS Online haben zwei Bundesländer inzwischen Prüfanträge an die Bundesregierung gestellt. Sie wollen wissen, ob es eine gesetzliche Grundlage dafür gibt, leerstehende Immobilien in Privatbesitz zwangszumieten. Um welche Länder es sich handelt, ist den Informationen nicht zu entnehmen.“

„Joa mai was regstn dir so auf, steh do eh leer“, sagen viele und sicher sind es genau diejenigen die sich in die Hose machen, wenn sie nicht anonym im Netz agieren können oder der gleiche verhasste Staat, der hier zwangsweise Vermietern Flüchtlinge zuteilen will, digitale Sperr- und Kontrollmechanismen per Gesetz verordnet.

Gesagt getan!

Nur irgendwie muss man doch auch an bewohnten Wohnraum rankommen, dachte sich ein schlauer Bürgermeister in NRW. Er schmiss einfach Altmieter mit der Begründung auf „Eigenbedarf“ aus Staatswohnungen heraus. Der parteilose Rainer Vidal in Nieheim rechtfertigte gegenüber dem „Westfalen-Blatt“ die Kündigungen:

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt er. Den gekündigten Mietern würde bei der Wohnungssuche geholfen. „Ich weiß, dass dies eine unkonventionelle Maßnahme ist“, so Vidal,  „Aber wir haben als Kommune die Verpflichtung, Flüchtlinge unterzubringen.“

Ja supi!! Er hat also irgendwie Verpflichtung Flüchtlinge in schicke Wohnungen einzuquartieren! Na da kommt es doch gelegen, moralisch keine Verpflichtungen gegenüber der autochthonen Bevölkerung seines Wahlkreises zu haben, denn unter den Gekündigten gibt es Altmieter aber auch Alleinerziehende mit Kindern. Die dürfen aber sicher beruhigt sein, denn der Bürgermeister hat ja persönlich zugesagt, bei der Wohnungssuche zu helfen.

Warum er nicht für seine neuen Schützlinge gleich selber auf die Suche ging ist nicht nachzuvollziehen, außer man nimmt in Betracht, dass dem Herrn Bürgermeister die eigenen Vormieter regelrecht am Arsch vorbeigehen.

„Betroffen ist unter anderem Bettina Halbey. Die 51-Jährige wohnt seit 16 Jahren in ihrer 90-Quadratmeter-Wohnung in Nieheim.“ „ Am 1. September kam dann ein Schreiben von der Stadt: Halbey müsse bis Mai 2016 wegen Eigenbedarfes ausziehen. In ihrer Wohnung sollen Flüchtlinge untergebracht werden. Halbey sei schockiert gewesen: „Ich kann das nicht verstehen, es gibt viel Leerstand in Nieheim.“ Ähnlich erging es der alleinerziehenden Mutter in der Wohnung im Erdgeschoss. Sie hat nun bis zum August nächsten Jahres Zeit, sich mit ihren zwei Kindern eine neue Bleibe zu suchen.“

Genau, sollen die sich mal nicht so anstellen, diese verweichlichten Deutschen. Sind bestimmt Nazis oder so. Nur was passiert, wenn der Ungeist weiter aus der Flasche strömt und nicht einmal die CSU den Deckel mehr drauf bekommt? Wenn noch mehr Wohnraum benötigt wird, weil Muttis Einladung einfach zu verlockend ist? Was kommt dann?

Gestern war es die leer stehende Fabrikhalle hier und das heruntergekommene Hotel dort. Heute schon werden Mieter gegen ihren Willen auf die Straße gesetzt und morgen bekommt dann jeder, der über ein ungenutztes Zimmer verfügt, einen Syrer zugeteilt?

In Monikas fiktivem Post steht unter anderem:

8. Personen über 80 Jahre werden in Altersheime zwangseingewiesen um Wohnraum für bedürftige Flüchtlinge freizumachen. Verwandte können eigenen freien Wohnraum mit den betreffenden Personen belegen.

9. Es steht unter Strafe Kinderzimmer mit weniger als einem Kind zu belegen. Wer mehr als ein Kind hat, muss alle weiteren in einem Kinderzimmer unterbringen um zusätzlichen Wohnraum freizumachen.

Mal sehen wie lange es diesmal braucht bis die Realität die Fiktion überrennt. Das glauben Sie nicht? Warten wir es ab … .

____________________________________________________________________

Nachbemerkung DK:

Unser Autor Yakiz hat sich auf unserem Blog mit einem fiktiven Tagebuch Gedanken gemacht. Seine damaligen Überlegungen sind teils schon Realität, teils haben sie eine hohe Wahrscheinlichkeit eine zu werden:

 

 

 

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11 Kommentare
  1. yakiz permalink

    Hamburg macht den Vorreiter….

    n erster Lesung beschloss das Parlament am Mittwoch mehrheitlich das umstrittene „Gesetz zur Sicherung der Flüchtlingsunterbringung in Einrichtungen“. In namentlicher Abstimmung votierten 81 Abgeordnete für das Gesetz, 37 stimmten dagegen. Endgültig verabschiedet wird das Regelwerk am Donnerstag, weil CDU, AfD und FDP eine abschließende zweite Lesung im Parlament verhindert hatten.

    http://www.focus.de/immobilien/wohnen/unterbringung-von-fluechtlingen-hamburg-beschliesst-gesetz-zur-beschlagnahme-von-immobilien_id_4983431.html

  2. yakiz permalink

    ….und jetzt kommt die Rechnung!

    Es trifft vor allem Eltern und Hausbesitzer: Städte und Gemeinden wollen in den nächsten Monaten auf breiter Front Gebühren und Abgaben erhöhen. Zudem sollen Leistungen gekürzt werden.

    Tiefer in die Tasche greifen müssen vor allem Eltern von Kindern in der Kita oder in Ganztagsschulen. 40 Prozent der Städte und Gemeinden wollen im laufenden Haushaltsjahr die entsprechenden Gebühren erhöhen. Auch bei der Grundsteuer bitten die Kommunen verstärkt zur Kasse: 38 Prozent planen hier eine Erhöhung. Die Friedhofsgebühren sollen in 26 Prozent aller Städte steigen.
    Elf Prozent der Städte wollen die Straßenbeleuchtung runterdimmen, neun Prozent Angebote für Jugendliche und Senioren zurückfahren. Sechs Prozent wollen den Betrieb ihrer Schwimmbäder einschränken oder die Bäder sogar ganz schließen.

    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/7375058/staedte-bitten-die-deutschen-zur-kasse.html

    Wer dachte die Besiedelung mit Bereicherern ist kostenlos dürfte bald die Geldbörse auf Grundeis gehen….

  3. yakiz permalink

    Es geht schon los – die Realität auf der Überholspur……

    Jedem Flüchtling in Deutschland sollen sieben Quadratmeter zum Leben zur Verfügung stehen. In vielen Unterkünften wurde diese Grenze längst unterschritten. Benjamin Maack und seine Familie leben auf 84 Quadratmetern. Raum, den man teilen kann – oder sogar muss?

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/fluechtlinge-privat-aufnehmen-die-wichtigsten-fragen-a-1055239.html

    • Rechtspopulist permalink

      Beeindruckend. Das Blatt, das unter jedem Propaganda-Artikel die Kommentare deaktiviert hat, lässt sie diesmal zu. Die meisten finden richtig toll, dass sie in ihren Wohnungen zusammenrücken können für all die syrischen Flüchtlinge zu denen Flüchtlinge mutiert sind. Die Herren und Damen Schreibkräfte setzen wohl wie im Lügel als Kommentar-Trolle die Propaganda aus der Redaktion fort.

      Ich werde mich mal intensiv mit Ihren noch fiktiven Tagebüchern beschäftigen, damit ich weiß, was auf mich zukommt.

      • yakiz permalink

        Hallo Rechtspopulist, Sie werden staunen wieviel der Fiktion bereits Realität geworden ist.
        Hier noch eine lustige Passage unserer „Qualitätsmedien“

        Dazu werden jetzt die Krawalle in den Lagern benutzt……

        In Hamburg etwa plant der SPD-Senat unter Bürgermeister Olaf Scholz eine weitreichende Novelle des Polizeigesetzes. Sie wird es schon bald dem Stadtstaat erleichtern, leere Gebäude für Flüchtlinge zu beschlagnahmen. Ein schwerer Eingriff in Grundrechte.

        Doch fehlt Scholz offenbar der Mut, die Konsequenzen im Detail zu benennen. Es gehe nur um leer stehende Gewerbeimmobilien, Zwang soll es nur im Notfall geben. Privaten Wohnraum zu beschlagnahmen, erlaube das Gesetz gar nicht. Zurzeit kommen 400 bis 500 Flüchtlinge pro Tag in der Stadt an. Was, wenn die Zahlen in diesem Tempo weiter steigen?
        Gut vorstellbar, dass schon bald eine Situation eintritt, in der auch leer stehende Wohnungen das Interesse der zuständigen Beamten wecken. Wer das Gesetz liest, stellt fest, dass es auch in diesem Fall die Beschlagnahmung zulässt – auch wenn Scholz das nicht laut sagt.

        http://www.spiegel.de/panorama/gewalt-in-fluechtlingsheimen-jetzt-wird-es-unbequem-a-1055282.html

  4. Der nun wieder permalink

    Nun wird doch gar mal wieder wegen Volksverhetzung ermittelt!

    Nein, nicht gegen Provinzschulten, die Eingeborenen die Wohnungen wegnehmen, sondern gegen falsche und ungläubige Propheten:

    http://www.morgenpost.de/berlin/article205796223/Oberhavel-Gefaelschter-Brief-zu-Fluechtlingsunterbringung.html


    Oranienburg. Im Fall eines gefälschten Landratsschreibens im Kreis Oberhavel ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung. Der vorgeblich vom Landrat verfasste Brief informiert Einwohner über eine Zwangsaufnahme von Geflüchteten in ihren Privatwohnungen. Weil die Täter einen Briefbogen des Landkreises nachahmten und die Unterschrift des Pressesprechers fälschten, ermittelt der Staatsschutz auch wegen Urkundenfälschung, wie die Staatsanwaltschaft Neuruppin und die Polizei am Freitag mitteilten.

    Der Brief wurde ersten Erkenntnissen zufolge in Hennigsdorf und vermutlich in weiteren Orten verteilt. „Das ist eine ganz perfide Methode, die Bemühungen des Landkreises bei der Unterbringung von Asylbewerbern zu unterlaufen und die Bürgerinnen und Bürger zu verunsichern“, sagte Landrat Ludger Weskamp (SPD). Er vermutet einen rechten Hintergrund. Weskamp rief dazu auf, sich von der Fehlinformation nicht verunsichern zu lassen.

  5. derda permalink

    Finde die Satire in diesem Text. Ich habe keine gefunden

    Gelöscht.

    Begründung:

    Wir bitten darum, auf die Quellen zu achten. Wir wir hier schon öfter dokumentiert haben, gleichen sich die Aussagen von Links- und Rechtsextremen. In der Partei Die Linke z. B. tummelt sich eine trotzkistische antisemitische Sekte in hohen Parteiämtern (Linksruck, jetzt marx21), die kaum von Rechtsextremisten zu unterscheiden ist.

    Wenn sie auf Seiten verlinken, die solchen Mist über die jüdische Weltherrschaft schreiben:

    Die großen Ereignisse der Geschichte folgen seit über 300 Jahren einem geheimen Plan – einem Master-Plan zur Erringung der Weltherrschaft,

    den Holocaust an den Juden abstreiten und dafür den an den Deutschen durch die Amerikaner nach 1945 behaupten, dann „zensieren“ wir. User, wie der Moserhansi (oben verlinkt) sind beim Tagesspiegel wohlgelitten, nicht aber bei uns.

    Wir nehmen an, dass Sie sich die Seiten nicht so genau angesehen haben.

  6. Eva permalink

    Ich würde mich nicht wundern, wenn auf dem Görlitzer Park noch Zelte und Container aufgestellt werden, zur Freude und Erbauung des grünen Wählerklientels. Die Vermischung von schwarzafrikanischen Asyl-Dealern mit schutzsuchenden Balkanflüchtlingen ist auch für angehende Soziologen, Sozialarbeiter, Polizisten und Projektfreaks ein interessantes Lernfeld. Letztlich hätte das Ganze auch einen nicht zu unterschätzenden Eventcharakter, der zahlreiche Touristen anlockt und einer sozialen Befriedung Vorschub leistet. Eine Frage bewegt mich allerdings ernsthaft:
    Ist den verantwortlichen Politikern eigentlich klar, welchen seelischen Schaden sie bei zwangsentmieteten Zeitgenossen anrichten? Wer ist denn am Ende traumatisiert: Die „Flüchtlinge“ oder die Menschen, die ihre Wohnungen aufgeben müssen?

  7. Deutschland, Du tust mir Leid! Solche Idioten wie Rainer Vidal gehören in den Müll!

  8. Paul permalink

    Die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte der Unionsfraktion, Erika Steinbach (CDU), sagte der ARD: „Das ist eine Enteignung“. Dies würde nur mit einer gesetzlichen Regelung gehen, und sie halte dies für „das verkehrte Signal“.

    Dies würde nur mit einer gesetzlichen Regelung gehen,

    Frau Steinbach (CDU) hat also nichts dagegen wenn es eine gesetzliche Regelung dafür gibt. Soviel zu den Menschenrechten in der CDU.

    • almansour permalink

      Ob Frau Steinbach die Beneš-Dekrete als Gesetze betrachtet, die dann wiederum die Enteignung rechtfertigen lassen?

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