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Knapp daneben ist auch vorbei

by - September 24, 2015

Von Columbo

Fast, aber eben auch nur fast hätte ich dem Tagesspiegel in Person seines Chefredakteurs Casdorff Recht gegeben. Am Ende hat es dann leider wieder einmal nicht gereicht.

„Die öffentlich-rechtlichen Sender – ein Trauerspiel“ überschreibt Casdorff im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise seine Kritik an eben jenen. Das entlockte mir spontane Zustimmung, auch der nächste Satz:

„Das Öffentlich-Rechtliche, wie niemand sonst berufen zur Berichterstattung, zur authentischen Nachricht, live, aktuell, spielt seine Stärke im Geschehen um die Geflüchteten, Schutzsuchenden nicht aus.“

Sehen wir dem Herrn Chefredakteur mal die pathetische Prosa von „Geflüchteten, Schutzsuchenden“ nach – authentisch, aktuell, ja, so sollten sie sein, die Öffentlich-Rechtlichen. Und nicht tendenziös und parteiisch mit starker Pro-Asyl-Schlagseite. Ein Beispiel sollten sie sich nehmen an den Engländern:

Es sind vor allem die britischen Medien, die über die Krise anders berichten als die deutschen. Als es zu Auseinandersetzungen zwischen ungarischen Grenzschützern und Flüchtlingen kam, zeigte die BBC, wie junge Männer Tore eintraten und Steine warfen. In der ARD-Tagesschau waren die drastischsten Bilder nicht zu sehen – stattdessen Frauen und Kinder, die vor dem Tränengas der Sicherheitskräfte flohen. Entsprechend unterschiedlich kommentierten die Reporter das Geschehen. Während das deutsche Fernsehen ein unverhältnismäßiges Vorgehen der Ungarn nahelegte, sprach der BBC-Reporter von der „Verteidigung der Grenzen“ und bezweifelte, dass sich die Flüchtlinge mit diesem Gewaltausbruch „neue Freunde“ gemacht hätten.“

All das, was man nur noch auf Youtube zu sehen bekommt, die entfesselten Mobs, die „Allahu akbar!“-Schlachtgesänge der Horden, die sich quer durch Europa prügeln, Männer, die ihre Ehefrauen samt Baby gewaltsam auf die Gleise werfen, all das würde ich gerne im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sehen. Zum Beispiel.

Oder die Zusammensetzung der Talkshows. Anstatt Henryk M. Broder und Frauke Petry, Akif Pirincci oder Nicolaus Fest einzuladen, reichen sie die Roth und den Beck und die Göring-Eckardt herum wie faule Eier, die ihren emotionalen Schwefelgestank täglich abwechselnd in der ARD oder im ZDF ablassen dürfen. Schauen Sie sich doch nur mal an, wer heute bei Maybrit Illner eingeladen ist: Günter Burkhardt (Pro Asyl), Boris Palmer (Grüne), Aiman Mazyek (Sultan), Malu Dreyer (SPD) und der unglückliche Innenminister, der für all das verantwortlich ist. Erwartet jemand ernsthafte Opposition in dieser Sendung? Sachlich-nüchterne Kritik, gar eine scharfe Abrechnung? Ein Trauerspiel, allerdings!

Aber das meint der Herr Chefredakteur natürlich nicht. Der wünscht sich noch mehr Betroffenheitssendezeit, noch mehr Pussy-Journalismus, Reportagen von der Front, Interviews mit Refugees, kurzfristige Programmänderungen für noch mehr Flüchtlingspropaganda, noch mehr Flüchtlingsgalas wie jüngst die televisionäre Totalkatastrophe „Auf der Flucht – Deutschland hilft“.

Und so, verehrter Herr Casdorff, kommen wir wieder einmal nicht zusammen. Das wird wohl nichts mehr, in diesem Leben.

 

 

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4 Kommentare
  1. B78 permalink

    meta.tagesschau.de/id/103365/gipfel-will-gesundheitskarte-fuer-fluechtlinge-beschliessen

    Alle Flüchtlinge werden demnächst mit der Gesundheitskarte ausgestattet. Das wird teuer. Nach 15 Monaten in Deutschland hat jeder den Anspruch auf eine gesetzliche Krankenversicherung für sich und seine Verwandten im Ausland.

    Übrigens wird das Kindergeld auch an Asylbewerber ausgezahlt. Auch wenn die Kinder noch gar nicht hier sind.

    Die Rechnung wird noch sehr dick und der Wähler dumm gehalten. Mal sehen, wie lange das noch gut geht.

    B78

    • Christian permalink

      Na, da gibt es sicher ein Antragsformular auf dem ohne zu erbringenden Nachweis „auf Treu und Glauben“ diverse leibliche, in der Heimat verbliebene Kinder eingetragen werden können. Von dem Zubrot kann man sehr gut leben 😉

  2. Burgunder permalink

    Nicht durch die ÖR’ies trauerspielern. ScienceFiles hat noch einmal den Thüringer Skandal um die protestierenden Professionellen ins Licht gerückt

    „Käufliche Demonstranten: 41.263,20 Euro vom Land Thüringen für die richtige Gesinnung“

    Eine Bemerkung ist besonders hervorzuheben: „Aber Deutschland ist keine Zivilgesellschaft. Es fehlen die entsprechenden Medien, die entsprechenden Kontrollorgane, die diesen Skandal publizieren. Statt dessen wird der Mantel des Schweigens ausgebreitet …“

    Sie alle schweigen. Die Geistestitanen am lautesten. Was für eine elende Bande.

    http://sciencefiles.org/2015/09/24/kaeufliche-demonstranten-41-26320-euro-vom-land-thueringen-fuer-die-richtige-gesinnung/

    • Burgunder permalink

      Klein und Diefenbach legen nach:

      „Um dieses jammerhafte Bild deutscher Redaktionsräume zu verbessern, haben wir uns also entschlossen Nachhilfe zu geben und Journalisten an die Qualität des Journalismus, den Qualitätsjournalismus heranzuführen.
      Wir tun dies anhand von drei Beispielen zu möglichen Beiträgen, die ein Qualitätsjournalist, wenn es denn einen solchen geben würde, recherchieren und schreiben würde (ob er sie veröffentlicht bekommt, hängt wiederum davon ab, ob der Redaktionsleiter einen Qualitätsjournalisten in seiner Redaktion duldet…).
      Hier also drei Bereiche, die ein Qualitätsjournalist im Hinblick auf den Thüringer Skandal, im Hinblick auf das Finanzieren von Demonstranten aus Steuermitteln bearbeiten könnte:“

      Alles weitere hier:

      http://sciencefiles.org/2015/09/25/kaeufliche-demonstranten-nachhilfe-fuer-den-qualitaetsjournalismus/

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