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Die Resistance war rassistisch

by - September 23, 2015

Von Hebold

Jetzt wissen wir es, was viele Gutfaschisten schon lange wissen: Die Resistance, also der französische Widerstand gegen die Besatzung durch deutsche Truppen, war rassistisch. Denn schließlich haben sich die Kämpfer des Freien Frankreichs pauschal gegen »die Deutschen« gewehrt.

So jedenfalls kann man den Prozess deuten, der momentan in Frankreich gegen Marine Le Pen geführt wird und von dem die FAZ heute berichtet. In ihrer nackten Verzweiflung, dass Paris demnächst womöglich vom Front National regiert werden könne, greifen die Gutfaschisten um Hollande zu allen Mitteln, die ein totalitärer Staat gegen Andersdenkende seit Jahrhunderten auffährt: Diffamierung, Polizei, Gerichte, Mordanschläge und schließlich Mord.

Worum geht es in dem Prozess? Um eine islamkritische Äußerung von Marine Le Pen:

Im Dezember 2010 hatte Le Pen Straßengebete von Muslimen mit der deutschen Besatzung Frankreichs während des Zweiten Weltkriegs verglichen. „Es gibt keine Panzer und keine Soldaten, aber es ist doch eine Besatzung und die Einheimischen haben darunter zu leiden“, sagte Marine Le Pen damals vor einer Parteiversammlung in Lyon. Deswegen wird sie wegen „Aufruf zum Rassenhass“ angeklagt.

Wegen dieser Äußerung zerrt man in Frankreich Le Pen vor Gericht. Schließlich gibt es gelegentlich auch mal einen Moslem, der Europa auf friedlichem Weg einnehmen will. Nicht alle überschreiten zu Tausenden illegal Grenzen, versuchen, mit einem AK-47 in einem Schnellzug möglichst viele Anders- und Ungläubige zu ermorden oder werfen Bomben in Redaktionen. Nein, nicht jeder Moslem macht das.

Und weil das so ist, ist verallgemeinernde Islamkritik eben rassistisch. Folglich muss der französische Staat Gewalttaten gegen Le Pen auch nicht weiter verfolgen:

Vergangene Woche hatten unbekannte Täter das Wahlkampflokal des Spitzenkandidaten in Paris beschädigt, Benzin in den Briefkasten gegossen und einen Drohbrief mit den drei Vornamen von Marine Le Pens Kindern hinterlassen.

Ein ähnlicher Anschlag gegen eine arabische Familie – die Front der Gutmenschen zwischen Brunei und Brunsbüttel hätte gekocht. Nicht so bei Le Pen. Hier ermittelten die Ermittler bisher praktisch gar nicht. Wer den Islam kritisiert, kann lange auf den Schutz durch eine linke und grüne Staatsanwaltschaft hoffen, ist gleichsam »vogelfrei«. Denn der Islam besteht aus ganz, ganz vielen Islams, für jeden Gläubigen einen.

Und so war das ja auch mit den Nazis. Jeder hatte sein eigenes Exemplar von »Mein Kampf«. Jeder frönte auf seine Weise seinem Kult gegenüber dem Führer. Hier ein einfacher, dort ein goldener Bilderrahmen mit dem Konterfei des Erwählten. Hier lebte man seine Vorlieben nach und trank keinen Alkohol mehr, dort schätzte man seine zurückhaltende Liebe zu Eva, die er nicht gleich heiraten wollte. Andere nannten ihr Neugeborenes Adolf. Nein wirklich, nicht jeder Nazi war böse. Nicht jeder hat unwertes Leben vernichtet. Nicht jeder in Auschwitz Juden vergast. Es gab sozusagen viele, viele Faschismen. Für jeden Nazi den seinen.

Und da es viele deutsche Faschismen und noch mehr deutsche Soldaten gab, die französischen Kämpfer diese aber bei ihren Anschlägen nicht unterschieden, sondern unterschiedslos attackierten, waren sie eben Rassisten – die Franzosen und nicht etwa die Deutschen. Sie nahmen den Tod unschuldiger Anhänger des Führers in Kauf. Im schlimmsten Fall hätte sie einen wie Günter Grass töten können. Und der war ja nun ein wirklich guter Faschist.

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