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Hasskommentare

by - September 20, 2015

Der an der Mainzer Gutenberg-Universität lehrende Historiker Andreas Rödder fasste die Diskussion zusammen, indem er schloss, eine freie Presse sei kein Geschenk des Himmels und müsse ständig aufs Neue verteidigt werden. Die größte Herausforderung der Presse in einer digitalisierten Welt sei es, eine Orientierung im unüberschaubaren Netz der Informationen zu bieten und als Filter zu wirken, damit Meinungsbildung auch in Zukunft auf Tatsachen und Hintergrundinformation basiere. 

FAZ vom 18.9.2015 zur Preisverleihung an den Chefredakteur von „Charlie Hebdo“

Satire darf immer noch alles, titelt die FAZ und singt das Lied der Pressefreiheit. Sogar 20 Kommentare werden zugelassen. Das ist ungewöhnlich. Die Kommentare sind sachlich und nachdenklich, wie man es von den Kommentaren im Kommentarbereich der FAZ gewohnt ist. Verwunderung wird geäußert, wenn hier ueber Pressefreiheit disputiert wird (Leser Bernd A. Wohlschlegel am 18.09.2015 09:54). Mit anderen Worten, es sind nach dem Verständnis der Pressefreiheitlichen Hasskommentare. Die müssen die FAZler so schockiert haben, dass weiterhin keine Kommentare zu Artikeln über die Invasion Gläubiger freigeschaltet werden.

Pressefreiheit eben, wie wir sie von der Wahrheitspresse gewohnt sind.

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8 Kommentare
  1. Burgunder permalink

    Zum Thema Kommentare:

    Weiß hier jemand darüber Bescheid oder kann Erfahrungen vermitteln?

    http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=371488

    Dringende Empfehlung: OpenComment

    verfasst von LLF, 20.09.2015, 19:10
    (editiert von LLF, 20.09.2015, 19:15)

    Mit Hilfe des Firefox-Addon OpenComment kann jede Webseite kommentiert werden, insbesondere mit solchen Kommentaren, die vom Seitenbetreiber unberechtigterweise vorher zensiert worden sind. Rechtswidrige Inhalte bleiben natürlich verboten und werden höchstwahrscheinlich gelöscht:
    http://opencomment.org/terms

    Eignet sich insbesondere für http://www.spiegel.de, aber auch für andere zensierte Webseiten: zensierten Kommentar links per Copy & Paste abspeichern.

    • Paul permalink

      Erfahrungen habe ich auch noch keine gesammelt, aber so sieht es aus an diesem Beispiel wo der „Spiegel“ keine Kommentare zulässt.

      a href=“http://www.fotos-hochladen.net“ rel=“nofollow“></a

      Firefox -> Extras -> Add-ons -> OpenComment suchen und installieren, Neustart von Firefox

      Firefox -> Extras -> OpenComment öffnen

      • Vor „a href“ muss noch „<“ stehen und nach „</a“ ein „>“.

        Wir haben die Zeichen entfernt, weil WP die Zeile sonst nicht anzeigt.

  2. Burgunder permalink

    Verflixt. Der FAZ-Sezierer hier ist doch immer Hebold! Also, Entschuldigung an alle brüskierten oder verdächtigten. Und:
    „Ansonsten ist es immer wieder angenehm, von Ihnen zu lesen, DK. Ihre Beiträge möchte ich auch zukünftig nicht missen.“ Ehrlich und ohne Abstrich.

    Als Entschädigung gibt im Anschluß eine neue Folge aus der Reihe „Liebes journalistisches Prekariat“
    Dabei, also beim Lesen der taz, bin ich darauf gestoßen:
    http://taz.de/Boris-Palmer-zu-Fluechtlingen/!5234269/
    Sie haben fertig und müssen es sogar in ihrem Zentralorgan eingestehen, Vielleicht mag sich jemand daran abarbeiten?

    Schönen Sonntag noch an alle, Burgunder

    • Danke Burgunder, auch an Sie einen schönen Sonntag.

      Gruß DK

    • almansour permalink

      Die Frage nach den „sicheren Herkunftsländern“ lenkt immer vom Eigentlichen ab. Entscheidend nämlich muss sein, welche Immigration in diesem Lande gewünscht ist und welche nicht. Das Asylrecht ist eines, das verfolgte Individuen vor politischer Verfolgung in ihren Herkunftsländern schützt. Nur in solchen Fällen ist Aufnahme zu gewähren.
      Boris Palmer bedient also schon im Grundsatz die politischen Lügen, indem auch er den Begriff des Asylrechts jenseits seines juristischen Gehalts verwendet. Er spielt also nur jenen in die Hände, die moralischen Druck auf unsere Nachbarländer entfalten, damit die Masseneinwanderung islamischer Männer in Europa verteilt wird.

  3. Burgunder permalink

    Ach Hebold, Sie werden die FAZ auch nicht mehr ändern. Die Ambivalenz ist doch genau zu deren Markenzeichen geworden. Falls Sie Zugang zur Sonntags-FAZ haben, lesen Sie heute im Feuilleton auf S. 47 (ansonsten hier: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/historiker-joerg-baberowski-im-interview-ueber-asyl-13810824.html). Ich halte das Interview für das beste von heute. Dort wird genau Ihr Thema fortgesetzt:

    „In Deutschland wird gern nach der Gesinnung dessen gefragt, der einen Vorschlag macht. Man stigmatisiert ihn, und schon ist er für das Gespräch nicht mehr zu gebrauchen. Auf dieses Spiel mit dem Ressentiment lasse ich mich nicht ein. Ich interessiere mich für Argumente.“
    und
    „Es gibt keine Instanz, die den Wortgebrauch festlegt, aber es gibt eine Atmosphäre, in der jene, die das wollen, anderen vorschreiben können, wie sie zu reden haben. Und zwar jene, die die Hoheit über die Kommunikation im politischen Raum haben. Sie können in Deutschland nur noch in einer verordneten Sprache sprechen, wenn Sie sich nicht selbst vom Gespräch ausschließen wollen. Ohne die Freiheit der Sprache aber kann manches überhaupt nicht mehr diskutiert werden, weil nur noch zählt, wer spricht und wie gesprochen wird, aber nicht mehr gelten soll, was jemand sagt. Es gilt inzwischen schon als ungewöhnlich, dass ein Aufruf zur Besonnenheit im Feuilleton der F.A.Z. erscheinen darf.“

    Dabei ist typisch, das so was (eigentlich völlig selbstverständliches, nur eben heute nicht mehr) eigentlich auf S. 1 gehörte, aber lieber ins Feuilleton geschoben wird. Damit agiert die FAZ wie ihre Vorgängerin, die Frankfurter Zeitung, unter den Nazis. Das ist Journalismus wie unter Besatzungsbedingungen, wie in der Diktatur. Die konformistischen Beiträge stehen vorn, die Kritik folgt verschämt und verkleidet hinten. Die Unverschämten (wie z.B. der Lügel) scheuen sich dagegen nicht, selbst abartigste (sic!) Meinungen im Politik-Teil als Nachrichten zu verkaufen.

    Ich sehe die FAZ immer noch als Einäugige unter den blinden Totalausfällen. Die müssen wirtschaftlich sehen, wie sie noch überleben (die Lage ist ja nicht erst seit gestern besorgniserregend). Und wenn ein Teil der Wirtschaft die aktuelle antideutsche und antieuropäische Politik forciert, weil sie auf billigere Arbeitskräfte und mehr Absatz hofft, muß auch die FAZ das Lied dieses Packs (hier ist die Formulierung ausnahmsweise angebracht) mitsingen. Des Brotes und der Anzeigen wegen, Sie wissen …

    Ansonsten ist es immer wieder angenehm, von Ihnen zu lesen, Hebold. Ihre Beiträge möchte ich auch zukünftig nicht missen.

    • Ansonsten ist es immer wieder angenehm, von Ihnen zu lesen, Hebold. Ihre Beiträge möchte ich auch zukünftig nicht missen.

      Hebolds Artikel sind in der Tat gut, missen möchten auch wir sie nicht. Nur dieser Artikel ist nicht von ihm 🙂

      Übrigens: Auch zu dem von Ihnen zitierten Artikel der FAZ wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.

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