Skip to content

Lügenpresse einmal anders

by - März 1, 2015

Oder: Wie sich die FAZ selber belügt

Von Hebold

Vorgestern titelte die FAZ »Ihr Teufel, kehrt zu Allah zurück!«, darunter das Photo einer alten Frau. Sie stammen aus einer Videosequenz, das seit einigen Tagen auf YouTube kursiert und etwas belegt, was jeden islamophilen germanischen Schreiberling euphorisch werden lässt: Moslemischer Widerstand gegen moslemische Realitäten:

Die Greueltaten des „Islamischen Staates“ (IS) scheinen von Woche zu Woche zu eskalieren; es sieht so aus, als wollten die selbsternannten „Gotteskrieger“ durch systematischen Terror auch noch den letzten Widerspruch in der Bevölkerung ersticken. Doch ausgerechnet eine Greisin ließ sich davon nicht beeindrucken. Im Internet, auf YouTube, hat eine etwas länger als dreieinhalb Minuten dauernde, offenbar aus Syrien stammende Sequenz für Aufsehen gesorgt: Sie zeigt, wie sich die alte Frau mit zwei vermeintlichen IS–Kämpfern anlegt, die mit ihrem Wagen auf der Straße ihres Heimatorts stehen und die Begegnung aufnehmen.

Ja, auch der Schreiber ist ein klein wenig skeptisch:

Ob es sich dabei tatsächlich um Islamisten handelt, weiß man nicht. Dagegen spricht, dass die beiden die Aufnahme, in der der IS ziemlich schlecht wegkommt, ins Netz gestellt haben.

Keine Skepsis zeigt er allerdings gegenüber der alten Frau. Ja, er ist ergriffen:

Es ist eine bizarr anmutende, doch auch zutiefst berührende Szene, in der die alte Frau immer wieder mutig auf die angeblichen IS-Leute einredet, sie möchten zu Gott zurückkehren. Wörtlich: „O ihr Teufel, Kehrt zu Allah zurück, auf den Pfad Allahs zurück, meine Enkel!“

Zugegeben: Ich war es zunächst ebenfalls und formulierte einen rührenden Beitrag. Dachte an das Bild einer alten Jüdin, die an einer Eisenbahnrampe steht und ihren gelben Stern trägt. Und es kam mir nicht wirklich in den Sinn, dass die FAZ das, was die Alte sagt, nicht übersetzt haben könnte. Zumal der Schreiber ja auch ein Zitat bringt:

So zitiert sie etwa Sure 49, Vers 10 „Und fürchtet Gott (oder: seid barmherzig), wenn ihr Seine Gnade empfangen wollt“ und viele andere Koranstellen spontan aus dem Gedächtnis. ( … ) „Ich schwöre, nichts, was ihr getan habt, geschah auf dem Wege Gottes.“ Und: „Gott sieht, was ihr tut.“ „Wo ist Gott?“, fragt einer der beiden überrascht und zynisch. Dann lacht einer; die Männer unterbrechen sie schließlich mit barschen Worten: „Hau ab, Großmutter, wir haben keine Zeit.“

Dieser Auftritt der Alten macht offenbar Hoffnung, vor allem, weil er auch Muslime beeindruckt haben soll:

Die Aufnahme sorgt für großes Aufsehen unter Muslimen. Sie nehmen diese mutige alte Frau sehr ernst. Vor allem wohl auch, weil sie sich als so korankundig erwiesen hat. Niemand weiß, was mit ihr geschah, ob sie mit dem Leben davongekommen ist, oder ob die beiden „Kämpfer“ sie erschossen haben und dann weiterfuhren, um ihr blutiges Handwerk fortzusetzen.

Wenn man dann erfährt, was die Alte tatsächlich gesagt hat, ist man wirklich beeindruckt. Von der Ehrlichkeit der Alten, von der Ehrlichkeit der Muslime, von der Dämlichkeit oder auch der Ignoranz der FAZ-Redakteure. Oder kann er einfach kein Englisch? Denn die Unterschrift unter dem Video ist – anders als Koran, kommunistisches Manifest und »Mein Kampf« – klar, wie die sprichwörtliche Kloßbrühe:

The zionist attack them.

But now, when you got money from America and weapons of America you want to kill each other.

Und plötzlich wird klar, was die Alte allein aufregt: Dass Muslime sich gegenseitig bekriegen. Und genau darauf bezogen sich auch ihre Zitate aus dem Koran: Auf Kriege unter Muslimen. Die sind laut Koran verboten.

Führte der IS Krieg gegen Israel oder gar die Ungläubigen – das würde die Alte nicht stören und wohl auch hierzulande niemanden. Und plötzlich wird deutlich, warum dieses Video solch ein Aufsehen unter Muslimen erregte: Die Alte sagt, was viele Muslime denken: Tötet die Juden und Ungläubigen, aber doch nicht andere Muslime. Das aber hätte jede Volksdeutsche noch 1944/45 auf dem Rückzug der deutschen Truppen aus Russland ebenso gesehen: Tötet die Russen, aber doch keine Deutschen. Diese Alte ist keinen Deut besser.

Die FAZ hat den Beitrag schnell von der Titelseite genommen. Und ich meinen Beitrag umgehend gelöscht.

Bliebe die Frage: Hat der FAZ-Redakteur den Satz: »The zionist attack them«, nicht gelesen, nicht lesen wollen oder ist es noch schlimmer? Denn das der kein Englisch kann, schließe ich aus. Alles andere nicht.

Old Elderly Woman Stands Up To ISIS Fighters, „Fear God“ (Original)

Advertisements
14 Kommentare
  1. Columbo permalink

    Stammt das mit dem Kamel und dem Nadelöhr nicht aus der Bibel? Ist die Olle auch noch bibelfest?

    Ich weiß immer nicht bei diesen arabischen Videos… die können ja alles mögliche gesagt haben. Vielleicht hat die Mume ihnen ja auch Kochrezepte verraten?

    • Anonymous permalink

      Viele Geschichten kommen in der Bibel und im Koran vor.

      • Satchmo permalink

        … wobei die Koranischen gerade genüsslich restriktiv ausgelebt werden und in brutalster Auslegung als Gebrauchsanleitung für´s vorparadisische Dasein dienen.

        Gruß

        Satchmo

  2. @Anonym:

    Wenn Ihre Wut über die friedliche Religion und die Verharmlosung durch die Lügenpresse auch nachvollziehbar ist, machen Sie bitte trotzdem nicht den mogberlin.

    Gruß DK

  3. Satchmo permalink

    Im euphorisch islamophilen Mainstream wird halt reflexartig gesehen und interpretiert, was man eben gerne so hätte. Beflissen wird sich somit alles schöngeredet und hier mit der „Botschaft“: seht her, der Islam ist per se friedlich. So hat sich auch der FAZ – Redakteur einfach mal geirrt, das ist doch verständlich im Zeitalter der Dernbach´s und Konsorten!

    So hat der Fatzke von der FAZ seinen Beitrag dann wohl ersatzlos gelöscht (ich find ihn jedenfalls nicht) und im Konsens der allgemeinen Feigheit vor den Muselmanen nicht mal korrigiert bzw. klargestellt.

    Grundsätzlich aber ist in der Tat gegen das Massakrieren nichts zu sage – solange die dabei unter sich bleiben. Denn zunehmend wittern auch gemässigte Müslümanen Morgenduft im Abendland. Zynisch wird das im rotrotlinksgrün versifften Deutschland mit seiner masochistischen Pamperung der Kulturbereicherer und Fachkräfte ausgeweitet, was dem Muselmanen gefällig ist.

    Der hiesigen Bevölkerung sollte endlich zunehmend der Kamm schwellen.

    In Deutschland ist zwar jegliche Glaubensausübung gestattet; man muss aber endlich mal konstatieren, dass allein die Ausübung jüdischen Glaubens in Deutschland (und weiten Teilen Europas) nur unter ständigen Sicherheitsmaßnahmen bzw. unter Polizeischutz möglich ist und die Staatsgewalten unfähig sind, die nichtmuslimische Bevölkerung vor dem verbal und tatsächlich gewalttätigen Islam zu schützen.

    Das ist der eigentliche Skandal, eine Schande für die Menschlichkeit und zudem eine Bankrotterklärung, deren Notwendigkeit sich mir jedenfalls nicht erschließt.

    Gruß

    Satchmo

    • So hat der Fatzke von der FAZ seinen Beitrag dann wohl ersatzlos gelöscht (ich find ihn jedenfalls nicht).

      Hebold hat den Artikel verlinkt. Gelöscht wurde er nicht. Aber nachdem ein paar Leser der FAZ den Autor auf seinen Fehler hingewiesen haben, wurden keine Kommentare mehr zugelassen. Ganze 10 sind es, die erscheinen durften.

      • Satchmo permalink

        Ja, gut, ich dachte, das wäre eine gespeicherte Version.

        Und ein deutlicher Reflex bzw. Bezug auf die von „Rechtspopulist“ verlinkten schrecklicher Videos mit Inhalten „barmherziger“ Schlächterei bedarf schon einer deutlichen Ansage und hat wohl mit einem blogwart und dessen persönlichen sowie arroganten Postings so wenig zu tun, wie Islam mit Currywurst.

        Was für einen schwachen Gott muss man haben, wenn man glaubt, ihn mit Gewalt verteidigen zu müssen!

        Gruß

        Satchmo

        • … mit einem Blogwart und dessen persönlichen sowie arroganten Postings so wenig zu tun, wie Islam mit Currywurst.

          Das ist völlig richtig in Bezug auf die Motivation. Ausdrücke, die denen des Blogwarts und anderer ähneln (Krätze, Auswurf, Trash, usw.) gehen unseres Erachtens zu weit.

          Gruß DK

          • Satchmo permalink

            Alles klar, dann muss halt „entarteter Abschaum“ durch „kulturell bereichernde Sahneschnittchen“ ersetzt werden.

            Auch „Olle“ und „Mume“ ginge dann gar nicht; „weise Greisin“ bzw. „betagte Dame“ würde sich gehören. Es reicht doch, wenn Muselmanen (sorry, wahrhaft Gläubige) den weiblichen Part der Menschheit etwas und gelegentlich (und sowieso meist vernünftig und durchaus sachlich begründbar) ein Quentchen kritisch betrachten und sanft auf Fehlverhalten hinweisen.

            Gruß

            Satchmo (Dunkelpigmentierter Ausnahmekünstler)

            • Oh, Sie sind auch als „Anonym“ unterwegs? Als multiple Persönlichkeit? Oder mit ihm bekannt, weil Sie die Formulierung kennen?

              • Satchmo permalink

                Ich bin nicht „unterwegs“, sondern vergass lediglich den Satchmo einzusetzen. Soll nicht wieder vorkommen.

                Gruß

                Satchmo (dennoch anonym)

          • Satchmo permalink

            Es gab mal so in den 70er und 80er Jahren in Deutschland, persönlich erfahren in Berlin (West) jedenfalls, eine Generation der ersten Zuwanderer und auch Asylanten muslimischen Hintergrundes, die sich völlig integrationswillig, gesetzeskonform und freundlich verhalten hat. Damals zählten Türken, Libanesen und Syrer fast ausschließlich zu meinem engen Freundeskreis. Meine erste Frau stammte von der türkischen Schwarzmeerküste. Mohammed, Kadrije, Selma, Kemal, Mürrüvet, Mevlüt usw. hießen meine besten Freunde. Man war absolut sicher, gar daselbst in Kreuzberg, außer man begegnete deutschen Linksradikalen und Autonomen.

            Kein Thema war jemals meine Religiosität (bzw. Nicht-Religiosität), überhaupt auch der Islam. Glaube war Privatsache. Das war auch bei Besuchen selbst in hinteranatolischen Gefilden bei einfachsten Menschen so. Gegenseitige Wertschätzung und auch freundliche Neugier bestimmten den stets friedlichen Umgang. So kam mir der Islam damals eher friedlich und tolerant vor.

            Die Verhaltensweise hierzulande war offen westlich geprägt. Kopftücher waren eher exotisch und wenig bis gar nicht sichtbar, unter jüngeren Türkinnen meist sogar verpönt. Niquab, Burka, Bärtige in eigenartigen Gewändern – sowas sah man gar nicht. Man achtete und schätzte unsere freiheitliche Grundordnung und Kultur. Das Inanspruchnehmen von Sozialleistungen war überwiegend verpönt. Es wurde eher darauf geachtet, Sozialämter nicht aufsuchen zu müssen. Kinder, die sich auffällig oder gar gewaltbereit und asozial benahmen, wurden in die Heimat geschickt, um dort Benehmen beigebracht zu bekommen.

            Wie gesagt, das war einmal. Seinerzeit gab es mit dem islamischen Glauben keine – mir jedenfalls nicht bekannten – Problem oder Umgangsnöte.

            Dies alles hat sich so etwa seit Mitte der Neunziger drastisch gewandelt. Heute würde ich eher nicht mehr türkisches Hinterland besuchen wollen. Heute wird eher kein „Ungläubiger“ mehr in muslimischen Kreisen (z. Bsp. bei Feierlichkeiten) herzlich aufgenommen. Heute bestimmen türkisch- und arabischstämmige Herrenmenschen weite Teile und öffentliche Bereiche unserer Gesellschaft, zunehmend mit ungeniertem Anspruch des absoluten und wahrhaftigen Glaubens, kompromisslos und intolerant bis hasspredigend und dem hochmütigen und selbstgefälligen Ausnehmen der deutschen Sozialstaatlichkeit sowie dem Verhöhnen unserer völlig überforderten Rechtsstaatlichkeit.

            Einer der letzten Übriggebliebenen aus dieser von mir oben geschilderten angepassten und freundlichen Generation scheint mir übrigens Akif Pirinci zu sein. Vor diesem Hintergrund ist auch seine deutlich geäußerte Wut und Verärgerung über die Entwicklung zu erklären.

            Und da soll man nicht wütend werden, ob dieses eigenartigen Wandels?

            Gruß

            Satchmo

  4. Rechtspopulist permalink

    Wenn Allahs wahre Krieger auf eine „Schlampe“ treffen, dann sieht die Sache ganz anders aus. Eine Verpackte trug über ihrer schwarzen Verpackung ein rotes Kleidungsstück. Grund genug, sie unter grölenden Allahu-Akbar-Rufen barmherzig zu erschießen (Video 1). Barmherzig? Ja, weil sonst ihr Kopf mit einem Messer abgeschnitten worden wäre (Video 2).

    http://www.liveleak.com/view?i=787_1423832419

    http://www.liveleak.com/view?i=219_1416393167

    Ich denke, diese versiffte Lügenpresse ist selbst über jede Lüge dankbar, die ihre Lügen scheinbar bestätigt.

    • Hebold permalink

      Dein letzter Satz triffts: Die sind glücklich über jede Lüge, die ihre verlogene Welt bewahrt. Wenn die Israelis einem Araber aus Jerusalem die Fingernägel schneiden, gehen die linken Antisemiten sofort auf die Straße – aber wenn im Irak Tausende Christen massakriert werden, regt sich bei denen kein moralisches Lüftchen. Aber unserer Regierung ist auch nicht besser.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s