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Kein Antisemitismus, nur äußerst unschön

by - Februar 23, 2015

Von Columbo

Mehmet ist Moslem. Er macht ein Video-Experiment, er läuft durch Berlin-Steglitz und hält die Reaktionen auf ihn mit der Kamera fest. Innerhalb nur eines Tages wird er permanent aggressiv angepöbelt, mehrfach angespuckt, mit deutsch-nationalen Parolen überzogen, gefragt, ob er Moslem sei, er erntet schräge Blicke, wird verfolgt, bedroht.

Äußerst unschön, aber wirklich dramatisch schlimm?

Ja selbstverständlich wirklich dramatisch schlimm, hochgradig rassistisch und eine Schande für eine freie, offene Gesellschaft, Thierse-Empörung und Dernbach-Dauerfeuer garantiert – wäre es denn wirklich passiert. Ist es aber nicht.

Was passiert ist: Der Mann ist nicht Moslem, sondern Jude, und er geht durch Paris und nicht durch Berlin-Steglitz. Und weil ihm das „nur“ in Ausländervierteln passiert, ist das alles nicht so schlimm, sondern nur unschön:

User fritz am 22.02.2015 um 13:35 Uhr, Antwort auf hauror_jai vom 22.02.2015 12:33 Uhr

Paris

Während zehn Stunden und währenddessen nur in Ausländervierteln zwei Anmachen, zwei Fälle von Ausspucken, eine pro-palästinensische Parole, eine Frage, wie es ihm geht und ob er Jude sein, div. schräge Blicke.

Äußerst unschön aber wirklich dramatisch schlimm?

So geht Antisemitismus heute – mit besten Empfehlungen des Berliner Tagesspiegels, der diesen Dreck freischaltet.

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15 Kommentare
  1. B78 permalink

    Heute gab es in Berlin wieder ein richtungsweisendes Urteil.

    Wer in einem Rudel einen Menschen gezielt zu Tode trampelt, der bekommt 4 Jahre und 6 Monate höchstens.
    Wer bei einem Streit einen (sehr unglücklich effektiven) Schlag austeilt, der bekommt „Sekundenversagen“ attestiert und 4 Jahre und 9 Monate Gefängnis.

    B78

  2. Columbo permalink

    Platz 2 geht an Lanarkon, 22.02.2015, 13:10 Uhr::

    „Antisemitismus hat Ursachen und Motive. Er ist nicht einfach aus sich selbst heraus plötzlich gegenwärtig. Seit jahrtausenden gibt es einen Antisemitismus quer durch alle Staaten die Kontakt mit Juden hatten und haben. Dieses Phänomen gilt es zu analysieren um es zu verstehen und seine Lehren daraus zu ziehen. Unparteiisch und rational.

    Gruß Lanarkon“

    Kontakt mit Juden, igitt, Antisemtismus quasi allergische Reaktion?

  3. Rechtspopulist permalink

    Was auch beliebt ist: Der Vergleich mit den Verkehrstoten im gleichen Zeitraum. Da käme man dann in 6 Jahren auf über 20.000 Tote und hätte den Beweis dafür, alles nicht so schlimm. Sowas geht natürlich nur, wenn es um tote Juden oder „gemesserte“ und totgetretene Nicht-Moslems geht.

    So ein linker Faschist kann schon zwischen lebenswert und lebensunwert unterscheiden.

  4. Der kann es noch besser:

    User fritz am 22.02.2015 um 13:15 Uhr

    Ein Grund zum Auswandern?

    Im dritten Quartal letzten Jahres sind in Deutschland zehn Menschen infolge politisch motivierter Straftaten mit antisemitischem Hintergrund verletzt worden. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (Bundestagsdrucksache 18/3095) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/2966) hervor.

    Danach wurden von Anfang Juli bis Ende September 2014 insgesamt 302 Straftaten mit antisemitischem Hintergrund gemeldet. Darunter seien elf Gewalttaten und 52 Propagandadelikte gewesen.

    Von den genannten 302 Straftaten entfielen den Angaben zufolge 229 – darunter vier Gewalttaten – auf die politisch rechts motivierte Kriminalität und 53 auf den Bereich der politisch motivierten Ausländerkriminalität, darunter sechs Gewalttaten.

    Es gibt rund 200.000 Juden in Deutschland, von denen im dritten Quartal 2014 zehn zum Opfer antisemitischer Gewalttaten wurden. Betroffen waren in jenem Quartal also 0,005% aller Juden.

    Pro Quartal finden in Deutschland mehr als 125.000 Körperverletzungen statt; betroffen sind 0,156% der Gesamtbevölkerung, dreißigmal mehr als antisemitisch angegriffene Juden

    Man stelle sich vor, einer hätte zu den NSU-Morden geschrieben:

    Es gibt rund 4.000.000 Moslems in Deutschland, von denen in den Jahren 2000 bis 2006 zehn zum Opfer rechter Morde wurden. Betroffen waren in jenen Jahren also 0,00025% aller Moslems.

    Im Tagesspiegel dürfen sich mit seiner Zustimmung Antisemiten aller Schattierungen hemmungslos austoben. Kein Wunder bei der Nähe der Aktivisten aus der Schreibstube zum Islam.

    Wo ist eigentlich der Hardcore-Antisemit klaus_weiss? Der tobt doch gerne in den Foren herum, wenn es gegen Israel geht.

    • Rechtspopulist permalink

      Wo klaus_weiss bleibt? Haben Sie es überlesen? Der tobt mit einer Meute Antisemiten im Forum herum.

    • Satchmo permalink

      Dieser Antisemitismus – Beauftragte der Schulverwaltung, Lehrer seines Zeichens, ist gerade damit beauftragt, die ihm anvertrauten Zöglinge auf seine Haltung einzustimmen.

      In den Pausen verklappt er dann schon seine Dämlichkeit, von ihm arrogant als Weiss – heit getarnt, in den Kommentarthread zum von Columbo verlinkten Artikel.

      Zum Beispiel das hier:

       von klaus_weiss
      22.02.2015 12:52 Uhr
      

      Antwort auf der_naechste_bitte vom 22.02.2015 12:38 Uhr
      @der_naechste_bitte
      Einverstanden. Wehret den Anfängen. Was tun Sie persönlich gegen die sprunghaft angestiegene Zahl an Anschlägen gegen Asylbewerberheime und an Beschimpfungen und/oder Körperverletzungen gegen Muslime?

      Gruß

      Satchmo

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