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Alles Nazis außer Mutti – 2

by - Juli 17, 2014

Von Yakiz

Merkel verhöhnt die USAIch gebe zu nicht viel von Fußball zu verstehen, ich sehe mir auch Spiele nur ab und zu an. Eins verstehe ich aber, in der Welt des Fußballs geht es oft verbal recht derbe zu. Zartbesaitete können schon mal heftige Heulattacken erleiden. Ich weiß auch, dass es unter den Fans einen großen Anteil von rechten, gewaltbereiten Dummies gibt. Dennoch, die große Masse will einfach nur Spaß am Spiel haben.

Nun erklärten ein paar hohle Nüsse aus der linksdrehenden Ecke die Fanmeile zur “Faschistenzone” (http://www.bz-berlin.de/berlin/in-der-rigaer-brannten-deutsche-fahnen) und prompt treten unsere Jungs von der Traum-Elf ins Fettnäpfchen und begehen eine politisch unkorrekte Tat, als sie eine besonders in der Fußballwelt harmlose und unbedeutende Schmähung gegen ihre letzten Gegner abließen . Da darf ein Tagesspiegelschreiber aus der alten Garde der moralinsauren Journalisten nicht fehlen und schreibt ebenfalls ein Artikelchen über den Freudentanz der Weltmeister. in dem die Argentinier gebückt nach Hause gehen, während die Deutschen Spieler erhobenen Hauptes herumstolzieren.

Für Herrn Malte Lehming ist es bereits eine Form von Folter, zumindest Quälerei. Er fragt sich, wie er diese geradezu obszönen Gesten seinen Kindern erklären soll; wütend und schmerzliche Trauer spürt er, als sei jemand verstorben. Und die logische Schlussfolgerung aus seinem Artikelchen? Wäre ein totaler Pokalentzug und die Rückgabe der Falklandinseln oder zumindest Helgoland nicht eine passende Geste?

Natürlich gab es heftigste Gegenwehr im Forum von den “deutsch-nationalistischen” Fußballfans die nach Meinung unserer PC-korrekten Journalistenimitatoren und den antifaschistischen Reifeverzögerten allein schon mit ihrer Liebe zum Sport ihre faschistische Seite auszuleben scheinen.

Da schreibt z. B. ein “Knut_aus_berlin” als Antwort auf Lehmings moralischer Anklage

So manch eine Autor

braucht dringend mal eine Supervision. Die vor Selbstgerechtigkeit triefende Betroffenheitsarie kann auch pathologische Formen annehmen.
Was für eine gutmenschliche Grausamkeit Fußballspieler im Freudentaumel mit den Maßstäben eines Korrektheitsabsolutismus wertend niederzumachen.
Was für eine unbotmäßige unmenschliche Maßlosigkeit, Würdelosigkeit von jeglicher Empathie befreiter Kritikaster.

Nach so viel Kritik, immerhin gibt es bereits 350 Kommentare, davon locker die Hälfte mit Unverständnis zum Bashing, lässt ein Herr Malte Lehming es sich nicht entgehen, auf seine kritischen Leser zu antworten und macht sich damit endgültig zum antifaschistischen Hampelmann (15.7.2014 um 22:15 Uhr):

“Solche Schmähungen seien bei Fußballfans ganz normal, wird mir entgegnet. Mit diesem Argument freilich lassen sich auch Rassismus und Homophobie legitimieren.”

Schreibt er und es klingt, als wenn er gedanklich bereits bei dem skandinavischen Massenmörder ist.

Mensch Malte, mit diesem Satz von Ihnen lässt sich freilich alles relativieren und verbieten. Heute legt dann der deutsche Pressewald reichlich Munition nach. Es scheint als wenn die Deutsche Journaille mit allen Mitteln die Weltmeister in die rechte Schmuddelecke stellen wollen.

Es ist sogar bereits vom “Gauchogate” die Rede. Wie erbärmlich muss es um unsere sogenannte journalistische Elite bestellt sein, wenn hier mit aller Macht ein vielleicht nicht notwendiges aber im Fußball normales und eher zu den ganz harmlosen zählendes Ritualen zum moralischen Supergau hochstilisiert werden muss.

Wie antwortete ein Sportreporter   (Bernd Heller 22 Jahre ARD und ZDF Sportreporter im internationalen Sport)   im Tagesspiegelforum Herrn Lehming:

Ihre kommentierenden Anmerkungen offenbaren für mich eines ganz klar (und zwar ohne dass ich Sie kenne und mir auch nicht die Mühe mache sie zu googlen):
Sie haben nie ernsthaft Leistungssport getrieben, Sie waren nie direkt Beteiligter einer sportlichen Siegesfeier, Sie wissen nicht, welche Sprache im Sport gesprochen und geschrieben wird.
Seien Sie versichert, sowohl die von Ihnen als vorbildlich vermuteten Amerikaner, aber vor allem Briten, Franzosen und Spanier wissen im Sieg auf dem Parkett des internationalen Sports ganz andere Flötentöne zu singen. Die zutiefst diskriminierenden Anfeuerungsrufe schwedischer Zuschauer beim Halbfinalspiel der Fußballweltmeisterschaft 1958 (Schweden gegen Deutschland) sind ein weiteres Beispiel für das Gegenteil von FairPlay. Klar, Beleidigungen oder Diskriminierungen einerseits, rechtfertigen keineswegs es den anderen gleichzutun. Dieser Gaucho Tanz aber ist von einer Harmlosigkeit geprägt, die nicht einmal ansatzweise den Vergleich mit Gesten anderer Nationen rechtfertigt.

Herr Lehming schmäht die deutschen Spieler am Ende seines Artikelchens als “Riesentrottel”, ich meine er sollte sich mal an die eigene Nase fassen … .

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18 Kommentare
  1. Oemes permalink

    Eine „Schmähung“ soll das Liedchen darstellen. Es war ein Scherz auf Kosten der Verlierer – das ist nicht fußballspezifisch. Fallen derartige Scherze unter ein Korrektheits-Verbot, wäre jedes Gewinn-Spiel abzuschaffen. Damit käme man in die Nähe des radikal gelebten Islam, wo oft Fußball verboten ist, ebenso Tanz, Musik und freie Bildung: das ist radikale (religiöse) Korrektheit, die es bekanntlich auch in der politischen Version gibt. Das paßt also tatsächlich gut zusammen, die Linke und der Islam, wenn man die Erinnerung an vergangene Zeiten abschaltet, als die Linke noch gegen Religion war.

  2. Susi Sorglos permalink

    Artet das nicht langsam in Paranoia aus bei Ihnen ?

    • anda permalink

      Sicher nicht,

      machen Sie sich mal um uns keine Sorgen, Frau Sorglos!

    • yakiz permalink

      Hallo Susi Sorglos,
      Meine Frage ob Herr Lehming sich bei Mogel einschleimt ist
      1. eine Antwort auf diskursdirekt; leider dummerweise verrutscht.
      2. ironisch gemeint, wie so Vieles
      Daher brauchen Sie sich keine Sorgen um meinen Gesundheitszustand machen,
      Dennoch danke der Nachfrage.

      MfG
      Yakiz

      • Susi Sorglos permalink

        Dann habe ich ganz offensichtlich Probleme Ihre Ironie zu erkennen .
        Aber ich bin beruhigt 🙂 .

        • yakiz permalink

          Möglicherweise sehen Sie ja auch Einiges zu Ernst…. 🙂

  3. yakiz permalink

    Herr lehming schleimt sich bei Mogel ein? Unglaublich!

  4. Solche Schmähungen seien bei Fußballfans ganz normal, wird mir entgegnet. Mit diesem Argument freilich lassen sich auch Rassismus und Homophobie legitimieren.

    Lehming schreibt sonst recht gute Artikel. Der Blogwart hasst ihn deswegen auch. Vielleicht wollte Lehming mit diesem Unsinn Abbitte beim Blogwart leisten?

    • yakiz permalink

      Zu Herrn lemhing’s Artikeln habe ich ebenfalls ein zwiespältiges Verhältnis, manche sind ausgesprochen gut, andere grottenschlecht. Das ein Mogel Probleme mit ihm hat ist aber dennoch voll nachvollziehbar. Wer weiss, vielleicht schaffen die Trolle des Lügels auch ihn rauszugraulen, denn irgendwie passt er nicht mehr zu diesem Schmierenblatt….

      • Susi Sorglos permalink

        Wer der Journalisten wurde denn schon rausgegrault?
        Wieso passt er nicht zum Tsp…die Texte von Lehming sind doch unterstes Niveau.

        • Rechtspopulist permalink

          „Wieso passt er nicht zum Tsp…die Texte von Lehming sind doch unterstes Niveau.“

          Dann würde er passen.

          • yakiz permalink

            Also ehrlich gesagt empfinde ich die allermeissten Schreiberlinge, besonders die hübsch geföhnten noch Lichtjahre weiter unten als Lehming. Für Lügelverhältnisse geht er einfach zu lieb mit den USA und Israel um….

            • Nicknamin permalink

              Da stimme ich Ihnen genau zu, dass die hübsch geföhnten und ähnliche noch Lichtjahre weiter unten sind.

            • Susi Sorglos permalink

              ja von den „hübsch geföhnten“ muss man nicht reden.

              Ansonsten denke ich, dass man den Tsp nicht so einseitig einordnen kann, wie Sie es hier tun.
              Es gibt durchaus die „pro-amerikanische“ Fraktion, dazu gehören z.b. außer Lehming noch von Marschall, Joffe (mehr fallen mir momentan nicht ein, gibt aber noch andere).
              Eine Erklärung dafür finden Sie hier: http://spiegelkabinett-blog.blogspot.de/2013/03/journalisten-der-atlantikbrucke-in.html

          • Susi Sorglos permalink

            Genau 🙂

    • Nicknamin permalink

      Ich finde, dass er so gut wie nie gute Artikel schreibt. 🙂 Sie sind immer platt.

      Er steht vielleicht nicht so weit links wie andere, aber, ja, das ist etwas, das sich sowieso meinem Verständnis entzieht. Dass z. B. viele Islamkritiker zugleich die westlichen Geheimdienste „anbeten“ und die USA in den Himmel loben.

      Ich sehe das etwas anders, und sehe keine westliche Einheit zwischen Bevölkerung und Regierung oder gar Geheimdiensten.

      Nun ja, jedem das Seine, ich möchte mich deshalb nicht mit Leuten prügeln, die in vielem meiner Meinung sind. Aber Herr Lehming, nee danke, bei mir persönlich ist der unten durch.

      • Nicknamin permalink

        Ich meine, dass 2006 in den Medien vor dem Argentinienspiel noch von den „Gauchos“ die Rede war. Kann ich mich so täuschen? Da war es jedenfalls nocht nicht so krank. Ich war am Ende auch eine Zeit lang nicht so gut auf die Italiener zu sprechen, natürlich mit einer gewissen Ironie, aber ich war schon sauer, was ich im Nachhinein etwas peinlich finde, aber da passte es irgendwie, weil man so drin war.

        Und dem Sportreporter stimme ich zu, für die Sportler ist es noch mal anders. Man könnte die Journalisten auch einfach als komplett unsensibel für Stimmungen sehen, die sehen alle nur aus ihrer eigenen, sehr beengten (und auch völlig temperamentslosen) Sicht. Unsympathische Schlaftabletten.

        Hier eine Entgegnung auf die Vorwürfe:

      • Nicknamin permalink

        Übrigens, weshalb ich so sauer auf die Italiener war, sie haben sich nach dem Halbfinale einfach über uns lustig gemacht. 😉 Manche haben ihre Fahnen geschwenkt und die enttäuschten Deutschen ausgelacht. Das passt zu dem, was gerade der deutschen Mannschaft vorgeworfen wird. Aber es ist einfach nur peinlich. Klar, war ich sauer auf die Hähme, aber ohne Grund zum sauer sein wäre es total langweilig gewesen! Das gehört nunmal zum Verlieren dazu.

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