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Wenn Vergewaltigungen zu Rapes werden, um dem Antirassismus zu dienen

by - Juli 24, 2013

Von Gastautor ***

Widerliche Manipulation des Tagesspiegels oder:
Warum eine Vergewaltigung „Rape“ genannt wird

Man ist es vom Tagesspiegel durchaus gewohnt, daß Artikel sehr manipulativ verfaßt werden, sollen sie doch einem bestimmten Kalkül dienen, wie regelmäßig die Artikel der Chefagitatorin, Andrea Dernbach.

Was sich der Tagesspiegel  allerdings hier wieder leistet, ist einfach nur widerlich:

Unter dem Titel Anwohner fühlen sich von Flüchtlingen gestört und der Einleitung,

in Berlin geht der Streit um Flüchtlingswohnheime weiter. In Wittenau wehren sich Wohnungseigentümer jetzt juristisch gegen ein Asylbewerberheim. Und in Hellersdorf dauert es auch noch, bis das Heim bezogen werden kann,

wird die Zielrichtung zunächst deutlich benannt.

Daß die Kritiker und Gegner des Flüchtlingsheims in Hellersdorf durchgängig als rassistische und rechtsextreme Nazis verunglimpft werden, ist ja bereits gängige Praxis. So wird kein Vorfall ausgelassen, der eine solche menschenfeindliche Einschätzung der Anwohner nicht irgendwie herbei geschrieben werden soll.

Schon im Artikel vor wenigen Tagen kam es zu solchen Anfeindungen, ganz vorn dabei grüne „Aktivisten“, die einen schweren Fall der nazistischen Bedrohung ausgemacht haben wollen.

Grünen-Bezirksverordnete von Flüchtlingsheim-Gegnern bedroht

Geradezu lächerlich ist dann die angebliche Form der sogenannten Bedrohung:

 Die Grünen-Bezirksverordnete Rafaela Kiene aus Marzahn-Hellersdorf erhielt Drohungen von Gegnern des geplanten Flüchtlingsheims im Bezirk. In einer an sie persönlich gerichteten Nachricht über die Facebook-Plattform „Hellersdorf hilft Asylbewerbern“ wurde der 23-jährigen Bezirkspolitikerin ein Ultimatum gestellt. Sie solle sich „offen für die Beleidigungen und Verleumdungen (…), welche sich ganz klar gegen die Bürger von Marzahn-Hellersdorf richten“, entschuldigen. „Sie haben klarzustellen, dass hier weder die NPD noch sonst ein Verein die BI unterstützt.“ Sollte Kiene dies nicht machen, „werden wir Sie öffentlich bekannt geben und unseren Befürwortern empfehlen, Sie anzuzeigen“.

Wo hier eine Bedrohung erkennbar sein soll, dann auch noch von angeblichen Rechtsradikalen, wurde selbst von einigen wenigen im Forum gefragt, die natürlich keine Antwort erhielten.

Die Zielrichtung des Tagesspiegels ist ganz offensichtlich und so schwurbeleln die Autor_Innen des heutigen Artikels, Sigrid Kneist und Kristina Schmidt,  überwiegend in der gleichen geplanten und bewußt gewollten Agitation gegen Gegner und Kritiker in Hellersdorf. Im gesamten Artikel auf Seite 1 gibt es keinerlei Hinweis auf den eigentlichen „Knaller“, der dann untergeordnet auf Seite 2 kurz angerissen wird:

Polizei ermittelt wegen Vergewaltigung im Camp am Oranienplatz

 Die Polizei ermittelt wegen der mutmaßlichen Vergewaltigung einer Frau im Flüchtlingscamp am Oranienplatz. „Wir haben von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts einer Vergewaltigung eingeleitet“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag, „die Ermittlungen dauern an.“ Ende Mai war im Internet bei de.indymedia.org ein Beitrag veröffentlicht worden, in dem eine Frau von dem Missbrauch berichtet. Sie habe die Arbeit im Flüchtlingscamp als Freiwillige unterstützt und einen engen persönlichen Kontakt zu „einem Mann innerhalb der Campstruktur“ aufgebaut, „bis es schließlich zu der Situation kam, dass er sich nahm, was ihm, seiner Ansicht nach, zustand“. Sie wisse von zwei weiteren sexuellen Übergriffen im Camp, so die Frau. Bislang hat sie auf eine Anzeige verzichtet.

 Hier wird plötzlich betont sachlich lediglich auf eine Ermittlung der Polizei hingewiesen. Jede weitere Stellungnahme oder Hintergrundfakten werden betont vermieden. Wird doch sonst, gerade die Webseiten der Linksextremisten „Indymedia“ nicht nur verlinkt, sondern auch als „seriöse“ Quelle immer häufiger zitiert, bleibt derartiges diesmal gänzlich aus.

Nun kann man sich getrost fragen, welches Verhalten eigentlich widerlicher und manipulativer ist, daß derartig berichtet wird oder, daß sich nur sehr wenige Kommentare mit der Vergewaltigung überhaupt beschäftigen.

Von 64 Kommentaren (Stand. 18.30 Uhr) befassen sich lediglich 6 mit der mutmaßlichen Vergewaltigung. Entweder hat der Tagesspiegel sein Ziel dadurch erreicht, den Fall auf Seite 2 „zu verstecken“, damit es den Lesern gar nicht erst auffällt, oder die Kommentatoren  (z.B. @southstuss/saintlaurent) findet das alles wie üblich zum Lachen, gänzlich von Empathie befreit.

Schauen wir doch mal in den Artikel auf „indymedia“, denn der TSP diesmal –aus bekannten Gründen- nicht verlinkte:

http://de.indymedia.org/2013/05/345257.shtml

[B] „Rape“ @ Refugee-Camp

fidicin 24.05.2013 19:18 Themen: Antirassismus Freiräume Gender Soziale Kämpfe

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Wie im Refugee-Protest-Camp mit „Rape“ und anderen sexuellen Übergriffen umgegangen wird

 

Als das Refugee-Protest-Camp am Oranienplatz in Kreuzberg noch in den Kinderschuhen steckte, gehörte ich, wie viele andere, zu den Supporter_innen, die teils in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv waren oder auch einfach nur hin und wieder eine Schicht im Infozelt übernahmen. Ich verbrachte viel Zeit dort, eigentlich jede freie Minute. Schon von Anfang an waren wir Supporterinnen* vielen Anmachen, Sprüchen, Annäherungen und Berührungen von männlichen Refugees/ Supportern ausgesetzt. Ich persönlich habe mir Anfangs nicht so viel daraus gemacht, da ich nie ein Mensch mit Berührungsängsten war.

Doch mit der Zeit, nach ein oder zwei Monaten, wurde das Verhalten auf Dauer doch sehr unangenehm. Es wurde wie selbstverständlich ein Arm um mich gelegt, wie selbstverständlich umarmte man sich, küsste man sich auf die Wange. Zu der freundschaftlichen und kuscheligen Umgangsweise im Camp passte dieses Verhalten sehr gut. Daher war es schwierig, erstens überhaupt diese Formen der Übergriffe als solche wahrzunehmen, genauso aber sich schließlich dagegen zu wehren. Ich bekam langsam mit, dass immer mehr Frauen*, die supporteten, vom Camp weg blieben. Im direktem Umfeld bekam ich einen konkreten Fall von Stalking mit, bei dem sich die Betroffene allerdings nicht wehrte, da sie Sorge hatte, als „weiße“ Supporterin* ihren Aufgabenbereich, nämlich einfach zu unterstützen, zu überschreiten. Weiterhin ging ich regelmäßig zu meinen Schichten, bestärkte die Betroffene darin, sich an jemanden innerhalb des Camps zu wenden, tat aber weiterhin nichts. Mein persönlicher Kontakt zu besonders einem Mann innerhalb der Campstruktur wurde sehr eng, bis es schließlich zu der Situation kam, dass er sich nahm, was ihm, seiner Ansicht nach, zustand.

Nachdem es mir gelungen war zu flüchten, wandte ich mich sofort an Menschen aus meinem direkten Umfeld. Ich hatte bis dahin aufgrund meiner politischen Auseinandersetzung mit sexuellen Übergriffen und „Rape“ sowie durch die feministische Erziehung meiner Mutter, gelernt, diesen Vorfall nicht für mich zu behalten, sondern mich an Menschen, denen ich vertraue, zu wenden. Das tat ich nun, ein Teil dieser Menschen waren ebenfalls Aktivistinnen* im Refugee-Protest-Camp. Die ersten Reaktionen auf mein Erlebnis waren erniedrigend und beschämend. Es reichte von „du bist ja auch freiwillig in die Wohnung gegangen“ bis „ich habe den Eindruck, du willst das“. Glücklicherweise gab es auch Menschen um mich herum, die mich großartig unterstützt haben und die mir eine Menge Kraft gegeben haben. Ich hatte für mich entschieden, nicht zur Polizei zu gehen, da ich mich den Verhören nicht aussetzen konnte und wollte. Trotzdem wollte ich nicht untätig bleiben und wandte mich an weiblich sozialisierte Personen innerhalb der Campstruktur, denen ich vertraute und zutraute professionell und verantwortungsvoll mit meiner Situation umzugehen. Was nun folgte, war fast schlimmer, als die Tat selbst.

Ich wurde gebeten, den Vorgang detailliert zu beschreiben. Es gab immer wieder Gespräche abwechselnd mit ihm und mir. Ihm wurde immer wieder die Möglichkeit gegeben, sich zu äußern, zu leugnen und mich als berechnendes Wesen darzustellen. Mir wurde ebenfalls detailliert berichtet, wie er die Situation geschildert hat. Der Vorfall wurde weder publik gemacht, noch wurde mir die Garantie gegeben, mich frei auf dem Gelände zu bewegen. Mit dem Resultat, dass ich nie wieder dorthin ging. Die Vorschläge reichten von „wir setzen uns alle gemeinsam zusammen und sprechen darüber, war doch alles nur ein Missverständnis“ über „beide Parteien tragen ihre Variante der Situation an unterschiedlichen Tagen vor dem Plenum vor und dieses entscheidet dann“ bis zu „beide Parteien treten gemeinsam vors Plenum und dann wird beraten“. Dieser Vorgang zog sich unglaublich lange hin und ich hatte währenddessen immer den Eindruck, dass er mehr geschützt wird als ich. Irgendwann also zog ich mich zurück, kapitulierte.

Warum ich nun doch möchte, dass diese Geschichte publik wird, liegt daran, dass ich hundertprozentig weiß, dass ich zu diesem Zeitpunkt bereits der dritte „Rape“-Fall innerhalb des Refugee-Protest-Camps war. Inzwischen ist die Anzahl der Fälle wohl gestiegen. Es heißt, dass sich in die besetzte Schule keine Frau* traut, da sie dort „sofort vergewaltigt würden“.

Es werden immer weniger Supporterinnen*, da vielen ähnliches zugestoßen ist und sie für sich entschieden haben, dem Camp den Rücken zu kehren. Ich habe ebenfalls Informationen darüber, dass es inzwischen Aufklärungs-Workshops zum Thema „Rape“ gibt, allerdings werden diese wohl überwiegend von Frauen* besucht und bilden keineswegs die Männer der Struktur.

Auch wenn mir bewusst ist, dass ich mit starken Anschuldigungen an das Camp und die organisatorische wie politische Struktur heran trete und damit eine Bewegung, die es ohnehin nicht leicht hat, gewissermaßen schwäche, halte ich es für wichtig darüber zu informieren, in welche Gefahr sich eine Frau* begibt, sobald sie sich dort engagiert.

Man merkt förmlich, in welchen Gewissenskonflikt die Frau hier berichtet, dem üblichen linken Gewissenskonflikt verpflichtet, daß eine Vergewaltigung – hier verschleiernd „Rape“ genannt – der ansonsten guten Sache um das links instrumentalisierte „Flüchtlingscamp“ keinen Schaden zufüge. Nicht einmal wird konkret benannt, daß es sich um einen „Refugee“ gehandelt haben dürfte, denn diese Nennung soll unter allen Umständen vermieden werden.

Eine derartige Verblendung ist schon mehr als bemerkenswert, aber nicht ungewöhnlich, weil ja selbst Angriffe mit Messern unter den Campbewohnern (Schule) am liebsten verheimlicht werden sollten. Offenbar hat die linke, linksextremistische Campleitung unter Dirk Stegemannalle Hebel in Bewegung gesetzt, daß auch dieser „Rape“ nicht öffentlich bekannt wird.

Es wurde versucht, die Frau massiv unter Druck zu setzen, um jede Öffentlichkeit zu vermeiden.

Folgt man den Aussagen der Frau:

„Warum ich nun doch möchte, dass diese Geschichte publik wird, liegt daran, dass ich hundertprozentig weiß, dass ich zu diesem Zeitpunkt bereits der dritte „Rape“-Fall innerhalb des Refugee-Protest-Camps war. Inzwischen ist die Anzahl der Fälle wohl gestiegen. Es heißt, dass sich in die besetzte Schule keine Frau* traut, da sie dort „sofort vergewaltigt würden“.

Es werden immer weniger Supporterinnen*, da vielen ähnliches zugestoßen ist und sie für sich entschieden haben, dem Camp den Rücken zu kehren. Ich habe ebenfalls Informationen darüber, dass es inzwischen Aufklärungs-Workshops zum Thema „Rape“ gibt, allerdings werden diese wohl überwiegend von Frauen* besucht und bilden keineswegs die Männer der Struktur.“

Dann ist dies beileibe kein Einzelfall. Mindestens zwei weitere Fälle, eher sogar mehrere Fälle im Camp sind bekannt:

dass sich in die besetzte Schule keine Frau traut, da sie dort „sofort vergewaltigt würden.

Der Tagesspiegel schweigt darüber weitestgehend, berichtet lediglich oberflächlich, die „Forumsantifa“ schweigt gänzlich, der Blogwart und sein Kostümjurist (schweigt unter seinem Hauptnick, unter seinem anderen, @rundkundschafter, muß er „nur lachen“) und die sonstigen üblichen Verdächtigen sehen keinerlei Veranlassung hier Stellung zu beziehen. Warum auch,  es geht ja nicht gegen „Nazis“ und was diese Knalltüten dafür halten.

Das ist die übliche linke Verlogenheit und deren gelebte Menschenverachtung, wenn die Oberfläche zu bröckeln beginnt und die „gute Sache“ von der Realität eingeholt wird.

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One Comment
  1. Neri permalink

    Es gibt noch „mutige“ Menschen die uns vor dem 4.Reich bewahrt haben:

    Zwei Männer wurden in der Nacht zu Mittwoch dabei beobachtet, wie sie Aufkleber mit rechtsgerichteten Parolen anbrachten. Mutige Zeugen riefen die Polizei und hielten die Männer bis zum Eintreffen der Polizei fest.

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-mahlsdorf-rechte-beim-stickerkleben-festgenommen/8539968.html

    Hätten diese „Mutigen“ auch bei Straftaten von „Südländern“ Hand angelegt?

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