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Korrekt denken mit Hatice (2) – „Es kotzt mich an“

by - September 30, 2012

Tagesspiegel vom 30.9.2012, aus einer Replik Harald Martensteins auf Hatice Akyün:

Die Rassismus-Vorwürfe gegen Heinz Buschkowsky und sein Buch kotzen mich an.

User cmykluther am 28.09.2012 um 10:48 Uhr zum Artikel von Hatice Akyün Buschkowsky ist ein Arzt, der nicht behandelt (Auszug):

Erstaunlich, mit welcher Lust sich die Autorin ihrer intellektuellen Schärfe bedient, wenn es darum geht, einem Politiker der dritten Reihe diese Verantwortung zuzuschieben. Wie sie sich selbst erhöht, wenn sie schreibt, wie sie ihre eigenen Texte abwägt und umarbeitet. Wie sie Buschkowsaky erniedrigt, dem sie Eindimensionalität unterstellt, dessen Gedanken sie als „Ergüsse“ in die Schmuddelecke stellt. Das alles hat Kalkül. Autoren, die die Realität ohne falsche Rücksichtnahmen schildern, sollen durch solch öffentliche Empörung gemaßregelt, wenn nicht sogar mundtot gemacht werden. Dazu passt es, dass die Autorin weiß, welche Skrupel den Bürgermeister beim Schreiben seines Buches plagten („keine“!) und dass sie ihm schließlich in großer Generosität von der Kanzel ihres intellektuellen Elfenbeinturms aus scheinbare Absolution erteilt: Wahrscheinlich sei er in seinem Amtszimmer nur „betriebsblind“ geworden.

Der User cmykluther beschreibt treffend die Demagogie, deren sich Hatice Akyün bedient und von der Martenstein angewidert ist, um an Buschkowskys Argumenten vorbei ihren Diffamierungen freien Lauf zu lassen können.  User cmykluther verwechselt aber Demagogie mit intellektueller Schärfe. Demagogie ist die ideologische Hetze gegen Andersdenkende, im Sinne von Volksverhetzung von Joseph Goebbels *) zur Perfektion entwickelt.

Mit intellektueller Schärfe ein Thema zu behandeln, bedeutet dagegen aus unserer Sicht, zu einem wissenschaftlichen, künstlerischen, literarischen und auch gesellschaftspolitischen Thema kritisch Position zu beziehen. Dazu gehört die Kompetenz, Argumente nachvollzieh- und damit auch widerlegbar vorzutragen. Die im Stil von Schulaufsätzen geschriebenen Beiträge von Akyün im Tagesspiegel lassen keinerlei Kompetenz erkennen. Es sei denn, man hielte die banalen Sprüche ihres „weisen“ Vaters, die sie am Ende ihrer Schulaufsätze bringt, für die Grundlage ihrer Kompetenz.

Insbesondere zu Buschkowsky hantiert sie mit Diffamierungen, ohne mit einem einzigen Satz auf den Inhalt seines Buches einzugehen. Ihre Hetze ist so offensichtlich simpel konstruiert, dass wir Ihre Beiträge unter der Blog-Kategorie „Gedanken sind frei – skurriles im TSP“ kritisieren.

Erstaunlich ist die Phalanx derer, die Kritiker der Integrationsverweigerung von arabischen, kurdischen und türkischen Muslimen als Phobiker und Islamhasser, also psychisch Kranke und hasserfüllte Menschen diffamieren. Sie reicht von der ehemaligen Ausländerbeauftragten des Berliner Senats, Barbara John, über Claudia Roth, Renate Künast und anderer Politiker bis zu einigen Schreibern des Tagesspiegels, der nationalbolschewistischen Zeitung „junge Welt“ und ihres Chefredakteurs und ehemaligen Stasispitzels Arnold Schölzel und nicht zuletzt den nachplappernden Trollen in den Foren des Tagesspiegels. Die Liste ist nicht vollständig.

Über Necla Kelek, die in der Welt vom 28.9.2012 einen Artikel zu Buschkowsky geschrieben hat, lässt Schölzel im Stil von  Hatice Akyün  verlauten:

Necla Kelek, deutsche Islamhasserin türkischer Herkunft, hat sich wieder zu Wort gemeldet.

So deutlich wie Schölzel oder Akyün ist der Tagesspiegel nicht immer, er überlässt diffamierende und demagogische Äußerungen gelegentlich seinen Gastautoren oder Interviewpartnern. So am 22.9.2010 in einem Interview mit  Haci Halil Uslucan, Leiter des Zentrums für Türkeistudien (Hervorhebung DK):

TSP: Läuft die Integrationsdebatte aus Ihrer Sicht eher positiv oder negativ?

Antwort: Sowohl als auch. Das Kapital darin ist Aufmerksamkeit, es wächst durch steile Thesen und ist für die gegenwärtig Beteiligten konvertierbar: in Geld, Ansehen, Preise. Zum Beispiel werden Ehre, Gewalt, Männlichkeit in migrantischen Wertesystemen seit langem beforscht. Aber erst der anklagende, auch hämisch-abwertende Ton von Necla Kelek und anderen hat diese Themen öffentlichkeitstauglich gemacht. Das kann man bedauern. Man kann darin aber auch einen Prozess sehen, der gut läuft. Die höhere Aufmerksamkeit schafft die Chance, etwas zu verbessern: Unsere Institutionen, vielleicht auch unseren Alltag.

Den Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, von dem niemand weiß, welche und wie viele Muslime er vertritt, ließ der Tagesspiegel vom 18.11.2010 zur Verleihung des Freiheitspreises der FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung sagen:

Die Auszeichnung einer „einschlägig bekannten Islamhasserin“, schreibt Mazyek, sei „nur ein erneutes Beispiel einer verfehlten Politik, von der ich mich distanziere“.

Schreiberin des Artikels war Andrea Dernbach, die im Tagesspiegel vom 3.7.2012 die Organisation Milli Görüs, die Verbindungen zu Terrorgruppen hat, verharmlosend als konservativ-muslimische Islamische Gemeinschaft bezeichnet.

Damit auch jeder Leser verstehe, „was für eine“ Necla Kelek ist, fügt Dernbach an das Ende ihres Artikels den Satz

Kelek hat unter anderem Thilo Sarrazin verteidigt, dessen  Buch „bittere Wahrheiten mutig“ ausspreche.

an. Damit darf sie sicher sein, dass die Trolle in den Foren wieder ganz aus dem Häuschen geraten. Sicher kann sie aber auch sein, dass es nur die Trolle sind, die ihr applaudieren.

Lassen wir Necla Kelek selbst sprechen (Die Welt vom 28.9.2012, „Warum Heinz Buschkowsky Recht hat“):

Er fragt sich, warum diese Gesellschaft das mitmacht. Er macht dafür auch eine Haltung bei den verantwortlichen Politikern aus, für die er das Weltbild der ehemaligen Ausländerbeauftragten des Berliner Senats (hier nennt er den Namen) Barbara John für typisch hält: Sie hat seiner Meinung nach in Berlin „eine Politik kreiert“, nach der ein Ausländer per se ein guter Mensch ist, denn er stellt eine Bereicherung dar.

Ein Deutscher ist per se ein schlechter Mensch, weil er die Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust niemals ablegen kann und immer latent ausländerfeindlich bleiben wird.“ Dieses Credo bestimme die Integrationspolitik bis hin zum Integrationsplan der Bundesregierung und habe dazu geführt, dass wir uns um Parallelgesellschaften sorgen müssen.

Es gelingt ihm, auch die übelsten Vorkommnisse so zu erzählen, dass weder jemand bloßgestellt noch auf anderer Menschen Kosten gelacht wird. Dass mir dabei das Lachen manchmal im Hals stecken geblieben ist, liegt an dem harten Kern der Wahrheit, die diese Anekdoten zu schlucken geben.

Ob Neukölln überall ist, wollte Buschkowsky dann doch wissen – und hat über den Tellerrand geblickt. Er reiste unter anderem nach Rotterdam, Oslo, Glasgow. Er traf auf andere, oft ähnliche Verhältnisse, Politiker die auch gern schönreden und sich nicht in die Karten gucken lassen.

 

Den ganzen Artikel lesen.

________________

*) Für Leser, die den Unterschied von „vergleichen“ und „gleichsetzen“ nicht kennen, geben wir eine kurze, wenn auch nicht erschöpfende Hilfestellung: „Gleichsetzen“ bedeutet, zwei oder mehrere Dinge haben dieselben Eigenschaften. „Vergleichen“ heißt, die Eigenschaften zweier oder mehrerer Dinge vergleichen, um ihre Unterschiede festzustellen. Damit wird klar, dass wir Hatice Akyün nicht mit Goebbels gleichsetzen.

Das hat zwei Gründe:

  • 1. Ihre Demagogie entspricht nicht der von Goebbels zur Perfektion entwickelten Volksverhetzung.
    2. Sie diffamiert „nur“. Das so durchsichtig, dass ihr nur wenige User im ….Forum.des Tagesspiegels zustimmen.

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