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Aus einem Kommentar von Volker Zastrow in der FAZ vom 3.10.2009
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Unserer Gesellschaft scheint inzwischen etwas vorzuschweben wie ein moderierter Diskurs, in dem jeder Inhalt sich der Etikette zu beugen hat. Wobei Etikette längst in Wahrheit nicht wirklich meint, wie etwas gesagt wird, sondern was. Das erkennt man daran, dass denen, die dagegen verstoßen, sofort mit dem Berufsverbot gedroht wird, dem Strafrecht gar, dass ihnen nicht widersprochen wird, sondern dass sie nicht mehr sprechen sollen. Es soll Redefreiheit nur im Rahmen dessen geben, was man hören möchte. Der Zusammenhang zwischen Redefreiheit, Meinungsfreiheit und Demokratie: den meisten scheint er gar nicht mehr bekannt. Aber auch der zwischen offenem Wort, offenem Denken, Einsicht oder gar Umkehr.

Jahre nach der großen Kulturrevolution der sechziger Jahre ist an die Stelle der geschleiften Autoritäten ein anonymer, konturenloser Schleim getreten, die verallgemeinerte Autorität, aus dem je nach Bedarf wie Formwandler Gestalten springen und Verdikte verkünden, gegen die keine Berufung eingelegt werden kann. So wird aber auch die Gedankenfreiheit untergraben, das unabhängige Urteil entmutigt.

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Islam is a Crime against women..

Thousands of Deadly Islamic Terror Attacks Since 9/11

Der Counter für die islamischen “Deadly Terror Attacs since 9/11″ steht auf 23.148. Während wir schreiben (13.6.2014), werden womöglich gerade weitere Menschen im Namen Allahs getötet. Es vergeht kaum ein Tag ohne Anschläge und Selbstmordattentate.

Quelle: http://www.thereligionofpeace.com/

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Warum dieser Blog?

Eher aus Zufall fanden sich einige User der Tagesspiegelforen zusammen und tauschten ihre Erfahrungen aus, die sie beim Schreiben ihrer Beiträge gemacht hatten. Dem einen war aufgefallen, dass im Zusammen- hang mit Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“, eine erheblichen Anzahl von Usern ohne Kenntnis des Inhalts hasserfüllt und diffamierend gegen Sarrazin anpöbelten. Einem anderen fiel auf, dass auch bei Themen, die den Islam und Israel zum Gegenstand hatten, ähnliches in den Foren beobachtet werden konnte. Sie stellten überrascht fest, dass User, die sich auch nur vorsichtig und kritisch über das Verhalten von Teilen der in Deutschland lebenden Türken und Araber in den Foren des Tagesspiegels äußerten, von anderen Usern recht schnell und ungehindert von den Moderatoren des Tagesspiegels als „Rassisten“, „Ausländerfeinde“ und „Rechtsradikale“, im harmlosesten Falle als „Rechtspopulisten“,  bezeichnet wurden (Sarrazin – Welche Formulierungen und Wörter die Communityredaktion freischaltet).

Aber nicht nur in den Foren. Der Grüne Özcan Mutlu tat sich im Tagesspiegel vom 20.7.2011 in dem Artikel Kreuzberg schafft sich nicht ab! mit der absurden Bemerkung, Sarrazin betrete mit seinem Buch „rassistisches Terrain“, hervor. Wenn es um die Themen Sarrazin oder Islam geht, tauchen neben einigen wenigen argumentativ seriösen Artikeln eine erstaunlich hohe Anzahl von Artikeln auf, die, wenn man sie nicht als unseriös bezeichnen will, doch einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. So erschien im Tagesspiegel vom 9.8.2011 ein Artikel von Gastautor Jens Jessen, in dem das Attentat von Oslo unter der Überschrift Unsere Kreuzritter als eigentliches Jubiläum des von islamischen Tätern durchgeführten New Yorker Terroranschlages vom 11. September 2001 mit über 3000 Toten dargestellt wurde. In dem Artikel behauptet Jessen, die Kritiker des Islams und nicht die Terroristen seien die eigentlichen inneren Feinde einer offenen Gesellschaft

Derselbe Jessen hatte sich schon im Jahre 2007 damit hervorgetan, einem Rentner, der einen griechischen und türkischen Jugendlichen aufgefordert hatte, das Rauchen in der Münchener U-Bahn einzustellen und dafür fast zu Tode getreten wurde, die Schuld für den Angriff auf ihn zuschieben. Jessen sagte in einem Video über den Rentner

Letztlich zeigt der deutsche Spießer, um das böse Wort mal zu benutzen, doch überall sein fürchterliches Gesicht.

Ähnliche Artikel wie der über das Osloer Attentat erscheinen im Tagesspiegel öfter, im Juli 2012 zum Beispiel in der Debatte über religiöse Beschneidungen. Am 8.7.2012 schrieb ein Autor mit Namen Thomas M. Schmidt, der Religionsphilosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main unterrichtet, unter der diffamierenden Überschrift Die Nicht-Religiösen werden aggressiver, einen Artikel, der sich mit den Argumenten der Kritiker der religiösen Beschneidung nicht auseinandersetzt, sondern ihre Kritik als aggressiv einstuft. Die Autorin des Tagesspiegel, Andrea Dernbach legt am 21.7.2012 nach und unterstellt den Kritikern der Beschneidung religiöses Unwissen. Diese Art von journalistischer Berichterstattung erzeugt dann auch die von der Sarrazindebatte bekannten Pöbeleien, wenn auch nicht in dem dortigen Umfang und der Intensität. Von den Moderatoren des Forums werden Formulierungen des berüchtigten Forumtrolls und Hobbyjuristen southcross freigeschaltet. Der beschimpfte ungehindert von der Moderation Kritiker als „anti-religiöse Eiferer und Geiferer“.

Der Erfahrungsaustausch zeigte, dass alle die Erfahrung gemacht hatten, dass pointierte aber die Regeln der Netiquette des Tagesspiegel nicht verletzende Antworten auf Vorwürfe und selbst Beschimpfungen, die andere User im Forum gemacht hatten, vom Tagesspiegel öfter zensiert wurden.

Das ist nicht neu. Wenn der Tagesspiegel eine Meinung hat, dann unterliegen gegenteilige der Zensur. Das war auch schon im jahre 2009 bei der Debatte um die Schließung des Flughafen Tempelhofs der Fall. Ein  Gegner des Schließung, vom Tagesspiegel wohl rechts eingestuft, schreibt in einem Blog am 12.11.2009:

Was man dem Tagesspiegel-Forum vorwerfen muss, ist das Fehlen eines einheitlichen Maßstabes in der Forumsleitung. Die kann meinetwegen restriktiv oder durchlässig sein, aber einheitlich. Dann kann man entweder Ihren Beitrag löschen, aber dann sollte man die viel schlimmeren Postings aus der vorwiegend linken Seite bitte auch löschen, oder man lässt eben alles drin, aber nicht frei nach Lust und politischer Laune mal so, mal so.

Auch southcross, der angebliche Jurastudent, war damals dabei und konnte nach Aussage des Bloggers böhnke im Tagesspiegel ungehindert behaupten:

Der Blogger @southcross, ein entschiedener Gegner des Flughafens Tempelhof, behauptete in einem TSP-Blog, die frühere West-Berliner Polizeireserve war nur ein Haufen von Rechten, Gaunern und Verbrechern. Mein dagegen gerichteten Kommentare und den Hinweis auf die Verbrechen der Stasi und die Hunderttausende von Opfern wurde im TSP Blog überhaupt nicht mehr veröffentlicht.

Ist der Tagesspiegel also politisch korrekt oder nur inkompetent und überfordert?

Er bedient sich nicht, wie im Header dieses Blocks ironisch angedeutet, der Polizei, religiöser oder anderer Wächter. Im redaktionellen Teil ist er aber oft unangenehm politisch korrekt, in der Communityredaktion unter der derzeitigen Leitung von Atila Altun, die für die Moderation der Userbeiträge zuständig ist, sicher beides. Politisch korrekt, weil selbst wüste Beschimpfungen in Beiträgen veröffentlicht werden, wenn sie sich gegen Kritiker der Integrationspolitik in Bezug auf islamische Einwanderer richten. Inkompetent insofern, dass die Zensurpraxis selbst unter dem Gesichtspunkt der politischen Korrektheit den Eindruck einer Überforderung der Zensoren macht: Mal werden Beiträge erst freigeschaltet, dann wieder gelöscht, um sie dann wieder freizuschalten.

Dieser Blog dient dem weiteren Erfahrungsaustausch und der Dokumentation der politischen Korrektheit in der Berichterstattung des Tagesspiegels zu den Themen Islam, Religion, Integration und Israel. Uns ist bewusst, dass der Tagesspiegel nicht allein dasteht. Andere Zeitungen mit liberalem Image wie Süddeutsche, Die Zeit, Berliner Zeitung und Frankfurter Rundschau pflegen eine noch aggressivere Korrektheit. Äußerungen in der Berliner Zeitung von der Kurdin Mely Kiyak über Sarrazin als lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur  werden in dieser pöbelhaften Form nur von Usern in den Foren des Tagesspiegels gemacht, allerdings moderiert von der Communityredaktion. Nach Information der Bildzeitung soll Kiyak an einen ihrer Leser eine Mail geschrieben haben, in der es heißt:

„(…) Und auch sonst schreiben Sie so dämliche Grütze, dass man es kaum fassen kann. Als Zeitung schämen wir uns in Grund und Boden, solch einen flachgewichsten Leser wie Sie zu haben!“

Dies ist der Ton, der auch in den Foren des Tagesspiegel anzutreffen ist und von der Communityredaktion freigeschaltet wird. Auch wenn wir nicht glauben, dass wir an dem Korrektheitswahn etwas ändern werden, so meinen wir doch, wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt. Unsere Haltung wird sich auch dann nicht ändern, wenn vom Tagesspiegel, wie schon geschehen,  Accounts ohne Begründung gelöscht werden und Beiträge von unbotmäßigen Usern nicht mehr freigeschaltet werden und diese User sich darum an den Diskussionnen nicht mehr beteiligen.

Die Gründe, sich nicht mehr an den Diskussionen zu beteiligen, hat der User Columbo am 7.6.2012 im Zensurenspiegel überzeugend benannt (Hervorhebung DiskursKorrekt):

Das Problem ist, dass die Community-Redaktion unter der Leitung Atila Altuns den Leser zur Äußerung seiner Meinung einlädt, selber aber bestimmt, welche Meinung genehm und veröffentlichungsfähig ist. Dass hierzu Regeln aufgestellt werden, die sich im TSP in Form der „Netiquette“ manifestieren, ist selbstverständlich. Die Probleme beginnen da, wo Beiträge, die objektiv nicht gegen die Netiquette verstoßen, dennoch zensiert werden. Eine solche willkürliche (und auch auf Nachfrage nicht begründete) Zensur steht einer großen Tageszeitung wie dem TSP grundsätzlich nicht gut zu Gesichte.

Verschärft wird diese bedenkliche Entwicklung dadurch, dass man den Eindruck gewinnen muss (auch ohne Verschwörungstheorien zu stricken), dass seitens der links- bis linksradikal-orientierten Leser im Grunde genommen alles geäußert werden darf (vgl. nur Beiträge zu Themen wie „1. Mai-Demos“, „Autobrandstiftung“ oder „Gentrifizierung“), was spiegelbildlich von der „rechten Seite“ aber völlig undenkbar wäre – was ja auch noch in Ordnung wäre, wenn erkennbar rechtsextreme Positionen geäußert werden, die sicherlich niemand lesen will; die Redaktion zieht den Strich allerdings schon bei Beiträgen, die man richtigerweise als liberal-mittig oder meinetwegen konservativ verorten würde. Offensichtlich sind (aus persönlichen Gründen Altuns?) Meinungen, die der breiten Mitte unserer Gesellschaft entsprechen, nicht veröffentlichungsfähig, und das ist der eigentliche Skandal – dass durch die willkürliche Steuerung der publizierten und nicht-publizierten Beiträge ein öffentliches Meinungsbild suggeriert wird, das der tatsächlichen Meinung im Land nicht entspricht. In anderen Ländern nennt man dies „Volkserziehung“. Und das ist nicht nur unsympathisch, sondern auch hochgradig gefährlich. Insofern stimme ich @ gagaberlin ausdrücklich zu.

Die perfide Ironie ist dabei, dass eine solche Zensurpolitik den Erfolg von Seiten wie „PI News“ erst ermöglicht, da sich dort alle diejenigen vertreten fühlen, die von der redaktionellen Einmischung beispielsweise des TSP abgestoßen sind, von diesem allgemeinen Klima des Nicht-sagen-Dürfens, des Nicht-denken-Dürfens. Um es klar zu machen, ich selber halte von „PI News“ wenig bis nichts, sehe trotz des einen oder anderen interessanten Beitrags die Seite überwiegend als Hetzorgan, ich besuche diese Seite nicht, halte aber beispielsweise den offenen Brief von Frank Furter an den TSP für absolut nachvollziehbar und nicht beanstandenswert – im Gegenteil kann ich mich dort sehr gut wieder finden.

http://www.pi-news.net/2011/07/antwort-an-den-tagesspiegel/

Kaum ein anderes Thema hat in diesem Zusammenhang wohl unsere Gemüter mehr erregt als das leidige Dauerthema „Islam“. Ohne eine Meta-Debatte zu beginnen: ob der deutsche Bürger die explosionsartige Entwicklung muslimischer Bevölkerung gut findet oder nicht, bleibt ihm allein überlassen. Die Gedanken sind frei. Die Ausübung dieser Gedankenfreiheit reicht heutzutage und vor allem im TSP aber schon dazu aus, in die rechte oder rechtspopulistische Ecke gestellt zu werden, wobei die User nach Herzenslust von der Gutmensch-Fraktion unter den Foristen hemmungslos denunziert werden dürfen. Für Differenzierung bleibt dabei wenig Raum. Da mag man, wie in meinem Fall, jahrelang mit einer Perserin liiert gewesen sein und türkische und marokkanische Freunde haben – sobald man die Grundsätze und die Praxis islamischer Religion ablehnt und in Deutschland kein Expansionsfeld dieser Weltanschauung sehen will, ist man schon verbrannt und unter Extremismusverdacht – für den TSP also kein würdiger User mehr.

@ gagaberlin weist zu Recht darauf hin, dass es vor 1960 null muslimisches Leben in Deutschland gab. Im Jahr 2012 gibt es ca. 5 Millionen Muslime in Deutschland. Es gibt Döner und Falafel, mediterrane Lebenskultur und gutes Obst, sympathische Menschen. Es gibt aber auch Intensivtäter, die zu 80 % aus muslimischen Kulturkreisen stammen, es gibt Hetzjagden auf Deutsche, offenen Antisemitismus, verbrannte Schulen, als Folge dessen die Flucht der Mittelschicht aus den Innenstadtbezirken, es gibt Ehrenmorde, Zwangsehen, abgeschnittene Köpfe und eine Machokultur, die überwunden geglaubt war. Nahezu jede Meldung über Gewalt im öffentlichen Raum ist mit muslimischen Tätern verbunden, öffentliche Schwimmbäder sind inzwischen No-go-Areas. Die Existenz von Parallelgesellschaften, in der ausschließlich unter sich geheiratet wird, Kinder auch in der vierten Generation noch türkisch als ihre „Muttersprache“ empfinden, keine deutschen Freunde haben, ist nicht ernsthaft zu leugnen.

Wie man persönlich unterm Strich die Bilanz der muslimischen Einwanderung sehen will – also überwiegend positiv oder überwiegend problembelastet – bleibt, nochmals, jedem selbst überlassen.

Eine solche überfällige und offene Diskussion lässt der TSP aber nicht zu; Gehör können sich höchstens die verschaffen, die in gähnend langweiligen Vorlesungen darüber schwadronieren, ob des „den“ Islam überhaupt gibt und ob „der“ Islam oder „die“ Muslime zu oder nach Deutschland gehören. Als ob das das dringendste Problem wäre! Das ungute Gefühl, das seit einigen Jahren eigentlich jeden beschleicht, der unvoreingenommen denken kann, dass hier nämlich eine Entwicklung stattfindet, die, rein demographisch weitergedacht, unser Land oder wenigstens Berlin auf den Kopf stellen wird, darf nicht artikuliert werden. Hier haben sich User wie @ tessin, @ gagaberlin, @ hades, @ columbo, @ BRDmatrix, @ dazzle, @ yakiz, @ literaturbeilage und andere die Zähne ausgebissen. Keinem von ihnen würde ich eine extremistische Gesinnung unterstellen. Und dennoch scheitern sie alle mit ihren wohldurchdachten und liberalen Beiträgen an einer Zensurbehörde unter der Regie eines Atila Altuns, der seine redaktionelle Macht dazu missbraucht, Debatten nach seinem gusto zu steuern und zu verfälschen und die Meinungsfreiheit in diesem Land zu missachten und zu beschränken.

Aus diesem Grund hatte ich mich seinerzeit freiwillig dazu entschlossen, in diesem Forum nicht mehr aktiv teilzunehmen, sondern mein Profil löschen zu lassen.

Dass das Forum multikulti-verklärenden und realitäts-resistenten Usern überlassen wird, die jeden Unfug äußern dürfen, ist bedauerlich.

Update:

Leider haben sich mittlerweile immer mehr User, die sich dem Gesinnungswächter Atila Altun und seiner Hiwis in Gestalt des dilettierenden Hobby- und Krawalljuristen und Pseudojurastudenten southcross und pöbelnden Usern wie dali u.a. nicht mehr aussetzen wollten, aus den Foren des Tagesspiegels zurückgezogen. Neue Zensurbeispiele werden also rar. Wir werden uns darum in Zukunft mehr darauf konzentrieren, die fürchterlichen politisch korrekten Artikel des Tagesspiegels zu kommentieren. Wir werden aber aus dem umfangreichen Fundus der Zensurbeispiele zitieren, wenn sie zu einem kommentierten Artikel passen.

Für Beispiele der Zensurpraxis des Tagesspiegels, die uns Leser unseres Blogs schicken, sind wir dankbar.

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